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S&P 500 Ende 2026 auf 8.000 Punkte – laut DB Research

Laut DB Research soll der S&P 500 bis Ende 2026 auf 8.000 Punkte ansteigen. Hier zeigen wir die Begründung der Analysten.

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Grafik: snowing-Freepik.com

Erst vor wenigen Stunden hatte sich das Team von Michael Wilson von der Wall Street-Bank Morgan Stanley geäußert: Rückschläge am US-Aktienmarkt solle man für Käufe nutzen, um Long-Positionen für das nächste Jahr aufzubauen. Ebenfalls heute meldet sich das Research der Deutschen Bank (DB) zu Wort. Hier präsentiert man für Ende 2026 das Kursziel für den S&P 500-Index von satten 8.000 Punkten (aktuell 6.659).

Das Jahr 2026 verspricht alles andere als langweilig zu werden. Rasante Investitionen in KI und deren Einführung werden weiterhin die Marktstimmung dominieren, so die DB. Angesichts des Tempos des technologischen Fortschritts sei es schwer zu glauben, dass dies nicht zu bedeutenden Produktivitätssteigerungen führen wird. Wer letztendlich zu den Gewinnern und Verlierern zählen wird, hänge jedoch von einem komplexen Zusammenspiel sich entwickelnder Faktoren ab, von denen viele möglicherweise erst nach 2026 sichtbar werden. In der Zwischenzeit könnten die Märkte zwischen Boom- und Bust-Szenarien stark schwanken.

Wir gehen von einem robusten Gewinnwachstum aus und erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie im S&P 500 von 320 USD (+14,2 %), so die DB. Man beziehe Top-down-Faktoren wie das Makrowachstum, den US-Dollar, die Öl- und Rohstoffpreise sowie spezifische Faktoren ein. Die Makrofaktoren würden auf eine Beschleunigung des Wachstums im Jahr 2026 auf 14 % (von 10 % im Jahr 2025) hindeuten. Man sehe die Kostensenkungen der Unternehmen und den Arbeitsmarkt als Risiko für das eigene Basisszenario, das von einem modesten Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA in naher Zukunft ausgeht, bevor sie im nächsten Jahr wieder auf das aktuelle Niveau zurückfällt.

DB Research geht davon aus, dass die Aktienbewertungen hoch bleiben werden. Mit rund 25 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 nicht nur deutlich über dem historischen Durchschnitt von 15,3, sondern auch weit außerhalb der historisch üblichen Spanne von 10 bis 20. Die Bewertungen seien nach verschiedenen Kennzahlen hoch, nicht nur für bestimmte Sektoren und Aktien, sondern überall. Ein Vergleich der Bewertungen mit historischen Niveaus erfordert laut der DB jedoch dasselbe für die Treiber der Bewertung. Die Ausschüttungsquoten lagen in den letzten zehn Jahren zwischen 70 % und 80 % und damit deutlich über dem engen Bereich von 50 % bis 60 %, in dem sie sich mehrere Jahrzehnte lang befanden.

Festlegung eines Ziels von 8000 Punkten für den S&P 500 zum Jahresende 2026: Unser Rahmenkonzept für Angebot und Nachfrage, das Veränderungen in der Positionierung mit Zuflüssen und Rückkäufen kombiniert, deutet auf einen S&P 500 von 8000 Punkten zum Jahresende 2026 hin, so die DB. Die Aktienpositionierung erholte sich stark von den Tiefstständen im April, befinde sich derzeit jedoch auf einem neutralen Niveau. Man gehe davon aus, dass Aktien weiterhin vom Boom der assetübergreifenden Zuflüsse profitieren werden. Da die Gewinne weiter steigen und die Unternehmen signalisieren, dass sie an ihren Kapitalallokationsplänen festhalten, erwartet die DB eine Fortsetzung der robusten Rückkäufe. Damit würde der S&P 500 weiterhin deutlich innerhalb des nach der globalen Finanzkrise bestehenden Aufwärtstrends liegen (6700-8500 für Ende 2026).



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