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S&P 500 und Nasdaq: Vor dem Trendwechsel

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S&P 500

Mit der Performance der zurückliegenden Woche konnte der S&P 500 meine jüngste Sichtweise sehr genau nachvollziehen. Ausschlaggebend hierfür ist der jüngste Anstieg, welcher auch in seiner Intensität die Erwartung erfüllen konnte. Mit dieser Entwicklung konnte der Index zudem meine langfristige Lesart nachvollziehen. Der obere Chart zeigt meine diesbezügliche sehr positive Sichtweise auf. Diesem folgend steht allerdings eine sich noch etwas hinziehende Korrekturbewegung ins Haus, deren Abschluß ich erst in der ersten Hälfte der kommenden Dekade erwarte.

 

Ausblick:

Seit gut acht Wochen bildet der Index einen Diagonalimpuls (i-ii-iii-iv-v) als Wellenabschluß von Welle (D) aus. Momentan befindet sich der Trend dabei in der finalen Welle (v). Bedingt durch den Anstieg über das kleinere 0.62 Retracement (2.870 Punkte), mittels Schlußkurs, ist der weiterführende Verlauf bis zur 1.00-Linie bei 2.923 Punkten zu erwarten. Dieses Verhalten ist für einen Diagonalimpuls sehr typisch. Denn in aller Regel bricht Welle „5“ sehr deutlich aus der eigentlichen Formation aus. Wesentlich höher als beschrieben wird sich der Trend indes nicht schrauben können.

 

Nach vollendeter (v) wird sich eine etwas größere Korrektur den Weg bahnen. Zunächst ist dabei der Abverkauf bis zur 0.62-Unterstützung (aktuell 2.823 Zähler) einstellen. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten dieser sehr wichtigen Supportlinie setzt die erwähnte Korrektur in Gang. Das Ziel dieser Korrektur liegt auf dem Niveau der unteren hellgrauen Trendlinie. Besondere Anziehungskraft übt diesbezüglich das größere 0.62 Retracement (2.575 Punkte) aus. Den Bruch dieser schon fast existenziellen Unterstützung erwarte ich dennoch nicht. Größere Gefahren kann ich demzufolge dem Chartverlauf nicht entnehmen.

Fazit:

Der seit Dezember´18 laufende Aufwärtstrend neigt sich unweigerlich seinem Ende zu. Daher rate ich aktuell noch von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Der Schlußkurs über 2.870 Punkte versteht sich lediglich als äußerst kleines Kaufsignal. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement (aktuell 2.823 Punkte) ab.

 

 

Nasdaq

Der Nasdaq 100 hat sich an den zurückliegenden beiden Wochen weitestgehend an meine Prognose gehalten. Der erfolgte zwischenzeitliche Anstieg ist dabei etwas stärker als von mir erwartet ausgefallen. Auswirkungen auf das Bild hat dieser kleine Schritt indes nicht. Wie seit geraumer Zeit von mir erwartet, steht der seit Monaten laufende Aufwärtstrend unmittelbar vor dem Abschluß. Mit dieser Performance erfüllt der Technologieindex auch meine langfristige Sichtweise. In meiner Langzeitausgabe vom 16.01.19 hatte ich dieses Szenario eingehend beschrieben.

Ausblick:

Momentan bildet sich ein Diagonalimpuls (1-2-3-4-5) als Wellenabschluß von Welle (v) und verbunden damit der größeren (A) aus. Bedingt durch die noch ausstehende Ausformung von Welle (5) kann es in der Folgezeit, maximal 2-3 Wochen, zu einem Anstieg bis zur 0.76-Linie (7.698 Punkte) kommen. Signifikant höher wird sich der Index nicht wagen. Sollte sich dennoch ein kleiner Schlußkurs über diesem Widerstand einstellen, ist dieser Schritt nicht automatisch als Kaufsignal anzusehen. Nach abgeschlossener (v) wird sich aller Voraussicht nach eine in temporärer Hinsicht größere Korrektur anschließen.

 

In der ersten Phase wird der Index bis zur 0.62-Unterstützung bei 7.181 Punkte) fallen. Den unvermittelten Bruch dieser sehr wichtigen Kursmarke erwarte ich indes nicht. Vielmehr sollte sich von diesem Niveau eine etwas größere Erholungsphase einstellen können. Der Startschuß für diese Korrektur fällt mit Unterschreiten des kleinen von Welle (3) her rührenden 0.62 Retracements (7.379 Zähler). Wie bereits eingangs erwähnt, erwarte ich für die erste Phase der Korrektur eine eher seitliche Performance. Bedingt dadurch erwarte ich für längere Zeit keine neue nutzbare Aufwärtsbewegung.

Fazit:

Der Nasdaq 100 steht unmittelbar vor einem Trendwechsel. Resultierend daraus rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Zur Absicherung Ihrer Positionen sollten Sie auf das 0.62 Retracement bei 7.181 Punkten zurückgreifen.

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Finanznews

Apple & Co: Schwarzer Freitag für Tech? Videoausblick

Markus Fugmann

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Nach den gestrigen Zahlen ist vor allem Apple nachbörslich unter Druck – erleben wir daher heute eine Art „Schwarzer Freitag“ für Tech? Dabei waren die Zahlen von Amazon, Facebook und Alphabet wirklich gut, dennoch geht es für diese Aktien nachbörslich nach unten (Ausnahme Alphabet), bei Apple ist die Enttäuschung über die iPhone-Verkäufe und die Zahlen aus China besonders groß. Hat Tech seinen Hochpunkt hinter sich – vor allem dann, wenn Biden gewinnt und Elizabeth Warren Finanzministerin wird? Normalerweise beginnen die Aktienmärkte nun kurz vor der US-Wahl saisonal eine sehr starke Phase, aber neue Rekordzahlen bei Corona sowie die Gefahr einer angefochtenen US-Wahl machen Rallys momentan noch kurzlebig..

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Indizes

DAX daily: Dax vorbörslich tiefrot – Quartalszahlen lösen Verkaufswelle aus

Stefan Jäger

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Der Dax wird heute voraussichtlich erneut tiefrot eröffnen. Die zum Teil großartigen Quartalszahlen der Tech-Riesen drücken die Aktienindizes nach unten. Ja Sie haben richtig gelesen, die Zahlen lagen durchweg über den Erwartungen, von Amazon und Alphabet sogar deutlich darüber, dennoch werden sie von den Anlegern abverkauft. Die Grundstimmung liegt derzeit am Boden, da wird auch schon mal das Haar in der Suppe gesucht und gefunden. Die Bären sind weiterhin am Ruder.

Rückblick

Der Dax konnte sich im gestrigen Handel nach den hohen Vortagesverlusten stabilisieren. Dabei gelang es ihm nach drei Verlusttagen in Folge erstmals wieder in der Gewinnzone zu schließen. Zwar hat er das Tagestief von Mittwoch bei 11.457 nochmal getestet, aber nach dem erfolgreichen Test ging es im Anschluss direkt zum Tageshoch bei 11.707. Nach dem Zinsentscheid war der deutsche Leitindex zunächst in Minus gerutscht, drehte aber während der Pressekonferenz wieder ins Plus. Die Aussage der EZB, dass man sich in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen hält, wirkte unterstützend. Zudem bleiben die Zinsen unverändert und das Anleihenkaufprogramm PEPP läuft auch wie gehabt weiter. Nach dem wilden Hin und Her musste der Dax zum Börsenschluss einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Schließlich hat er den Handel mit einem kleinen Plus von 37 Punkten bei 11.598 beendet.

Ausblick

Mit den beiden Tiefs von Mittwoch bei 11.457 und Donnerstag bei 11.458 hatte der Leitindex einen Doppelboden ausgebildet. Dieser könnte aber zur heutigen Börseneröffnung schon wieder zerstört sein, wenn der Dax darunter eröffnet. Kann er allerdings den Bereich wieder überwinden, dann besteht die Chance auf eine Erholung. Auf der anderen Seite würde ein Bruch des Bodens eine weitere Abwärtswelle in Gang setzen. Aus dem Schneider ist Dax nämlich noch lange nicht, ein paar Faktoren deuten auf tiefere Kurse hin. Zum einen gelingt es den US-Börsen nicht sich zu stabilisieren, darüber hinaus ist der schwache Euro ein Indiz dafür, dass sich ausländische Investoren aus dem Dax verabschieden. Das würde wiederum die Underperformance des deutschen Leitindex der letzten Tage und Wochen erklären. So richtig wissen wir erst wohin die Reise geht, wenn das Wahlergebnis feststeht. Vorher kann es weiterhin turbulent bleiben.

News und fundamentale Daten

Die Quartalsberichte der Tech-Riesen sind gestern durchweg positiv ausgefallen. Dennoch konnten nur zwei Unternehmen ihre Kurse steigern. Der klare Gewinner am gestrigen Abend war Alphabet. Das Unternehmen konnte in allen Bereichen überzeugen, das wurde demnach mit einem nachbörslichen Kurssprung von 5 % belohnt. Auch Amazon und Facebook haben die Erwartungen deutlich geschlagen, aber nur Facebook konnte ein leichtes Plus verbuchen.  Die Zahlen von Apple sind grundsolide ausgefallen, aber hier hat man wohl insgeheim mehr erwartet. Die Aktie gibt nachbörslich um fast 5 % nach. Insbesondere die iPhone-Verkäufe haben nachgelassen, dafür wachsen aber alle anderen Teilbereiche bei Apple spürbar. In der Nacht hat sich trotzdem bei den Techwerten ein Abverkauf eingestellt.

Gestern ist bereits das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) erschienen, heute folgt dann um 10:00 Uhr noch das deutsche BIP vom dritten Quartal. Die USA konnten dabei beachtlich vorlegen, mit einer Steigerung von +33,1 % wurde der höchste Anstieg zum Vorquartal in der US-Geschichte vermeldet. Vor wenigen Minuten wurden außerdem die deutschen Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Diese sind mit mit -2,2 % deutlich unter den Erwartungen von -0,8 % ausgefallen (vorher +1,8). Um 11:00 Uhr sehen wir dann noch den Verbraucherpreisindex sowie das BIP der Euro-Zone. Darüber hinaus kommen noch Konjunkturdaten aus den USA. Zuerst erscheint um 14:45 Uhr der Chicagoer Einkaufsmanagerindex, kurz danach folgen um 15:00 Uhr die Konsumentenerwartung und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Zudem legen die amerikanischen Unternehmen AbbVie, Altria, Exxon Mobil, Chevron und Honeywell ihre Quartalsberichte vor. Zudem berichten die beiden deutschen Softwareanbieter RIB Software und SNP Schneider-Neureither ihre Zahlen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Ungefähr eine Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax knapp über der 12.400er Marke. Kann er die 11.457 bis zur Eröffnung nicht zurückerobern, dann ist die gestrige Bodenbildung zerstört. Demnach dürfte es noch eine Etage tiefer gehen. Eine wichtige Unterstützung liegt bei 11.340, fällt er auch darunter, dann wäre der nächste Anlaufpunkt die 11.220. Erreicht er die Marke, dann wäre die SKS aus dem Tageschart abgearbeitet. Dort könnte der Index drehen, ansonsten befinden sich die nächsten Unterstützungen erst wieder bei 11.094 und der psychologischen Marke von 11.000.

Vom vorbörslichen Tief bei 11.328 ist ein Impuls bis zur 11.421 entstanden. Wenn der Dax das Tief bei 11.328 nicht mehr unterschreitet, dann kann sich an dieser Stelle ein Boden bilden. Ein erster Widerstand liegt an dem vorherigen Doppelboden bei 11.457. Nimmt er die Hürde, dann ergeben sich Ziele bei 11.473, 11.531, 11.574 und 11.592. Bleibt das Abwärtsmomentum stark, dann kann es jederzeit an den Marken wieder drehen. Sollten Schnäppchenjäger in den Markt kommen, dann könnte der Dax noch bis 11.670 und dem gestrigen Tageshoch bei 11.707 ansteigen.

DAX daily: Tagesausblick 30.10. - M30-Chart - Dax tiefrot nach Quartalszahlen

Heutige Pivot Punkte (PP):

11.838 – Pivot Punkt R2

11.715 – Pivot Punkt R1

11.585 – Pivot Punkt

11.462 – Pivot Punkt S1

11.332 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

11.340 – Ziel der 1.000-Punkte-Range

11.220 – 100 % Ziel SKS (Hoch 13.460; Nackenlinie 12.340)

11.094 – Kurslücke vom 09.03.

11.000 – psychologische Marke

10.882 – 261,8 % Extension (13.460)

Dax Widerstände (WS):

11.457 – ex Doppelboden

11.473 – 38,2 % Retracement (11.707 – 11.328)

11.574 – 161,8 % Extension (11.328)

11.592 – 161,8 % Extension Vorbörse

11.670 – 261,8 % Extension (11.328)

11.707 – Tageshoch 29.10.

11.852 – Tageshoch 28.10.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Von

Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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