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Spanien: Arbeitslosigkeit geht (auf hohem Niveau) weiter zurück

FMW-Redaktion

Die offizielle Arbeitslosenquote in Spanien ist im 3. Quartal auf 21,2% gesunken. Immer noch dramatisch hoch, aber besser als die 22,4% im 2. Quartal. 2013 lag man noch bei 27% und ist seitdem langsam aber konstant auf dem Weg der Besserung. Bis Ende 2016 soll die Quote laut spanischer Notenbank auf 19,7% zurückfallen.

So tief wie jetzt lag die Arbeitslosigkeit seit 2011 nicht mehr. Seit Ausbruch der Immobilienkrise in Spanien 2007 ging die Quote hoch von 8% auf 27% in 2013. Da ist es noch ein langer Weg runter auf erträgliche Niveaus. Ministerpräsident Rajoy wird die sinkende Arbeitslosigkeit als Erfolg seiner Wirtschaftspolitik verkaufen (Sparpolitik a la Schäuble), da er Ende 2011 ins Amt kam und eine neue Politik immer einen gewissen Anlauf braucht. So könnte er sagen, dass ab 2013 seine Politik anfing zu wirken und die Arbeitslosigkeit seitdem konstant am Fallen ist.

Diese Argumentation wird äußerst wichtig für ihm, da im Dezember die Parlamentswahlen anstehen und er kräftig Gegenwind von der linken Bewegung Podemos bekommt, die bei sinkender Arbeitslosigkeit weniger Argumente gegen Rajoy hat. Das Gegenargument von Podemos lautet, dass auch bei sinkender Arbeitslosigkeit immer noch sehr viele Menschen arm sind durch Kürzungen staatlicher Gelder noch mehr verarmen. Ein Linksschwenk a la Griechenland und Syriza ist immer noch möglich.



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