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Sinkende Löhne? Sinkende Kaufkraft? Nein Nein, es gibt gar keine Probleme…

Wir alle wissen basierend auf offiziellen Zahlen und Aussagen von wichtigen Menschen: In Deutschland gibt es gar keine Probleme, und vor allem keinerlei Fehlentwicklungen. Auch nicht bei Löhnen und bei der Kaufkraft? Wirklich nicht? Wir sehen das…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir alle wissen basierend auf offiziellen Zahlen und Aussagen von wichtigen Menschen: In Deutschland gibt es gar keine Probleme, und vor allem keinerlei Fehlentwicklungen. Wirklich nicht? Wir sehen das etwas anders, und möchten dieses Thema anhand von zwei aktuellen Beispielen thematisieren.


Alles in Ordnung in Deutschland, Angela Merkel? Foto: Armin Linnartz/Wikipedia (CC BY-SA 3.0 de)

Lufthansa

Gestern verkündete die Lufthansa, dass man sich mit seinen Piloten im Rahmen einer Schlichtung nun endlich auf höhere Löhne geeinigt habe. Diese Einigung koste die Lufthansa 85 Millionen Euro. So weit so gut, denkt man sich. Wenn man aber weiter liest, schreibt die Airline Zitat:

Die Umsetzung der Schlichtungsempfehlung zum Vergütungstarifvertrag bewirkt bei den Cockpitkosten eine Kostensteigerung von rund 85 Millionen Euro jährlich. Um diese Zusatzkosten zu kompensieren, sollen abweichend von der bisherigen Flottenplanung 40 zugehende Flugzeuge außerhalb des Konzerntarifvertrags bereedert werden. Einzelheiten zur Ausgestaltung einer alternativen Plattform zum Betrieb dieser Flugzeuge sollen in den kommenden Wochen konkretisiert werden.

Was damit gemeint ist, dürfte ja wohl klar sein. Die Flugzeuge firmieren künftig nicht unter Lufthansa, sondern dem Eurowings-Logo. Es dürfte eh darauf hinaus laufen, dass die Lufthansa sämtliche Flugzeuge (ausgenommen die lukrative Langstrecke) auslagert auf Eurowings. Dort spart man angeblich 40% der Gehaltskosten. Aus Unternehmenssicht ist es klar: Durch die Billig-Konkurrenz in Europa (Ryanair, easyjet etc) ist der Kostendruck auf die Strecken innerhalb Europas enorm. Dazu kommen jetzt noch Anbieter wie Wizzair, die osteuropäische Strecken billig anbieten. Folglich muss man mit seinen eigenen Kosten runter, sonst wandern die Kunden auf kurz oder lang zur Konkurrenz, wenn die Ticketpreise dort im Vergleich zur Lufthansa deutlich billiger sind.

So werden zunehmend nicht nur gut verdienende Piloten, aber vor allem auch das sonstige Personal mit deutlich geringeren Löhnen auskommen müssen. Da ist nicht mehr viel los mit „Fortbilden, die Karriereleiter raufklettern, dann hast Du auch wieder einen höheren Lohn“. Wenn das gesamte Spektrum von Flugbegleiter/in bis Pilot locker um 40% abgestuft wird, verlieren alle Arbeitnehmer, und müssen wohl oder übel zusehen, wie sie im Alltag mit deutlich weniger Geld in der Tasche zurechtkommen. Volkswirtschaftlich gesehen fehlt damit Kaufkraft. Profitieren tun dann Airline-Mitarbeiter bei den vorher genannten Anbietern, wo tendenziell neue Jobs geschaffen werden.

Dort verdienen sie zwar wohl noch weniger als Mitarbeiter bei der Lufthansa, aber sie hatten vielleicht vorher gar keinen Job. Es ist also eine Verschiebung von Einkommen und Kaufkraft in andere Länder. Das mag den dortigen Menschen gegönnt sein. Eine zwangsläufige Entwicklung, die ein freier europäischer Markt, und ein zunehmend freier weltweiter Handel mit sich bringt? So scheint es zu sein? Die Antwort vor allem aus dem „FDP-Lager“ scheint zu lauten: Bildung, Bildung, Bildung. Dann habt ihr alle am Ende auch besser bezahlte Jobs. Das gilt aber für die Autoindustrie ebenso wenig. Denn beispielsweise große Autobauer in Deutschland, deren Autos offiziell „Made in Germany“ sind, lassen große Teile der Autos in Einzelteilen in Ländern wie der Slowakei oder Ungarn bauen. In Deutschland ist oft nur noch die Endmontage, weshalb man dann von einem hierzulande gefertigten Auto sprechen kann. Auch hier gilt das selbe Phänomen: Dortige Arbeiter (Slowakei als Beispiel) verdienen deutlich weniger als deutsche Kollegen, sind aber wohl froh überhaupt so einen Job erhalten zu haben. Hierzulande wird damit unausgesprochen Lohndruck auf die eigene Stammbelegschaft ausgeübt – mal ganz abgesehen von den Werksvertragsmitarbeitern, die eh schon jede Menge Lohndruck ausüben.

Transportwesen

Ein anderes gutes Beispiel, wie in Deutschland Druck auf Löhne und Arbeitsplätze ausgeübt werden kann, wurde jüngst bei Report München gezeigt. Zum Beispiel aus Rumänien stammende LkW-Fahrer wohnen quasi in ihren Trucks oder Kleintransportern, arbeiten und wohnen somit in Deutschland. Eigentlich wäre somit auch der deutsche Mindestlohn für sie anzuwenden mit allem drum und dran. Steuern, Sozialabgaben etc, was für diese Fahrer wohl ein Segen wäre. Aber beispielsweise fahren sie für nur  noch 1 Euro pro Stunde. Da kann nun wirklich kein deutscher Fahrer mit Mindestlohn, Lohnnebenkosten etc mithalten.

Wie der deutsche Zoll, der hierfür zuständig ist, das verhindern soll? Nun, man müsste die Raststätten-Parkplätze und Parkecken in Gewerbegebieten kontrollieren, wo diese Fahrer wirklich in ihren Transportern leben. Damit könnte eine Abwärtsspirale bei Löhnen zumindest grob eingedämmt werden, auch wenn man sie wohl nie ganz beseitigen kann. Wie will man schon genau nachweisen, ob ein Fahrer mehr als 180 Tage in Deutschland anwesend war, und somit für ihn der hier anwendbare Mindestlohn gilt? Tja, es bedarf eben Kontrollen! Aber wie ein Zöllner in diesem Bericht sagte, habe der für den Zoll zuständige Bundesfinanzminister Schäuble keinerlei Interesse an solchen Kontrollen. Die generelle Anweisung sei, dass sich der Zoll eher als Partner der Wirtschaft verstehen und solche Kontrollen nicht durchführen solle. Solch eine Anweisung kann selbstverständlich nicht belegt werden, da es für solch ein Kontrollverbot wohl kaum schriftliche Anweisungen geben dürfte. Wie auch immer. Die Fahrer sind da, und üben wohl einen brutalen Lohndruck aus auf alle Fahrer, die in Deutschland gemeldet sind, und damit Anspruch auf Mindestlohn und Sozialversicherung haben.

Was ist die Lösung?

Tja, das ist die große Frage. Was ist die Lösung? Zunächst einmal könnte man als Lösungsansatz das grundsätzliche Problem eines schleichenden aber zunehmenden Kaufkraftverlusts bei vielen Arbeitnehmern ganz ignorieren, so wie es die Bundesregierung offensichtlich tut (wir haben ja fast Vollbeschäftigung, Hurra, alles bestens!). Oder man kann alternativ eine Politik fahren wie Donald Trump. Protektionismus, abschotten, Inlandsproduktion etc. Damit könnte man wohl kurzfristig einige Probleme abstellen, aber langfristig hätte diese Politik auch diverse Nebenwirkungen. Es ist mehr als fraglich, ob das wirklich eine sinnvolle Alternative ist. Und was ist der große alternative Lösungsansatz? Bitte nicht wieder „mehr Bildung, mehr Bildung, mehr Bildung“, was die FDP jetzt predigen würde.

Denn was nützt mehr Bildung, wenn anderswo auf der Welt die Bildung genauso gut ist, aber die Löhne viel niedriger sind? Oder wenn die meisten Produktionsschritte in Fabriken so vereinfacht wurden, dass dafür beim Arbeiter keine hohe Qualifikation mehr nötig ist? Kann es sein, dass wir uns hierzulande einfach an sinkende Lohnniveaus, schlechtere Jobs, längere Arbeitszeiten und Kaufkraftverlust gewöhnen müssen? Wir haben da momentan auch kein Patentrezept.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Christoph

    16. Februar 2017 12:23 at 12:23

    Interessante Doku zu einem ähnlichen Thema, das auch hier gerne bei den Areitslosenzahlen erwähnt wird: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/sicherheit-ausser-kontrolle-100.html

  2. Avatar

    Axel Gehrke

    16. Februar 2017 12:37 at 12:37

    Patentlösungen, wer hat die schon? Es wird immer ein wenn und aber geben. Nur, eines steht fest: die Globalisierung ist der einzige Grund, der die 10% Reichen immer reicher und den 90% rest immer ärmer werden lässt. Man muss Trump nicht mögen, aber er fordert zum Nachdenken heraus.

  3. Avatar

    Dieter Jost

    16. Februar 2017 13:24 at 13:24

    Zuerst möchte ich mich bedanken, das Ihre Webseite immer noch kostenlos ist und trotzdem SEHR, SEHR GUTE Inhalte hat.
    Leider gibt es für diese Probelmatik keine Lösung, solange wir diese Wirtschaftsordnung und dieses Geldsystem haben. Leider wird sich erst eine Änderung einstellen, wenn es „knallt“ So ist der Mensch!

  4. Avatar

    Gixxer

    16. Februar 2017 13:28 at 13:28

    Trump versucht was zu ändern, ob es klappt, ich bezweifel es. Trotzdem hat der Mann was das angeht meinen Respekt.

  5. Avatar

    klack

    16. Februar 2017 13:36 at 13:36

    Immer wenn ich die sooft gezeigte Raute der Finger sehe,stilisiert das wohl eine große Rhombenförmige -Viagratablette die Merkel für den ewigen Bull-Run.bereithält.
    Wäre Merkel nur Pharmareferentin geworden könnte man optimistischer in die Zukunft blicken.

  6. Avatar

    leser

    16. Februar 2017 14:15 at 14:15

    Guter Artikel zu einem schwierigen Thema.
    Das „Race to the Bottom“ (siehe Wikipedia) kann m.E. im gegenwärtigen System nicht gestoppt werden. Es findet auf allen Ebenen statt und wird sich beschleunigen. Die Globalisierung ist auch nur eine Folgeerscheinung, nicht die Ursache. Die (Haupt)-Ursache ist das Fiat-Geldsystem. Es zwingt alle Beteiligten dazu, immer schneller zu laufen und führt am Ende zum schnellen Herztod.

    Die Vogel-Strauß-Politik der derzeitigen Politik verhindert (wie auch auf anderen Problembereichen) eine offene Diskussion. Diese ist aber Voraussetzung, um das Problem überhaupt erfassen und beschreiben zu können. Und solange es für diese Politik noch eine Mehrheit gibt, ist der Problemdruck offenbar noch nicht hoch genug. Eines ist jedoch sicher: Offene Grenzen werden die Entwicklung abwärts massiv beschleunigen. Und von der „Dame“ auf dem Foto ist keine Lösung zu erwarten.

  7. Avatar

    asisi1

    16. Februar 2017 16:29 at 16:29

    im obigen beitrag wird die Besteuerung des Staates nicht angesprochen. das ist unser Verhängnis. wenn 70-80% des gehaltes für steuern und abgaben weg gehen, dann ist das das übel. man sieht es an den Stromkosten. das einfache Volk kann sich diesen Unsinn bald nicht mehr leisten. und das geld wird für irgendwelchen Firlefanz, der sich in den köpfen dieser polit-gutmenschen festgesetzt hat, rausgeschmissen. nur nicht für das eigene Volk.

    • Avatar

      John Galt

      17. Februar 2017 04:45 at 04:45

      100% Zustimmung. Das Problem ist immer der Staat, der dank FIAT Money größer und immer teurer wird. Dazu immer höhere Steuen, Abgaben und Umverteilung um Wähler zu kaufen. Bei einem schlanken Staat wäre eine Abgabenquote von insgesamt 10 % kein Problem und wir hätten auf Dauer Vollbeschäftigung. Da aber der deustche Staat sich als Weltenretter berufen sieht, arbeitet nunmal jeder hier 80% für diesen Auftrag. Ein Rumäne, Pole oder Ungar um nur ein paa zu nennen, eben nicht. Dies ist die eigentliche Konkurrenzierung und hat mit Globalisierung nichts zu tun. Unterschiedliche Steuern und Staatsquoten sind das Problem.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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