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Sind wir nicht klar bei Verstand? Wieso hat Deutschland bei mehr als 3 Mio Arbeitslosen 1 Mio offene Stellen? Neuer Rekord!

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsächlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsächlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt. Die Differenz von fast 1 Mio Menschen besteht nämlich aus tatsächlich Arbeitslosen, die nicht in die Statistik gebucht werden, weil sie älter als 58 sind, weil sie gerade in Maßnahmen geparkt sind usw. Also haben wir ungefähr 3,5 Millionen tatsächliche Arbeitslose, die auch alle staatliche Leistungen beziehen.

Gleichzeitig weist die Bundesagentur für Arbeit für März 691.924 offene Stellen aus. Das ist die Zahl von Arbeitsstellen, die private Arbeitgeber im Angebot haben, nicht besetzen können und daher an die Bundesagentur als unbesetzt melden. Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie viele offene Stellen es in Deutschland wirklich gibt. Denn warum sollte jeder Arbeitgeber offene Stellen zum Amt melden, wenn er hierüber nie oder fast nie positive Erfahrungen gemacht hat? Aufschlussreicher sind da schon die vier mal im Jahr durch Umfragen erhobenen Daten des „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB), das eine Art Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit ist.

Das IAB zählt für Ende März 1,06 Millionen offene Stellen in Deutschland. Ein Rekordstand! Damit lag die Zahl um 9.000 Stellen höher als beim bisherigen Höchststand aus dem Vorquartal, und 75.000 höher als vor einem Jahr! Diese Zahl basiert auf vierteljährlichen Umfragen bei gerade mal 8.000 Arbeitgebern. Wenn man bedenkt, wie viele offene Stellen es da bundesweit bei wirklich ALLEN Arbeitgebern sein könnten? Vielleicht 1,5 oder 2 Millionen offene Stellen? Nichts genaues weiß man nicht!

Warum die Bundesagentur für Arbeit nicht diese Daten des IAB übernimmt, die doch wohl aussagekräftiger sind? Nun, immer größer werdende Zahlen (1,06 Mio statt 0,69 Mio) könnten doch die Frage aufwerfen, warum es unser Sozialapparat aus Arbeitsagenturen, Jobcentern etc nicht schafft aus den 3,5 Millionen Arbeitslosen 1 Million Menschen zu finden um diese offenen Stellen zu besetzen. Gut, wir hatten auch dies schon mal erwähnt: Wenn ein Hightech-Konzern einen hochspezialisierten Ingenieur sucht, und der unter den Arbeitslosen nicht zu finden ist, dann kann diese Stelle eben nicht besetzt werden – das ist logisch.

Aber grundsätzlich fällt doch immer mehr auf: Die Zahl ist gewaltig, hier stimmt was nicht. Wie kann es sein, dass man aus 3,5 Millionen Arbeitslosen, die schon lange eine Art „Mindestsockel“ bilden, nicht zumindest einen spürbaren Teil in diese offenen Stellen vermitteln kann? Die Diskrepanz wird immer größer zwischen Rekord-Konjunktur, Rekord-Beschäftigungsstand, Rekord-Steuereinnahmen, extrem niedriger Arbeitslosigkeit seit Anfang der 90er und dann dem Rekord bei den offenen Stellen.

Es bleibt unsere Frage, die wir schon so oft gestellt haben. Sind all die Arbeitslosen einfach nur faul, wie so mancher wohl behaupten wird? Oder kann es nicht viel eher sein, dass der deutsche Behördenapparat, der für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zuständig ist, völlig unfähig ist und total versagt, und zwar Monat für Monat aufs Neue? Es ist schon längst kein Geheimnis mehr im Kreis von Arbeitsmarktforschern, dass all die Maßnahmen der Jobcenter letztlich nichts, aber auch rein gar nichts bringen, sondern nur Parkplätze für Menschen sind, um sie offiziell aus der Arbeitslosenstatistik entfernen zu können. Und der ach so „böse“ Arbeitgeber, der die Arbeitslosen vielleicht einfach nicht einstellen will? Was soll der machen mit einem Langzeitarbeitslosen, der seit Jahren von einer nutzlosen Maßnahme zur nächsten „umgebucht“ wird, sich dabei aber inhaltlich in keinster Weise fortbilden oder weiter qualifizieren konnte…

Oder sind wir Kleingeistigen von FMW einfach doch nicht intelligent genug um dieses große Mysterium zu verstehen? Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt. Also könnte man doch zumindest eine spürbare Zahl von Arbeitslosen ohne Ausbildung unterbringen? So gibt es laut IAB viele freie Stellen im Bereich Logistik und Lagerwesen. Naja… wie gesagt, wir verstehen das nicht!


Die aktuellste Übersicht der Bundesagentur für Arbeit vom 3. Mai.


Die heute veröffentlichte Übersicht des IAB. Die Zahl der offenen Stellen steigt langfristig immer weiter an.

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    gerd

    9. Mai 2017 17:15 at 17:15

    FMW:
    „Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt.“

    Als ich die Meldung heute an anderer Stelle las, dachte ich, gleich tragen sie mich weg:

    Zweitens wegen der angeblich 200000 freien Stellen, für die nicht mal ne Ausbildung erforderlich ist und
    erstens, weil da scheinbar kein Journalist mal nachhakt, wie so was denn unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich sein könnte.

    • Avatar

      gerd

      9. Mai 2017 17:31 at 17:31

      Noch eines dachte ich, als ich das ursprünglich las:
      Hoffentlich thematisiert FMW das auch heute wieder.
      Habt ihr, Danke.

      P.S.: Vielleicht wird FMW einst mal noch viel mehr bekannt als jetzt schon. Wenn ich bei Google unter News „freie Stellen“ eingebe, erscheint euer Artikel an dritter Stelle.

      • Avatar

        Petkov

        13. Juni 2017 10:23 at 10:23

        Das hat nichts zu bedeuten, Gerd. Leider. Wenn Sie nicht gerade mit gefaketer IP und im anonymen Modus rumsurfen, erkennt der Sichalgorithmus Ihre Präferenzen und priorisiert die Ergebnisse entsprechend. Und FMW ist eindeutig eine Seite, die Sie präferieren :-)

        • Avatar

          gerd

          13. Juni 2017 11:47 at 11:47

          Nu bin ich baff.
          Das hieße, wenn jemand, der noch nie auf FMW war, denselben Suchbegriff eingibt, bekommt der ne andere Reihenfolge angezeigt und u.U sieht er FMW erst paar Seiten später.

          Bei den Werbezuschaltungen war mir das klar.
          Hatte auch ab und zu bei FMW so appetitliche Bikinimodelle eingeblendet, dass ich mich gar nicht auf die Kurse konzentrieren konnte. Da dachte ich schon immer, die lachen doch wohl ganz allein mich an. :)

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    Irgendjemand

    9. Mai 2017 17:43 at 17:43

    Ca. 80-90% der „offenen Stellen“ existieren überhaupt nicht, sondern sind Zweitausschreibungen. Sobald ein Unternehmen einen einzigen echten Job ausschreibt entstehen kurz darauf je nach Qualifikationsgrad mindestens 5-10 weitere „Jobs“ mit ähnlicher oder gar identischer Tätigkeitsbeschreibung, die von irgendwelchen Vermittlern und Sklavenhändlern ausgeschrieben werden, die entweder nur Daten sammeln oder das Personal dann der ursprünglichen Quelle mit Gewinn anbieten wollen. Ist so ähnlich wie bei der Geldschöpfung.

  3. Avatar

    tomtomb

    9. Mai 2017 17:45 at 17:45

    Hallo, die Antwort findet sich in den Anzeigen der Firmen. Es wird die „Eier legende Wolllmichsau“ gesucht. Qualifizierte erfahrene junge Leute die es nicht gibt.
    Oder es werden Jobs angeboten die keiner machen will, weil zu gefährlich oder ungesund.
    zb LKW Fahrer, die stehen quasi immer mit einem Bein im Knast wegen horrender Strafen für kleine Verstöße die sich im Alltag nicht immer vermeiden lassen, und das für im Schnitt 11,70€/Std. nein danke.
    Gruß vom Ex Fahrer

  4. Avatar

    ubsb55

    9. Mai 2017 17:46 at 17:46

    Oder könnte es nicht so sein, dass die meisten freien Stellen über Zeitarbeitsfirmen angeboten werden. Dadurch werden dann mal ruck Zuck aus einem Lohn von 12 Euro nur noch 9 Euro. Dann muß man flexibel sein, also entweder gute Anbindung an die Övis, was ja automatisch auch hohe Mieten bedeutet, oder man besitzt ein Auto, was sich ja toll rentiert bei 9 Euro pro Std. Das ist die Situation bei den weniger hoch ausgebildeten.
    Bei den Facharbeitern ist das etwas besser, je nach Berufszweig. Dann sollte man natürlich dynamisch, hochflexibel sein und viel Erfahrung haben. Wenn man das alles hat gibt es ein Problem, wenn man 55 Jahre + X alt ist. Da kräht kein Hahn mehr nach einem. Da hat man dann 35 Jahre einen speziellen Job gut ausgefüllt, plötzlich erfindet irgendwer einen Paragraphen, nachdem man jetzt dafür ein Stück Papier braucht ( Qualifikation). Dann kriegt man keinen vernünftigen Job mehr. Bevor man dann H4 bekommt, darf man alles erst mal verbrauchen, was mal irgendwie gespart wurde und dann darf mann betteln gehen, auf dem Amt.
    Da wundere ich mich doch stark, dass es Leute gibt, die sich wundern.

  5. Avatar

    Joachim

    9. Mai 2017 17:49 at 17:49

    Wenn die „Arbeitgeber“ wirklich 200 000 offene Stellen haben, für die man keine Ausbildung braucht, dann scheinen die Arbeitgeber ganz schön blöd zu sein, wenn sie diese bei 3 Millionen Arbeitslosen nicht besetzt bekommen. Oder an der Zahl stimmt etwas nicht, denn ich habe auch einige Arbeitsplätze frei bei mir zu Hause. Bräuchte jemanden zum Bügeln, natürlich nur als Werksvertrag, pro Hemd 1Cent und schon gibt es ein Jobangebot mehr. Quantität und Qualität sind nun mal nicht das Gleiche.

    • Avatar

      leser

      9. Mai 2017 18:19 at 18:19

      @Joachim
      „Quantität und Qualität sind nun mal nicht das Gleiche“
      Für die Arbeitsagentur schon. Und für die Medien (FMW ausgenommen) auch. Macht die Sache ja auch viel einfacher und leichter verdaulich. Am Ende kommt man sonst noch auf dumme Gedanken. Zum Beispiel nach dem Geldsystem…

  6. Avatar

    Bademeister

    9. Mai 2017 18:01 at 18:01

    Wenn Unternehmen händeringend nach Arbeitskräften suchen, heisst das heutzutage immer öfter: Wir suchen halt, auch wenn wir gar nicht finden wollen oder geschweige denn wirklich brauchen.
    Damit hat irgrndwann mal eine abgebrannte Bude begonnen um sich den nächsten Kredit zu sichern, und es werden immer mehr…soll heissen: „Wir haben mehr Arbeit als wir schaffen können und scheffeln mehr als wir (fiskal) tragen dürfen“.
    Der Konkurrent an der nächsten Ecke soll sehen, wie gut das Geschäft läuft…und wie macht man das effektiv ohne grosse Kosten? Man sucht, was man eigentlich nicht braucht. Irgendwann machts dann auch der Konkurrent und dessen Konkurrenz genauso und danach gehört es einfach zur Unternehmenskultur….so wie die weissen Hemden mit dem Firmenlogo am Kragen…
    Wenn dann noch Wahlen anstehen, ist die Divergenz zwischen Sein und Schein besonders für manche Rattenfänger (Politiker) attraktiv verwertbar. Wetten, dass nach den Wahlen wieder die grosse Depression ausgerufen wird?

  7. Avatar

    Hans Kolpak

    9. Mai 2017 18:29 at 18:29

    Während eine Werbeanzeige verpufft, schindet eine Stellenanzeige Eindruck. Beides verbrennt Geld, bringt aber keine neuen Kunden.

  8. Avatar

    Jan

    9. Mai 2017 18:37 at 18:37

    Icb glaube, allen hier haben recht.
    Meine Firma sucht auch mal leute und es ist durchaus passiert, dass der Werkstattmeister Bewerber Kopfschüttelnt wieder heim geschickt hat. Entschuldigung, zu nichts zu gebrauchen. Will nicht, kann nicht, große Klappe, um 6 anfangen? Nööö.
    Aus eigener Jobsuche: der gleiche Job findet sich 3x. Einmal von der suchende Firma selber und noch bei 2 (von mir gefundene) Vermittler.
    Und es werden tatsächlich „Stellen“ insereriert als „uns geht es gut“ Anzeigen.
    Wäre interessant wenn jemanden da mal durch recherchiert. Wird bestimmt nicht einfach.

    • Avatar

      Bademeister

      9. Mai 2017 20:25 at 20:25

      @JAN Wenn man sich mit diesem Thema längere Zeit beschäftigt, bekommt man schon einen guten Blick für Fake-Anzeigen. Ich schreibe jetzt nicht über ein und die selbe Stelle, die drei Mal (1×vom Unternehmen selbst, 1x als anonyme Chiffre und einmal durch Headhunter) ausgeschrieben ist….wer diese Stelle dreimal zählt muss Politiker oder pathologischer Optimist sein.
      Ich meine jene Positionen, die über viele Jahre immer wieder ausgeschrieben werden, und niemals besetzt werden. Die Anzahl dieser Ausschreibungen nimmt stark zu. Teilweise günstige PR fürs Unternehmen, Angstmache für (unzufriedene) eigene Mitarbeiter, Karrierekiller und möglicher Stolperstein für Mitarbeiter und Bewerber der Konkurrenz, Treiber für staatl. und regionale Förderpolitik, Teil der Kreditstrategie….
      Durch gutes Netzwerken und z.B. mehrmalige und unterschiedliche Fakebewerbungen und „Mysteryanrufe“ kann man solche „Jobdummies“ schon enttarnen…der Aufwand ist aber gross. Da könnten eigentlich ALGOS gute Abhilfe schaffen, aber wer will das schon?

  9. Avatar

    Einzahler

    10. Mai 2017 00:10 at 00:10

    @tombtomb: Bei uns in Österreich wäre ein LKW-Chauffeur mit 11,70/Std. überbezahlt, das übliche ist 8,02/Std., deshalb bin ich auch lieber langzeitarbeitslos ;-)
    @usb55: Genau so läuft es ab!
    Auch alle anderen Kommentare sehr gut getroffen!
    Videoempfehlung von mir:
    https://www.youtube.com/watch?v=Oh47wHp37iM

  10. Avatar

    joah

    10. Mai 2017 11:09 at 11:09

    Das mit dem Ingenieur ist natürlich ein gewisses Extrembeispiel, aber in einer sich deflationär-kontrahierenden Wirtschaft scheinen auch keine Finanzmittel mehr für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vorhanden zu sein. Somit ist selbst ein nicht ganz passender Arbeiter vom Kenntnis-/Wissensstand eben schon nicht mehr für die entsprechende Vakanz als passend angesehen, da Investitionssumme und Zeitspanne bis zum Einsatz zu groß.

    Das verschärft sich meiner Beobachtung nach immer weiter. Teils werden auch von den Arbeitsagenturen vom zukünftigen Arbeitgeber geforderte Weiterbildungsmaßnahmen gefördert, aber man muss gezielt danach fragen (ich meine hier nicht sinnfreie Beschäftigungskurse). Teils muss der angedachte Arbeiter hier zwischen zukünftigem Arbeitgeber und Arbeitsagentur den Vermittler spielen, da dann die Arbeitsagentur (auch etwas verständlicherweise) eine Übernahmegarantie bei Erfolg zugesprochen haben möchte – alles schon erzählt bekommen, ist allerdings nicht generalisierbar.

    • Avatar

      joah

      10. Mai 2017 11:51 at 11:51

      noch meinerseits vergessen: gleichzeitig steigt bei den Arbeitgebern die Erwartungshaltung auch auf ein teilweise unnatürlich hohes Niveau, möglicherweise überzogen und damit fast unerbringbar. Hier wirkt der Konsolidierungsdruck beobachtet sehr stark: immer weniger Beschäftigte sollen eine Steigerung des Betriebsergebnisses erwirtschaften.

  11. Avatar

    torben

    13. Juni 2017 07:51 at 07:51

    Hmmm Deutschland geht es beschissen und wir haben keinen fachkräftemangel

    und ich bin weder rechts noch der AFD oder sonstigen Rattenfängern nahe.

    Das Problem ist einfach, es gibt keine jobs mehr.

    Wir haben ein perfides und wahnwitziges System, wonach in den Stellenbörsen Jobs angeboten werden. Bewirbt man sich drauf gibt es meist absage oder keine Reaktion.

    Vorsicht bei der Zahl der offenen Stellen! Es gibt nun so viele Zeitarbeitsfirmen und dienstleister. Die haben in jedem Segment gesiegt und den Markt erobert

    ist man nicht Polizist, arzt oder Lehrer dann wird man ganz sicher nur noch jobs finden, die von denen stammen

    leider keine Kontrolle über deren Aktivitäten. Sie veröffentlichen viele Stellenangebote wo es keinen Job gibt. Das ist eine blase, die jedoch Geld bringt und Image aufrecht erhält.

    Zeitgleich kann Bundesregierung sagen,,schaut her da sind doch Jobs“

    Schau dir mal an auf Jobbörse der BA und in den ganzen anderen privaten Börsen. Da stösst du fast nur auf die gleichen unseriösen Arbeitgeber
    wenn man sich wundert warum die keine Reaktion zeigen? Dann einfach kununu.de schauen. fast alle berichte negativ

  12. Avatar

    torben

    13. Juni 2017 07:55 at 07:55

    ich halte es für einen Mythos dass die Unternehmen die eierlegende wollmilchsau suchen

    es ist eher so, dass das ganze System eine Scheinwelt darstellt. Stellenangebote kosten im Idealfall nix. Bei der BA kann man Stellenangebote reinstellen. und dann erscheinen diese wenig später auf den meta-jobsuchmaschinen

    als eine person, die viele Leute in der freien Wirtschaft kennt, kann ich sagen, die meisten unternehmen haben seit Jahren Einstellungsstopp.

    Da wird keiner eingestellt. und zeitgleich sind es die gleichen großen firmen die jeden Monat 25 stellanegebote bei mir in der nähe reinstellen

    Ist das nicht perfide?

    Schau dir mal die jobs auf der BA Seite an da steht explizit dass die BA nicht haftet für die Stellen

    Moral und Anstand sind verloren gegangen

  13. Avatar

    Beobachter

    13. Juni 2017 12:23 at 12:23

    Wenn man denkt ,dass die genannten Fälle das beste,reichste, exportstärkste Land der Welt betrifft, dann müssten bei den Politikern u.den Managern alle ALARMGLOCKEN LÄUTEN. Die leben im gleichen Gebäude wie die Betroffenen u.trotzdem in einer andern Welt. sagte doch vor einigen Monaten ein Chef einer grossen Auto -Nobelmarke ,die Zuwanderer würden das Facharbeiterproblem lösen!! Das Verrückte daran ist, dass alles Negative ( Lohndumping u.s.w.) für die Börsen immer ( noch ) positiv ist. DIE SCHERE DIE ZU WEIT AUSEINANDERGEHT WIRD IRGENDWANN ZUSCHNAPPEN.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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