Es sind keine Einzelfälle. Unzählige Aussagen von Führungskräften der SPD zeigen: Man sieht sich im sozialistischen Klassenkampf. Nicht Wohlstand erwirtschaften und für den Aufstieg der Geringverdiener sorgen, so wie es früher mal die Leitlinie war. Nein. Denen, die viel haben und viel verdienen, einfach maximal viel wegnehmen. Das ist offenkundig das neue Motto der SPD. Steuern- und Abgabenlast können gar nicht hoch genug sein.
SPD-Klüssendorf: Genug Geld vorhanden – umverteilen!
Erst vorgestern hat SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf auf einer Veranstaltung der SPD in Schleswig-Holstein gezeigt, dass es der Partei ernst ist. Klassenkampf, Umverteilung. So sagte Klüssendorf (ab Stunde 1:12 im Video), es sei „genug Geld in dieser Gesellschaft da, wir haben die finanziellen Möglichkeiten. Und natürlich ist es eine Frage der Verteilung.“ Klüssendorf spielt die klassische populistische Karte. Die Reichen zahlen demnach nicht ihren gerechten Anteil an der Gesellschaft usw.
Dabei haben die Reichen über ihre Unternehmenssteuern und Kapitalertragssteuern, Lohnsteuern, nachgelagerte Mehrwertsteuern uvm bereits massiv an den deutschen Staat Steuern entrichtet. Und Besserverdiener, die obersten Prozente der Einkommenskala, zahlen große Teile des Einkommensteuer-Aufkommens, während große Teile der unteren Einkommensbezieher gar keine oder nur minimale Anteile zahlen. Der links-grüne Block regt sich offenkundig nur darüber auf, dass „die da oben“ nach Zahlung all dieser Steuern trotzdem noch so viel Geld haben.
„Es ist genug Geld in dieser Gesellschaft da. Eine Frage der Verteilung. Wenn nicht wir sie in die Bundesregierung bringen (…) Dann wird diese Bundesregierung scheitern.“
SPD-Generalsekretär erklärt Erbschaft- und Vermögensteuer zur Schicksalsfrage.
Irre.. Dann endet es wohl. pic.twitter.com/tIzcLknGsM
— Moritz Harrer (@Moritz_Harrer) September 12, 2026
Es ist das klassische „Mindset“ der Umverteilung. Nehmen wir denen da oben Geld weg und verteilen es an die da unten, geht es uns allen gut. Aber dieser Nullsummen-Glaube ist einfach falsch. Nimmt man den Reichen und Besserverdienern das Erwirtschaftete weg, begeben sie sich in die Inaktivität, hören auf zu leisten, hören auf zu Erfinden, oder wandern gleich ganz aus. Je höher die Steuern, desto mehr Top-Ingenieure und Facharbeiter verlassen das Land. Und je höher die Abgabenlast, desto weniger dringend benötigte top ausgebildete ausländische Fachkräfte (die alle im Spitzensteuersatz landen) kommen nach Deutschland. Sie gehen dortin wo neben den höchsten Gehältern auch die niedrigste Abgabenlast vorhanden ist. Dafür scheint man bei der SPD gar kein Bewusstsein zu haben.
Die Grundhaltung der SPD widerspricht dem Leistungsprinzip. Ganz zu schweigen von den Leuten, für die die SPD einst mal eintrat. Arbeiter, die Jahr für Jahr aufsteigen und irgendwann selbst im Spitzensteuersatz landen, was heutzutage sehr schnell geht. Immer höhere Abgaben belasten auch dieser Facharbeiter.
Hohe Funktionäre mit knallharter sozialistischer Rhetorik
„Auf in den Klassenkampf, SPD!“, so betitelte Juso-Chef Philipp Türmer seinen Gastbeitrag für den Tagesspiegel im Februar – kein Witz! Im Dezember 2025 erklärte Arbeitsministerin Bärbel Bas mit Bezug auf einen vorigen Besuch beim Arbeitgeberverband, dieser Besuch sei für sie ein „Schlüsselerlebnis“ gewesen. Denn dort sei ihr deutlich geworden, „gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen“. Sie wolle diesen Kampf aufnehmen.
Die Führungsriege zeigt, dass die SPD bei jedem schlechteren Wahlergebnis immer mehr nach links abbiegt. Nach dem guten alten sozialistischen Motto „funktioniert der Sozialismus nicht, müssen wir noch mehr Sozialismus machen. Er hat bisher eben nicht funktioniert, weil wir zu wenig davon umgesetzt hatten.“ Sozialdemokraten alten Schlages, die wussten, dass die Wirtschaft gut laufen muss, scheint es nicht mehr zu geben. Man scheint sich heutzutage im Aktionismus und Populismus übertreffen zu wollen. Nur wer alle anderen im sozialistischen Umverteilungsglauben nochmal links überholen kann, punktet und bekommt Applaus in der eigenen Bubble. Befeuert wird dies durch eine harte Konkurrenz von Linkspartei und Grünen, die kontinuierlich am Wählerpotenzial der SPD zehren.
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Deswegen auch ist die Zusammenarbeit mit CSU/CDU schon jahrelang nicht produktiv.
DieGrundprinzipien lassen keine Einigung zu. Es sind immer Kompromisse die zu nicht optimal funktionierenden Systeme führen.
Nun wo ist der Lösung? Merz mit seine Idee jede Krankschreibung nur nach Arztbesuch hat es bei mir endgültig gebracht. Alsob wir alle faul zuhause sitzen. Was bleibt? Die Liberalen? Kriegen nie ein Mehrheit, dafür ist SPD zu stark. AFD? Haufen Lärmmacher, die können keine Komplexe Syteme steuern. Sarah? Die Grünen? Alles net aber die sind immer ohne Taschenrechner unterwegs und verstehen die Umfang der Probleme nicht.
Emigrieren? Andalusien! Da können wir zusammen fein meckern.
Die DDR lebt ja doch noch…. diesmal im Westen.
Der „Rest“ der Welt muss uns Deutsche für vollkommen verblödet halten. Warum? Weil wir uns komplett selbst zerstört haben und viele Wähler den Schlag immer noch nicht gehört haben.
Die Linke und die SPD beschränken sich propagandistisch auf die Umverteilung von oben, dann aber nicht nach unten, sondern auf die Konten des Staatsapparats, womit dann ideologische Projekte der CO2- und Klimamärchen sowie die Umvolkung zusammen mit Grünen, CDU und CSU finanziert werden.Die im unteren Bereich angesiedelten Menschen haben davon das Gegenteil von „etwas“. Bemerkenswert ist, dass Grüne und Union sich auch nicht die Mühe machen, die Umverteilung vorzugaukeln- das Abkassieren aller Bevölkerungsschichten ist implizites Programm. Im Bundestag sitzen 5 linke Parteien, m.E. mindesten 3 zu viel. So ändert sich an der Ausplünderung der Bevölkerung nichts.
Die SED ist also mit 2 Parteien im deutschen Bundestag vertreten.
„war dies für meine politischen Gegner und für die Linksradikalen in der SPD auch ein willkommener Anlass, um mich aus meinem Amt zu drängen.“ Hans-Georg Maaßen
Die Problemwahrnehmung ist doch stark verzerrt.
Die SPD ist nunmal eine sozialistische Partei,steckt ja auch im Namen.
Der Deutsche Problem ist die CDU.
Unter Merkel wo der Zins nahe Null war, tackern die ne Schuldenbremse rein, irre. Statt die Chance zu nutzen.
Jetzt nach der Zinswende kommt der nächste Spezialist und nimmt für teuer Zins Schulden in historischem Ausmaß auf.
Vom Rest von Merkels Erblast fang ich gar nicht erst an.
Das Problem Deutschlands ist nicht die SPD.
@Großer Bär
„Die SPD ist nunmal eine sozialistische Partei,steckt ja auch im Namen.“
Sie erkennen also keinen Unterschied zwischen sozialistisch und sozialdemokratisch?
Die SPD wurde im 19. Jahrhundert als sozialistische Arbeiterpartei gegründet. Mit dem Godesberger Programm von 1959 vollzog die SPD den endgültigen Wandel vom revolutionären Marxismus zu einer reformorientierten Partei auf dem Boden der sozialen Marktwirtschaft.
Demnach müsste auch eine soziale Marktwirtschaft dem entsprechen, was Sie unter Sozialismus verstehen.
Die Kommentare hier im Forum werden von Tag zu Tag seltsamer.