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Spielt nicht mit den Schmuddelkindern

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Von Kilian Kimmel

Als die Zeiten schwierig wurden, musste die Commerzbank mit 18 Mrd. Euro vom Staat gerettet werden. Vor gut einem Jahr genehmigte die Hauptversammlung eine kräftige Kapitalerhöhung – um die Staatsbeteilung zu senken und die ungeliebte Sperrminorität von 25 % des Bankenrettungsfonds SoFFin loszuwerden.
Damit die Bank überhaupt neue Aktien ausgeben durfte, mussten je zehn der insgesamt 5,8 Mrd. Commerzbankpapiere zu einer Aktie zusammengelegt werden. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Aktienkurs der CoBa 1,15 Euro bzw. 11,50 Euro pro Aktie.
Zur Zeit pendelt der Kurs um 1,30 Euro bzw. 13 Euro pro Aktie. Aktuell beläuft sich die staatliche Beteilung noch auf 1,6 Milliarden Euro (für diesen Anteil von 1,6 Milliarden Euro hat der Staat, also wir alle, 5 Milliarden Euro bezahlen müssen, das aber nur mal nebenbei).
Ein Düsseldorfer Fachverlag beschäftigte sich nun mit dem Sportsponsoring der Commerzbank. Chefredakteur Axel Prümm fragte in diesem Zusammenhang den Fussball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, warum ein seriöser Verein gerade mit dem Schmuddelkind der Bankenbranche eine Geschäftsbeziehung eingeht.
Die Commerzbank zog daraufhin vor Gericht und verlangte Unterlassung und Schadensersatz ob der Formulierung „Schmuddelkind der Bankenbranche“. Das damit beauftragte Landgericht Frankfurt fand die Ausdrucksweise aber okay. Die detaillierte Urteilsbegründung ist unter dem Aktenzeichen 2-03 O 205/13 nachzulesen.
Am 7. Mai kommen die Quartalszahlen, mal sehn wie sich das Verhältnis der zuletzt marginalen Gewinne zu hohen Risiken entwickelt hat. Ich drücke jedenfalls allen CoBa-Aktionären die Daumen – hoffen wir mal, dass Franz-Josef Degenhardt’s geflügeltes Wort von den Schmuddelkindern sich für die Aktionäre der CoBa nicht bewahrheitet…

commerzbank

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Künstliche Intelligenz: Das müssen Sie über den Megatrend wissen

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Lieber Börsianer,

wir sind schon heute praktisch täglich von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) umgeben. Besonders verbreitet sind diese Anwendungen im Internet. So entscheidet intelligente oder smarte Software, welche Werbung wir im Internet sehen. Auch die Sprachassistenten Alexa (Amazon) und Siri (Apple) sind bereits künstlich intelligent und können menschliches Verhalten nachahmen. Mittlerweile können diese Geräte sogar begrenzt menschliche Gefühlsäußerungen wie Sympathie oder Enttäuschung nachahmen.

Das ist die Definition: KI befähigt unterschiedlichste Software, menschliches Denken und Verhalten nachzuahmen. Außerdem erkennt eine smarte Software stets wiederkehrende Muster und lernt daraus (Machine Learning). Von ganz besonderer Bedeutung wird KI natürlich für die Autobranche. Denn der Selbstfahrer bzw. das Roboter-Auto ersetzt den menschlichen Autofahrer durch eine eigene Steuerung. Die Anforderungen hier sind extrem. Vor allem dann, wenn die Steuerung in einer Grenzsituation in Bruchteilen von Sekunden entscheiden soll. Der Markt für KI-Anwendungen ist also sehr komplex und gegenwärtig noch recht unübersichtlich. Folglich tummeln sich in diesem Marktsegment nahezu alle Größen der Internet- und Software-Branche, als da wären…..

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Deutsche Wohnen mit Neunmonatszahlen und Aussage zum Berliner Mietendeckel

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Die Deutsche Wohnen hat ihre Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Die Vertragsmieten liegen bei 622,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 585). Der operative Gewinn liegt bei 416,3 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 369,2). Der Ausblick für das Gesamtjahr 2019 wird bestätigt.

Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter liegt bei 6,82 Euro nach 6,55 Euro im Vorjahr. In Berlin liegt der Schnitt bei 6,83 Euro. Aber laut Deutsche Wohnen laufe der Gesetzentwurf in Berlin auf einen Maximalwert von 6,20 Euro hinaus. Man erwarte durch den Berliner Mietendeckel hohe Einbußen. Die Detaildaten zeigen auch: Die Deutsche Wohnen nennt 166.573 Wohnungen ihr Eigen. Davon befinden sich 115.791 Wohnungen im Großraum Berlin. Da also die überwiegende Zahl davon auch direkt innerhalb der Berliner Stadtgrenzen liegen dürfte, bleibt Berlin der Hauptmarkt für das Unternehmen. Hier das Statement des Unternehmens zu dem wohl entscheidenden Themenkomplex:

Die Bestrebungen die Mieten in Berlin gesetzlich zu deckeln beziehungsweise zu reduzieren, haben sich zunehmend konkretisiert. Das Inkrafttreten eines Gesetzes wird für das erste Quartal 2020 erwartet. Das Gesetz soll dann rückwirkend zum 18. Juni 2019 gelten. In Übereinstimmung mit vielen Rechtsgutachten und Stellungnahmen (u.a. Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages sowie des Berliner Abgeordnetenhauses) gehen wir davon aus, dass das geplante Gesetz zum Mietendeckel verfassungswidrig ist. Die sich daraus ergebende Rechtsunsicherheit wird die Deutsche Wohnen entsprechend in ihrer Mietvertragsgestaltung berücksichtigen. Auch werden in Berlin geplante, bislang noch nicht bei den Mietern beziehungsweise Bezirken angekündigte Sanierungsmaßnahmen sowie Neubauinvestitionen in Höhe von knapp EUR 1 Mrd. vor dem Hintergrund des Mietendeckels einer Prüfung unterzogen.

Der folgende Chart zeigt die Kursentwicklung der Aktie in den letzten 12 Monaten. Nach dem Kursabsturz im Sommer hält sich die Aktie auf einem konstanten Niveau. Wird der Berliner Mietendeckel in Karlsruhe überhaupt Bestand haben? Das wäre die Möglichkeit für eine heiße Wette auf Aktien der Vermietungskonzerne?

Deutsche Wohnen Aktie Kursverlauf

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Continental: 2 Milliarden Euro Verlust in drei Monaten – schwacher Ausblick für Weltmarkt

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Der Autozulieferer Continental hat heute seine Quartalszahlen vorgestellt. Hätte man nicht mehrmals in den letzten Monaten und zuletzt am 22. Oktober per ad hoc-Mitteilung auf diese Zahlen vorbereitet, wäre die Reaktion an der Börse heute wohl negativer ausgefallen.

Der Umsatz liegt bei 11,1 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 10,79). Der Verlust (!) liegt bei 1,99 Milliarden Euro (Vorjahresquartal +626 Millionen Euro). Die Aktie verliert heute nur 1,7%. Schaut man auf den zwölf Monate zurückreichenden Chart, so hat sich die Conti-Aktie unterm Strich noch gut gehalten. Denn im Verlauf des Jahres gab es bereits mehrere Umsatz- und Gewinnwarnungen. Conti zu den aktuellen Zahlen:

„Dank unserer weltweit nachgefragten Systeme und Lösungen konnten wir unseren Umsatz im dritten Quartal stabil halten, trotz des weiterhin rückläufigen Marktumfeldes. Die aktuelle Situation verlangt von uns, unsere Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen. Mit unserem weltweiten Strukturprogramm ‚Transformation 2019 – 2029‘ ergreifen wir dafür konsequent die erforderlichen Maßnahmen. Dies ist ein herausfordernder, aber notwendiger Prozess zur Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit. Wir gehen die sich abzeichnende Krise in der Autoindustrie damit offensiv an und werden wie vor zehn Jahren aus ihr ein weiteres Mal gestärkt hervorgehen“, sagte Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender von Continental. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Degenhart die im Juli 2019 angepassten Jahresziele. „Wir halten an unserer Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. So rechnen wir zum Jahresende mit einem Umsatz von rund 44 bis 45 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 7 bis 7,5 Prozent.“+

Den Ausblick für die weltweite Autokonjunktur in den nächsten Jahren sieht man bei Continental recht ernüchtert. Viel Potenzial scheint nicht vorhanden zu sein. Zitat:

Die Automobilindustrie sieht sich derzeit weltweit einem, stark rückläufigen Marktumfeld ausgesetzt: „Die Produktionsvolumina haben sich deutlich verringert. Dieses Jahr werden weltweit voraussichtlich unter 90 Millionen Fahrzeuge produziert werden. Im Vergleich zu den Marktannahmen von vor zwei Jahren sind das mehr als 10 Millionen Fahrzeuge weniger“, erläuterte Schäfer. „In den kommenden fünf Jahren rechnen wir ähnlich wie andere Marktteilnehmer nicht damit, dass sich die weltweite Produktion wesentlich beleben wird“, fügte er hinzu. Mit Blick auf das nächste Jahr sagte Schäfer: „Im besten Fall sehen wir in 2020 weltweit eine Seitwärtsbewegung der Automobilproduktion.“ Es sei aber ebenso gut möglich, dass es auch im kommenden Jahr und damit im dritten Jahr in Folge zu einem Rückgang der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen kommen könne. Der Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im dritten Quartal lag in China bei über 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, während sich Europa und Nordamerika annähernd stabil im Vergleich zum Vorjahresniveau entwickelten.

Continental mit Quartalszahlen

Continental Aktie in den letzten 12 Monaten

Continental
Foto: © Continental AG

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