Die Frage aller Fragen für Anleger: Nach der enormen KI-Rally, nach den enormen Anstiegen am Aktienmarkt, kann diese Euphorie in 2026 weiter steigende Kurse bringen? Der größte Optimist an der Wall Street meldet sich aktuell zu Wort, mit großem Optimismus für 2026.
John Stoltzfus von Oppenheimer Asset Management erwartet für das nächste Jahr einen Anstieg des S&P 500 um 18 %, so Bloomberg News. Damit ist er zum dritten Mal in Folge der optimistischste Prognostiker unter den von Bloomberg beobachteten Analysten. Der Stratege geht davon aus, dass der Referenzindex aufgrund des robusten Wirtschaftswachstums und der lockeren Geldpolitik bis Ende 2026 bei etwa 8.100 Punkten liegen wird. Seine optimistische Einschätzung hat sich auch in diesem Jahr als richtig erwiesen, denn der S&P 500 liegt derzeit nur etwa 3 % unter seinem Zielwert für Ende 2025.
„Wir bleiben positiv gegenüber Aktien eingestellt und betrachten sie als unsere bevorzugte Anlageklasse”, schrieb Stoltzfus in einer Mitteilung. Eine akkommodierende Geld- und Fiskalpolitik sowie starke Unternehmensgewinne seien „der Kern dessen, was für unser Kursziel für 2026 zu erwarten ist“, fügte er hinzu.
US-Aktien verzeichnen das dritte Jahr in Folge zweistellige Gewinne, da die Anleger zuversichtlich sind, dass die Federal Reserve die Zinsen weiter senken wird, auch wenn das Wirtschaftswachstum robust bleibt. Die Befürchtungen vor einem globalen Handelskrieg und einer möglichen Technologieblase haben sich bislang als kurzlebig erwiesen.
Für das nächste Jahr teilt Stoltzfus seinen Optimismus mit vielen anderen, darunter Teams der Deutschen Bank, Morgan Stanley und RBC Capital Markets, die alle einen Anstieg im S&P 500 von mehr als 10 % prognostizieren.
Auch Geldmanager sind weitgehend optimistisch. Über drei Viertel der Vermögensverwalter, die in einer informellen Bloomberg-Umfrage in Asien, Europa und den USA befragt wurden, gaben an, dass sie sich für ein risikoreiches Umfeld bis 2026 positionieren.
John Stoltzfus von Oppenheimer bekräftigte seine Präferenz für konjunkturabhängige zyklische Sektoren gegenüber sichereren, defensiven Aktien. Seine Top-Picks sind Informationstechnologie, Kommunikationsdienstleistungen, Industrie, Finanzen und zyklische Konsumgüter.
FMW/Bloomberg
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Die sollten weniger Pulver durch die Nase ziehen. Erinnert schwer an 2000.Da gab es auch nur noch oben.