Europa

So stark brechen die deutschen Exporte in der Coronakrise ein

Exporte und Importe über den Hamburger Hafen

Heute hat das Statistische Bundesamt Außenhandelsdaten für den Monat März veröffentlicht. Vorab: Da der März ja erst einen halben Monat Shut Down durch die Coronakrise erlebte, dürfte der April wohl um so härter ausfallen. Die deutschen Exporte sind im März im Vergleich zu März 2019 um 7,9 Prozent gesunken. Im Monatsvergleich von Februar auf März ist es ein Rückgang von 11,8 Prozent. Die Importe sinken im Jahresvergleich um 4,5 Prozent, im Monatsvergleich um 5,1 Prozent. Im kalender- und saisonbereinigten Vormonatsvergleich war dies bei den Exporten der größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im August 1990. Bei den Importen handelte es sich um den höchsten Rückgang zum Vormonat seit Januar 2009. Hier die Außenhandelsbilanz:

Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2020 mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab. Im März 2019 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +22,3 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im März 2020 bei 12,8 Milliarden Euro.

Die Rückgänge Im Außenhandel waren im Handel mit EU-Staaten größer als mit Staaten außerhalb der EU. Das geht aus den Detaildaten hervor. Hier im Wortlaut:

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2020 Waren im Wert von 55,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 48,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber März 2019 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 11,0 % und die Importe aus diesen Staaten um 8,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden im März 2020 Waren im Wert von 38,3 Milliarden Euro (-14,0 %) exportiert und Waren im Wert von 34,0 Milliarden Euro (-7,8 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2020 Waren im Wert von 17,3 Milliarden Euro (-3,8 %) exportiert und Waren im Wert von 14,8 Milliarden Euro (-8,6 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im März 2020 Waren im Wert von 53,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 42,8 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber März 2019 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 4,3 % und die Importe von dort um 0,1 % ab.

Exporte und Importe im Detail



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1 Kommentar

  1. Wo ist das Problem? Die Notanbanker kaufen einfach alle Schulden auf und gut ists. Gemäss führender Ökonomen sei man in der Lage, sämtliche Krisenszenarien mit gedrucktem Fantasiegeld zu bereinigen. Weshalb sich die Unternehmen überhaupt noch Sorgen machen ist relativ unverständlich, da der Staat nach neuesten Aussagen von Professoren aus verschiedenen Instituten unbegrenzte Schuldenfähigkeit habe und man sich Japan als Vorbild nehmen könne. In Japan kauft die Notenbank auch alle Schulden vom Markt und wie man sieht funktioniert das bestens. Das wissen die Börsen und deshalb gehen die Kurse ungeachtet der realen Wirklichkeit geradewegs nur noch nach oben.

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