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So sieht China die Lage: Trump will den Kuchen essen – und ihn gleichzeitig behalten

Warum Peking die Forderungen der Amerikaner abgelehnt hat – und warum die Chancen auf eine Einigung minimal sind..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

In den westlichen Medien ist monatelang die Gewißheit geschürt worden, dass es zu einem Handelsdeal zwischen den USA und China kommen werde – aber das ist nun ungewisser denn je! Daher macht es Sinn, nicht nur westliche, sondern vor allem die chinesische Sicht der Dinge zu analysieren, um abschätzen zu können, wie groß die Chancen auf einen Deal wirklich sind!

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Es ist vor allem die „Global Times“, die die Wahrnmung der Führung in Peking am Deutlichsten auf den Punkt bringt – und dort ist heute ein Artikel erschienen, der klar macht, wie sich die Lage nun darstellt!

Erstmals sagt man von Seiten der Chinesen klar: ja, wir haben die Forderungen der Amerikaner abgelehnt:

China has turned down the US demands at the final stage of negotiation. It was not only encouraged by its strength, but also motivated by its belief in the principle of equality. China is not afraid of conflict with the US at the last moment. In the face of the „big stick“ of the US tariff threats, China has once again demonstrated its confidence in coping with an escalated trade war.“

Warum aber sendet Peking angesichts der Eskalation dennoch eine Delegation nach Washington? Da müsse man besser die Amerikaner fragen, warum sie die Einladung aufrecht erhalten hätten, so die „Global Times“:

„Many people may ask: Under such circumstances, why is Beijing still sending the delegation to Washington? In fact, it’s really Washington that should be answering the question: Under such circumstances, why is the Chinese delegation invited to Washington for more trade talks?“.

Und nun kommt eine Passage, die zeigt, dass Peking die im Grunde widersprüchliche Lage Trumps genau analysiert hat – er will Dominanz gegenüber den Chinesen demonstrieren, aber gleichzeitig möglichst nicht den Aktienmärkten schaden:

„Washington has found itself caught in a dilemma between its ambition to gain the upper hand in trade over China and its desire to minimize any negative impacts on its stock market. Beijing is serious about both trade talks and trade wars. Now, it is fully ready to switch to the mode of „fighting and talking.“

Man sie viel besser vorbereitet auf eine Eskalation als die USA:

„China is well prepared for an escalation in trade tensions. A variety of plans are in place, such as countermeasures for any tariff rise, and favorable policies to minimize losses for Chinese enterprises. Mentally and materially, China is much better prepared than its US counterpart.“

Faktisch also sieht sich China in einer besseren Position – und daher hat man wenig Neigung verspürt, die harten Forderungen der Amerikaner abzunicken. Peking wolle keinen Handelskrieg, aber wenn es nicht anders gehe, dann werde man ihn eben ausfechten:

„If Washington has its mind set on going back down the path of a trade war, then China will fight it to the end. China has always had a firm stand on a trade war: China does not want it; China is not afraid of it; China will launch it when necessary.“

Wenn man all das zusammenfaßt, erscheint ein Deal heute fast ausgeschlossen. Entweder Trump zieht seine harte Linie durch, oder er muß faktisch eingestehen, dass er zu hoch gepokert hat und sich damit innenpolitisch extrem angreifbar machen. Trump will die Hegemonie der USA über China aufrecht erhalten ohne den Aktienmärkten zu schaden – er will den Kuchen essen, aber gleichzeitig den Kuchen behalten!

Spieltheoretisch gesehen ist das eine Lage, die nur minimale Chancen auf eine Lösung bereit zu halten scheint..

 


By Kremlin.ru, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40087092

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Christoph

    9. Mai 2019 13:22 at 13:22

    Schon die März deadline war von den Chinesen als bluff enttarnt worden. Trump konnte das noch verkaufen als entgegenkommen weil die Gespräche so gut laufen sollen. Wenn er jetzt nochmal zurückziehen sollte, verliert er seine Glaubwürdigkeit. Daher denke ich, dass er es leider durchziehen wird mit der zollerhöhung…

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Wall Street vor US-Wahlen: Was machen die Aktienmärkte?

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Veröffentlicht

am

Durch den Anstieg bis über den Widerstand bei 3.494 Punkten (0.76-Retracement) konnte der marktbreiteste Index der Wall Street, der S&P 500, die jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Die an den letzten Tagen angelaufene Korrektur verfügt noch nicht über die in Erwartung gestellte Ausdehnung. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenngleich eine Dramatisierung der Ausgangslage nicht zu erwarten ist. Die jüngsten Bewegungen stellen die erste Phase einer größeren Bodenbildungsphase dar. Im Chart habe ich diese Option lediglich angedeutet.

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Ausblick für den S&P 500, den Leitindex S&P 500:

Hervorgerufen durch das mehrfache Überschreiten des 0.76-Retracements (3.494 Punkte) konnte der S&P 500 die erste Unterwelle (i) der übergeordneten Welle (C; nicht dargestellt) ausbilden. Der regelkonforme Abschluss dieser Welle ist noch ausstehend, denn erst durch eine Korrektur (ii), wie diese im Chart dargestellt ist, würde dieser Schritt begangen. Resultierend daraus ist für die sich anschließenden Tage von einem schwächelnden Chartverlauf der Wall Street insgesamt auszugehen. Mit dem Anlauf an das 0.76-Retracement (3.286 Punkte) habe ich im Chart das maximale Ausmaß dieser Korrektur dargestellt.

Der Leitindex der Wall Street, der S&P 500

Aller Voraussicht nach wird sich der Trendverlauf bei Weitem nicht so massiv einstellen. Im Umkehrschluss sollte ein Bruch dieser Supportline vermieden werden, um das beschriebene Szenario nicht in Erklärungsnöte zu versetzen. Das endgültige Aus, für den seit Monaten laufenden Aufwärtstrend, würde indes erste ein eventueller Bruch des 1.62-Retracements (3.178 Punkte) in die Wege leiten.

Fazit:

Die momentane Verfassung präsentiert sich vielleicht etwas schlechter, als es gerechtfertigt wäre. Ein erneutes Signal ist noch nicht in Sichtweite..

Dow Jones, der älteste Index der Wall Street:

Der dienstälteste Aktienindex der Wall Street, ja sogar der Welt konnte mit der Performance, welche sich an den zurückliegenden beiden Wochen eingestellt hat, die jüngste Prognose hinreichend genau nachvollziehen. Dadurch bestärkt, habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen und lediglich der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, Anpassungen vorgenommen. Dennoch sollte der Index mit Argusaugen betrachtet werden, denn die aktuelle Konstellation deutet nicht darauf hin, dass eine neue weittragende Rallye unmittelbar bevorsteht. Die Charts zeigen das.

Ausblick für den Dow Jones:

Der Schlusskurs des Dow Jones über 28.547 Punkte (0.76-Retracement) verleiht dem aktuellen Geschehen einen positiven Ausblick, sodass die Titulierung mit Welle (1) durchaus zu rechtfertigen ist. Die aktuell laufende Korrektur dient demzufolge der Ausbildung der ultimativen Welle (2). Mit dem 0.76-Retracement (27.089 Punkte) liegt die maximale Grenzlinie für Welle (2) in überbrückbarer Entfernung, wenngleich eine „2“ diese Linie nur relativ selten anläuft. Die Performance der folgenden Tage wird sich daher im Zeichen der Korrektur darstellen.

Der Dow Jones, der älteste Index der Wall Street

Eine stärkere Ausbildung der Korrektur, hin zu einer regelverletzenden Bewegung, ist dennoch nicht zu erwarten. Nach Abschluss von Welle (2) wird sich der Dow Jones wie auch die anderen Indizes der Wall Street wieder emporschrauben können und aller Voraussicht nach zu einem neuen Allzeithoch führen. Der Startschuss für diese Rally fällt mit einem erneuten Überschreiten der 0.76-Linie (28.547 Punkte) und kann eine hohe Dynamik zur Folge haben. Größere Gefahren würde sich erst unterhalb der 0.76-Linie (27.089 Pkt.) einstellen.

Fazit:

Die aktuelle Verfassung lässt auf eine Fortsetzung des seit März laufenden Aufwärtstrends der Wall Street schließen. Dennoch bleiben Unsicherheiten, welche auch eine seitliche Performance begünstigen..

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