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Snap: Ab heute ist „groß Kasse machen“ möglich, und die bisherigen Gewinner und Verlierer der Tech-Quartalszahlen

Die Snap-Aktie hatte vor ihrem Börsengang ein großes Fanlager, und ein großes Gegenlager aus Skeptikern. Als Fazit nach fünf Monaten kann man sagen, dass die Skeptiker bis dato Recht behielten. Die Bewertung des…

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FMW-Redaktion

Die Snap-Aktie hatte vor ihrem Börsengang ein großes Fanlager, und ein großes Gegenlager aus Skeptikern. Als Fazit nach fünf Monaten kann man sagen, dass die Skeptiker bis dato Recht behielten. Die Bewertung des Unternehmens war von Anfang an zu hoch kalkuliert. Mit 17 Dollar ging die Aktie in die Emission, und der erste Börsenkurs wurde am 2. März mit 24 Dollar festgestellt. Dann stieg sie am zweiten Handelstag fast bis auf 30 Dollar. Von da an ging es nur noch bergab.

Die erste Veröffentlichung von Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen zeigte die Schwäche beim Wachstum. Heute nun endet die Haltefrist für Aktien seitens vieler Insider, also Firmengründer, Direktoren und Alteigentümer. Diese Haltefrist galt fünf Monate lang ab dem Emissionsdatum. Nun können diese Insider bis zu 400 Millionen Aktien auf den Markt werfen, was den Kurs natürlich erheblich drücken würde.

Wie die Erfahrungen bei anderen IPO´s zeigen, geschieht so ein „Sell Off“ aber wohl nicht. In der Regel halten vor allem die Firmengründer und Direktoren ihre Anteile deutlich länger, oder verkaufen oft nur kleine Teile ihrer Pakete. Aber möglich wäre ein Verkauf zumindest ab heute. Für weitere Insider läuft die Haltefrist am 14. August aus, womit zusätzliche 782 Millionen Aktien frei auf der Angebotsseite verfügbar wären.


Die Snap-Aktie seit dem Börsengang Anfang März.

Im Chart kann man gut sehen, wie die Snap-Aktie Anfang Juli unter den Emissionspreis von 17 Dollar fiel, und seitdem weiter fällt auf jetzt unter 14 Dollar. Jetzt ist die Frage: Verkauften die Anleger jüngst in der Hoffnung mit einem Short dabei sein zu können, wenn ab heute die Insider den Kurs mit ihren Verkäufen noch weiter drücken? „MKM Partners“ merkt an, dass diese Woche ein Wendepunkt für die abstürzende Snap-Aktie sein könnte.

Denn man habe analysiert, dass bei großen IPO´s wie Facebook, Twitter und LinkedIn in den Wochen vor dem Ende der Haltefrist genau so starke Abstürze im Aktienkurs zu verzeichnen gewesen seien. Binnen einer Woche nach Ende der Haltefrist hätten diese Aktien damals einen Boden gebildet. Also kann es auch hier passieren, dass die Aktie in den letzten Wochen bereits durch Spekulanten massiv geshortet wurde? Wenn der große Abverkauf durch Insider ausbleibt, müssen sich die Shorties wieder eindecken, und lösen Kaufdruck aus.

Quartalszahlen

Snap meldet für das letzte Quartal seine Zahlen am 10. August. Das wird der nächste wichtige Tag für die Aktie, der die Richtung für die nächsten Wochen vorgeben dürfte. Erneut schaut man darauf, ob die Nutzerzahl signifikant zulegen konnte, oder eben nicht. Viele große Tech-Firmen haben schon gemeldet. Der einzig bedeutend große Player im Tech-Bereich aus Deutschland SAP überzeugte eigentlich mit guten Zahlen. Die Aktie fiel seitdem aber von 91 auf 90 Euro. Vielleicht waren die Erwartungen vorher einfach zu hoch. Facebook überzeugte mal wieder die Analystengemeinde, was die Aktie von Mittwoch bis jetzt hochtrieb von 165 auf 172 Dollar. Am meisten unter den Tech-Giganten überzeugte bisher Netflix mit einer tollen intakten Wachstumsstory. Das honorierte die Aktie in den letzten beiden Wochen auch mit einem Anstieg von 161 auf 184 Dollar.

Negativ überraschte Amazon mit seiner Meldung vom letzten Quartal, dass man deutlich mehr in Zukunftsprojekte investierte als gedacht. Das ließ den Gewinn massiv schrumpfen. Die Aktie fiel seit Donnerstag letzter Woche von 1.044 auf 1.020 Dollar. Twitter enttäuschte letzte Woche mit Nutzerzahlen, die nicht mehr wachsen. Daher fiel die Aktie von 19,50 auf aktuell 16,60 Dollar. Google brachte zwar gute Headline-Zahlen, aber die Preise pro Werbeklick fielen deutlich. Das war ein entscheidender Faktor, der die Aktie seit Anfang letzter Woche von 1.001 auf jetzt 959 Dollar fallen ließ.

Also, die Bilanz der großen Tech-Firmen fällt bisher gemischt aus. Fehlen noch Snap am 10. August und Apple morgen Abend nachbörslich. Wir berichten jeweils so schnell wie möglich.

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Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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