Folgen Sie uns

Allgemein

Sind wir nicht klar bei Verstand? Wieso hat Deutschland bei mehr als 3 Mio Arbeitslosen 1 Mio offene Stellen? Neuer Rekord!

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsächlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsächlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt. Die Differenz von fast 1 Mio Menschen besteht nämlich aus tatsächlich Arbeitslosen, die nicht in die Statistik gebucht werden, weil sie älter als 58 sind, weil sie gerade in Maßnahmen geparkt sind usw. Also haben wir ungefähr 3,5 Millionen tatsächliche Arbeitslose, die auch alle staatliche Leistungen beziehen.

Gleichzeitig weist die Bundesagentur für Arbeit für März 691.924 offene Stellen aus. Das ist die Zahl von Arbeitsstellen, die private Arbeitgeber im Angebot haben, nicht besetzen können und daher an die Bundesagentur als unbesetzt melden. Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie viele offene Stellen es in Deutschland wirklich gibt. Denn warum sollte jeder Arbeitgeber offene Stellen zum Amt melden, wenn er hierüber nie oder fast nie positive Erfahrungen gemacht hat? Aufschlussreicher sind da schon die vier mal im Jahr durch Umfragen erhobenen Daten des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB), das eine Art Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit ist.

Das IAB zählt für Ende März 1,06 Millionen offene Stellen in Deutschland. Ein Rekordstand! Damit lag die Zahl um 9.000 Stellen höher als beim bisherigen Höchststand aus dem Vorquartal, und 75.000 höher als vor einem Jahr! Diese Zahl basiert auf vierteljährlichen Umfragen bei gerade mal 8.000 Arbeitgebern. Wenn man bedenkt, wie viele offene Stellen es da bundesweit bei wirklich ALLEN Arbeitgebern sein könnten? Vielleicht 1,5 oder 2 Millionen offene Stellen? Nichts genaues weiß man nicht!

Warum die Bundesagentur für Arbeit nicht diese Daten des IAB übernimmt, die doch wohl aussagekräftiger sind? Nun, immer größer werdende Zahlen (1,06 Mio statt 0,69 Mio) könnten doch die Frage aufwerfen, warum es unser Sozialapparat aus Arbeitsagenturen, Jobcentern etc nicht schafft aus den 3,5 Millionen Arbeitslosen 1 Million Menschen zu finden um diese offenen Stellen zu besetzen. Gut, wir hatten auch dies schon mal erwähnt: Wenn ein Hightech-Konzern einen hochspezialisierten Ingenieur sucht, und der unter den Arbeitslosen nicht zu finden ist, dann kann diese Stelle eben nicht besetzt werden – das ist logisch.

Aber grundsätzlich fällt doch immer mehr auf: Die Zahl ist gewaltig, hier stimmt was nicht. Wie kann es sein, dass man aus 3,5 Millionen Arbeitslosen, die schon lange eine Art „Mindestsockel“ bilden, nicht zumindest einen spürbaren Teil in diese offenen Stellen vermitteln kann? Die Diskrepanz wird immer größer zwischen Rekord-Konjunktur, Rekord-Beschäftigungsstand, Rekord-Steuereinnahmen, extrem niedriger Arbeitslosigkeit seit Anfang der 90er und dann dem Rekord bei den offenen Stellen.

Es bleibt unsere Frage, die wir schon so oft gestellt haben. Sind all die Arbeitslosen einfach nur faul, wie so mancher wohl behaupten wird? Oder kann es nicht viel eher sein, dass der deutsche Behördenapparat, der für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zuständig ist, völlig unfähig ist und total versagt, und zwar Monat für Monat aufs Neue? Es ist schon längst kein Geheimnis mehr im Kreis von Arbeitsmarktforschern, dass all die Maßnahmen der Jobcenter letztlich nichts, aber auch rein gar nichts bringen, sondern nur Parkplätze für Menschen sind, um sie offiziell aus der Arbeitslosenstatistik entfernen zu können. Und der ach so „böse“ Arbeitgeber, der die Arbeitslosen vielleicht einfach nicht einstellen will? Was soll der machen mit einem Langzeitarbeitslosen, der seit Jahren von einer nutzlosen Maßnahme zur nächsten „umgebucht“ wird, sich dabei aber inhaltlich in keinster Weise fortbilden oder weiter qualifizieren konnte…

Oder sind wir Kleingeistigen von FMW einfach doch nicht intelligent genug um dieses große Mysterium zu verstehen? Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt. Also könnte man doch zumindest eine spürbare Zahl von Arbeitslosen ohne Ausbildung unterbringen? So gibt es laut IAB viele freie Stellen im Bereich Logistik und Lagerwesen. Naja… wie gesagt, wir verstehen das nicht!


Die aktuellste Übersicht der Bundesagentur für Arbeit vom 3. Mai.


Die heute veröffentlichte Übersicht des IAB. Die Zahl der offenen Stellen steigt langfristig immer weiter an.

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    gerd

    9. Mai 2017 17:15 at 17:15

    FMW:
    „Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt.“

    Als ich die Meldung heute an anderer Stelle las, dachte ich, gleich tragen sie mich weg:

    Zweitens wegen der angeblich 200000 freien Stellen, für die nicht mal ne Ausbildung erforderlich ist und
    erstens, weil da scheinbar kein Journalist mal nachhakt, wie so was denn unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich sein könnte.

    • Avatar

      gerd

      9. Mai 2017 17:31 at 17:31

      Noch eines dachte ich, als ich das ursprünglich las:
      Hoffentlich thematisiert FMW das auch heute wieder.
      Habt ihr, Danke.

      P.S.: Vielleicht wird FMW einst mal noch viel mehr bekannt als jetzt schon. Wenn ich bei Google unter News „freie Stellen“ eingebe, erscheint euer Artikel an dritter Stelle.

      • Avatar

        Petkov

        13. Juni 2017 10:23 at 10:23

        Das hat nichts zu bedeuten, Gerd. Leider. Wenn Sie nicht gerade mit gefaketer IP und im anonymen Modus rumsurfen, erkennt der Sichalgorithmus Ihre Präferenzen und priorisiert die Ergebnisse entsprechend. Und FMW ist eindeutig eine Seite, die Sie präferieren :-)

        • Avatar

          gerd

          13. Juni 2017 11:47 at 11:47

          Nu bin ich baff.
          Das hieße, wenn jemand, der noch nie auf FMW war, denselben Suchbegriff eingibt, bekommt der ne andere Reihenfolge angezeigt und u.U sieht er FMW erst paar Seiten später.

          Bei den Werbezuschaltungen war mir das klar.
          Hatte auch ab und zu bei FMW so appetitliche Bikinimodelle eingeblendet, dass ich mich gar nicht auf die Kurse konzentrieren konnte. Da dachte ich schon immer, die lachen doch wohl ganz allein mich an. :)

  2. Avatar

    Irgendjemand

    9. Mai 2017 17:43 at 17:43

    Ca. 80-90% der „offenen Stellen“ existieren überhaupt nicht, sondern sind Zweitausschreibungen. Sobald ein Unternehmen einen einzigen echten Job ausschreibt entstehen kurz darauf je nach Qualifikationsgrad mindestens 5-10 weitere „Jobs“ mit ähnlicher oder gar identischer Tätigkeitsbeschreibung, die von irgendwelchen Vermittlern und Sklavenhändlern ausgeschrieben werden, die entweder nur Daten sammeln oder das Personal dann der ursprünglichen Quelle mit Gewinn anbieten wollen. Ist so ähnlich wie bei der Geldschöpfung.

  3. Avatar

    tomtomb

    9. Mai 2017 17:45 at 17:45

    Hallo, die Antwort findet sich in den Anzeigen der Firmen. Es wird die „Eier legende Wolllmichsau“ gesucht. Qualifizierte erfahrene junge Leute die es nicht gibt.
    Oder es werden Jobs angeboten die keiner machen will, weil zu gefährlich oder ungesund.
    zb LKW Fahrer, die stehen quasi immer mit einem Bein im Knast wegen horrender Strafen für kleine Verstöße die sich im Alltag nicht immer vermeiden lassen, und das für im Schnitt 11,70€/Std. nein danke.
    Gruß vom Ex Fahrer

  4. Avatar

    ubsb55

    9. Mai 2017 17:46 at 17:46

    Oder könnte es nicht so sein, dass die meisten freien Stellen über Zeitarbeitsfirmen angeboten werden. Dadurch werden dann mal ruck Zuck aus einem Lohn von 12 Euro nur noch 9 Euro. Dann muß man flexibel sein, also entweder gute Anbindung an die Övis, was ja automatisch auch hohe Mieten bedeutet, oder man besitzt ein Auto, was sich ja toll rentiert bei 9 Euro pro Std. Das ist die Situation bei den weniger hoch ausgebildeten.
    Bei den Facharbeitern ist das etwas besser, je nach Berufszweig. Dann sollte man natürlich dynamisch, hochflexibel sein und viel Erfahrung haben. Wenn man das alles hat gibt es ein Problem, wenn man 55 Jahre + X alt ist. Da kräht kein Hahn mehr nach einem. Da hat man dann 35 Jahre einen speziellen Job gut ausgefüllt, plötzlich erfindet irgendwer einen Paragraphen, nachdem man jetzt dafür ein Stück Papier braucht ( Qualifikation). Dann kriegt man keinen vernünftigen Job mehr. Bevor man dann H4 bekommt, darf man alles erst mal verbrauchen, was mal irgendwie gespart wurde und dann darf mann betteln gehen, auf dem Amt.
    Da wundere ich mich doch stark, dass es Leute gibt, die sich wundern.

  5. Avatar

    Joachim

    9. Mai 2017 17:49 at 17:49

    Wenn die „Arbeitgeber“ wirklich 200 000 offene Stellen haben, für die man keine Ausbildung braucht, dann scheinen die Arbeitgeber ganz schön blöd zu sein, wenn sie diese bei 3 Millionen Arbeitslosen nicht besetzt bekommen. Oder an der Zahl stimmt etwas nicht, denn ich habe auch einige Arbeitsplätze frei bei mir zu Hause. Bräuchte jemanden zum Bügeln, natürlich nur als Werksvertrag, pro Hemd 1Cent und schon gibt es ein Jobangebot mehr. Quantität und Qualität sind nun mal nicht das Gleiche.

    • Avatar

      leser

      9. Mai 2017 18:19 at 18:19

      @Joachim
      „Quantität und Qualität sind nun mal nicht das Gleiche“
      Für die Arbeitsagentur schon. Und für die Medien (FMW ausgenommen) auch. Macht die Sache ja auch viel einfacher und leichter verdaulich. Am Ende kommt man sonst noch auf dumme Gedanken. Zum Beispiel nach dem Geldsystem…

  6. Avatar

    Bademeister

    9. Mai 2017 18:01 at 18:01

    Wenn Unternehmen händeringend nach Arbeitskräften suchen, heisst das heutzutage immer öfter: Wir suchen halt, auch wenn wir gar nicht finden wollen oder geschweige denn wirklich brauchen.
    Damit hat irgrndwann mal eine abgebrannte Bude begonnen um sich den nächsten Kredit zu sichern, und es werden immer mehr…soll heissen: „Wir haben mehr Arbeit als wir schaffen können und scheffeln mehr als wir (fiskal) tragen dürfen“.
    Der Konkurrent an der nächsten Ecke soll sehen, wie gut das Geschäft läuft…und wie macht man das effektiv ohne grosse Kosten? Man sucht, was man eigentlich nicht braucht. Irgendwann machts dann auch der Konkurrent und dessen Konkurrenz genauso und danach gehört es einfach zur Unternehmenskultur….so wie die weissen Hemden mit dem Firmenlogo am Kragen…
    Wenn dann noch Wahlen anstehen, ist die Divergenz zwischen Sein und Schein besonders für manche Rattenfänger (Politiker) attraktiv verwertbar. Wetten, dass nach den Wahlen wieder die grosse Depression ausgerufen wird?

  7. Avatar

    Hans Kolpak

    9. Mai 2017 18:29 at 18:29

    Während eine Werbeanzeige verpufft, schindet eine Stellenanzeige Eindruck. Beides verbrennt Geld, bringt aber keine neuen Kunden.

  8. Avatar

    Jan

    9. Mai 2017 18:37 at 18:37

    Icb glaube, allen hier haben recht.
    Meine Firma sucht auch mal leute und es ist durchaus passiert, dass der Werkstattmeister Bewerber Kopfschüttelnt wieder heim geschickt hat. Entschuldigung, zu nichts zu gebrauchen. Will nicht, kann nicht, große Klappe, um 6 anfangen? Nööö.
    Aus eigener Jobsuche: der gleiche Job findet sich 3x. Einmal von der suchende Firma selber und noch bei 2 (von mir gefundene) Vermittler.
    Und es werden tatsächlich „Stellen“ insereriert als „uns geht es gut“ Anzeigen.
    Wäre interessant wenn jemanden da mal durch recherchiert. Wird bestimmt nicht einfach.

    • Avatar

      Bademeister

      9. Mai 2017 20:25 at 20:25

      @JAN Wenn man sich mit diesem Thema längere Zeit beschäftigt, bekommt man schon einen guten Blick für Fake-Anzeigen. Ich schreibe jetzt nicht über ein und die selbe Stelle, die drei Mal (1×vom Unternehmen selbst, 1x als anonyme Chiffre und einmal durch Headhunter) ausgeschrieben ist….wer diese Stelle dreimal zählt muss Politiker oder pathologischer Optimist sein.
      Ich meine jene Positionen, die über viele Jahre immer wieder ausgeschrieben werden, und niemals besetzt werden. Die Anzahl dieser Ausschreibungen nimmt stark zu. Teilweise günstige PR fürs Unternehmen, Angstmache für (unzufriedene) eigene Mitarbeiter, Karrierekiller und möglicher Stolperstein für Mitarbeiter und Bewerber der Konkurrenz, Treiber für staatl. und regionale Förderpolitik, Teil der Kreditstrategie….
      Durch gutes Netzwerken und z.B. mehrmalige und unterschiedliche Fakebewerbungen und „Mysteryanrufe“ kann man solche „Jobdummies“ schon enttarnen…der Aufwand ist aber gross. Da könnten eigentlich ALGOS gute Abhilfe schaffen, aber wer will das schon?

  9. Avatar

    Einzahler

    10. Mai 2017 00:10 at 00:10

    @tombtomb: Bei uns in Österreich wäre ein LKW-Chauffeur mit 11,70/Std. überbezahlt, das übliche ist 8,02/Std., deshalb bin ich auch lieber langzeitarbeitslos ;-)
    @usb55: Genau so läuft es ab!
    Auch alle anderen Kommentare sehr gut getroffen!
    Videoempfehlung von mir:
    https://www.youtube.com/watch?v=Oh47wHp37iM

  10. Avatar

    joah

    10. Mai 2017 11:09 at 11:09

    Das mit dem Ingenieur ist natürlich ein gewisses Extrembeispiel, aber in einer sich deflationär-kontrahierenden Wirtschaft scheinen auch keine Finanzmittel mehr für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vorhanden zu sein. Somit ist selbst ein nicht ganz passender Arbeiter vom Kenntnis-/Wissensstand eben schon nicht mehr für die entsprechende Vakanz als passend angesehen, da Investitionssumme und Zeitspanne bis zum Einsatz zu groß.

    Das verschärft sich meiner Beobachtung nach immer weiter. Teils werden auch von den Arbeitsagenturen vom zukünftigen Arbeitgeber geforderte Weiterbildungsmaßnahmen gefördert, aber man muss gezielt danach fragen (ich meine hier nicht sinnfreie Beschäftigungskurse). Teils muss der angedachte Arbeiter hier zwischen zukünftigem Arbeitgeber und Arbeitsagentur den Vermittler spielen, da dann die Arbeitsagentur (auch etwas verständlicherweise) eine Übernahmegarantie bei Erfolg zugesprochen haben möchte – alles schon erzählt bekommen, ist allerdings nicht generalisierbar.

    • Avatar

      joah

      10. Mai 2017 11:51 at 11:51

      noch meinerseits vergessen: gleichzeitig steigt bei den Arbeitgebern die Erwartungshaltung auch auf ein teilweise unnatürlich hohes Niveau, möglicherweise überzogen und damit fast unerbringbar. Hier wirkt der Konsolidierungsdruck beobachtet sehr stark: immer weniger Beschäftigte sollen eine Steigerung des Betriebsergebnisses erwirtschaften.

  11. Avatar

    torben

    13. Juni 2017 07:51 at 07:51

    Hmmm Deutschland geht es beschissen und wir haben keinen fachkräftemangel

    und ich bin weder rechts noch der AFD oder sonstigen Rattenfängern nahe.

    Das Problem ist einfach, es gibt keine jobs mehr.

    Wir haben ein perfides und wahnwitziges System, wonach in den Stellenbörsen Jobs angeboten werden. Bewirbt man sich drauf gibt es meist absage oder keine Reaktion.

    Vorsicht bei der Zahl der offenen Stellen! Es gibt nun so viele Zeitarbeitsfirmen und dienstleister. Die haben in jedem Segment gesiegt und den Markt erobert

    ist man nicht Polizist, arzt oder Lehrer dann wird man ganz sicher nur noch jobs finden, die von denen stammen

    leider keine Kontrolle über deren Aktivitäten. Sie veröffentlichen viele Stellenangebote wo es keinen Job gibt. Das ist eine blase, die jedoch Geld bringt und Image aufrecht erhält.

    Zeitgleich kann Bundesregierung sagen,,schaut her da sind doch Jobs“

    Schau dir mal an auf Jobbörse der BA und in den ganzen anderen privaten Börsen. Da stösst du fast nur auf die gleichen unseriösen Arbeitgeber
    wenn man sich wundert warum die keine Reaktion zeigen? Dann einfach kununu.de schauen. fast alle berichte negativ

  12. Avatar

    torben

    13. Juni 2017 07:55 at 07:55

    ich halte es für einen Mythos dass die Unternehmen die eierlegende wollmilchsau suchen

    es ist eher so, dass das ganze System eine Scheinwelt darstellt. Stellenangebote kosten im Idealfall nix. Bei der BA kann man Stellenangebote reinstellen. und dann erscheinen diese wenig später auf den meta-jobsuchmaschinen

    als eine person, die viele Leute in der freien Wirtschaft kennt, kann ich sagen, die meisten unternehmen haben seit Jahren Einstellungsstopp.

    Da wird keiner eingestellt. und zeitgleich sind es die gleichen großen firmen die jeden Monat 25 stellanegebote bei mir in der nähe reinstellen

    Ist das nicht perfide?

    Schau dir mal die jobs auf der BA Seite an da steht explizit dass die BA nicht haftet für die Stellen

    Moral und Anstand sind verloren gegangen

  13. Avatar

    Beobachter

    13. Juni 2017 12:23 at 12:23

    Wenn man denkt ,dass die genannten Fälle das beste,reichste, exportstärkste Land der Welt betrifft, dann müssten bei den Politikern u.den Managern alle ALARMGLOCKEN LÄUTEN. Die leben im gleichen Gebäude wie die Betroffenen u.trotzdem in einer andern Welt. sagte doch vor einigen Monaten ein Chef einer grossen Auto -Nobelmarke ,die Zuwanderer würden das Facharbeiterproblem lösen!! Das Verrückte daran ist, dass alles Negative ( Lohndumping u.s.w.) für die Börsen immer ( noch ) positiv ist. DIE SCHERE DIE ZU WEIT AUSEINANDERGEHT WIRD IRGENDWANN ZUSCHNAPPEN.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

weiterlesen

Allgemein

Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

Avatar

Veröffentlicht

am

Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

weiterlesen

Allgemein

Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen