Der seit Anfang 2009 laufende und immer noch aktive Aufwärtstrend konnte dem marktbreiten Aktienindex S&P 500 eine jährliche Performance von fast 15 Prozent zuteilwerden lassen. In besonderem Maße augenfällig ist die Geradlinigkeit, mit der sich diese Rally entwickelt hat. Langfristig betrachtet mehren sich seit geraumer Zeit, genauer gesagt seit Ende 2021, die Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend in der abschließenden Phase befindet.
Dieser Aspekt trägt nicht die Aussage einer generellen langfristigen Trendwende in sich, vielmehr soll damit die stetig steigende Wahrscheinlichkeit einer Korrektur zum Ausdruck gebracht werden. Aktuell konnte sich der S&P 500 durch das nachhaltige Überwinden des Widerstandes bei 6.819 Punkten weiteres, bis ca. 7.800 Punkte reichendes, Potenzial erschließen. Dieser Schritt kann für den kurzfristigen Horizont als ein sehr positives Signal gewertet werden.
Dennoch sollte diese Entwicklung nicht durch eine rosarote Brille betrachtet werden.

Abbildung 1: Langzeitchart
Für die folgenden Wochen ist von einer permanent zunehmenden Volatilität beim S&P 500 auszugehen. Diese Nervosität ist als ein erstes Anzeichen für volumenstarke Umschichtungen zu interpretieren. Das Aufwärtsstreben würde allein durch einen Bruch der Unterstützung bei aktuell 6.405 Punkten erste sehr ernstzunehmende Risse bekommen. Gesetzt den Fall, kann vom Auftreten einer besonders in temporärer Hinsicht größeren Korrektur ausgegangen werden. Dieser Bewegung steht ein Potenzial von ca. 1.000 Zählern zur Verfügung und kann den Index ohne Weiteres bis zur unteren Trendkanallinie (ca. 5.500 Punkte) fallen lassen.
Mittelfristig wird dem S&P 500 eine größere Korrektur nicht erspart bleiben. Die zuvor erwähnte leichtere Konsolidierung wird sich dann als erste Phase einer deutlich ausgedehnteren Konsolidierungsphase präsentieren.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken
Klar fast 7000 Punkte im Leitindex der USA sind nicht wenig…
Und jetzt bekommt man auch noch Konkurrenz durch die Edelmetalle….