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Konjunkturdaten

Sind die API-Daten diesmal verlässlich? Eine Wette auf heute 17 Uhr und einen weiter steigenden Ölpreis

Gestern Abend um 22:35 Uhr deutscher Zeit wurden die privat erhobenen API-Daten verkündet. Sie wurden mit ungefähr -2 Millionen Veränderung erwartet, dann aber mit -5,76 Millionen Barrels…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Normalerweise werden die API-Daten Dienstag Abend veröffentlicht, und die offiziellen staatlichen Angaben zu den Öl-Lagerbeständen für die USA dann am Mittwoch Nachmittag. Diese Woche aber verschiebt sich das aufgrund des US-Feiertags am Dienstag um einen Tag nach hinten. Gestern Abend um 22:35 Uhr deutscher Zeit wurden die privat erhobenen API-Daten verkündet. Sie wurden mit ungefähr -2 Millionen Veränderung erwartet, dann aber mit -5,76 Millionen Barrels veröffentlicht. Auch die Lager für Benzin gehen laut API um 5,7 Millionen Barrels zurück.

Das ist ein kräftiger Rückgang. Man muss aber bedenken, dass die API-Daten in den letzten Wochen kein vollkommen verlässlicher Frühindikator mehr für die offiziellen staatlichen Daten am nächsten Tag waren. Von daher ist es heute um so mehr eine große Wette auf weiter steigende Kurse, wenn Öl-Spekulanten dank der API-Daten long gehen in freudiger Erwartung von dem, was heute um 17 Uhr deutscher Zeit offiziell verkündet wird.

Im ersten Chart ist es sehr gut zu erkennen, wie der Ölpreis seit dem OPEC-Meeting am 25. Mai brutal um gut 10 Dollar auf 42 Dollar abschmierte. Seit dem 21. Juni lief dann die Shortsqueeze um 5 Dollar nach oben, denn 10 Dollar Absturz in knapp vier Wochen, das ging wohl doch zu schnell (überverkaufter Markt). Jetzt befindet sich der Markt in einer Art Findungsphase. Weiter fallen, oder stabilisieren? Genau jetzt können die offiziellen Zahlen zu den Öl-Lagerbeständen in den USA die Richtung weisen.


Der WTI-Ölpreis seit 9. Mai.

Im zweiten Chart sieht man die Entwicklung vom WTI-Ölpreis seit Dienstag dieser Woche. Rot eingekreist ist der gestrige Anstieg direkt nach den API-Daten. Der Ölpreis stieg von 45,04 auf 45,76 Dollar. Dass der Kurs bei dem starken Rückgang der API-Daten nur so geringfügig steigt, liegt wohl an der Tatsache, dass die API-Daten in den letzten Wochen eben nicht mehr so zuverlässig als Frühindikator waren! Jetzt gilt es hinzuschauen. Bestätigen die heutigen offiziellen Daten die API-Daten? Dann ist ein weiterer Aufwärtsschub im Ölpreis möglich. Wer jetzt long geht, klammert sich ganz aktuell und kurzfristig an dieses Szenario.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einkaufsmanagerindizes – anders als in Europa! Hoffnung auf Stimulus..

Markus Fugmann

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Soeben wurde die Einkaufsmanagerindizes für die USA (Markit PMI; Oktober) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 53,3 (Prognose war 53,4; Vormonat war 53,2)

Dienstleistung: 56,0 (höchster Stand seit 20 Monaten! Prognose war 54,6; Vormonat war 54,6)

Gesamtindex: 55,5 (Vormonat war 53,2)

Damit zeigt sich in den USA ein anderer Trend: Dienstleistung, in Europa ganz schwach und von der Coronakrise schwer getroffen, hat in den USA bislang kaum Probleme. Aber: man hält sich vor den US-Wahlen zurück, der Optimismus gründet vor allem auf Hoffnungen, bald neue Stimulus-Gelder zu erhalten. Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

“The US economy looks to have started the fourth quarter on a strong footing, with business activity growing at a rate not seen since early 2019. The
service sector led the expansion as increasing numbers of companies adapted to life with COVID19, while manufacturing continued to report solid
growth amid rising demand from households and businesses.
“A slowdown in hiring and weaker new order inflows were in part attributable to hesitancy in decision making ahead of the presidential election. More encouragingly, business optimism surged higher, indicating that firms have become increasingly positive about prospects for the coming year amid hopes of renewed stimulus, COVID-19 containment measures gradually easing and greater certainty for businesses and households after the presidential elections.”

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Erstanträge besser als erwartet – Folgen für Stimulus?

Redaktion

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Von

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen nur um 787.000 (offizielle Prognose war 860.000, Vorwoche war 898.000, nun auf 842.000 nach unten revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 8,373 Millionen ebenfalls deutlich unter der Erwartung (Prognose war 9,50 Millionen; Vorwoche war 10,018 Millionen, nun auf 9,397 Millionen nach unten revidiert).

Gute Daten – aber senkt das die Notwendigikeit für weiteren Stimulus?
So oder so – es gibt viele Berichte über betrügerische Anträge – so sind in Arizona ca. 90% der Anträge abgeöehnt worden. Dazu vermutlich auch Probleme in Kalifornien..

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