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Snapchat im Graumarkt schon bei 27 Milliarden Dollar Marktwert + interessante und lustige Details zum IPO

Snapchat oder besser gesagt das Unternehmen „Snap Inc“ geht in Kürze an die Börse (exakter Zeitpunkt noch nicht festgelegt). Durch die teilweise Platzierung von ausschließlich…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Snapchat oder besser gesagt das Unternehmen „Snap Inc“ geht in Kürze an die Börse (exakter Zeitpunkt noch nicht festgelegt). Durch die teilweise Platzierung von ausschließlich Vorzugsaktien (Novum in den USA – Details hier) errechnet man für das gesamte Unternehmen einen möglichen Börsenwert zum IPO von bis zu 25 Milliarden Dollar. Aber wo wird der reale Wert der Firma liegen? Sind die Investoren noch so gierig auf Social Media IPO´s wie vor ein paar Jahren, oder ist der Hype erschlafft, seitdem Twitter nicht mehr richtig weiter wächst?

Eine erste Indikation auf den tatsächlichen Drang zumindest von privaten Aktien-Tradern kann man erkennen, wenn man sich die Graumarktnotierung anschaut. Der größte CFD-Anbieter (CFDs = Derivate auf Aktien, Indizes, Währungen usw) IG Markets hat nun einen vorbörslichen Graumarkthandel für „Snap Inc“ eingeführt, und berichtet, dass basierend hierauf der Börsenwert mit 27,4 Milliarden Dollar angenommen wird. Folglich besteht bei Anlegern ein Nachfragedruck, der die Bewertung über den maximalen IPO-Wert von 25 Milliarden Dollar treibt. Natürlich sind das keine harten Fakten, aber IG als wirklich großer Anbieter für Privatkunden betont, dass man mit seinen Graumarktkursen bisher ganz gut lag. Dazu IG im Originalzitat mit einer Vergleichsübersicht vergangener IPO´s aus dem eigenen Graumarkt:

Traders have enjoyed the opportunity to speculate on the valuation of a company before it becomes public traded. Previous grey markets such as Royal Mail and Facebook were particularly popular among IG clients, given their major presence in daily life. The current price in the market estimated the value of Snap to be $27.4 billion. Chris Beauchamp, Chief Market Analyst, comments:

“Historically IG’s grey markets have been solid indicators of where companies official launch prices will end up. Snap is one of the biggest and most anticipated US tech IPOs for years, with the potential to rival the excitement witnessed when Facebook and Twitter went public. The echoes of Twitter’s IPO are clear to see, given Snap’s admission that turning a profit could be difficult. Whether the IPO hype survives once the initial celebrations are over remains to be seen.“

Ob Snapchat doch eher ein neues Twitter wird (fehlendes Wachstum?), dazu hat IG auch eine Analyse verfasst. Hier geht´s zum Originaltext.

Kritikpunkt

Wie man in Finanzkreisen gerade bei ganz großen institutionellen Investoren vermehrt hört (Pensionskassen etc), mehren sich die kritischen Stimmen zu Snapchat. Allgemein wird (verständlicherweise) kritisiert, dass man nur Vorzugsaktien ausgibt. Die Investoren sind demnach in der Hauptversammlung komplett machtlos. Die Vorstände und Altaktionäre mit Stimmrecht können de facto machen was sie wollen. Die allgemein nachvollziehbare Angst ist: Investiert man das Geld, dass zum Beispiel Rentner und hart arbeitende Menschen einer Pensionskasse anvertrauen, in ein Social Media-Unternehmen, auf das man keinen Einfluss nehmen kann als Aktionär? Was, wenn die Verluste von 515 Millionen Dollar aus 2016 bei gerade mal 404 Millionen Dollar Umsatz anhalten, und die Chefs der Firma einfach sagen „Ist uns egal, wie machen so weiter“? Der Gedanke daran könnte womöglich einige Institutionelle dazu bewegen von dem IPO Abstand zu nehmen. Aber wie immer gilt die einfache Weisheit: Ob genug Kaufdruck für steigende Kurse vorhanden ist, wissen wir alle erst am Emissionstag!

Snap Inc selbst beschwichtigt in einer aktuellen Veröffentlichung zum IPO (Investorenangst vor geringen Werbeerlösen), dass man in einer Anfangsphase sei, was den Aufbau der Werbeerlöse angeht. Man komme von einem sehr kleinen Startniveau bei den Werbeeinnahmen, und habe daher zuletzt eine so große prozentuale Steigerung gehabt – weil eben die Ausggangsbasis so gering war! Viel vom aktuellen Umsatzwachstum käme von ganz neuen Werbekunden und dem Einführen neuer Werbeprodukte, sowie dem Ausbau von Kapazitäten.

Die falsche Aktie

Wer bisher Besitzer von Aktien der Firma „Snap Interactive“ war und diese vielleicht jetzt verkauft, dürfte sein Glück kaum fassen können. Denn diese Firma ist längst börsennotiert, hat aber mit Snapchat oder Snap Inc überhaupt nichts zu tun. Seit der IPO-Bekanntgabe ist der Aktienkurs der Snap Interactive von 4 auf jetzt 9,20 Dollar gestiegen, und auch das übliche tägliche Handelsvolumen hat sich gut und gerne verzehnfacht. Die einzige Erklärung: Konstant scheinen Privatanleger in den letzten Tagen diese Aktie mit Snapchat zu verwechseln aufgrund des fast identischen Namens. Sie scheinen nicht zu merken, dass sie die falsche Aktie traden. Das Tickersymbol von Snapchat lautet SNAP, das der schon notierten „Snap Interactive“ lautet STVI.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leser

    10. Februar 2017 15:32 at 15:32

    Erinnert an die letzten Tage des Neuen Marktes. Gier frisst Hirn.

  2. Avatar

    Name

    15. Februar 2017 00:15 at 00:15

    Kurssprung bei snap interactive hat wohl eher mit einem Reverse splitt zu tun – Wohl eher die falsche info

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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