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US-Indizes auf Erholungskurs S&P 500: US-Dollar und Inflationsdaten als Erholungs-Booster?

S&P 500: US-Dollar und Inflationsdaten als Erholungs-Booster?

Nach der EZB ist vor der Fed. Das Geschehen an der Wall Street steht weiterhin im Zeichen der Fed. Die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq konnten zuletzt etwas Boden gutmachen, nachdem es drei Wochen lang nur bergab gegangen war. Trotz der falkenhaften Töne von EZB-Präsidentin Lagarde und Fed-Chef Powell am Donnerstag konnten die US-Indizes weiter zulegen. Der Dow-Jones gewann 0,61 Prozent auf 31.774 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,66 Prozent auf 4.006 Zähler zu und der Nasdaq 100 stieg um 0,5 Prozent. Eine Entspannung beim Dollar hat dabei die US-Börsen gestützt. Der Dollar-Index fiel von seinem Mittwochshoch deutlich zurück. Nach dem rasanten Anstieg könnte jetzt eine Konsolidierung anstehen. Wenn der Dollarkurs fällt, dann wäre das ein Booster für die Aktienmärkte.

Das nächste impulsgebende Event, der Zinsentscheid der US-Notenbank, folgt am 21. September. Laut dem FedWatch Tool preist der Markt einen großen Zinsschritt von 75 Basispunkten mit einer Wahrscheinlichkeit von 86 % ein. Zuvor blicken Anleger gespannt auf die Veröffentlichung der Inflationsdaten in der kommenden Woche. Bis dahin dürfte sich der schwankungsintensive Handel fortsetzen.

Dollar Konsolidierung: Dollarindex am Widerstand abgeprallt - Fed im Fokus

US-Indizes: Auftrieb durch fallenden Dollar und niedrigere Inflationsdaten

Am Dienstag stehen die US-Verbraucherpreise für den August auf der Agenda. In Anbetracht der jüngsten Aussagen von Notenbankchef Powell dürften diese frische Impulse für die Märkte liefern. Powell betonte am Donnerstag in seiner Rede beim Cato Institut erneut, dass die Fed solange am geldpolitischen Straffungskurs festhält, bis die Inflation signifikant zurückgeht. Sollten die Verbraucherpreise am Dienstag geringer ausfallen als erwartet, dann könnte es zu einem Rückgang im Dollar-Index sowie bei den Renditen der kurzlaufenden Anleihen kommen. Sowohl der Aktienmarkt als auch die Edelmetalle sollten davon Auftrieb bekommen.

Der robuste Arbeitsmarkt in den USA gibt der US-Notenbank den nötigen Rückenwind für die konsequente Bekämpfung der Inflation. Die gestern veröffentlichte Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist entgegen den Erwartungen gesunken, fiel sogar auf den tiefsten Stand seit drei Monaten, das gibt der Fed mehr Spielraum für weitere Zinsanhebung. Da sich der Markt aber bereits auf einen großen Zinsschritt eingestellt hat, dürfte die kommende FOMC-Sitzung nur bedingt für negative Überraschungen sorgen.

Der Arbeitsmarkt sendet bislang keine Signale eines Konjunkturabschwungs, geschweige denn einer Rezession. Allerdings ist der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Konjunkturindikator. Das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan, das am Freitag ansteht, dürfte sich angesichts der stark gefallenen Benzinpreise in den USA ebenfalls aufgehellt haben. Übergeordnet bleibt die Lage für die US-Indizes schwierig, kurzfristig ist aber durchaus Potenzial vorhanden für eine Fortsetzung der Erholung.

S&P 500: US-Indizes auf Erholungskurs

Die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq erholten sich im Mittwochshandel, zudem haben sie die Bewährungsprobe am Donnerstag bestanden. Mit dem Sprung über den Widerstand bei 4.018 hat der S&P 500 ein Signal für höhere Kurse gesendet. Die US-Futures tendieren am Freitagvormittag weiter gen Norden. Aktuell notiert der S&P 500 bei 4.035 Zählern und hat damit punktgenau die 50-Tage-Linie erreicht. Der Bereich zwischen 4.035 und 4.050 stellt eine erste Hürde dar. In diesem Bereich könnte es zu einem Rücklauf kommen. Nach einer Konsolidierung ist mit einem weiteren Versuch zu rechnen, die 50-Tage-Linie zu überwinden. Gelingt dies, sind in der kommenden Woche Kurse bis 4.071/4.090 oder höher denkbar.

Unterhalb von 4.018 könnte sich der Rücklauf ausweiten. Dann liegt das Augenmerk auf der Zone bei 3.088/74 Punkten. Die horizontale Unterstützung bei 3.962 ist ebenfalls wichtig.

US-Indizes: S&P 500 und Dow Jones auf Erholungskurs

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2 Kommentare

  1. Der Markt steigt nur weil es riesige Absicherungen gibt und nächste Woche großer Verfall. Man versucht die Putabsicherungen zu entwerten und Kaufdruck zu erzeugen, reine Manipulation.

    Sollten die Bären stärker sein dann kann es bis Freitag 10% nach unten gehen.
    Die Hedgefonds mussten dieses Jahr oft bluten weil der Markt ( die Fed???) gegen sie gespielt hat.
    Sind die Hedgefonds aktuell eher long oder short wäre die Frage.

  2. Ende Mai stand geschrieben: Hedgefonds positionieren sich für US-Wachstumseinbruch

    Im Juni gab es dann die Aktienrally bis Juli. 😜

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