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Solo-Selbständige in der Coronakrise: Geldansprüche und Verdienstideen

Redaktion

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Solo-Selbständige haben durch die Coronakrise ernsthafte Probleme

Selbständige und Solo-Selbständige müssen in Zeiten der Coronakrise hart kämpfen. Sehr viele haben gar keinen Verdienst mehr. Aber wie geht es weiter? Wir wollen hier eine Übersicht geben, welche finanziellen Ansprüche Sie jetzt an den Staat haben, und wie und wo Sie sich Kredite holen können. Und wir wollen Anregungen geben, was Sie tun können um anderweitig jetzt und sofort Einnahmen aus einer Tätigkeit zu erzielen, falls ihre eigentliche Tätigkeit derzeit brach liegt.

Solo-Selbständige haben einige Möglichkeiten jetzt an Geld zu kommen

Am Wichtigsten sind natürlich die staatlichen Sofort-Zuschüsse. Wichtig: Sie müssen dieses Geld nicht zurückzahlen, es ist kein Kredit. Sie sollen damit in die Lage versetzt werden kurzfristig finanziell zu überleben. Solo-Selbständige können bis zu 9.000 Euro schnell und unbürokratisch erhalten. Aus Bundesländer-Töpfen gibt es oft noch Zuschläge. In Hamburg sind diese zum Beispiel 2.500 Euro, so dass die Selbständigen auf 11.500 Euro kommen. Auch für Kleinstunternehmer mit bis zu 5 Mitarbeitern gilt diese Regelung. Sie erhalten in Hamburg 5.000 Euro zusätzlich, also insgesamt 14.000 Euro. Zuständig für die Auszahlung der Zuschüsse sind die Bundesländer. Wichtig zu beachten sind zwei Dinge. Erstens ist Voraussetzung für diesen Zuschuss, dass der Solo-Selbständige nicht bereits vor der Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten war. Und zweitens muss man seine aktuelle finanzielle Notlage belegen. Man muss zum Beispiel Angaben machen über die Höhe der monatlichen Gewerbemiete, die sonstigen monatlichen Betriebskosten, die Umsätze von Dezember bis Februar, sowie den aktuell anstehenden Liquiditätsengpass. Alle Details für Hamburg können Sie hier nachschauen.

Wie genau die jeweiligen Landeszuschüsse im Detail aussehen, was bei Ihnen vor Ort bis ins kleinste Detail als Angabe benötigt wird, das erfragen Sie bitte direkt bei Ihrer regionalen Industrie- und Handelskammer. Bitte erfragen Sie dort auch, wo sie den Zuschuss-Antrag stellen können, da dies wie gesagt regional geregelt wird.

KfW-Kredite

Abgesehen von den Zuschüssen können Sie sich auch relativ zinsgünstige Kredite bei der staatseigenen Bank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) besorgen. Den Antrag stellen Sie bei Ihrer Hausbank. Die KfW übernimmt 90 Prozent des Kreditausfallrisikos, sodass ihre Hausbank immer noch 10 Prozent des Risikos trägt. Daher kann es Ihnen, wenn Sie aktuell extrem klamm sind, passieren dass Sie bei den KfW-Krediten leer ausgehen – obwohl die Politik hierüber die große Masse der kleinen Betriebe schnell mit Geld versorgen will. Wir hatten das Thema bereits näher besprochen. Diese 10 Prozent werden noch ein Riesenproblem für die Volkswirtschaft werden, wenn der Staat die Haftung nicht auf 100 Prozent erhöht. Denn die Bank muss ja regelrecht Kreditanträge ablehnen, wenn der Kreditantragsteller de facto insolvent ist, und keine Sicherheiten stellen kann.

Entschädigung wegen Quarantäne

Hat der Staat Solo-Selbständige wegen dem Coronavirus dazu verdonnert erst einmal in Quarantäne auszuharren, und kann man deswegen seiner Tätigkeit nicht nachgehen, dann kann sich der Selbständige hierfür finanziell entschädigen lassen! Als Bemessungsgrundlage wird das Nettoeinkommen aus 2019 herangezogen. Hier finden Sie das für Sie zuständige Amt, um sich diese Entschädigung zu holen.

Steuern

Die Pflicht Steuern zahlen zu müssen, wird durch das Coronavirus nicht abgeschafft. Aber Solo-Selbständige können sich aktuell Erleichterungen verschaffen, damit sie nicht von den Forderungen des Finanzamts in dieser Notlage erwürgt werden. Man kann Stundungen beantragen, und die Höhe von Steuervorauszahlungen können gesenkt werden. Außerdem werden Steuerforderungen in Form einer Zwangsvollstreckung erstmal bis Jahresende nicht durchgeführt! Wichtig für Selbständige ist aber: Hier passiert nichts von alleine. Rufen Sie ihr Finanzamt an, schildern Sie ihre Lage und ihre Umsatzeinbußen. Nur wenn Sie aktiv werden, wird das Finanzamt voraussichtlich ihre Vorauszahlungshöhe anpassen!

Wo ganz aktuell Mitarbeiter gesucht werden

Solo-Selbständige ohne aktuellen Verdienst können abgesehen von Zuschüssen und Krediten kurzfristig aber auch aktiv werden, und die Coronakrise durch Jobs in anderen Branchen überbrücken. Zum Beispiel werden ganz aktuell händeringend Erntehelfer in der Landwirtschaft gesucht. Vor Kurzem erst verhängte die Bundesregierung eine Einreisestopp, der auch hunderttausende Erntehelfer aus Osteuropa betrifft. Meldet man sich bei Landwirten, sollte dort hier und jetzt ein richtig guter Stundenlohn zu erzielen sein. Denn es ist wie es ist in der freien Marktwirtschaft. Konstante Nachfrage, aber das Angebot (Arbeitskräfte) ist zu großen Teilen nicht mehr da. Da dürfte der Preis (Stundenlohn) deutlich ansteigen. Für Landwirte und potenzielle Erntehelfer ist eine Plattform eingerichtet worden (hier klicken).

Und zu guter letzt: Jeder sieht es, wo der Boom derzeit enorme Arbeitskräftenachfrage erzeugt – nämlich im Lebensmitteleinzelhandel. Regale auffüllen, Security am Eingang etc. Für einige Wochen wird man dort einige Euros mitnehmen können! Die großen Lebensmittelketten betreiben auf ihren Webseiten Jobportale. Es gibt hier reichlich Stellenangebote!

Die offizielle Info des Bundesfinanzministeriums zu den staatlichen Hilfsmaßnahmen finden Sie hier.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gixxer

    31. März 2020 19:18 at 19:18

    Klar kann es sein, dass wegen der 10%-Übernahme des Risikos durch die Hausbank Kredite nicht gewährt werden. Die Frage ist aber, ist es besser jedem blind einen Kredit zu geben? So wird wenigstens noch etwas kontrolliert.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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