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Wendepunkt oder nur Rebound? S&P 500: Top-Stratege sieht Korrektur-Ende trotz Iran-Krise

Mike Wilson von Morgan Stanley. Foto: Bloomberg

Die Korrektur im S&P 500 nähert sich laut den Strategen von Morgan Stanley ihrer Endphase, während der Iran-Konflikt die Märkte weiterhin belastet. Die jüngsten Kursverluste spiegeln zunehmende Unsicherheiten rund um Wachstum und steigende Ölpreise wider. Michael Wilson und sein Team sehen dennoch Anzeichen für eine Stabilisierung der Aktienmärkte. Entscheidend bleibt, ob Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed die erwartete Erholung bremsen.


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S&P 500: Wilson sieht Ende der Korrektur

Die Korrektur im S&P 500 befindet sich laut Strategen von Morgan Stanley in ihrer finalen Phase, selbst während der Krieg im Iran andauert, so ein Bericht von Bloomberg. Gleichzeitig warnt Wilson, dass mögliche Zinserhöhungen der Fed ein großes Risiko für die Aktienmärkte darstellen.

Es gebe zunehmende Hinweise darauf, dass sich der Rückgang an den Aktienmärkten seinem Ende nähert, erklärte das Team um Michael Wilson. Als Vergleich führen sie frühere Wachstumsängste an, die nicht von einer Rezession oder Zinserhöhungen begleitet wurden.


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Mehr als die Hälfte der Aktien im Russell 3000 liegen derzeit über 20 % unter ihren 52-Wochen-Hochs. Auch das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 ist um mehr als 15 % gefallen, was darauf hindeutet, dass die Marktpreise die Risiken durch den Krieg im Nahen Osten zunehmend widerspiegeln. Allerdings liegt das erwartete KGV mit 20,5 immer noch deutlich über dem 30-Jahresdurchschnitt von 17,1. Aus charttechnischer Sicht hat der US-Leitindex die Schlüsselmarke der Korrektur bislang jedoch noch nicht erreicht.

Aktienmärkte: Stratege sieht S&P 500 vor Korrektur-Ende - Iran-Krieg und Fed-Zinsen bleiben Risiken
Das erwartet KGV des S&P 500 sinkt aufgrund von Iran-Krise und KI-Disruption

„Wir glauben, dass die Aktienmärkte die Wachstumsrisiken weniger unterschätzen, als es der Konsens annimmt“, erklärten die Strategen in einer Mitteilung am Montag.

Eine deutlich skeptischere Einschätzung kommt von BlackRock-Präsident Rob Kapito: Er warnt, dass Investoren die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts unterschätzen und die Risiken für Wachstum und Inflation möglicherweise falsch einpreisen

Marktdruck durch Krieg und Ölpreise

Der S&P 500 ist seit dem 27. Januar um 8,4 % gefallen. Belastet wurden die Aktienmärkte durch Sorgen rund um eine KI-Disruption sowie den Iran-Krieg, der die Straße von Hormus faktisch geschlossen und damit eine zentrale Route für globale Energieversorgung unterbrochen hat. Brent-Öl erreichte am Montag 116,89 US-Dollar pro Barrel, während zusätzliche US-Truppen im Nahen Osten eintrafen und von Iran unterstützte Huthi-Milizen im Jemen in den Konflikt eintraten.

Das Morgan-Stanley-Team betont, dass die Märkte höhere Energiekosten bereits eingepreist haben. Der Anstieg der Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr sei etwa halb so stark wie in früheren Phasen, in denen ein Ölpreisschock den Konjunkturzyklus beendet habe. Zudem dürfte positives Gewinnwachstum helfen, eine Rezession zu vermeiden.

„Der Markt signalisiert, dass die kumulierte Wahrscheinlichkeit einer Wiederaufnahme des Tankerverkehrs in der Straße von Hormus deutlich höher ist als die Wahrscheinlichkeit einer Rezession – und dem stimmen wir zu“, so die Strategen.

Zinsen bleiben zentrales Risiko

Dennoch bleiben Zinserhöhungen kurzfristig ein entscheidender Risikofaktor für den S&P 500. Die Sensitivität der Aktienmärkte gegenüber Zinsen liegt laut den Strategen nahe an den höchsten Werten der vergangenen Jahre. Gleichzeitig nähert sich die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen der Marke von 4,5 %, ein Niveau, das historisch Druck auf Aktienbewertungen ausübt.

„Ob der aktuelle Anstieg der Renditen durch gestiegene Inflationserwartungen, eine restriktivere Fed oder fiskalische Belastungen durch den Iran-Krieg getrieben ist – oder durch eine Kombination dieser Faktoren –, wir halten dies für eine zentrale Risikovariable“, so die Strategen abschließend.

Die Analysten von Bloomberg sehen in den aktuell rückläufigen Anleiherenditen zwar Spielraum für eine technische Gegenbewegung, bleiben jedoch dabei, dass die Aktienmärkte angesichts des Iran-Konflikts weiter unter Druck stehen dürften.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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3 Kommentare

  1. Den Aussagen von Morgan Stanley traue ich nicht im Ansatz über den Weg. Wahrscheinlich ist das das berühmte Pfeifen im Walde. Frage den Frosch, ob er dir beim Trockenlegen des Sumpfes behilflich ist…..
    Der Ölpreis wird länger auf dem erreichten Niveau liegen, alleine schon deshalb, weil sich der Stau der Öltanker nicht von heute auf morgen auflöst. Das muss die Inflaton anheizen, es sei denn, der Warenkorb wird manipuliert….. Dies widerum nötigt die Zentralbanken zum Handeln, auch die Fed. Da kann Herr Trump noch so laut poltern. Die Korrektur wird sicherlich irgendwann enden, aber bestimmt nicht so kurzfristig, wie die Banker sich das wünschen.

  2. Der Wilson Loser, lol.

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Im Gegensatz zum ersten und zweiten Irakkrieg erwischte Trump diesmal die Märkte am All Time High und nicht am All Time Low…

    2003… zum Beispiel hatten sich die Märkte schon geviertelt : …DAX…/ gefünftelt : Nasdaq 100 und Nasdaq Composite Index …/ gezehntelt: ..Nemax 50 und Nemax All Share…

    Deshalb ist für mich klar… das es diesmal keinen ähnlichen Rebound gibt… wie in 03…wo der DAX Performance Index mal eben schlappe 100 Prozent machte… in nur 12 Monaten…Anstieg von den 2166 auf über 4400 ….vom März 03 …bis Februar 04…
    Heute wieder wilde Spekulationen ….über ein baldiges Kriegsende seitens der Trump Administration….
    Nun wir werden sehen…

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