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Sorge um Le Pen-Sieg: Raus aus französischen Anleihen, rein in deutsche..

Langsam werden die Märkte nervöser vor den Wahlen im Frankreich im April – genauer gesagt vor der Stichwahl am 07.Mai, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit Marine Le Pen gegen einen noch zu ermittelnden Kandidaten antreten wird. Laut heute veröffentlicher Umfragen steigen die Chancen Le Pens..

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FMW-Redaktion

Langsam werden die Märkte nervöser vor den Wahlen im Frankreich im April – genauer gesagt vor der Stichwahl am 07.Mai, bei der mit hoher Wahrscheinlichkeit Marine Le Pen gegen einen noch zu ermittelnden Kandidaten antreten wird: ob Fillon oder Macron oder gar ein Kandidaten der Linken wie der Sozialist Benoit Hamon oder gar der weit links stehehende Jean-Luc Melenchon. Am Freitag hatten Meldungen für Verunsicherung gesorgt, dass der Sozialist Hamon und der weit links stehende Melenchon eine gemeinsame Kandidatur anstreben würden, und damit die Chance hätten, in die Stichwahl zu kommen, um dann vermutlich gegen Le Pen zu verlieren. Diese Perspektive hatte am Freitag Frankreichs Staatsanleihen unter Druck gebracht. Heute aber setzt sich diese Bewegung fort, obwohl Hamon und Melenchon einer gemeinsamen Kandidatur inzwischen faktisch eine Absage erteilt hatten, gleichwohl weiter verhandeln wollen.

Der Grund für die Unruhe am französischen Anleihemarkt ist eine heute veröffentlichte Umfrage von OpinionWay, wonach Marine Le Pen in der ersten Wahlrunde nun auf 27% käme (+1% mehr als in der letzten Umfrage, womit sie im ersten Wahlgang mit Abstand auf dem ersten Platz läge), wichtiger aber ist, dass der Rückstand von Le Pen in einer Stichwahl weiter rückläufig ist: so würde Macron, derzeit Favorit auf den Einzug in die Stichwahl gegen Le Pen, in eben dieser Stichwahl 58% bekommen, Le Pen jedoch 42%, womit sich der Abstand zwischen beiden halbiert hat in den letzten beiden Wochen. Macron scheinen dabei Aussagen zur Kolonialvergangenheit Frankreichs geschadet zu haben.

Gegenüber Fillon hat sich der Rückgang in einer möglichen Stichwahl zwischen beiden Kandidaten von 16% auf 12% verringert. Dazu kommt eine Umfrage von Harris, wonach Le Pen die meisten Franzosen zutrauen, in Sicherheitsfragen die besten Lösungen zu haben. Mit anderen Worten: nach dem Wochenende scheint eine Präsidentschaft Le Pens wahrscheinlicher geworden zu sein.

Und das macht sich nicht nur am Aktienmarkt bemerkbar, wo der französische Caceron heute zu den schwächsten Indizes Europas zählt mit leichten Verlusten (gegen den Trend), sondern vor allem auch am Anleihemarkt. Dort steigt der Renditeabstand zwischen der 10-jährigen deutschen und der 10-jährigen französischen Staatsanleihe auf 85 Basispunkte – so viel wie seit Juli 2012 nicht mehr:


(Bundesanleihe orange, 10-jährige Frankreichs schwarz)

Gleichzeitig suchen Investoren offenkundig Zuflucht in kürzer laufenden deutschen Staatsanleihen wie der 2-jährigen deutschen Anleihe (Schatz), die heute ein neues Allzeittief in der Rendite bei -0,86% erreicht:


(2-jährige Schatzanleihe – steigt der Kurs, fällt die Rendite)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Marko

    20. Februar 2017 18:18 at 18:18

    Hallo,

    ich hab nur die Überschrift gelsen, ein Le Pen (Frankreich, ein eigener „neue“ fränzösche Franc, Austritt aus dem EUR über Nacht ?!?

    Frankreich ist Europa, GB (bisher jedenfalls noch) und ein Donald Trump überhapt nicht.

    Le Pens Poltik in Europa durchzusetzen ? Die AfD werden stark ? ;D

    Jetzt mal ehrlich, die einzige Wahl vor welcher man (theoretisch) Angst haben könnte ist die Bundestagswahl ? #

    Nur, was sollte sich daran ändern, sollte eine Trump-Kopie „Schulz“ den Laden regieren – Eine Links-Links-Superlinks-Regierung ? Die Grünen würden also die Flüchtlinge „rausschmeißen“ ? Von was träumt Ihr Shorties nachts ? :D

    VG

    Marko

  2. Avatar

    gerd

    20. Februar 2017 18:42 at 18:42

    Hallo, Marko,
    einen solchen Kommentar bin ich von Ihnen nicht gar nicht gewohnt, deshalb frag ich mal nach. Nicht aus Unhöflichkeit, sondern weil ich schlichtweg nicht weiß, was die Aussage sein soll.

    Sie haben 7 Sätze verwendet. Wenn überhaupt, dann sind für mich lediglich zwei Sätze verständlich:
    „Jetzt mal ehrlich…“ und „Von was träumt….“
    Und selbst die haben letztlich keinen Aussagewert.

    Die anderen 5 machen für mich keinen Sinn, sind für mich inhaltlich obskur, alternativfaktisch oder spekulative Erwartungen von Ihnen oder sonstwas.

    Ganz einfach gefragt, wollten Sie uns mit diesem Kommentar was Bestimmtes mitteilen?

    • Avatar

      columbo

      20. Februar 2017 19:41 at 19:41

      @Gerd
      Ich muß Ihnen ein Kompliment machen. Sie sind einer wenigen, die immer
      höflich, bescheiden und sprachlich korrekt auf die Mitkommentatoren eingehen. Selbst arrogante,verwirrte oder aggressive Zuschriften nehmen Sie
      ernst. Wenn nur alle Leser so wären.

    • Avatar

      Marko

      21. Februar 2017 16:01 at 16:01

      Hallo Gerd,

      Sie dürfen gerne fragen, freut mich diese Interaktion, deshalb ist Forum ja da.
      Na, ja mir gings darum, dass alle denken, der Aktienmarkt fällt (VIX im Keller).
      Ich wurde deshalb mehrmals befragt.
      3 Sätze.

      VG

      Marko

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Echter Wohlstand nur mit Aktien möglich – Werbung

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Lieber Börsianer,

das ist die harte Wahrheit. Im europäischen Vergleich sind wir nicht besonders wohlhabend. Rein rechnerisch entfällt auf jeden erwachsenen Deutschen ein Vermögen von 216.654 US-Dollar. Österreicher verfügen in dieser Statistik über ein Vermögen in Höhe von 274.919 US-Dollar. In der Schweiz „sitzt“ jeder Erwachsene dagegen auf einem gewaltigen Vermögen von 564.653 US-Dollar, wie die Crédit Suisse in ihrem Global Wealth Databook ausgerechnet hat.

Das ist natürlich nur ein statistischer Wert, den man entsprechend lesen muss. So sind in der Schweiz gemessen an der Bevölkerungszahl überdurchschnittlich viel bedeutende Großunternehmen wie etwa Novartis, Nestlé oder ABB angesiedelt. Deren Vermögen geht in diese Statistik ebenfalls ein, ohne dass der Schweizer Privatmann dies auf seinem Konto oder Depot unmittelbar spürt.

Diese statistische Verzerrung gilt allerdings für Deutschland und Österreich in leicht abgeschwächter Form ebenfalls. Auch hier gibt es Großunternehmen. In ihrer Grundaussage lügt diese Statistik also nicht. Deutsche und Österreicher sind relativ arm. Was sind die Ursachen unserer relativen Armut?

Wir waren im vergangenen Jahrhundert schlecht „beraten“, als wir uns an zwei Weltkriegen maßgeblich beteiligt haben und damit unsere Vermögenssubstanz zweimal weitgehend zerstört haben. In der Schweiz hat man unterdessen weiter aufgebaut und sich über Fluchtgelder aus den damaligen Krisenregionen Europas gefreut.

Jeder dritte Schweizer vermehrt sein Geld an der Börse

Aber lassen wir die Geschichte ruhen! Denn es gibt noch eine andere Erklärung für unseren Vermögensrückstand. Schweizer setzen auf die Aktie, während der deutsche Michel lange Jahre das Sparbuch bevorzugte. So investieren derzeit über 20 % der Eidgenossen aktiv und selbstständig an der Börse. Zählt man hierzu noch die betriebliche Altersvorsorge, die für Schweizer Arbeitnehmer ab einem gewissen Einkommen verpflichtend ist, kommt die Schweiz sogar auf eine Aktionärsquote von deutlich über 30 %. So wird man schließlich wohlhabend.

Erst im vergangenen Jahr schoben die eidgenössischen Pensionskassen erneut satte Extra-Renditen ein, weil sie zu über 30 % am boomenden Aktienmarkt investiert waren. Zu Deutsch: Die Vermögensschere zwischen Deutschland und der Schweiz hat sich zuletzt nochmals zu unseren Ungunsten ausgeweitet. Hierzulande investieren rund 15 bis 16 % der…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Daimler: Deutlich sinkender Umsatz, steigender Gewinn

Claudio Kummerfeld

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Daimler Mercedes Logo

Daimler hatte vor genau einer Woche Zahlen zum Quartalsgewinn als Ad Hoc-Mitteilung veröffentlicht. Heute nun hat Daimler offiziell seine kompletten Quartalszahlen veröffentlicht. Und diesem Bericht ist die interessante Tatsache zu entnehmen, dass Daimler es mitten in der Coronakrise geschafft hat denn Gewinn zu erhöhen, während er Umsatz deutlich schrumpft.

Daimler heute auch mit Umsatzzahlen

Egal ob EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) oder bereinigtes EBITDA. Der Gewinn im 3. Quartal ist bei Daimler höher als im 3. Quartal 2019. Das EBITDA steigt von 2,69 auf 3,07 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA steigt von 3,14 auf 3,48 Milliarden Euro. Das letztliche Konzernergebnis belief sich auf 2.158 nach 1,81 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz sinkt um 7 Prozent von 43,3 auf 40,3 Milliarden Euro. Der Fahrzeugabsatz sinkt um 8 Prozent von 839.300 auf 772.700 Stück. Weniger Fahrzeuge, weniger Umsatz, aber mehr Gewinn. Das kann sich sehen lassen gegenüber den Börsianern.

Hier auszugsweise aktuelle Aussagen von Daimler:

Aufgrund eines überzeugenden Produktportfolios und einer positiven Markterholung haben wir im dritten Quartal eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet. Wir haben unsere umfangreichen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Cash Management erfolgreich vorangetrieben. Mit diesem Schwung sind wir auf dem richtigen Weg, um unser Geschäft wetterfester zu machen. Die Transformation von Daimler ist allerdings ein Langstreckenrennen. Wir halten das Tempo weiter hoch – fokussiert und mit hoher Disziplin.“

Zum Ende des dritten Quartals lag die Nettoliquidität des Industriegeschäfts bei 13,1 (Ende Q2 2020: 9,5) Mrd. €. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts betrug 5.139 (Q3 2019: 2.819) Mio. €. Der bereinigte Free Cash Flow des Industriegeschäfts erreichte 5.345 (Q3 2019: 2.931) Mio. €.

Der hohe Free Cash Flow im dritten Quartal von rund 5,1 Mrd. € spiegelt die anhaltenden Maßnahmen zur Kostenreduzierung und zum Erhalt der Liquidität sowie die positive operative Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsfeldern wider. Dazu trugen auch die Dividende des chinesischen Joint Ventures BBAC über 1,2 Mrd. €, positive Beiträge aus der Entwicklung des Working Capital sowie saisonale Einflüsse bei.

Letzte Woche Donnerstag Abend ging die Daimler-Aktie mit 46,84 Euro aus dem Handel, um dann letzten Freitag auf die Ad Hoc-Meldung höchst erfreut zu reagieren mit Kursen bis zu 49,60 Euro. Nach Kursrückgängen im Verlauf dieser Woche kann die Aktie heute wieder steigen auf aktuell 48,62 Euro. Im Vergleich zu Februar, vor dem Beginn des Börsencrash, notiert die Daimler-Aktie jetzt 5 Euro höher – heute ist es im Vergleich zu gestern ein Plus von 2,1 Prozent.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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