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Sind wir nicht klar bei Verstand? Wieso hat Deutschland bei mehr als 3 Mio Arbeitslosen 1 Mio offene Stellen? Neuer Rekord!

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsĂ€chlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt…

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FMW-Redaktion

Die deutsche Konjunktur brummt, das sieht man an diversen Daten. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell bei 5,8% oder einer Zahl von 2,56 Millionen Menschen, obwohl sie tatsĂ€chlich eher um die 3,5 Millionen herumliegt. Die Differenz von fast 1 Mio Menschen besteht nĂ€mlich aus tatsĂ€chlich Arbeitslosen, die nicht in die Statistik gebucht werden, weil sie Ă€lter als 58 sind, weil sie gerade in Maßnahmen geparkt sind usw. Also haben wir ungefĂ€hr 3,5 Millionen tatsĂ€chliche Arbeitslose, die auch alle staatliche Leistungen beziehen.

Gleichzeitig weist die Bundesagentur fĂŒr Arbeit fĂŒr MĂ€rz 691.924 offene Stellen aus. Das ist die Zahl von Arbeitsstellen, die private Arbeitgeber im Angebot haben, nicht besetzen können und daher an die Bundesagentur als unbesetzt melden. Das sagt aber noch nichts darĂŒber aus, wie viele offene Stellen es in Deutschland wirklich gibt. Denn warum sollte jeder Arbeitgeber offene Stellen zum Amt melden, wenn er hierĂŒber nie oder fast nie positive Erfahrungen gemacht hat? Aufschlussreicher sind da schon die vier mal im Jahr durch Umfragen erhobenen Daten des „Instituts fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB), das eine Art Forschungseinrichtung der Bundesagentur fĂŒr Arbeit ist.

Das IAB zĂ€hlt fĂŒr Ende MĂ€rz 1,06 Millionen offene Stellen in Deutschland. Ein Rekordstand! Damit lag die Zahl um 9.000 Stellen höher als beim bisherigen Höchststand aus dem Vorquartal, und 75.000 höher als vor einem Jahr! Diese Zahl basiert auf vierteljĂ€hrlichen Umfragen bei gerade mal 8.000 Arbeitgebern. Wenn man bedenkt, wie viele offene Stellen es da bundesweit bei wirklich ALLEN Arbeitgebern sein könnten? Vielleicht 1,5 oder 2 Millionen offene Stellen? Nichts genaues weiß man nicht!

Warum die Bundesagentur fĂŒr Arbeit nicht diese Daten des IAB ĂŒbernimmt, die doch wohl aussagekrĂ€ftiger sind? Nun, immer grĂ¶ĂŸer werdende Zahlen (1,06 Mio statt 0,69 Mio) könnten doch die Frage aufwerfen, warum es unser Sozialapparat aus Arbeitsagenturen, Jobcentern etc nicht schafft aus den 3,5 Millionen Arbeitslosen 1 Million Menschen zu finden um diese offenen Stellen zu besetzen. Gut, wir hatten auch dies schon mal erwĂ€hnt: Wenn ein Hightech-Konzern einen hochspezialisierten Ingenieur sucht, und der unter den Arbeitslosen nicht zu finden ist, dann kann diese Stelle eben nicht besetzt werden – das ist logisch.

Aber grundsĂ€tzlich fĂ€llt doch immer mehr auf: Die Zahl ist gewaltig, hier stimmt was nicht. Wie kann es sein, dass man aus 3,5 Millionen Arbeitslosen, die schon lange eine Art „Mindestsockel“ bilden, nicht zumindest einen spĂŒrbaren Teil in diese offenen Stellen vermitteln kann? Die Diskrepanz wird immer grĂ¶ĂŸer zwischen Rekord-Konjunktur, Rekord-BeschĂ€ftigungsstand, Rekord-Steuereinnahmen, extrem niedriger Arbeitslosigkeit seit Anfang der 90er und dann dem Rekord bei den offenen Stellen.

Es bleibt unsere Frage, die wir schon so oft gestellt haben. Sind all die Arbeitslosen einfach nur faul, wie so mancher wohl behaupten wird? Oder kann es nicht viel eher sein, dass der deutsche Behördenapparat, der fĂŒr die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zustĂ€ndig ist, völlig unfĂ€hig ist und total versagt, und zwar Monat fĂŒr Monat aufs Neue? Es ist schon lĂ€ngst kein Geheimnis mehr im Kreis von Arbeitsmarktforschern, dass all die Maßnahmen der Jobcenter letztlich nichts, aber auch rein gar nichts bringen, sondern nur ParkplĂ€tze fĂŒr Menschen sind, um sie offiziell aus der Arbeitslosenstatistik entfernen zu können. Und der ach so „böse“ Arbeitgeber, der die Arbeitslosen vielleicht einfach nicht einstellen will? Was soll der machen mit einem Langzeitarbeitslosen, der seit Jahren von einer nutzlosen Maßnahme zur nĂ€chsten „umgebucht“ wird, sich dabei aber inhaltlich in keinster Weise fortbilden oder weiter qualifizieren konnte…

Oder sind wir Kleingeistigen von FMW einfach doch nicht intelligent genug um dieses große Mysterium zu verstehen? Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt. Also könnte man doch zumindest eine spĂŒrbare Zahl von Arbeitslosen ohne Ausbildung unterbringen? So gibt es laut IAB viele freie Stellen im Bereich Logistik und Lagerwesen. Naja… wie gesagt, wir verstehen das nicht!


Die aktuellste Übersicht der Bundesagentur fĂŒr Arbeit vom 3. Mai.


Die heute veröffentlichte Übersicht des IAB. Die Zahl der offenen Stellen steigt langfristig immer weiter an.

19 Kommentare

19 Comments

  1. gerd

    9. Mai 2017 17:15 at 17:15

    FMW:
    „Laut heutiger IAB-Aussage wird bei 20% der offenen Stellen KEINE Ausbildung vorausgesetzt.“

    Als ich die Meldung heute an anderer Stelle las, dachte ich, gleich tragen sie mich weg:

    Zweitens wegen der angeblich 200000 freien Stellen, fĂŒr die nicht mal ne Ausbildung erforderlich ist und
    erstens, weil da scheinbar kein Journalist mal nachhakt, wie so was denn unter den gegebenen UmstĂ€nden ĂŒberhaupt möglich sein könnte.

    • gerd

      9. Mai 2017 17:31 at 17:31

      Noch eines dachte ich, als ich das ursprĂŒnglich las:
      Hoffentlich thematisiert FMW das auch heute wieder.
      Habt ihr, Danke.

      P.S.: Vielleicht wird FMW einst mal noch viel mehr bekannt als jetzt schon. Wenn ich bei Google unter News „freie Stellen“ eingebe, erscheint euer Artikel an dritter Stelle.

      • Petkov

        13. Juni 2017 10:23 at 10:23

        Das hat nichts zu bedeuten, Gerd. Leider. Wenn Sie nicht gerade mit gefaketer IP und im anonymen Modus rumsurfen, erkennt der Sichalgorithmus Ihre PrĂ€ferenzen und priorisiert die Ergebnisse entsprechend. Und FMW ist eindeutig eine Seite, die Sie prĂ€ferieren 🙂

        • gerd

          13. Juni 2017 11:47 at 11:47

          Nu bin ich baff.
          Das hieße, wenn jemand, der noch nie auf FMW war, denselben Suchbegriff eingibt, bekommt der ne andere Reihenfolge angezeigt und u.U sieht er FMW erst paar Seiten spĂ€ter.

          Bei den Werbezuschaltungen war mir das klar.
          Hatte auch ab und zu bei FMW so appetitliche Bikinimodelle eingeblendet, dass ich mich gar nicht auf die Kurse konzentrieren konnte. Da dachte ich schon immer, die lachen doch wohl ganz allein mich an. 🙂

  2. Irgendjemand

    9. Mai 2017 17:43 at 17:43

    Ca. 80-90% der „offenen Stellen“ existieren ĂŒberhaupt nicht, sondern sind Zweitausschreibungen. Sobald ein Unternehmen einen einzigen echten Job ausschreibt entstehen kurz darauf je nach Qualifikationsgrad mindestens 5-10 weitere „Jobs“ mit Ă€hnlicher oder gar identischer TĂ€tigkeitsbeschreibung, die von irgendwelchen Vermittlern und SklavenhĂ€ndlern ausgeschrieben werden, die entweder nur Daten sammeln oder das Personal dann der ursprĂŒnglichen Quelle mit Gewinn anbieten wollen. Ist so Ă€hnlich wie bei der Geldschöpfung.

  3. tomtomb

    9. Mai 2017 17:45 at 17:45

    Hallo, die Antwort findet sich in den Anzeigen der Firmen. Es wird die „Eier legende Wolllmichsau“ gesucht. Qualifizierte erfahrene junge Leute die es nicht gibt.
    Oder es werden Jobs angeboten die keiner machen will, weil zu gefÀhrlich oder ungesund.
    zb LKW Fahrer, die stehen quasi immer mit einem Bein im Knast wegen horrender Strafen fĂŒr kleine VerstĂ¶ĂŸe die sich im Alltag nicht immer vermeiden lassen, und das fĂŒr im Schnitt 11,70€/Std. nein danke.
    Gruß vom Ex Fahrer

  4. ubsb55

    9. Mai 2017 17:46 at 17:46

    Oder könnte es nicht so sein, dass die meisten freien Stellen ĂŒber Zeitarbeitsfirmen angeboten werden. Dadurch werden dann mal ruck Zuck aus einem Lohn von 12 Euro nur noch 9 Euro. Dann muß man flexibel sein, also entweder gute Anbindung an die Övis, was ja automatisch auch hohe Mieten bedeutet, oder man besitzt ein Auto, was sich ja toll rentiert bei 9 Euro pro Std. Das ist die Situation bei den weniger hoch ausgebildeten.
    Bei den Facharbeitern ist das etwas besser, je nach Berufszweig. Dann sollte man natĂŒrlich dynamisch, hochflexibel sein und viel Erfahrung haben. Wenn man das alles hat gibt es ein Problem, wenn man 55 Jahre + X alt ist. Da krĂ€ht kein Hahn mehr nach einem. Da hat man dann 35 Jahre einen speziellen Job gut ausgefĂŒllt, plötzlich erfindet irgendwer einen Paragraphen, nachdem man jetzt dafĂŒr ein StĂŒck Papier braucht ( Qualifikation). Dann kriegt man keinen vernĂŒnftigen Job mehr. Bevor man dann H4 bekommt, darf man alles erst mal verbrauchen, was mal irgendwie gespart wurde und dann darf mann betteln gehen, auf dem Amt.
    Da wundere ich mich doch stark, dass es Leute gibt, die sich wundern.

  5. Joachim

    9. Mai 2017 17:49 at 17:49

    Wenn die „Arbeitgeber“ wirklich 200 000 offene Stellen haben, fĂŒr die man keine Ausbildung braucht, dann scheinen die Arbeitgeber ganz schön blöd zu sein, wenn sie diese bei 3 Millionen Arbeitslosen nicht besetzt bekommen. Oder an der Zahl stimmt etwas nicht, denn ich habe auch einige ArbeitsplĂ€tze frei bei mir zu Hause. BrĂ€uchte jemanden zum BĂŒgeln, natĂŒrlich nur als Werksvertrag, pro Hemd 1Cent und schon gibt es ein Jobangebot mehr. QuantitĂ€t und QualitĂ€t sind nun mal nicht das Gleiche.

    • leser

      9. Mai 2017 18:19 at 18:19

      @Joachim
      „QuantitĂ€t und QualitĂ€t sind nun mal nicht das Gleiche“
      FĂŒr die Arbeitsagentur schon. Und fĂŒr die Medien (FMW ausgenommen) auch. Macht die Sache ja auch viel einfacher und leichter verdaulich. Am Ende kommt man sonst noch auf dumme Gedanken. Zum Beispiel nach dem Geldsystem…

  6. Bademeister

    9. Mai 2017 18:01 at 18:01

    Wenn Unternehmen hÀnderingend nach ArbeitskrÀften suchen, heisst das heutzutage immer öfter: Wir suchen halt, auch wenn wir gar nicht finden wollen oder geschweige denn wirklich brauchen.
    Damit hat irgrndwann mal eine abgebrannte Bude begonnen um sich den nĂ€chsten Kredit zu sichern, und es werden immer mehr…soll heissen: „Wir haben mehr Arbeit als wir schaffen können und scheffeln mehr als wir (fiskal) tragen dĂŒrfen“.
    Der Konkurrent an der nĂ€chsten Ecke soll sehen, wie gut das GeschĂ€ft lĂ€uft…und wie macht man das effektiv ohne grosse Kosten? Man sucht, was man eigentlich nicht braucht. Irgendwann machts dann auch der Konkurrent und dessen Konkurrenz genauso und danach gehört es einfach zur Unternehmenskultur….so wie die weissen Hemden mit dem Firmenlogo am Kragen…
    Wenn dann noch Wahlen anstehen, ist die Divergenz zwischen Sein und Schein besonders fĂŒr manche RattenfĂ€nger (Politiker) attraktiv verwertbar. Wetten, dass nach den Wahlen wieder die grosse Depression ausgerufen wird?

  7. Hans Kolpak

    9. Mai 2017 18:29 at 18:29

    WĂ€hrend eine Werbeanzeige verpufft, schindet eine Stellenanzeige Eindruck. Beides verbrennt Geld, bringt aber keine neuen Kunden.

  8. Jan

    9. Mai 2017 18:37 at 18:37

    Icb glaube, allen hier haben recht.
    Meine Firma sucht auch mal leute und es ist durchaus passiert, dass der Werkstattmeister Bewerber KopfschĂŒttelnt wieder heim geschickt hat. Entschuldigung, zu nichts zu gebrauchen. Will nicht, kann nicht, große Klappe, um 6 anfangen? Nööö.
    Aus eigener Jobsuche: der gleiche Job findet sich 3x. Einmal von der suchende Firma selber und noch bei 2 (von mir gefundene) Vermittler.
    Und es werden tatsĂ€chlich „Stellen“ insereriert als „uns geht es gut“ Anzeigen.
    WĂ€re interessant wenn jemanden da mal durch recherchiert. Wird bestimmt nicht einfach.

    • Bademeister

      9. Mai 2017 20:25 at 20:25

      @JAN Wenn man sich mit diesem Thema lĂ€ngere Zeit beschĂ€ftigt, bekommt man schon einen guten Blick fĂŒr Fake-Anzeigen. Ich schreibe jetzt nicht ĂŒber ein und die selbe Stelle, die drei Mal (1×vom Unternehmen selbst, 1x als anonyme Chiffre und einmal durch Headhunter) ausgeschrieben ist….wer diese Stelle dreimal zĂ€hlt muss Politiker oder pathologischer Optimist sein.
      Ich meine jene Positionen, die ĂŒber viele Jahre immer wieder ausgeschrieben werden, und niemals besetzt werden. Die Anzahl dieser Ausschreibungen nimmt stark zu. Teilweise gĂŒnstige PR fĂŒrs Unternehmen, Angstmache fĂŒr (unzufriedene) eigene Mitarbeiter, Karrierekiller und möglicher Stolperstein fĂŒr Mitarbeiter und Bewerber der Konkurrenz, Treiber fĂŒr staatl. und regionale Förderpolitik, Teil der Kreditstrategie….
      Durch gutes Netzwerken und z.B. mehrmalige und unterschiedliche Fakebewerbungen und „Mysteryanrufe“ kann man solche „Jobdummies“ schon enttarnen…der Aufwand ist aber gross. Da könnten eigentlich ALGOS gute Abhilfe schaffen, aber wer will das schon?

  9. Einzahler

    10. Mai 2017 00:10 at 00:10

    @tombtomb: Bei uns in Österreich wĂ€re ein LKW-Chauffeur mit 11,70/Std. ĂŒberbezahlt, das ĂŒbliche ist 8,02/Std., deshalb bin ich auch lieber langzeitarbeitslos 😉
    @usb55: Genau so lÀuft es ab!
    Auch alle anderen Kommentare sehr gut getroffen!
    Videoempfehlung von mir:
    https://www.youtube.com/watch?v=Oh47wHp37iM

  10. joah

    10. Mai 2017 11:09 at 11:09

    Das mit dem Ingenieur ist natĂŒrlich ein gewisses Extrembeispiel, aber in einer sich deflationĂ€r-kontrahierenden Wirtschaft scheinen auch keine Finanzmittel mehr fĂŒr Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vorhanden zu sein. Somit ist selbst ein nicht ganz passender Arbeiter vom Kenntnis-/Wissensstand eben schon nicht mehr fĂŒr die entsprechende Vakanz als passend angesehen, da Investitionssumme und Zeitspanne bis zum Einsatz zu groß.

    Das verschĂ€rft sich meiner Beobachtung nach immer weiter. Teils werden auch von den Arbeitsagenturen vom zukĂŒnftigen Arbeitgeber geforderte Weiterbildungsmaßnahmen gefördert, aber man muss gezielt danach fragen (ich meine hier nicht sinnfreie BeschĂ€ftigungskurse). Teils muss der angedachte Arbeiter hier zwischen zukĂŒnftigem Arbeitgeber und Arbeitsagentur den Vermittler spielen, da dann die Arbeitsagentur (auch etwas verstĂ€ndlicherweise) eine Übernahmegarantie bei Erfolg zugesprochen haben möchte – alles schon erzĂ€hlt bekommen, ist allerdings nicht generalisierbar.

    • joah

      10. Mai 2017 11:51 at 11:51

      noch meinerseits vergessen: gleichzeitig steigt bei den Arbeitgebern die Erwartungshaltung auch auf ein teilweise unnatĂŒrlich hohes Niveau, möglicherweise ĂŒberzogen und damit fast unerbringbar. Hier wirkt der Konsolidierungsdruck beobachtet sehr stark: immer weniger BeschĂ€ftigte sollen eine Steigerung des Betriebsergebnisses erwirtschaften.

  11. torben

    13. Juni 2017 07:51 at 07:51

    Hmmm Deutschland geht es beschissen und wir haben keinen fachkrÀftemangel

    und ich bin weder rechts noch der AFD oder sonstigen RattenfÀngern nahe.

    Das Problem ist einfach, es gibt keine jobs mehr.

    Wir haben ein perfides und wahnwitziges System, wonach in den Stellenbörsen Jobs angeboten werden. Bewirbt man sich drauf gibt es meist absage oder keine Reaktion.

    Vorsicht bei der Zahl der offenen Stellen! Es gibt nun so viele Zeitarbeitsfirmen und dienstleister. Die haben in jedem Segment gesiegt und den Markt erobert

    ist man nicht Polizist, arzt oder Lehrer dann wird man ganz sicher nur noch jobs finden, die von denen stammen

    leider keine Kontrolle ĂŒber deren AktivitĂ€ten. Sie veröffentlichen viele Stellenangebote wo es keinen Job gibt. Das ist eine blase, die jedoch Geld bringt und Image aufrecht erhĂ€lt.

    Zeitgleich kann Bundesregierung sagen,,schaut her da sind doch Jobs“

    Schau dir mal an auf Jobbörse der BA und in den ganzen anderen privaten Börsen. Da stösst du fast nur auf die gleichen unseriösen Arbeitgeber
    wenn man sich wundert warum die keine Reaktion zeigen? Dann einfach kununu.de schauen. fast alle berichte negativ

  12. torben

    13. Juni 2017 07:55 at 07:55

    ich halte es fĂŒr einen Mythos dass die Unternehmen die eierlegende wollmilchsau suchen

    es ist eher so, dass das ganze System eine Scheinwelt darstellt. Stellenangebote kosten im Idealfall nix. Bei der BA kann man Stellenangebote reinstellen. und dann erscheinen diese wenig spÀter auf den meta-jobsuchmaschinen

    als eine person, die viele Leute in der freien Wirtschaft kennt, kann ich sagen, die meisten unternehmen haben seit Jahren Einstellungsstopp.

    Da wird keiner eingestellt. und zeitgleich sind es die gleichen großen firmen die jeden Monat 25 stellanegebote bei mir in der nĂ€he reinstellen

    Ist das nicht perfide?

    Schau dir mal die jobs auf der BA Seite an da steht explizit dass die BA nicht haftet fĂŒr die Stellen

    Moral und Anstand sind verloren gegangen

  13. Beobachter

    13. Juni 2017 12:23 at 12:23

    Wenn man denkt ,dass die genannten FĂ€lle das beste,reichste, exportstĂ€rkste Land der Welt betrifft, dann mĂŒssten bei den Politikern u.den Managern alle ALARMGLOCKEN LÄUTEN. Die leben im gleichen GebĂ€ude wie die Betroffenen u.trotzdem in einer andern Welt. sagte doch vor einigen Monaten ein Chef einer grossen Auto -Nobelmarke ,die Zuwanderer wĂŒrden das Facharbeiterproblem lösen!! Das VerrĂŒckte daran ist, dass alles Negative ( Lohndumping u.s.w.) fĂŒr die Börsen immer ( noch ) positiv ist. DIE SCHERE DIE ZU WEIT AUSEINANDERGEHT WIRD IRGENDWANN ZUSCHNAPPEN.

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Bundesbank: Schuldenquote sinkt erstmals seit 16 Jahren unter 60%, Hochkonjunktur in Deutschland geht weiter

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Es gibt zwei Maastricht-Kriterien, an denen man sich eigentlich in der EU halten wollte. Fast niemand hielt sich aber wirklich strikt daran. Staaten sollen sich pro Jahr nicht mit mehr als 3% in Relation zum BIP neu verschulden, und Staaten dĂŒrfen in Relation zum BIP nicht mehr als 60% Schulden haben. Die Neuverschuldung in Deutschland ist schon lange unter der 3%, und hierzulande baut man sogar Schulden ab. Das zweite Kriterium wird man wohl im laufenden Jahr wieder erfĂŒllen.

Zuletzt war dies 2002 der Fall, dass man weniger als 60% Schuldenquote hatte. NatĂŒrlich wird dieses Ziel wieder erreicht, weil keine neuen Schulden hinzukommen. Wichtiger scheint aber noch zu sein, dass durch die jahrelang brummende Wirtschaft das Bruttoinlandsprodukt stetig weiter wĂ€chst, und somit die BezugsgrĂ¶ĂŸe fĂŒr die prozentuale Berechnung der Schuldenlast immer grĂ¶ĂŸer wird. In Windeseile schrumpft die deutsche Schuldenquote, die 2010 mit 81% ihren höchsten Stand erreicht hatte. Mitte des Jahres 2018 war man bei 61,5%, und vielleicht ist man jetzt gerade dabei die „magische“ Schwelle von 60% zu unterschreiten. Zitat Bundesbank aus ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht:

Die deutschen Staatshaushalte profitieren weiterhin von sehr guten Rahmenbedingungen. Im laufenden Jahr zeichnet sich ein deutlich steigender gesamtstaatlicher Überschuss ab (2017: +1,0% des Bruttoinlandsprodukts (BIP)). Auch strukturell, also ohne konjunkturelle und temporĂ€re EinflĂŒsse gerechnet, dĂŒrfte sich die Haushaltslage nochmals verbessern. Die Schuldenquote bleibt auf ihrem AbwĂ€rtspfad und könnte bereits im laufenden Jahr unter 60% sinken. Bis zur Mitte des Jahres fiel sie auf 61,5%, nach 63,9% Ende 2017. Die Einnahmen aus Steuern und SozialbeitrĂ€gen steigen dabei im laufenden Jahr weiter dynamisch. Auf der Ausgabenseite entfĂ€llt gegenĂŒber 2017 die RĂŒckerstattung der Kernbrennstoffsteue) Außerdem entlasten die sinkende Arbeitslosigkeit und fallende Zinsaufwendungen. Diese positiven Faktoren sind gewichtiger als deutliche ZuwĂ€chse in anderen Ausgabenbereichen.

Hochkonjunktur geht weiter

Die Bundesbank ist aktuell der Auffassung, dass die jĂŒngste Konjunkturdelle durch Soderfaktoren in der Automobilindustrie verursacht wurden, die nur temporĂ€rer Natur waren. Die Hochkonjunktur wĂŒrde daher weiter laufen. Zitat Bundesbank:

Die deutsche Wirtschaftsleistung hat sich im Sommer 2018 leicht verringert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenĂŒber dem zweiten Quartal um 0,2 Prozent. Grund dafĂŒr sei vor allem ein starker temporĂ€rer Sondereffekt in der Automobilbranche gewesen, heißt es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. Bei der EinfĂŒhrung eines EU-weiten Emissionstestverfahrens gab es erhebliche Probleme, die zu umfangreichen ProduktionsausfĂ€llen gefĂŒhrt hĂ€tten. „Ungeachtet dieser vorĂŒbergehenden SondereinflĂŒsse dauert die Hochkonjunktur in Deutschland an“, schreiben die Expertinnen und Experten.

Durch den krĂ€ftigen ProduktionsrĂŒckgang in der Kfz-Branche habe das verarbeitende Gewerbe entscheidend zu der schwachen Wirtschaftsleistung im Sommervierteljahr beigetragen, so die Bundesbank-Fachleute. Die Industrieproduktion verbuchte saisonbereinigt einen RĂŒckgang um 1Âœ Prozent. Nach Bundesbank-Berechnungen könnte dies das BIP-Wachstum im dritten Vierteljahr schĂ€tzungsweise um 0,4 Prozentpunkte gedrĂŒckt haben. Negative Auswirkungen auf andere Branchen ĂŒber Produktionsverflechtungen wurden dabei außer Acht gelassen. Die Produktion im Baugewerbe expandierte langsamer als im FrĂŒhjahr, wuchs mit Âœ Prozent aber immer noch spĂŒrbar. Auch bei den Dienstleistungen ging es wohl leicht aufwĂ€rts.

Ausblick fĂŒr Inflation und BIP

Die Bundesbank ist der Ansicht, dass die Inflation im Rahmen bleibt, und dass die Wirtschaftsleistung wieder anzieht. Zitat:

FĂŒr die kommenden Monate geht die Bundesbank davon aus, dass die Inflationsrate schwĂ€cher ausfallen wird, weil die Preise fĂŒr Energie und Nahrungsmittel weniger stark steigen werden. Nach der Delle im dritten Vierteljahr sehen die Fachleute der Bundesbank die deutsche Wirtschaft zum Jahresende wieder auf Expansionskurs. So rechnen sie bei der Kfz-Produktion sowie beim Export von Kraftfahrzeugen mit einer Normalisierung. „Ferner dĂŒrfte der private Verbrauch seine Rolle als wichtige konjunkturelle Triebkraft wiedererlangen“, schreibt die Bundesbank.

Bundesbank Zentrale in Frankfurt
Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany CC BY-SA 3.0 de

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Gunnar Heinsohn: „China ĂŒberholt alle – und Europa schaut zu“ – Lesetipp

Gunnar Heinsohn ĂŒber die zukĂŒnftigen Perspektiven fĂŒr Deutschland und Ostasien..

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Gunnar Heinsohn zĂ€hlt zu den kreativsten Denkern in Deutschland. Die thematische Bandbreite seiner Publikationen ist fast unĂŒberschaubar: ob eine ErklĂ€rung des Holocaust („Warum Auschwitz“); der starke Anstieg der Bevölkerung Europas an der Wende der Neuzeit durch die kirchliche Diffamierung von „KrĂ€uterfrauen“, jenen Experten fĂŒr Geburtenkontrolle, die als „Hexen“ tituliert und ausradiert wurden („Die Vernichtung der weisen Frauen“); oder eine demografische ErklĂ€rung fĂŒr weltweite Konfliktherde („Söhne und Weltmacht“) bis hin zu ökonomischen Themen („Eigentum, Zins und Geld“; zusammen mit Otto Steiger). Man könnte die Reihe noch lange fortsetzen..

Heinsohn ist ein Querdenker – und hebt sich damit vom Mainstream ab. In einem Artikel fĂŒr die „NZZ“ zeigt Heinsohn das Problem westlicher LĂ€nder auf: Bildung. Ostasien gehöre daher die Zukunft:

„Die Schere zwischen kompetenten und inkompetenten Menschen klafft weltweit immer weiter auseinander. In Ostasien werden die LĂ€nder insgesamt wettbewerbsfĂ€higer. Im Westen hingegen teilen sich die Staaten zunehmend in Kompetenzfestungen und EinwanderungslĂ€nder – mit nachhaltigen Folgen.“

Und Heinsohn ĂŒber die zukĂŒnftigen Perspektiven fĂŒr Deutschland und Ostasien:

„Angesichts des deutschen Bildungsfiaskos kann niemand die Ostasiaten davon ĂŒberzeugen, dass Niveauabsenkung ihre KonkurrenzfĂ€higkeit verbessert. Alle zusammen nehmen jĂ€hrlich nicht einmal 100 Asylbewerber auf. Weil sie spĂŒren, dass tendenziell Unbeschulbare keinen brauchbaren Ersatz fĂŒr ihre Rentner liefern, setzen sie auf Roboter und stehen mit ĂŒber 60 Prozent der installierten Kunstmenschen an der Weltspitze.“


Lesen Sie bitte den hoch interessanten Artikel von Heinsohn in der NZZ vollstÀndig hier!


Gunnar Heinsohn
Von Freud – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29218949

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„Wenn Italien sich nicht dem Euro anpasst, dann passt sich der Euro eben Italien an“

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In der Eurozone befinden wir uns derzeit in einer Banknotenunion, und nicht in einer WĂ€hrungsunion. Und es sei nicht die Frage ob, sondern wann der Euro zerfallen wird. Das behauptet Prof. Dr. Thomas Mayer vom Vermögensverwalter Flossbach von Storch in einem aktuellen Vortrag. Sein Thema heißt Italien. BIP und Industrieproduktion in Italien sind nachweislich seit der Finanzkrise rĂŒcklĂ€ufig. Das Land könnte eine neue ParallelwĂ€hrung als großes Erpressungspotenzial gegen die Euro-Partner in Aussicht stellen. Die Euro-Partner wĂŒrden dazu getrieben werden Italien zu finanzieren, damit der Euro nicht untergeht. Italien habe derzeit schlicht keine Möglichkeit der WĂ€hrungsabwertung, um hierĂŒber seine WettbewerbsfĂ€higkeit fĂŒr die Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Es werde also zwangslĂ€ufig etwas in Italien passieren. Professor Mayer bietet auch hochinteressante LösungsansĂ€tze fĂŒr die Eurozone, wobei die EZB eine entscheidende Rolle spielt. Bitte den Vortrag schauen ab Minute 2:20.

Italien EU
© European Union, 2017 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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