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Aktien

Spielen die Autoaktien verrückt – oder was könnte dahinterstecken?

Wolfgang Müller

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Reihenweise Gewinnwarnungen bei Daimler, BMW und zuletzt bei Continental. Und was machen die Anleger? Sie bleiben ruhig oder kaufen zu bei den Autoaktien, wie am Dienstag bei Conti geschehen. Ist der Aktienhandel nur noch vom Zufall geprägt, oder gibt es vernünftige Erklärungen? Eine Spurensuche.

Bewertung von Autoaktien

Die Autoaktien hatten ihr Hoch unisono schon am 16. März 2015 und sind seither, teilweise bedingt durch die Manipulationsnachweise plus dem kapitalintensiven Umbruch in der Antriebstechnik, auf die Hälfte ihres Wertes gefallen. Trotz guter Gewinne in den letzten vier Jahren liegen die KGVs für 2020 tief im einstelligen Bereich zwischen 5 und 7 (von Volkswagen bis BMW). Es steckt also schon viel Pessimismus in den Kursen drin. So wie sich die Käufe auf dem Weg nach oben irgendwann erschöpfen, gibt es auch nach unten diesen Verkäuferstreik. Ist es schon soweit?

Das Mysterium Shortselling

Sie war für die Leerverkäufer ein gefundenes Fressen, die Automobilbrache in den letzten Jahren. Eine Hiobsbotschaft nach der anderen im Hinblick auf den Dieselskandal und damit ein ständig wachsender Schaden am Image der Konzerne plus in punkto Schadensersatz- und Strafforderungen von Käufern, inklusive der Behörden. Damit gab es beständig die Möglichkeit geliehene Aktien auf den Markt zu werfen, um sie billiger zurückzukaufen. Doch irgendwann haben diese Investoren genug und ihre Rückkäufe (respektive der Rückgabe der Aktien) treiben die Kurse wieder an, manchmal gerade am Tag der Gewinnwarnung, wenn die „Katze aus dem Sack ist“. Beim Shortselling heißt dies „Buy on News“, in der Umkehrung.

Der zukunftsgerichtete Aktienmarkt

Wie schon öfters berichtet, interessiert den Aktienmarkt nicht die vergangene oder die aktuelle Nachrichtenlage, sondern es ist der Ausblick auf die Zeit in sechs Monaten oder manchmal sogar später. Die Autoaktien hatten das Hoch schon vor vier Jahren gesehen und dennoch werden in diesem Jahr noch sehr viele schlechte Autoverkaufszahlen gemeldet werden sowie deprimierende Zahlen der Zulieferindustrie. Das Forschungsinstituts CAR der Universität Duisburg-Essen rechnet für 2019 mit einem Einbruch der Autoverkäufer in China von minus 10 Prozent und weltweit von über fünf Prozent. Dies wäre deutlich mehr als der Einbruch nach der Finanzkrise 2008, als der globale Automarkt um 3,6 Prozent schrumpfte. Was gab es aber für ein Comeback 2010? Vielleicht rechnen die ersten Investoren bereits mit einem derartigen Szenario, je tiefer der aktuelle Fall, desto größer der Nachholbedarf. Viele Marktbeobachter richten ihr Augenmerk aber auf gegenwärtige Meldungen, gute oder schlechte Meldungen aus der Kfz-Branche.

Fazit

Irgendwie ist die gegenwärtige Lage schon merkwürdig. Nach den ständigen Gewinnrevisionen diesseits und jenseits des Atlantiks müssten die Kurse der Autoaktien doch mal heftig korrigieren. In 2019 bisher noch kein Rückschlag von deutlich über fünf Prozent, selbiges gab es recht selten in den vergangenen Jahren. Man hofft hingegen auf den Wirtschaftsaufschwung zum Ende des Jahres, sowohl in den USA als auch in Deutschland. Man muss aber auch eines bedenken: Die Abschwächung des Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland begann Ende 2017 und dauerte 15 Monate. Er hatte eine ähnlich lange Ausdehnung wie in den Abwärtsphasen 2000 und 2011. Aber der bisherige Tiefpunkt lag mit 44,1 bereits im März 2019, auf einem ähnlichen Nivea wie in den genannten Rezessionen. Seit April 2019 hat sich dieser Frühindikator auf niedrigem Niveau stabilisiert. Seien wir also gespannt auf den Ifo-Index, der am Donnerstag mit dem neuesten Ausblick der 9000 Unternehmenschefs aufwartet.

BMW-Werk in Dingolfing - Autoaktien im Fokus
Das riesige BMW-Werk im bayerischen Dingolfing. Foto: BMW Werk Dingolfing Öffentlichkeitsarbeit CC BY-SA 4.0

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Aktien

Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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