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Gold/Silber

Silberpreis – wann kommt der nächste Schub?

Hannes Zipfel

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Siber Barren Stapel

Ebenso wie Gold erfreut sich Silber bei den Investoren großer Beliebtheit. Die Bestände in physisch gedeckten ETFc und ETCs sind in diesem Jahr bereits auf 746 Millionen Unzen angestiegen – ein neues Rekordhoch. Trotz der laufenden Korrektur im Silberpreis hält das Interesse der Investoren unvermindert an.

Silberpreis wird von Investorennachfrage gestützt

Am Silber scheiden sich die Geister: Ist es ein Industrie- oder ein Geldmetall? Offiziell ist es schon lange kein Währungsmetall mehr. Das Pfund Sterling, dessen Name sich vom Sterling-Silber ableitet, ist schon seit 1718 keine silbergedeckte Währung mehr. Als letzte Nation gab China im Jahr 1934 die Deckung seiner Währung durch das Edelmetall auf. Dies geschah übrigens in Folge einer massiven Marktmanipulation der USA mit genau diesem Ziel. Die Amerikaner gewannen den Währungskrieg und zwangen China in das Lager der US-Dollar dominierten „Zettelwirtschaft“.

Doch nicht nur bei den chinesischen Bürgern ist Silber aus traditionellen Gründen nach wie vor ein beliebtes Geld-Surrogat. Es ist perspektivisch sogar möglich, dass Silber nach dem zwangsläufigen Scheitern des heutigen Fiat-Money-Systems neben anderen Rohstoffen erneut zur Deckung oder Teildeckung von Währungen herangezogen wird. Insofern macht ein Investment durchaus Sinn.
Außerdem erfüllt es ähnliche Eigenschaften in Sachen Inflations- und Krisenschutz wie Gold. Mit deflationären Phasen tut sich der Preis allerdings sehr schwer.

Daten zur Investmentnachfrage gemäß Global Silver Investment Report von Metal Focus vom 3. Oktober 2019:

Weltweite Bestände an Silber

Silberpreis mit trendbestätigender Flagge

Kurzfristig arbeiten sich die Notierungen des samt weiß schimmernden Edelmetalls durch eine Konsolidierungsphase, nachdem die Kurse zuvor stark angestiegen waren. Aktuell befindet sich der Kurs mit ca. 17.77 US-Dollar pro Unze nah an der oberen Begrenzungslinie der trendbestätigenden Flagge (blaue Linie). Zuvor ist der Preis mustergültig an dem 50 Prozent Fibonacci-Level abgeprallt (orangene Linie). Die zeitliche Ausdehnung der Korrektur beträgt mittlerweile über fünf Wochen und könnte bald zu Abschluss kommen.

Silberpreis in US-Dollar Chart

Abhängig von kurzfristigen Einflüssen, wie den Ergebnissen der Handelsgespräche zwischen den USA und China, dürften die Notierungen aber spätestens mit der nächsten Zinssenkung inklusive der Implementierung neuerlicher Bilanzausweitungsprogramme der Fed Ende Oktober die Flagge nach oben verlassen und den nächsten Hausse-Schub starten. Zumal auch die Saisonalität ab November bis Mitte April wieder eindeutig positiv ist.

Fazit und Ausblick

Bereits bei früheren Silber-Haussen war die Investmentnachfrage der entscheidende Preistreiber. Auch dieses Mal zeichnet sich ein signifikant zunehmendes Interesse vonseiten der Investoren und Spekulanten an dem kleinen Bruder des Goldes ab. Noch laufen die Notierungen dem Goldpreis hinterher, aber mit jedem weiteren Hausse-Schub holt der Silberpreis weiter auf und verringert das historisch hohe Preisverhältnis zum Gold. In Anbetracht des makroökonomischen und geldpolitischen Umfeldes bleiben die Perspektiven für das günstigste der monetären Edelmetalle positiv.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

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Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

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