Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden f√ľr das DAX-Signal

Allgemein

So schlimm verschwendet der Staat Steuergelder – einige kuriose Beispiele

Veröffentlicht

am

Dass der Staat irgendwie und irgendwo immer Steuergelder sinnfrei verwendet und verschwendet, ist jedem klar. Aber es ist immer wieder schlimm, wenn man einzelne Beispiele liest. Hier eine kleine Auswahl basierend auf dem aktuellen „Schwarzbuch“ vom Bund der Steuerzahler.

L√ľbeck

In L√ľbeck hatte die Stadt in einem Park, wo sich viele Drogens√ľchtige aufhalten, f√ľr 76.000 Euro eine spezielle Toilettenanlage aufgebaut. Die wurde auch von den S√ľchtigen genutzt. Nur war sie so erfolgreich, dass sie eine Art Dreh- und Angelpunkt der Szene wurde, so eine Art Verkaufszentrale f√ľr Dealer uvm. Weil es zu schlimm wurde, hat die Stadt die Anlage wieder abgerissen. Das hat nochmal 10.000 Euro gekostet. Tja, es ist unglaublich. Wer kann schon ahnen, dass die „Szene“ tats√§chlich das Klo in Anspruch nimmt, und sich dann auch noch Dealer in der N√§he aufhalten w√ľrden!

Hamburg

Um eine Hundeauslauffl√§che von einem Radweg abzutrennen, baute man in Hamburg einen nur 50 cm hohen Zaun. Und der schirmte auch nur einen kleinen Teil der Hundefl√§che ab, so dass die Vierbeiner einfach drum herum laufen konnten Richtung Fahrr√§der. Und sie konnten ja auch r√ľber springen √ľber den nur 50 cm hohen Zaun. Der kostete 9.000 Euro. Als man die zu geringe H√∂he feststellte, erh√∂hte man den Zaun auf 120 cm. Das kostete nochmal 10.733 Euro. Dieses Jahr hatte die Politik dann angeblich festgestellt, dass sich vermehrt Hunde unbeaufsichtigt auf der Freilauffl√§che aufhalten. Da davon auszugehen sei, dass einige Hundehalter ihrer Aufsichtspflicht bei einer nicht vollst√§ndig umz√§unten Freilauffl√§che gewissenhafter nachkommen, wurde das Bezirksamt von der Politik gebeten, einige Zaunelemente wieder zu entfernen. Dies wurde umgesetzt, und kostete nochmal 3500 Euro.

Berlin

Vor dem Berliner Gro√ü-Krankenhaus Charite¬ī wurde ein 8,5¬≠ Meter gro√ües abstrahiertes, goldenes Zifferblatt mit ausgesparten Stunden- und Minutenstrichen installiert. Letztlich beliefen sich die Kosten auf 450.000 Euro. Es soll laut Berliner Politik dabei darum gehen, sich mit zeitgen√∂ssischen Mitteln sowohl inhaltlich als auch r√§umlich im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Lehre, Forschung und Geschichte mit dem Standort auseinanderzusetzen, bla bla bla usw. Naja… vielleicht wird es demn√§chst genau wie die gro√üe Goldm√ľnze im Museum von einem Berliner Familien-Clan abmontiert? Dann w√ľrde das hieraus freigesetzte Geld wenigstens wieder aktiv in der Volkswirtschaft zirkulieren (Scherz). Tja, im deutschen Gesundheitswesen scheint ja jede Menge Geld vorhanden zu sein.

Baden-W√ľrttemberg

In Vaihingen wollte die Stadt im Jahr 2016 einen Kreisverkehr in eine Stra√üe einbauen. Der Landkreis sah das anders, und lie√ü damals die normale Stra√üe f√ľr 410.000 von Grund auf sanieren. Ein Kreisverkehr sei nicht notwendig. Jetzt zwei Jahre sp√§ter hat sich der Landkreis doch entschlossen einen Kreisverkehr einzurichten, und somit wurde die frisch sanierte Stra√üe wieder aufgerissen. Die erneuten Kosten liegen bei 600.000 Euro. Herzlichen Gl√ľckwunsch!

Bund

F√ľr Drohnen (Euro-Hawk) hatte die Bundeswehr doch glatt 600 Millionen Euro ausgegeben, bevor klar wurde, dass sie nicht mal eine Flugzulassung f√ľr den deutschen Luftraum erhalten werden. Wie peinlich. Aber damit nicht genug. F√ľr stolze 900 Millionen Euro least die Bundeswehr nun f√ľr ganze sieben Jahre (!) ganze f√ľnf Drohnen mit vier Bodenstationen bei den Israelis. F√ľnf Drohnen f√ľr 900 Millionen Euro, und das nur f√ľr ein paar Jahre gemietet. Wer B√∂ses vermuten m√∂chte, k√∂nnte glatt vermuten, dass in den 900 Millionen Euro noch andere Zahlungen versteckt werden. Aber nein, wir wollen sowas nat√ľrlich nicht vermuten! Das scheint doch ein angemessener Preis zu sein f√ľr ein paar Jahre Leasing!

Hessen

Die Stadt Kassel zahlt bis zum Jahr 2024 gut 8 Millionen Euro f√ľr eine nicht genutzte Fl√ľchtlingsunterbringung. Die Stadtv√§ter waren im Jahr 2015 wohl so in Panik auf der Suche nach Wohnraum f√ľr Fl√ľchtlinge, dass sie mit einem privaten Bauherr einen Bau- und Nutzungsvertrag √ľber satte 84 Monate abschlossen. Nun braucht die Stadt die errichteten Fl√§chen (regul√§res Mehrfamilienhaus) gar nicht mehr, und sie werden umgenutzt als normaler Wohnraum. Eine Ausstiegsklausel oder Sonstiges hatte sich die Stadt aber damals nicht in den Vertrag schreiben lassen, und der private Betreiber kassiert nun bis zum Jahr 2024 monatlich 120.000 Euro. Kann ein verantwortlicher Beamter damals so derart in Panik gewesen sein, dass er bei 84 Monaten Vertragslaufzeit keine Ausstiegs- oder √Ąnderungsklausel in den Vertrag schreiben l√§sst? Prost Mahlzeit.

Steuergelder - es ist ja genug da
Was soll¬īs… Geld ist ja genug da! Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

4 Kommentare

4 Comments

  1. tm

    7. November 2018 17:27 at 17:27

    Das m√∂gen ja alles kuriose Beispiele sein – aber wenn das die schlimmsten F√§lle sind, bleibt es eben genau das – ein Kuriosum. Selbst alle 109 im „Schwarzbuch“ genannten F√§lle summieren sich kaum auf einen relevanten Prozentsatz der staatlichen Gesamtausgaben.

    • leftutti

      7. November 2018 22:17 at 22:17

      @tm, Ich habe Ihre zynischen, menschenverachtenden und statistisch nur auf Gesamtausgaben basierenden Kommentare inzwischen wirklich satt.

      Seit mindestens 10 Jahren werden dem „kleinen“ Mann oder auch Unternehmer per B√ľrgerentlastungsgesetz bessere Lebensverh√§ltnisse versprochen. Tatsache ist jedoch, dass seitdem genau diesen Schichten massive zus√§tzliche Belastungen √ľber „zumutbare Eigenbelastungen“ oder die vollst√§ndige Eliminierung der steuerlichen Absetzbarkeit l√§ngst laufender Vorsorgeaufwendungen aufgeb√ľrdet werden (bei letzteren gilt noch nicht einmal altes Recht zu Zeiten des Vertragsabschlusses).

      Mit den Summen der im Schwarzbuch genannten Verschwendungen k√∂nnte man sehr vielen gepeinigten Steuerzahlern signifikant weiterhelfen, denn es gibt tats√§chlich zig Millionen Menschen, f√ľr die beispielsweise 100 EUR p.m. mehr eine signifikante und sp√ľrbare Verbesserung der Lebensqualit√§t w√§re (sofern sie dadurch nicht in eine Steuerklasse rutschen, die dann mindestens 95 EUR neutralisiert).

      Es w√ľrde mich sehr f√ľr Sie freuen, wenn Sie von Ihrem hohen Statistik-Zyniker-Ross aus auch einmal einen Blick auf die wahre und grausame Welt lebender menschlicher Individuen werfen k√∂nnten.

  2. Quintus

    7. November 2018 18:15 at 18:15

    Lieber tm
    Von Oben betrachtet sind das doch Kleckerbeträge, da schaut der Multimilliardär doch gar nicht hin.
    Von Unten betrachtet bekommt der Rentner, der mit knapp 1200Euro mittlerweile zu den Mittelklasserentnern geh√∂rt, uns√§gliche Kopfschmerzen, angesichts dieser Frechheiten gegen√ľber langj√§hrigen Steuerzahlern.
    Das ganze Leben ist halt RELATIV.
    Wer erwirtschaftet denn diese GESAMTAUSGABEN? Die breite Masse der immer st√§rker geschr√∂pften Arbeiter und Angestellten in diesem Land!! Und wof√ľr?
    CUM EX und weg…

  3. Dreistein

    8. November 2018 07:45 at 07:45

    Drohnen (Euro-Hawk)das Thema lief doch schon unter Herr De Maizière. Es ging um den Transponder / Kennung. Da fragt man sich wie groß und schwer muss diese Box sein das sie in, auf, unter der Drohne nicht angebracht werden kann. Da haben sich Gelder einfach in Luft aufgelöst fast so wie beim BER. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
    Verantwortung null, das muss aufhören keiner brauch sich verantworten da kann man das Geld verschleudern wie man möchte Konsequenzen gibt es keine. Machen sie das einmal in der Wirtschaft, da wird im Vorfeld schon der Stecker gezogen weil man rechnen (können)muss.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Blackrock schreibt Brief f√ľr deutsche √Ėffentlichkeit – Verm√∂gensverwalter f√ľr Rentner und Arbeiter

Veröffentlicht

am

Was ist Blackrock? Der größte Vermögensverwalter der Welt mit mehr als 6 Billionen Dollar. Man darf hier aber nicht durcheinander kommen. Blackrock ist keine Bank, und von daher nicht systemrelevant wie JP Morgan oder die Deutsche Bank. Geht Blackrock als Unternehmen pleite, sind die Vermögenswerte der Kunden alle noch vorhanden. Denn wie gesagt: Blackrock verwaltet Vermögen, welches bei Banken und Brokern auf Konten und in Depots verwahrt wird.

Der Name Blackrock an sich und die unfassbar gro√üe Summe an verwaltetem Verm√∂gen sorgen wohl f√ľr eine Art mystische Aura, weil die Firma in der √Ėffentlichkeit quasi gar nicht in Erscheinung tritt, dennoch weltweit die Nummer 1 ist. Das liegt wohl daran, dass Kunden in der Regel nicht direkt bei Blackrock investieren. Nein, Fondsgesellschaften und andere Verm√∂gensverwalter, bei denen Kunden ihr Geld anlegen, investieren wiederum die Gelder bei Blackrock. Auch l√§uft bei Blackrock viel √ľber b√∂rsengehandelte Fonds (ETF), wo mit sehr gro√üen Summen Index-Entwicklungen nachgebildet werden.

Angst machen kann Blackrock als Verm√∂gensverwalter dann, wenn man als passiver Investor mehrere Prozente an Unternehmen h√§lt, und sich mit anderen Investoren zu einem bestimmten Zweck verb√ľndet. So geschehen bei der Deutschen Bank, um den in der Tat „mehr als gl√ľcklosen“ Anshu Jain vom Hof zu jagen. Jetzt, wo Friedrich Merz als deutscher Aufsichtsrat von Blackrock ins Scheinwerferlicht r√ľckt, f√ľhlt sich die Unternehmenszentrale in New York offenbar gen√∂tigt das „Mysterium“ um die Firma aufzul√∂sen.

Daher hat Blackrock-Chef Larry Fink h√∂chstpers√∂nlich einen Brief f√ľr die deutsche √Ėffentlichkeit verfasst. (ganzen Text hier in Deutsch lesen). Man sei nur Treuh√§nder f√ľr Ersparnisse von Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Diese Menschen seien Arbeiter, Angestellte, Unternehmer und Rentner. Schon ab 25 Euro k√∂nnten Kunden Zugang zu Geldanlagen erhalten. Auch ist die Rede von Beitr√§gen f√ľr die Regionen, von hohen Ma√üst√§ben und von Verantwortung.

Frage: Wozu dieser Brief? Werbung hat Blackrock sicher nicht mehr n√∂tig. Versucht man sich auf eine Zeit mit Friedrich Merz als CDU-Chef vorzubereiten, und will demonstrieren, dass die Firma eigentlich harmlos ist? Will man sein Image aufbessern? Nach unserer Meinung w√§re es haupts√§chlich wichtig dem breiten Publikum klar zu machen, dass das Unternehmen keine Bank ist und auch keine Kundengelder h√§lt, und somit auch keine Systemrelevanz besitzt wie gro√üe Banken. Wenn das klar ist, dann ist die Angst vor dem b√∂sen gro√üen Monster nur noch halb so gro√ü. Es bleibt die Angst vor dem „b√∂sen Ungeheuer“, das mit seinen gigantischen Kundengeldern Unternehmen beeinflussen k√∂nnte. Aber das tun viele andere Aktion√§re ja auch.

Blackrock-Chef Larry Fink
Blackrock-Chef Larry Fink. Foto: Wilson Center CC BY-SA 3.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

weiterlesen

Allgemein

Der Kampf gegen die „Zensurmaschine“ namens Artikel 13

Veröffentlicht

am

Artikel 13 im europ√§ischen Urheberrechtsschutzgesetz wird, zumindest sehen es sehr viele Menschen so, die Zensurmaschine f√ľr Europa werden. Ob es wirklich so kommt, wissen wir nicht. Aber schaut man sich aktuell die Faktenlage an, w√ľssten wir nicht, wie Artikel 13 nicht in einer Zensurmaschine enden sollte.

Kommt die „Zensurmaschine“ wirklich?

Wir hatten das Thema schon mehrmals besprochen. Das EU-Parlament hatte den Weg hin zur Zensurmaschine im zweiten Anlauf im September doch noch durchgewunken. Es geht darum, dass k√ľnftig Plattformen wie YouTube, Twitter, Facebook und Instagram direkt verantwortlich gemacht werden d√ľrfen, wenn von Usern hochgeladene Texte, Fotos oder Videos gegen Urheberrechte von Dritten versto√üen.

In der Praxis ist die Verhinderung einer Klagewelle gegen die Konzerne nur m√∂glich, wenn sie einen Uploadfilter einbauen. Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach einen Filter geben, der alles was hochgeladen wird, vor dem Ver√∂ffentlichten scannt, ob da irgendwas zu sehen, zu lesen oder zu h√∂ren ist, das irgendwer anders erstellt hat, und daf√ľr keine Genehmigung zur freien Verwendung gegeben hat.

Also werden die Anbieter wohl aus Vorsicht viel zu viel Inhalte gar nicht erst zu Ver√∂ffentlichten zulassen. Au√üerdem haben die „√ľberschlauen“ Gesetzgeber in Br√ľssel √ľberhaupt nicht bedacht, woher die Plattform-Anbieter √ľberhaupt wissen sollen, welche Inhalte gesch√ľtzt werden m√ľssen, und wem die Rechte √ľberhaupt geh√∂ren. Oder soll jeder Mensch auf dem Planeten, der irgendwas postet, jedes Mal eine Erkl√§rung abgeben, dass er der Rechteinhaber ist? Und wie wollen Facebook und Co den Wahrheitsgehalt dieser Erkl√§rung √ľberpr√ľfen?

Aktuell ist das Gesetz in einer Phase, wo es zwischen den Gremien in Br√ľssel und den Mitgliedsstaaten abgestimmt wird. Es kann also noch √Ąnderungen geben. Ob ja, und welche genau, ist unklar. Daher macht aktuell der Hauptbetroffene Google mit seiner Plattform YouTube weiter Druck, und versucht nat√ľrlich die betroffenen Videoproduzenten mit einzuspannen.

Dieses Gesetz bringt Chaos und vermutlich eine drastische Zensurmaschine, auch wenn nat√ľrlich kein Bef√ľrworter dieses Gesetzes das jemals zugeben w√ľrde. Am Ende k√∂nnen sie es ja immer auf die Anbieter schieben. Denn die seien ja verantwortlich daf√ľr, wie sie die Urheberrechte in Zukunft pr√ľfen und sicherstellen wollen, das alles mit rechten Dingen zugeht. Nur das ist unm√∂glich. Es sei denn ein Gro√üteil der Inhalte wird gar nicht erst freigeschaltet zum Ver√∂ffentlichen.

YouTube macht Stimmung gegen Artikel 13

YouTube selbst geht aktuell erneut in die Offensive. Nicht nur k√§mpft man mit eigenen Videos und einer Kampagnen-Webseite gegen diese neue „Zensurmaschine“, die man selbst einf√ľhren m√ľsste zum Eigenschutz. YouTube hat auch alle Ersteller von Inhalten angemailt (auch uns von FMW). Hier Ausschnitte des Anschreibens von YouTube, sowie von der Kampagnen-Webseite. Zitat:

Artikel 13 ist Teil einer neuen Urheberrechtsrichtlinie der Europ√§ischen Union, die f√ľr Onlineinhalte einen besseren Schutz der Kreativit√§t und eine effektivere Verwaltung von Urheberrechten durch die Rechteinhaber erm√∂glichen soll. Grunds√§tzlich bef√ľrworten wir diese Ziele, die mit Artikel 13 angestrebt werden. Der aktuelle Vorschlag des Europ√§ischen Parlaments zu Artikel 13 wird jedoch erhebliche, unerw√ľnschte Folgen haben. Millionen von Menschen in Europa k√∂nnten daran gehindert werden, Inhalte auf Plattformen wie YouTube hochzuladen und zugleich w√ľrden die europ√§ischen Zuschauer den Zugang zu Milliarden von Videos aus der ganzen Welt verlieren. YouTuber w√§ren besonders betroffen. Zu den betroffenen Videos geh√∂ren: Lehrvideos (von Kan√§len wie Kurzgesagt in Deutschland und C.G.P. Grey in Gro√übritannien), zahlreiche offizielle Musikvideos (wie Despacito von Luis Fonsi oder Mafioso von Lartiste), Coverversionen von Fans, Mashups, Parodien und mehr. Daher gef√§hrdet Artikel 13 hunderttausende Arbeitspl√§tze, YouTuber in Europa, Unternehmen, K√ľnstler und deren Mitarbeiter. YouTube und andere Plattformen sind m√∂glicherweise gezwungen, deine vorhandenen Videos zu sperren und dir das Hochladen neuer Videos zu verweigern, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du die Rechte an allen Inhalten deiner Videos (inkl. Bild und Ton) h√§ltst.

YouTube w√ľnscht sich, dass es in Zukunft folgenderma√üen laufen soll. Zitat:

Die Rechteinhaber m√ľssen mit den Plattformen kooperieren, um die Inhalte, an denen sie Rechte halten, zu identifizieren. Dann wissen die Plattformen, was urheberrechtlich gesch√ľtzt ist, und k√∂nnen den Rechteinhabern erm√∂glichen, die Inhalte auf Wunsch zu sperren.¬†Plattformen d√ľrfen nur f√ľr Inhalte haftbar gemacht werden, die ihnen √ľber Tools wie Content ID oder durch das Melde- und Deaktivierungsverfahren gemeldet wurden.

Hier finden Sie eine externe Kampagnen-Webseite gegen Artikel 13, und hier finden Sie eine Online-Petition, an der sich schon Millionen Menschen beteiligt haben.

Hier das offizielle Video von YouTube zu dem Thema. YouTube erwartet, dass man bei Inkrafttreten von Artikel 13 gro√üe Teile der Inhalte in Europa wird blocken m√ľssen.

Zensurmaschine Uploadfilter EU
Hier das Abstimmungsergebnis zur „Zensurmaschine“ aus dem EU-Parlament vom 12. September.

weiterlesen

Allgemein

Aktuell: EU-Kommission lehnt Haushalt Italiens f√ľr 2019 ab und will Strafverfahren einleiten – UPDATE 12:35 Uhr

Veröffentlicht

am

Die EU-Kommission lehnt den Haushalt Italiens f√ľr das Jahr 2019 ab. Wegen der hohen Verschuldung Italiens will die EU-Kommission ein Strafverfahren gegen das Land einleiten. Die Entscheidung ist nicht sehr √ľberraschend, daher f√§llt die Reaktion der M√§rkte auch sehr verhalten aus. Der Euro f√§llt leicht gegen den Dollar.

Hier ganz aktuell offizielle Aussagen der EU-Kommission:

Im Falle Italiens best√§tigt die Kommission nach Bewertung der am 13. November vorgelegten √ľberarbeiteten √úbersicht √ľber die Haushaltsplanung, dass ein besonders schwerwiegender Versto√ü gegen die an Italien gerichtete Empfehlung des Rates vom 13. Juli 2018 vorliegt. Schon in ihrer am 23. Oktober 2018 verabschiedeten Stellungnahme zur urspr√ľnglichen √úbersicht √ľber die Haushaltsplanung, die Italien am 16. Oktober 2018 √ľbermittelt hatte, hatte die Kommission auf einen besonders schwerwiegenden Versto√ü hingewiesen.

F√ľr Italien hat die Kommission eine Neubewertung des auf den ersten Blick nicht erf√ľllten Schuldenstandskriteriums vorgenommen. Mit 131,2 % des BIP im Jahr 2017, was 37 000 EUR je Einwohner entspricht, liegt der √∂ffentliche Schuldenstand Italiens √ľber dem im Vertrag festgelegten Referenzwert von 60 % des BIP. Die Neubewertung war notwendig, da die Haushaltsplanung Italiens f√ľr 2019 eine wesentliche √Ąnderung der von der Kommission im Mai analysierten ma√ügeblichen Faktoren bedeutet. Die Analyse, die in diesem neuen Bericht nach Artikel 126 Absatz 3 des Vertrags √ľber die Arbeitsweise der Europ√§ischen Union vorgestellt wurde, umfasst die Bewertung aller ma√ügeblichen Faktoren, insbesondere i) der Tatsache, dass die erheblichen M√§ngel Italiens bei der Einhaltung des Richtwerts f√ľr den Schuldenabbau angesichts eines nominalen BIP-Wachstums von √ľber 2 % seit 2016 und trotz der in letzter Zeit verst√§rkten Abw√§rtsrisiken nicht auf die makro√∂konomischen Bedingungen zur√ľckgef√ľhrt werden k√∂nnen, ii) der Tatsache, dass den Pl√§nen der Regierung zufolge in der Vergangenheit vorgenommene wachstumsf√∂rdernde Strukturreformen, insbesondere die Rentenreform, in erheblichem Ma√üe zur√ľckgenommen werden sollen, und vor allem iii) der festgestellten Risiken einer erheblichen Abweichung vom empfohlenen, auf das mittelfristige Haushaltsziel ausgerichteten Anpassungspfad im Jahr 2018 und der besonders schwerwiegenden Nichteinhaltung der vom Rat am 13. Juli 2018 an Italien gerichteten Empfehlung im Jahr 2019 unter Zugrundelegung sowohl der Regierungspl√§ne als auch der Herbstprognose 2018 der Kommission. Insgesamt legt die Analyse nahe, dass das Schuldenstandskriterium im Sinne des Vertrags und der Verordnung (EG) Nr. 1467/1997 als nicht erf√ľllt angesehen werden sollte und ein Defizitverfahren auf Grundlage des Schuldenstandes daher angebracht ist.

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu erm√∂glichen. Wenn du diese Website ohne √Ąnderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erkl√§rst du sich damit einverstanden.

Schließen