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Analyse und Kommentar Erbschaftssteuer: SPD im Kampf gegen das Unternehmertum

Die SPD hat ein Papier für eine ganz neue Erbschaftssteuer vorgestellt. Gerade für Unternehme wäre das eine Zäsur!

Briefkasten beim Finanzamt Hamburg Barmbek-Uhlenhorst
Briefkasten beim Finanzamt Hamburg Barmbek-Uhlenhorst. Foto: Claudio Kummerfeld

Die SPD zeigt mal wieder ihre leider zunehmend sozialistische Grundhaltung und Realitätsferne, jetzt beim Thema Erbschaftssteuer. Es geht hier nicht um eine Kleinigkeit! Der Unternehmer ist der böse Kapitalist, den man bestrafen muss. Arbeitsministerin Bärbel Bas rief Anfang Dezember zum Klassenkampf gegen die Unternehmer auf, so klar kann man es formulieren. Ihr sei deutlich geworden, gegen wen man kämpfen müsse, so sagte sie es mit dem Bezug auf ihre Anwesenheit bei einer Arbeitgeberveranstaltung, wo sie ausgelacht wurde.

Aber kommen wir zur Aktualität: Verpacken tut man seine leistungsfeindliche, Unternehmer-feindliche Grundhaltung natürlich mit der Forderung nach mehr Gerechtigkeit – das klingt doch immer gut. Und der Staat braucht ja auch ganz dringend mehr Geld, obwohl er in Rekord-Steuereinnahmen ertrinkt. Die gestern bekannt gewordenen Pläne der SPD zur Erbschaftssteuer sind quasi der Generalangriff auf das deutsche Unternehmertum.

Das Konzept der SPD, das die ARD gestern veröffentlichte, enthält zwar die Einräumung eines Freibetrags von 5 Millionen Euro Unternehmenswert, der von einer neuen Erbschaftssteuer nicht betroffen wäre. Damit wolle man sicherstellen, dass die meisten Familienbetriebe steuerfrei in die nächste Generation weitergegeben werden können, so das SPD-Papier.

Aber bitteschön: Wie viele Unternehmen sind relativ klein, im Familienbesitz, und überschreiten diese Grenze? Die wird es reihenweise geben! Aber mal ganz abgesehen davon, und auch abgesehen davon, dass die SPD noch gar nicht weiß, wie hoch diese neue Erbschaftssteuer überhaupt ausfallen soll: Ausnahmeregeln, um größere Betriebe erbschaftssteuerrechtlich kleinzurechnen, sollen wegfallen. Und die SPD ist „großzügig“. Wie die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar es gestern Abend in der Tagesschau sagte (ab Minute 10 im Video), könne die Steuer „nachträglich als Firmengewinnen bezahlt“ werden. Dafür wolle man Stundungsregelungen von 20 Jahren einräumen.

Im Klartext: Kann ein Firmenerbe die Erbschaftssteuer nicht zahlen, hat er 20 Jahre lang Zeit, aus den jährlich entnommenen Unternehmensgewinnen diese Steuer abzustottern. Was aber, wenn das nicht reicht? Oder wenn die Firma jahrelang eine schwere Zeit durchmacht und gar keine Gewinne erwirtschaftet, und der Erbe sogar Geld in die Firma steckt, um sie in einer Durststrecke am Leben zu halten? Und wenn der Erbe keine ausreichenden Privatmittel und keine ausreichenden Gewinnentnahmen hatte, um binnen 20 Jahren die Erbschaftssteuer zu zahlen? Dann müsste sich der Erbe entweder privat verschulden, oder das Unternehmen verkaufen. Aber selbst wenn es möglich wäre: Welcher Unternehmer findet die Idee prickelnd, dass seine Erben die nächsten 20 Jahre Unternehmensgewinne komplett ans Finanzamt abführen müssen, und ansonsten bleibt nichts übrig? Wo bleibt da der unternehmerische Ansporn? Das Risiko liegt beim Unternehmer, der Staat kassiert alles ab. Na prima! Private Equity-Investoren aus dem Ausland stünden sicherlich gerne bereit, um gut geführte Unternehmen, die sich über Generationen in Familienbesitz befanden, aufzukaufen.

Ein einfaches Beispiel Man nehme mal an, ein mittelständischer Betrieb wird vom Finanzamt (wo man gerne hoch ansetzt bei den Schätzungen) auf 100 Millionen Euro Firmenwert geschätzt. Das verstorbene Familienoberhaupt hat jahrzehntelang den Großteil der Gewinne reinvestiert in neue Maschinen etc. Nur winzige Summen wurden entnommen, der Erbe erhält die Firma plus ein Geldvermögen von 1 Million Euro. Würde die SPD beispielsweise 20 % Erbschaftssteuer ansetzen, müsste der Erbe 20 Millionen Euro bezahlen, obwohl er nur 1 Million Euro Geldvermögen hat. Nun muss er hoffen, dass die Firma in den nächsten 20 Jahren so viel Gewinn macht, das er 19 Millionen Euro Gewinn entnehmen kann. Und das bei einem Unternehmen, dass angeblich 100 Millionen Euro wert ist, aber wohl deutlich weniger Umsatz und nur einen minimalen Gewinn erwirtschaftet – wenn überhaupt. Konfrontiert mit so einer Konstellation, dürften viele Erben sagen: Weg mit dem Laden, ich verkaufe. Die Investoren (die bösen Heuschrecken) dürften dankbar sein für die neue Erbschaftssteuer in Deutschland, wenn sie denn kommen sollte.

Der links-grüne Drang zu immer mehr Steuerbelastung ist nicht zu übersehen. Und auch diese Idee der neuen Erbschaftssteuer, wo Unternehmenserben 20 Jahre lang aus Erträgen Steuern abstottern sollen, ist der perfekte Weg, um Unternehmen aus dem Land zu treiben. Viele Gründer dürften von vornherein gleich in die USA, Schweiz oder nach Dubai abwandern. Warum soll man sich das antun? Gerade Tech-Startups, wo im Idealfall schnell hohe Unternehmenswerte geschaffen werden, stünden beim Vererben an die Kinder vor quasi unmöglichen Herausforderungen. Das Traurige: Einem Friedrich Merz, der schon beim kleinsten Zucken von Bärbel Bas und Lars Klingbeil nachgibt, wäre auch zuzutrauen, so einer unternehmerfeindlichen Reform der Erbschaftssteuer zuzustimmen. Hauptsache weiter im Kanzleramt, damit man weiter zwischen Paris, London und Washington pendeln kann.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schreibt aktuell zu den SPD-Plänen: Kleine und mittlere Unternehmen bis zu fünf Millionen Euro zusätzlich zu entlasten, ist sinnvoll, gegebenenfalls muss man die Steuersätze begrenzen. Auf jeden Fall sollte man die Belastung bei Firmenübertragungen langfristig stunden und verrenten, damit sie aus dem Ertrag abgezahlt werden kann und die Unternehmen nicht in ihrer Existenz gefährdet sind.“ Dazu mein Kommentar: Was für eine verlockende Aussicht – Unternehmer sollen – unter bestimmten Konstellationen – lebenslang all ihre Unternehmensgewinne an den Staat abführen, um die Erbschaftssteuer zahlen zu können. Was für ein Anreiz für das deutsche Unternehmertum. Ein Sargnagel für die Unternehmenslandschaft in Deutschland.

Nachfolgend zu den Ideen der SPD zeigen wir Aussagen von Veronika Grimm, Christian W. Röhl, Rainer Zitelmann und Don Alphonso (zugegeben, eine Auswahl von Kommentaren von Personen, die nicht aus dem links-grünen Lager stammen).



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13 Kommentare

  1. ist auch immer wieder super in inflationären zeiten fixe geldobergrenzen einzuführen

  2. Man kann davon ausgehen, dass das dann bei den nächsten Koalitionsverhandlungen vereinbart wird. Merz wird auch das akzeptieren, wie sonst auch alles andere. In den Ländern könnte noch die Linkspartei dazu stoßen.

    Als Aktionäre können wir wenigstens anderswo investieren.

  3. Was ist die SPD nur für ein jämmerlicher Spackenhaufen geworden ! Traumtänzer ! Als ob irgendwo im Grundgesetz eine Verpflichtung stehen würde, die Menschen dazu veranlassen müßte, in Deutschland als Arbeitgeber zu investieren. Nee, steht da nicht, SPD ! Man muß mit denen klar kommen, die sich unter deutschen Umständen eine Firma ans Bein binden. Und die tun das nur, wenn sie was verdienen dran. Wenn sie nichts verdienen, dann hören sie auf oder beginnen gar nicht erst. So ist das. Und mit noch mehr solch dünnschissiger Pläne vergrault man auch noch die letzten Enthusiasten aus diesem Gemeinwesen. Wer soll dann die Wirtschaft am Laufen halten – etwa die Spacken-SPD. Dieses Land ist komplett am Ende !

  4. Ach bitte wenn das Unternehmen so lausig dasteht,würde ich es Verkaufen wenn es 20 Jahre keine Gewinne macht dann ist es ein Zombiunternehmen oder ich als Besitzer ziehe halt zuviel raus, also keiner heult wenn ich mein Haus an meine Tochter vererbe 4 Familien,400000 frei der Rest versteuern,egal ich weis das und leg was zur Seite,bei Unternehmern ist das schwierig,denn wenn ein Transporter kaputt geht,wer konnte sich das vorstellen ist natürlich überfordert und so muss der von der Belegschaft gezahlt werden,mein Auto kostet Steuern sogar ich als nichtunternehmer mit geringen BWL kentnissen weis dass man da halt was zur Seite legen muss.Erwartet man von jedem der in Rente will vorzusorgen,offensichtlich kann man den Normalo ruhig mit harter Hand behandeln,Privilegierte sollte man in Watte packen und am Besten noch füttern.Übrigens wenns ums Investieren geht dann sollten nicht so Viele Dividenden fliessen denn das fehlt auch an Investitionen.

    1. Das ewige Wachstum und das ewige Weitergeben sind noch unrealistischer. Es ist mir klar, dass hier viele springen, aber bei den Adeligen war es am Ende auch nicht anders. Solche Systeme haben keine lange Lebensdauer. Wir sind ohnehin schon über dem Limit.
      Noch wichtiger wäre es aber die geplante Obsolesenz in den Griff zu kriegen.

    2. „mit geringen BWL kenntnissen weis dass….“ Na, lieber Herr Hinsch, dafür hauen Sie aber mächtig auf den Schlamm. Vielleicht probieren Sie´s beim nächsten Mal nicht nur mit einem Rechtschreibprogramm, sondern auch mit etwas BWL-Wissen. Wer fordert, daß man materialisiertes Betriebsvermögen, nur weil es vererbt wird und in andere Hände geht, zu besteuern, ohne daß dieses Betriebsvermögen auch nur zu einem Cent beim Vererben monetarisiert wird, ist mindestens ein betriebswirtschaftlicher Vollidiot. Alles andere darunter wird dem verblödeten Gedanken nicht im Ansatz gerecht. Sobald der Erbe seinen Betrieb verkauft und versilbert, dann kann die Steuer zuschlagen wie Bolle, aber nur dann. Jeder Mensch mit etwas Hirn versteht, daß diese Art Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen entweder kompletter Schwachsinn ist oder aber der kriminelle Versuch übler Gestalten, dieses Land mit noch höherer Geschwindigkeit voll vor die Wand zu fahren.

  5. Das ist nun auch wieder so ein Stimmungsmache-Artikel mit nur mutmaßlichen beispielsweisen Rechenoperationen. Ich habe herauszufinden versucht, in welcher Höhe konkret die Unternehmens-Erbschaftssteuer vorgesehen ist, will aber nicht die ganze Nacht mit weiterer Recherche verbringen und konnte bis jetzt aus Berichten nur herausfinden, dass sie progredient geplant ist und insgesamt ein jährlicher Steuerzugewinn im einstelligen Milliardenbereich erwartet wird. Im Verhältnis dazu, dass allein die Familie Schwarz (Lidl, Kaufland) ein Privatvermögen von 43,7 Milliarden besitzt (nicht zu verwechseln mit dem Unternehmensumsatz von 167,2 Milliarden) erscheint mit die eventuelle landesweite Steuerbeschwernis für Unternehmenserben nicht dermaßen gewaltig, dass ich gleich allgemeinen Wirtschaftsruin und Abwanderung der Finanzstarken befürchten würde (Wo möchten sie denn auch lieber hin? Es können sich ja nicht alle auf den Caiman-Inseln tummeln.) In umgekehrter Richtung werden die Subventionen ins Großunternehmertum ja auch recht großzügig gehandhabt – siehe die Tabelle auf Seite 3 im Bericht des Deutschen Steuerzahlerinstitus des Bundes der Deutschen Steuerzahler:
    https://www.steuerzahler.de/fileadmin/user_upload/DSi_Schriften/DSi_kompakt/DSi_kompakt_Nr._60_-_Gro%C3%9Funternehmen_und_Bundessubventionen.pdf

    Das Stichwort „Familienunternehmen“ lässt die meisten Leser wahrscheinlich an Handwerksbetriebe und Geschäftshäuser denken, in denen sich ein tüchtig zupackender Papa mit lebenslänglich verantwortungsbewusstem und opferbereitem Einsatz zum Erfolg hochgearbeitet hat, was seinen Kindern und Kindeskindern zugute kommen möge. Um dieses Bild etwas zurechtzurücken, sei auf die Greenpeace-Recherche zur Stiftung Familienunternehmen (SFU) verwiesen:
    https://www.greenpeace.de/klimaschutz/finanzwende/sfu-recherche?utm_campaign=finance&utm_source=offline&utm_medium=print&utm_content=2025-04-sfu&utm_term=greenpeace-nachrichten

    > ein Auszug daraus:

    Die wichtigsten Zahlen der Recherche

    Greenpeace hat 258 Unternehmen und Familiendynastien im SFU/SFUP-Netzwerk identifiziert
    82 Familien gehören zur Milliardärsriege – darunter die drei reichsten deutschen Clans Schwarz, Quandt/Klatten und Merck mit zusammen über 110 Milliarden Euro Vermögen
    37 der dem SFU-Netzwerk zugeordneten Familien gehören zu den 100 reichsten Deutschen
    Je mehr als 100 Millionen besitzen fast drei Viertel der zugeordneten Familien
    Fast 90 Prozent der Unternehmen stammen laut Greenpeace-Berechnung aus besonders klimaschädlichen Wirtschaftszweigen
    4,5 Mio. Euro Parteigroßspenden aus dem Netzwerk (2021–2025)
    6,2 Mio. Euro für Lobbyarbeit in Deutschland (2022–2024)

    Falls es jemanden interessiert, in folgendem Artikel ein Beispiel aus meiner Gegend, wie die Politik einem Familienunternehmer (= meinem Arbeitgeber) arg zugesetzt hat:
    https://www.diebildschirmzeitung.de/blix/aktuell/den-schuss-gehoert-180539/

    Ist es letzten Endes nicht so, dass Geld die Welt regiert (und eben nicht die Politik das sagen hat)?

    1. Sehr geehrte Karola, auch Sie servieren völligen Nonsens verpackt in überlanger Prosa zum Thema. Ihre ganze Verbalakrobatik scheitert schon am Anfang Ihres Textes, als Sie das Privatvermögen der Familie Schwarz anführten, wozu ? Darum geht es gar nicht ! Privatvermögen ist bereits versteuert und wenn es vererbt wird, dann kann von mir aus das Erbrecht massiv verschärt werden. Es geht um Betriebsvermögen – merken Sie das nicht mal beim Schreiben, daß es da schwer durcheinander geht bei Ihnen. Da führen Sie dann auch noch die Verwechslungsgefahr zum Umsatz der Firmen im Besitz der Familie Schwarz an.??? Hää ??? Das es Leute in Deutschland gibt, die innerhalb von 2 Generationen Multimilliardenbestände an Privatvermögen aufbauen können, darüber kann und muß man reden. Das hat aber nichts mit dem Vererben von Betriebsvermögen zu tun, solange dieses durch Versilbern nicht zu Privatvermögen umgeandelt wird, sondern als Bestand im Unternehmen verbleibt.

  6. Der wachsende Staat inkl. der Räuberbande alias Regierung ist immer das Problem !!!!!

    Für alle zum Mitschreiben , DER STAAT/REGIERUNG kann KEINE Arbeitsplätze schaffen !!!

    Das kann nur unternehmerisches Investitionskapital ,welches Renditepotenzial in Aussicht stellt.

    Weder Öko,noch Völkerrecht,noch regelbasiertes,noch Stakeholder irgendwas, nur und einzig

    RenditeCashflow after cleared imported Inflation Potenzial bringt Wohlstand. Und das wird in den letzten 15 Jahren von den sozialistisch .-kommunistisch tickenden EU -Superbrains vorsätzlich zerstört und dem Mittelstand aggressiv kämpferisch der mögliche Wohlstand und Aufschwung entzogen !!!

    Lost und nochmal Lost . Entzieht ihnen die Mittel , abwählen wird nicht funktionieren .

    Von der kompletten Fehlkonsumausgaben des Sozialstaates würde ich gar nicht erst anfangen.

    Sie verars….euch …und…zwar… imme……..und ..überall

  7. @ Matthias – Replik:
    Okay, zu später Stunde etwas müde nicht hinlänglich bedacht… Meinen Text als „völligen Nonsens“ abzutun, nehme ich dennoch nicht als Rückmeldung an. Ich bleibe dabei, dass die zu höherer Besteuerung anvisierten Erben auch Geschäftsausblick-mäßig nicht dermaßen geschröpft werden, dass sie gleich dem entmutigenden Verarmungswahn anheimfallen müssen. Ich halte nicht die Besteuerungsidee für den ausschlaggebenden Grund, wenn so mancher Firmeninhaber aufgibt. Vielmehr machen die größten Unternehmer schon seit längerem die kleineren Betriebe platt und „Kapitalismus made in USA“ (siehe diese Doku-Reihe auf Arte) gibt seine erpresserische Wirkung auf den Rest der Welt dazu. Was beeinträchtigt z.B. den hiesigen Einzelhandel mehr: Erbschaftsbesteuerung oder „Amazon, die Welt des Jeff Bezos“ (bei Interesse ebenfalls als Arte-Sendung aufschlussreich) oder die mehrmals wöchentlichen Aktionsangebote der großen Discounterketten (Tchibo vergleichsweise nur ein kleiner Fisch mit seiner Produktpalette außer Kaffee)?
    Was die steigende Anzahl von Insolvenzen angeht, lässt sich auch nur ein stringentes Fazit über den gesamtgesellschaftlichen Wirtschaftsschaden ziehen, wenn man genau hinschaut, welche Branchen betroffen sind, wie viele Mitarbeiter ihre Stelle verlieren (ohne hochkarätige Abfindung), wodurch die Überschuldung zustande kam und wie der Bedarf für die jeweils produzierten/zum Verkauf angebotenen Waren ist (bei schrumpfender Bevölkerungszahl in unserem Erdteil und Überangebot allerorten). Ich beobachte beispielsweise in den Kleinstädten meiner Umgebung, dass bei der Nachbesetzung von zeitweilig leergestandenen Geschäftsräumen Lädchen für Wohnraum-Dekoartikel wie Pilze aus dem Boden sprießen: Wie groß ist die fortwährende Nachfrage nach neuen Blumenvasen, Sofakissenhüllen, Fensteranhängern?? Solch ein Krimskrams-Geschäft wird auch leicht zum mitgezählten Insolvenzfall… Hingegen werden für die wichtigen Branchen vor dem Einbruch dann doch eilfertig Rettungsschirme konstruiert. Man erinnere sich (so alt genug dafür) beispielsweise an die Schrottpressenaktion für die deutschen Autobauer und -händler, bei der gut taugliche und optisch bestens erhaltene Fahrzeuge mit hohem staatlichem Zuschussanreiz ausgewechselt wurden, um die Autoverkäufe anzukurbeln (Naja: Wie viele Autos braucht ein Elternpaar mit volljährigem Kind denn noch, wenn jeder in der Familie schon eins hat??) Und was die Berechnungsgrundlage der Finanzämter angeht, schätzen die Beamten dort nicht einfach (neidvoll) übertrieben die Erbmasse, sondern Steuerberater mischen bei reichen Erben nach besten Kräften mit „Lug und Trug“ mit (letzteres wörtliche Wiedergabe der selbstironischen Äußerung eines mir bekannten Münchner Steuerberaters, dessen Dienste ich für mein Teil allerdings nicht brauche).
    Ich lebe nicht so hinterm Mond wie Sie mir anscheinend unterstellen, doch werde ich bestimmt für einige Zeit auf diesem Kommentarkanal meine Klappe halten, weil mir der abwertend angreifende Stil einiger mental einseitig gespurter Diskussionsteilnehmer umgekehrt ebenfalls zu blöd wird.

    1. @Karola: Schon wieder eine Menge an Prosa, und wieder nichts zum Thema: Was haben „Schrottpressenaktionen“ oder der Einzug von Wohndeko-Anbietern in leerstehende Geschäftsräume und deren anschließende Insolvenz mit dem Vorschlag zur Erbschaftsbesteuerung der SPD zu tun. ErklärenSie´s mir, vielleicht stehe ich auf völlig auf dem Schlauch. Wenn eine börsennotierte AG, wie bspw. die Bayer AG nach x-Jahren ihren kompletten Vorstand und noch den Aufsichtsrat dazu, also die komplette Unternehmensleitung, dann wird nirgendwo eine Unternehmensbestandsbesteuerung durchgeführt. Passiert selbiges durch Ausstieg/Versterben durch Vererben bei einem nichtbörsennotierten Familienunternehmen, dann wird plötzlich das ganze Inventar besteuert ? Echt jetzt ? Durch den Übergang vom Vererbenden zum Erbenden wird der Erbende plötzlich steinreich ? Echt jetzt ? Fährt er mit seinem ganzen Firmeninventar auf den Golfplatz und zeigt allen -hey Ihr Laffos, schaut her wie reich ich bin – echt jetzt ? Ich dachte, ein Firmenerbe wird erst dann reich, wenn er sich bspw. eine dicke Portion Privatentnahme gönnt. Ja und, die wird im Normalfall versteuert. Und wenn es dort bei dieser Versteuerung Schlupflöcher gibt, bitte, gerne ändern und verschärfen. Oder, weil er lieber auf dicke Hose macht, verkauft er den Laden. Den Erlös nutzt er entweder in einer anderen bspw. neuen Firma, dann ist es dort Betriebsvermögen und steht nicht zur privaten Nutzung zur Verfügung. Oder es fließt seinem Einkommen zu, dann wird es normal versteuert. Mir geht nur fürchterlich auf den Senkel, daß zu diesem Thema ständig Leute schreiben, die nie als Firmeneigentümer gelebt haben. Aber ständig mit irgendeiner Moral- und Gerechtigkeitskeule durch die Landschaft rennen und rumheulen, weil ein Firmenchef 5 oder 10mal mehr im Monat verdient ( Privatentnahme = versteuertes Einkommen ) als seine Mitarbeiter. Wenn das so ist, warum macht Ihrs nicht selber mal. Firma gründen, Kredite aufnehmen, Risiko eingehen, Familie vernachlässigen, 80h Woche 24/7, …., machts doch einfach mal. Dann könnt Ihr wenigstens mal mitreden.

  8. @Karola

    Ernsthafte Frage:
    Gehen Sie davon aus, dass das Geld beim Empfänger der Erbschafts-Steuer besser aufgehoben ist als beim Zahler der Steuer ? Dass der Finanzminister das Geld sinnvoller verwendet als der Firmenerbe ?

    Und Bleiben Sie uns erhalten

  9. Bullshit ,Bullshit alles Bullshit , die SPD und der Rest der fünften Kolonne , haben zwei Dinge.

    1. Sozialneid ,aufgrund mangeldem IQ und wenig Eier .
    2. Psychologischer Probleme ,die nicht aufgearbeitet sind.

    Wenn die Quants oder Schwarzes ihren Kindern Milliarden vererben dann kratzt mich das doch nicht,ich muss
    meinen eigenen Acker bestellen.
    Das ist ja das einzig große Problem dieser Kommunisten wie Thürmer,am Ende müssen sie immer Gewalt anwenden ,um ihre sinn.- und faktenfreie Ideologie am Bürger auszulassen.
    Die wollen auf dem ganzen Planeten nur zugekiffte Scheißegaltypen, nur irgendwann fehlt dazu halt die
    Finanzierung der selbigen. Mit Scheißegal verdient man eben nicht überdurchschnittlich besteuerbar.

    Sie verars………euch ….alle…..immer…..

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