S&P 500 stabilisiert sich trotz Korrekturphase, während robuste Gewinne und wirtschaftliche Erholung laut Morgan Stanley die Verluste begrenzen. Strategen um Michael Wilson sehen jedoch unter der Oberfläche zunehmenden Druck am US-Aktienmarkt. Der Fokus liegt dabei auf rückläufigen Gewinnerwartungen und breiten Kursverlusten im Russell 3000. Daraus ergibt sich die Einschätzung, dass sich der Markt in der finalen Phase einer Korrektur befinden könnte.
S&P 500 von Gewinnen gestützt
Laut einem Bloomberg-Bericht schützt ein beschleunigtes Gewinnwachstum den S&P 500 derzeit vor stärkeren Verlusten und überdeckt zugleich einen breiteren Rückgang am US-Aktienmarkt im Zuge des anhaltenden Iran-Konflikts.
Das Team um Michael Wilson verweist auf robuste Unternehmensgewinne und die anhaltende wirtschaftliche Erholung als Gründe dafür, dass der S&P 500 seit seinem Rekordhoch im Januar zwischenzeitlich weniger als 10 % verloren hat und nur noch knapp 3 % unter seinem Höchststand notiert. Unter der Oberfläche erkennen sie Hinweise darauf, dass sich die Aktienmärkte in der „finalen Phase“ einer Korrektur befinden.
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Zur besseren Einschätzung des Rückgangs am US-Aktienmarkt seien andere Kennzahlen aussagekräftiger: Die prognostizierten Gewinne je Aktie (EPS) für den S&P 500 sind seit ihrem Höchststand im Oktober um 18 % gefallen, und mehr als die Hälfte der Aktien im Russell 3000 liegt mindestens 20 % im Minus.
„Aus unserer Sicht handelt es sich nicht um Sorglosigkeit, sondern um einen Aktienmarkt, der die Risiken sowohl auf Index- als auch auf Einzeltitelebene angemessen und gezielt eingepreist hat“, sagte Wilson. Risiken aus dem Bereich Private Credit sowie durch Disruptionen im Bereich künstlicher Intelligenz seien ebenfalls berücksichtigt worden, ergänzte er.

Geopolitische Risiken und Marktausblick
Der S&P 500 stand am Montag erneut unter Druck, nachdem Gespräche zwischen den USA und dem Iran am Wochenende keine diplomatische Lösung erbracht hatten und US-Präsident Donald Trump eine Blockade der Straße von Hormus angeordnet hatte.
Trotz dieser Risiken bleiben Analysten an der Wall Street optimistisch: Für das erste Quartal erwarten sie ein Gewinnwachstum von 12 % bei den Unternehmen im S&P 500. Die Berichtssaison beginnt in dieser Woche, wobei Goldman Sachs seine Zahlen am Montag vor Börsenbeginn vorlegt.
Die Strategen von Morgan Stanley bevorzugen weiterhin zyklische Sektoren – darunter Finanzwerte, Industrieunternehmen und Konsumtitel –, und verweisen auf starke Gewinne sowie gesunkene Bewertungen. Zudem sehen sie Chancen bei wachstumsstarken Qualitätsaktien wie Anbietern von KI-Cloud-Diensten, bei denen sich sowohl die Stimmung als auch die Bewertungen auf attraktivere Niveaus normalisiert haben.
Den Investoren wird geraten, bereit zu sein, wieder Risiko aufzubauen – selbst wenn der Konflikt im Nahen Osten weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung und der geldpolitischen Entwicklung mit sich bringt.
„Die finale Phase einer Korrektur ist selten einfach und könnte einen weiteren Rücksetzer erfordern, insbesondere wenn Kapitalmarktzinsen oder die Volatilität am Anleihemarkt erneut ansteigen“, schrieb das Team.
FMW/Bloomberg
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Im S&P 500 sind,trotz Rücksetzern, immer noch gut 61,7 Billionen US Dollar an Marktkapitalisierung gebunden. Um den Index weiter hoch zu drücken….bedarf es gewaltiger Mengen neuen Kapitals…
Es zeigte sich schon im Oktober, das bei den knapp 7000 Punkten, kaum noch neue Käuferschichten generiert werden können…
Es ist halt ein Unterschied, ob ich von 700 komme ,wie zur Finanzkrise oder von den 7000 wie aktuell…