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S&P 500: US-Indizes bleiben auf Erholungskurs – wie weit kann es gehen?

S&P 500: US-Indizes bleiben auf Erholungskurs - wie weit kann es gehen?

Die drei großen US-Indizes Dow Jones, Nasdaq und der marktbreite S&P 500 befinden sich nach der schwächeren Vorwoche wieder auf Erholungskurs. Nach dem guten Start am Dienstag verliefen ebenfalls der Mittwochs- und Donnerstaghandel positiv für die US-Börsen.  Der US-Leitindex S&P 500 und der Nasdaq konnten sich inzwischen deutlich von ihren Juni-Tiefs absetzen. Noch steht aber die Frage im Raum, ob es sich nur um eine Bärenmarktrally handelt? Eine Trendwende kann daher nicht verkündet werden – dafür ist es noch viel zu früh.

Seit den Tiefs am 17. Sehen wir immerhin eine erfreuliche Entwicklung in den US-Indizes. Im gestrigen Handel konnte der marktbreite S&P 500 erneut zulegen und stieg um 1,50 Prozent auf 3902 Zähler. Damit liegt er jetzt genau 19 Prozent unter seinem Rekordhoch vom Januar, also wieder unter der Bärenmarktschwelle von 20 Prozent. Der technologielastige Nasdaq 100 hat derzeit das stärkste Momentum und gewann am Donnerstag 2,16 Prozent auf 12.109 Punkte. Allerdings liegt der Tech-Index noch knapp 28 Prozent unter seinem im November 2021 erreichten Allzeithoch. Der Old-Economy-Index Dow Jones ging ebenfalls mit einem Plus von 1,12 Prozent aus dem Handel. Sollte es heute keine negativen Überraschungen geben, dann könnten die US-Indizes allesamt mit einem Zugewinn die Handelswoche abschließen. Die heutige Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten dürfte nochmal Einfluss auf die Performance haben.

US-Indizes: Fed und China heben die Stimmung

Das am Mittwoch veröffentlichte FOMC-Protokoll der jüngsten Sitzung hat die Rezessionssorgen der Anleger etwas abgeschwächt. Der Inhalt des Protokolls war zwar falkenhaft einzustufen, allerdings betont es auch die Robustheit der US-Konjunktur. Die Fed-Mitglieder gehen also davon aus, dass die US-Wirtschaft den scharfen Straffungskurs verdauen kann. Das Thema Rezession wurde indessen nicht einmal erwähnt. Die US-Notenbank Fed signalisiert zudem eine weitere Zinsanhebung um 50 oder 75 Basispunkte. Für manch einen Marktteilnehmer mag das eine Erleichterung gewesen sein, da es den Erwartungen entsprach. In der nächsten Woche stehen in den USA frische Inflationsdaten auf der Agenda. Sollte die Teuerung zurückgehen, wäre es gut möglich, dass der Leitzins nur um 0,5 Prozentpunkte angehoben wird. Das wäre eine positive Überraschung, denn der Markt preist immer noch einen Schritt von 0,75 Prozentpunkten ein. Die US-Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq würden dann wohl auf Erholungskurs bleiben.

Ein weiterer Faktor, der die US-Indizes in den vergangenen Tagen beflügelt hat, ist die Hoffnung auf einen Wachstumsschub in China. Die Regierung in Peking hat zuletzt eine Kehrtwende vollzogen und scheint sich nun wieder auf eine Stärkung der Wirtschaft zu fokussieren. Zum einen hat man angekündigt, die Regulierungen für die heimischen Unternehmen zu entschärfen. Vor drei Tagen wurde außerdem bekannt, dass China einen riesigen Infrastrukturfonds auflegt. Der milliardenschwere staatliche Fonds soll demnach die Investitionen in die Infrastruktur ankurbeln. Zuletzt präsentierten sich auch die Konjunkturdaten erfreulicher – die Einkaufsmanagerindizes stiegen wieder über die Schwelle von 50 an, was auf eine positive Konjunkturentwicklung hindeutet.

S&P 500 auf Erholungskurs: Wie weit kann es gehen?

Der S&P500 kann auf Future-Basis nur wenige Akzente setzen – aktuell notiert der Leitindex im Bereich von 3.900 Punkten. Aufgrund der Nonfarm Payrolls, die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, herrscht Zurückhaltung. Der Arbeitsmarktbericht gehört zu den wichtigsten des Monats, daher könnte es nach Bekanntgabe im S&P 500, Dow Jones und Nasdaq schwungvoll zu gehen. Am Mittwochabend kletterte der marktbreite Index bis auf 3.910 Punkte und war damit nicht mehr weit von dem lokalen Hoch bei 3.945 Punkten entfernt. Dieses gilt es zu überwinden, um die nächsten Ziele auf der Oberseite anzupeilen. Die nächsten Anlaufmarken liegen bei 4.000, 4.017 (Gap) und 4.026 (127,2% Extension) Punkten. Steigt der S&P 500 über das 78,6% Retracement, dann rücken die Marken bei 4.136 (161,8% Extension) und das Verlaufshoch bei 4.200 Punkten in den Fokus.

Unterhalb von 3.807 Punkten trübt sich das Chartbild ein. Bei einem Rutsch unter die lokalen Tiefs bei 3.742 würden dagegen die bullischen Ambitionen komplett weichen. Dann geht es in Richtung 3.703 und 3.640 Punkten. Darunter liegt die nächste Unterstützungszone erst bei 3.600/3.586 Punkten.

US-Indizes Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 auf Erholungskurs

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