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Saisonalität spricht dafür, aber... S&P 500: Kommt nun doch die Jahresendrally an den US-Börsen?

S&P 500: Kommt nun doch die Jahresendrally an den US-Börsen?

Dank guter Quartalszahlen von Nike und FedEx haben sich die US-Börsen am Mittwoch erholt. Zudem hat ein Achtmonatshoch im US-Verbrauchervertrauen die Stimmung der Marktteilnehmer aufgehellt. Infolgedessen konnten die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq spürbar zulegen. Sowohl der marktbreite S&P 500 als auch der technologielastige Nasdaq 100 beendeten den Handel mit einem Plus von knapp 1,5 Prozent bei 3.878 beziehungsweise 11.235 Punkten. Der Dow Jones führte die Indizes indessen mit einem Zugewinn von 1,60% auf 33.376 Zähler an.

Nach dem geldpolitischen Dämpfer durch die US-Notenbank in der vergangenen Woche, der für deutliche Kursverluste gesorgt hatte, und dem Japan-Schock am Dienstag ging es an der Wall Street wieder aufwärts. Neben der Sorge vor einer Verlangsamung des Wachstums in den USA hatten besonders die Aussagen von Fed-Chef Powell, der weitere Zinsschritte ankündigte, die US-Börsen in der vergangenen Woche verschreckt. Die Hoffnung auf eine Weihnachtsrally ist nach dem jüngsten Anstieg erwacht. Angesichts des geldpolitischen Gegenwinds ist die Wahrscheinlichkeit für eine Jahresendrally aber eher gering.

Hilft die Saisonalität?

Viele Analysten erwarten, dass die Unternehmensgewinne im ersten Halbjahr 2023 einbrechen und die USA in eine Rezession rutscht. Das wäre schlecht für Aktien und dürfte die US-Börsen weiter drücken. Doch die jüngsten Konjunkturdaten machen wieder Hoffnung, dass die gute Saisonalität zum Jahresende auch dieses Jahr für steigende Kurse sorgt. In den vergangenen zwei Jahren konnten die US-Börsen zwischen dem 21. Dezember und 3. Januar deutlich ansteigen. Im letzten Jahr legte beispielsweise der S&P 500 in diesem Zeitraum um knapp 5 Prozent zu, in dem Jahr davor um 4 Prozent. Gelingt dies auch in dem aktuell schwierigen Marktumfeld? Um die Frage zu beantworten, werfen wir einen Blick auf die Charttechnik.

S&P 500: Kommt die Jahresendrally?

Vorbörslich geben die US-Futures etwas nach. Der S&P 500 notiert aktuell bei 3.869 Punkten und liegt damit unter seinem gestrigen Schlusskurs von 3.878 Zählern. Ob die US-Börsen nochmal Schwung aufnehmen, hängt auch davon ab, wie die BIP-Zahlen um 14:30 Uhr ausfallen. Sollten diese besser als erwartet sein, dann könnte die Rally nochmal an Fahrt aufnehmen.

Damit sich die technische Lage etwas aufhellt, muss der S&P 500 zunächst die Widerstandszone bei 3.914/30 durchbrechen. Dann besteht die Chance auf einen Anstieg in Richtung der 4.000-Punkte-Marke.

Aus charttechnisch Sicht ist der Leitindex jedoch angeschlagen. Zu viele Hoffnung auf eine Jahresendrally sollten sich Anleger daher nicht machen. Denn solange die große Abwärtstrendlinie, an der der S&P 500 zuletzt ein weiteres Mal gescheitert war, nicht gebrochen wurde, bleibt der Index angeschlagen. Zudem befindet sich der Kurs immer noch unter der für den Trend wichtigen 200-Tage-Linie.

Kritisch könnte es nochmal werden, wenn der marktbreite Index unter das Verlaufstief von 3.780 Punkten fällt. Dann rücken die Marken bei 3.700 und 3.640 Punkten in den Fokus.

S&P 500: Hoffnung auf eine Jahresendrally ist erwacht - Der Chart ist aber angeschlagen

S&P 500-Chart von TradingView

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