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Indizes

Spinnen die Aktienmärkte? Ein Rundumschlag..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Spinnen die Aktienmärkte? Die Antwort lautet: ja, unbedingt! Aber sie haben einen Grund zu spinnen: den Liquiditäts-Tsunami der Notenbanken, vor allem der Fed.

Ein kleiner Rundumschlag über den ganz normalen Wahnsinn der Finanzmärkte:

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13 Kommentare

13 Comments

  1. Avatar

    Faktist

    22. Mai 2020 15:15 at 15:15

    Es wird soviel gelogen und zwar öffentlich, wie noch nie!!! Bin ja schon ein paar Jahre auf dieser Welt und es ist absolut das absurdeste was im Moment in USA abläuft!!! LÜGEN LÜGEN und nochmal täglich minütlich wird öffentlich gelogen. Jemand muss da kommen und diese Lügengesellschaft auslös****, damit in der Zukunft jeder die Konseqenzen kennt, wenn man solche Lügen täglich verbreitet. Es ist einfach Unglaublich, dass man es so offensichtlich tun kann und sich nicht schämt… ich meine lügt irgendwie im Hintergrund dass man es nicht mitbekommen, aber so unverschämt wie es seit TRUMP Wahl abläuft ist so absurd, dass man diese Lügner öffentlich ******* sollte!!! Frage mich warum man nicht die Wahrheit über diese Lügner sagen darf??? Warum wird öffentlich nicht erklärt, dass die TRUMP Administration bis hin zu FED alles öffentliche Lügner sind!?!??? Was für eine Desinformations Zeitalter ist es und wer wird uns aus diesem Schweinestall führen???????

  2. Avatar

    Torsten

    22. Mai 2020 15:42 at 15:42

    Die Fed pumpt Geld in den Markt!
    Die oberen 10% der Amerikaner werden dadurch reicher!
    Die oberen 10% steigern ihre Konsumausgaben! ( neuer Gärtner, neuer Chauffeur, neue Nanny, Handwerker usw. ) – die USA ist ja eine Dienstleistungsgesellschaft.

    Die unteren 90% müssen mehr arbeiten, höhere Abgaben leisten und dürfen sich in ihrer Freizeit Netflix Serien ansehen die ein Leben zeigen was sie selbst nicht führen werden und weil sie von der Arbeit müde sind wird bei Amazon & Co. online bestellt.
    Ansonsten werden Brot und Spiele angeboten besonders Sportveranstaltungen, Konzerte und Kreuzfahrten.

    Klingt nach Mittelalter, oben der König und unten viele hunderte Diener die den lieben langen Tag beschäft werden um nicht genug Zeit zu haben zum Nachdenken.

    Lemming World 2.0

    Bei der nächsten Krise pumpt die Fed pro Tag eine Billion Dollar in den Markt.

  3. Avatar

    franko33

    22. Mai 2020 16:35 at 16:35

    Das sind die letzten „Zuckungen“ nach oben des USD Leitwährungssystems.
    Die USA will immer noch „der Stärkste auf dem Schulhof“ sein.Täglich werden
    neue „Säue durchs Dorf getrieben“,andere Staaten erpreßt,an der Rohstoffbörse
    „gedreht“ und auf viele andere Arten die Kurse „gepusht“.
    Verschwörungstheoretiker – die Standardantwort der USA und der Verwaltungen seiner
    „Provinzen“.Alle warten auf den Fall,denn selbst ihren treusten Vasallen wird jeh
    nach Bedarf in den „Hintern“ getreten.Ich bin kein Kommunist,kein Nazi,Sozialist oder sonst
    irgendein „rotes Tuch“.Bin mir durchaus bewusst,dass Alles im Internet gespeichert wird.
    Aber das ist mir völlig egal,denn man muß offen seine Meinung sagen, sonst finden
    wir uns in chinesischen Verhältnissen wieder.Wollen wir das wirklich ?

  4. Avatar

    jürgen

    22. Mai 2020 16:46 at 16:46

    nun ja, eine andere Möglichkeit als Geld zu drucken gibts im Moment nicht. Wir können noch ein paar Jahre gut leben…sonst wäre jetzt schon Schicht im Schacht und sich jeder selbst der Nächste. Es wäre das totale Chaos….nun kommt es halt später…je nachdem wann sie die Inflation ihren Weg bahnt oder eben EU- Mitglieder austreten oder irgendwas anderes passiert. Der Auslöser ist egal…. macht Euch noch ein paar schöne Jahre und gut ist

    • Avatar

      Torsten

      22. Mai 2020 17:21 at 17:21

      wir können noch hunderte Jahre gut leben wenn der Wille besteht bzw. Machtstrukturen aufgebrochen werden um wieder den Mittelstand zu stärken.

      Nicht 10% sollen 67% besitzen, sondern 80% der Menschen 90% des Vermögens. Eine echte soziale Marktwirtschaft wird gebraucht. In der EU kann ich mir das vorstellen, aber nur wenn man sich von UK und USA etabliert. In Europa sind wir viel zu abhängig von Amerika besonders in der Informationswirtschaft und bei Zahlungssystemen.

      • Avatar

        Julia Path

        24. Mai 2020 15:07 at 15:07

        wenn man das schon sehr richtig erkannt hat, das auf seinem PC Monitor alles aus dem kapitalistischen USA kommt und dann die Schlussfolgerung zieht „man braucht einen echten Sozialismus“! Der soll sich die am meisten sozialischen Staaten in der EU anschauen und deren Aktien Index und deren Technologie und das mal mit dem etwas mehr kapitalischen Deutschland vergleichen z.B. Portugal Aktien Index ist auf dem Stand von 1994 und der Dax mehr als 5 fach höher und wir haben immerhin SAP u.s.w. Ich würde da die Schlussfolgerung ziehen das es etwas kapitalister werden muss um den Abstand zu Amerika zu verkleinern . Die 10 Prozent haben oft mehrer Pässe und Yachten … und können so oder so nicht enteignet werden. Das wird immer ein Traum der Sozialisten bleiben .

  5. Avatar

    Axel

    22. Mai 2020 17:40 at 17:40

    Finanzinstitute geben Optionsscheine aus. Laut Florian Homm verfallen 90% dieser Produkte wertlos!!! Eben weil die Institute mehr Informationen haben, als der Privatanleger. Wer einen Optionsschein kauft, wettet eben gegen den Emitenten.
    Dieser ist aber nicht die Wohlfahrt.
    Was kann es also smarteres geben, als den Kunden Long Produkte auf die Nase zu binden und dann, in einer vom Bankensystem koordinierten Aktion, das System abwärts zu treiben?

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    Mike Lohmann

    22. Mai 2020 17:43 at 17:43

    Zur Absicherung werden wohl kaum mehr von den teueren Obtionen gekauft, sondern mit Gegenpositionen im Futermarkt. Der Markt steigt und steigt, weil einerseits die Zombiunternehmen wohl kaum den Zeitungen mitteilen, dass sie schon lange eigentlich Pleite und anderseits die Notenbanker jedem der nicht auf 3 auf den Bäumen ist beliebige Kredite gegen Anleihen vermittelt.
    Nur so am Rande habe ein Kriminologe eindringlich festgehalten, dass nun die ganzen Vorgehensweisen der Notenbanker zu einem Paradies für die Schwazgeld-Mafia geworden ist und digital nun praktisch beliebige Summen generiert werden können, da überhaupt nicht mehr auf echte Basiswerte bei der Geldflutung geachtet wird. Wenn das so stimmt, sind das natürlich richtig schöne Zeiten für Kriminelle und schlechte für die arbeitende Bevölkerung.

  7. Avatar

    Roland

    22. Mai 2020 18:51 at 18:51

    Nächste Woche geht es erst mal weiter Richtung 12K im DAX. Trumps Rhetorik bezüglich China wird wieder sanfter und der Ifo-Index wird zeigen, dass Corona in den Unternehmen mittlerweile zum Business as Usual gehört. Die Zeit danach zeigt Boom-Charakter, das ist entscheidend. Die Rezession hat ihren Tiefpunkt gesehen, da sollte man sich noch ein paar Aktien-Schnäppchen sichern. Einige Titel haben zwar etwas höhere Bewertungen, aber Aktien sind in der Rezession meistens höher bewertet, wegen der niedrigen Gewinnerwartungen. Dank der FED ist diese Hausse aber unkaputtbar und die Allzeithochs nur noch eine Frage der Zeit. Wann bekommt man an der Börse schon mal so einen schönen Free Lunch wie jetzt…

  8. Avatar

    Torsten

    22. Mai 2020 19:19 at 19:19

    Man stelle sich Folgendes vor;

    Du wohnst in einer Stadt, im Januar 2020 ist dein Haus 300.000 Euro wert.
    Im Februar gibt es erste leichte Erdbeben, im März dann ein stärkeres Beben.
    Strassen, Schulen, Läden sind teilweise zerstört. Dein Haus ist heil geblieben aber nur noch 200.000 Euro wert, absofort erdbebengefährdet.
    Niemand weiss ob das Beben demnächst oder in einigen Jahren wieder kommt, auf alle Fälle wird ein großes Rettungspaket geschnürt. Straßen sollen repariert werden, Häuser instandgesetzt usw.
    Alle sind euphorisch.Nach 2 Monaten ist dein Haus wieder 300.000 Euro wert. Und der Bürgermeister erwartet dass es wegen der Rettungspakete nächstes Jahr 350.000 wert ist. An der Erdbebengefährdung hat sich nichts geändert und es werden auch noch nicht alle Schäden behoben sein.
    ….wird fortgesetzt :)))

  9. Avatar

    Labile

    22. Mai 2020 22:56 at 22:56

    a) Corona ist Fake
    b) Klima ist Fake
    c) Diesel ist Fake

    a.1) Gegenargumente sind Mainstream
    b.1) dito
    c.1) …

    • Avatar

      Torsten

      23. Mai 2020 22:49 at 22:49

      Lass dich untersuchen! 343000 Corona Tote wünschen dir das du es auch bekommst! Daumen drücken!

  10. Avatar

    Peter Sallister

    23. Mai 2020 05:02 at 05:02

    Der Staat/ die Staten pumpen Geld in die Märkte. Dafür wollen sie u. a. aus nachvollziebaren Gründen die Marktindizes stabilisieren.
    Der Vorwurf der Manipulation mag berechtigt sein, aber derjenige, der sich jetzt den Absturz von DAX,Dow & Co wünscht würde dann mit dem Rest der Menschheit in die Tiefe, ins Chaos fallen. Laßt das Plunge P. Team, die FED, Trump usw. mal ihre Arbeit machen.
    Rauszögern um jeden Preis, abhärten, täuschen, beruhigen, das ist jetzt die Devise. Das Umparken im Kopf auf Krisenmodus geschieht fürs Volk besser bedächtig in Monaten.

    Warum gibts noch keinen neuen Crash? Weil die Finanzmathematiker noch am Tüfteln sind. Die Variablen der Gleichung haben eine zu GROSSE SPANNE was zu Zukunftseinschätzungen von „mit blauem Auge davon…“ bis „fürchterliche 3-jährige Krise“ führt.
    Man hat zwar einige z. B. wöchentlichen Punkte für dies und jenes auf der Zeitschiene, aber es läßt sich keine stete Kurve durchzeichnen die z. B. bis Okt. reicht.
    Finanzmathematisch ist da noch nichts zu machen. Ende. Punkt.

    Da paßt es wenn Einige die Märkte, warum auch immer, hochtreiben. Wer rechnen kann gewinnt Zeit. Noch gilt: Lieber nichts gewinnen als 5 Jahre einer falschen Entscheidung hinterher zu laufen.
    Ich rechne Ende Juni, Ende August bis die Mathematik mit den eingehenden Zahlen mehr anfangen kann. Und die FED’s der Welt ihre Köcher leerer geschossen haben. Wirtschaftsprognosen dann mit wohl ausreichender Wahrscheinlichkeit.

    Sollte dann herauskommen daß es sehr böse wird (vielleicht ermitteln das Larry Fink & Co. aber schon in 2 Wochen, wer weiß) dann gute Nacht!
    Crasht es dann richtig? So 2000 Minus täglich im Dow? Könnte sein, aber durchaus auch möglich daß sich das Elend über 2 Jahre hinzieht. Mit Bullenfallen gespickt. Ein quälend langsamer Abstieg wäre sozial verträglicher und lohnender für Begleiter dieses Vorganges die geschult sind daraus ihren Nutzen zu ziehen.

    Einer der größten Fehler: Sich vom nächsten und übernächsten Ereignis Orientierung zu erhoffen. Bis große Klarheit herrscht kann es ewig dauern. Von manchen Infos abgeschnitten bleibt dem Kleinanleger nur die Geduld einer Sandviper, die 6 Monate am gleichen Platz bewegungslos ausharrt bis die fette Springmaus 10 cm entfernt vom Dreiecksschädel vorbeihuschen wollte.

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Aktien

Aktienmärkte 2021: Wie war es vor der Blase im Jahr 2000?

Die Aktienmärkte haben in den letzten Wochen unglaubliche Höhen erreicht, speziell in den USA mit der neuen Generation RobinHood: Das Wort Bubble (Blase) wird bei Google so oft angeklickt wie nie zuvor

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte haben in den letzten Wochen unglaubliche Höhen erreicht, speziell in den USA mit der neuen Generation RobinHood: Das Wort Bubble (Blase) wird bei Google so oft angeklickt wie nie zuvor. Vergleiche mit der Internet-Blase im Jahr 2000 drängen sich auf. Wie war es damals, hatte nicht auch schon Alan Greenspan Jahre zuvor (1996) von einem irrationalen Überschwang (Irrational Excuberance) gesprochen? Hier ein paar interessante Reminiszenzen aus dieser Zeit, zu der die jungen Wilden von heute in der Mehrzahl noch in den Kindergarten oder zur Schule gingen.

Aktienmärkte or dem Jahr 2000: Eine Hausse (Blase), die vieles in den Schatten stellte

Was waren die Endneunziger für eine wilde Zeit! Betrachten wir hier die amerikanischen Aktienmärkte (die Zeit des Neuen Marktes wäre eine weitere Geschichte). Nach einer Kursverdreifachung von 1985 bis 1994 stieg der S&P 500 im Jahr 1995 um weitere 34 Prozent, die Anlegergrößen fingen an, sich über die Indexsteigerungen Gedanken zu machen. So wie Hedgefondsmanager Ray Dalio: „Ich denke, wir nähern uns einer Blow-off-Phase des US-Aktienmarkts“, der diese Bedenken diese gegenüber der Wirtschaftszeitung Pension & Investments äußerte. Sein bekannter Kollege von Fidelity, Peter Lynch, wiederholte diese Einschätzung in einem Artikel im Worth Magazine im Jahr 1995 und sprach von der Sorglosigkeit der Investoren.

Trotz dieser prominenten Warnungen stieg der Leitindex 1996 um weitere 23 Prozent – und in den Medien stand zu lesen: „Jeder Cocktailparty-Gast und Taxifahrer möchte nur über heiße Aktien und Fonds sprechen.“ Und wieder warnte ein bekannter Fondsmanager: „Wir wissen, dass die derzeitige Manie schlecht enden wird, aber wir wissen nicht wann.“

1997 stiegen die Kurse der Aktienmäkte dennoch weiter, der S&P 500 um weitere 33 Prozent und auch der Nasdaq um 22 Prozent. Dies rief den nächsten prominenten Hedgefondsmanager, George Soros, auf den Plan, der beschloss massiv gegen die US-Technologiewerte zu wetten.

Die Kurse stiegen aber auch 1998 weiter, der S&P 500 um weitere 27 Prozent, der Nasdaq 100 kam so richtig ins Laufen mit 85 Prozent plus.

Der Starinvestor, der im gleichen Jahrzehnt die Bank of England in die Knie gezwungen hatte, verlor mit seiner Wette gegen die Internetwerte 700 Millionen Dollar. Amazon und Yahoo begangen zu rennen und ein Sprecher des Quantum-Fonds musste eingestehen, zu früh auf das Platzen der Internetblase gesetzt zu haben.

Im Jahr 1999 erreichte die Spekulation der Aktienmärkte fast ihren Höhepunkt – und der Nasdaq schoss noch einmal um 102 Prozent nach oben.

Hier die gewaltige Performance der Aktienindizes, beim Nasdaq bedeutete diese jährliche Performance eine Steigerung von 407 Punkten (Ende 1994) auf knapp 5000 Punkte im Jahr 2000.

Aktienmärkte: Die Blase Ende der 1990er-Jahre

Selbst ein Warren Buffett lag zu dieser Zeit jährlich um 15 Prozent hinter dem Nasdaq zurück. Er wurde sehr kritisiert und schon abgeschrieben, weil er so starke Zweifel an der Überlebensfähigkeit der Hightech-Titel geäußert hatte – ähnlich wie derzeit.

Der historische Einbruch

Wie immer in Endphasen einer Hausse der Aktienmärkte wurden die Bedenken beiseite gewischt und es wagten überproportional viele Unternehmen den Weg an die Börse. 1999 und in der ersten Phase des Jahres kam es zu 819 Börsengängen, das Daytrading wurde zur Mode, für das nicht wenige ihren Job aufgaben.

Der Auslöser für den großen Einbruch ab März 2000 war börsentypisch: Fedchef Greenspan hatte allein von 1999 auf 2000 die US-Leitzinsen von 5,5 auf 6,5 Prozent angehoben und offen Zweifel an den Bewertungen und der Fähigkeit der Dotcom-Stars geäußert, ihre Schulden zu bedienen. Es kam zu einer Reihe von Bilanzskandalen, vielen Insolvenzen und einem gigantischen Ausverkauf des Marktes. Bis Oktober 2002 war der NASDAQ um 75 Prozent von seinem Höchststand gefallen, er gab alle Gewinne in der Blase ab und der Einbruch brachte den Index wieder auf das Niveau von 1996 zurück.

Dennoch: Die Indizes kollabierten zwar in den Jahren 2000 bis 2002, aber die Renditen von 1994 bis 2002 konnte sich dennoch sehen lassen. Die großen Verluste entstanden bei denjenigen, die spät in die Aktienmärkte eingestiegen waren und natürlich bei denen, mit dem berühmten „Margin Debt“ oder die am Optionsmarkt tätig waren.

Die Verluste der Aktienmärkte nach Platzen der Blase

Was man aus dieser Übersicht auch ablesen kann, dass sich nach jeder Blase immer wieder Value durchgesetzt hat.

Wann ist eine Blase eine Blase?

Star-Fondsmanager Ray Dalio, David Lynch, Howard Marks, Seth Klarman, George Soros und Warren Buffett hatten alle die Blase der Aktienmärkte entdeckt und die Anleger vor den Gefahren gewarnt. Aber ihre Warnungen kamen zu früh. Von 1995 bis zum Höhepunkt im Jahr 2000 lagen Anleger, die internationale Aktien, Value-Aktien, Anleihen oder Rohstoffe in ihren Depots bevorzugten, um mehr als 20 Prozent pro Jahr hinter dem Technologieindex zurück.

Bereits im Jahr 2002 hatte sich das Bild gewandelt, das von mir schon oft erwähnte, weil über Jahrzehnte feststellbare „Reversion to the Mean“ hatte wieder zugeschlagen. Value-Aktien lagen wieder vorne und auch die Anleihen.

Eine ähnliche Situation finden wir auch heute vor: Wer ist nicht schon bei einer Tesla nach deren Durchstarten über 200 Dollar ins Grübeln gekommen, oder bei vielen anderen Tech-Aktien. „Fear of Missing out“ gilt für Privatanleger genauso wie für Institutionelle.

Es dürfte Managern schwerfallen, eine bevorstehende Blase überzeugend darzustellen, wenn Anleger nur einen Markt sehen, der sich ständig nach oben schraubt.

Auf der anderen Seite hat die frühzeitige Vorhersage einer Baisse nachteilige Auswirkungen, wenn der Vermögensverwalter zu vorsichtig agiert. Seine Kunden wollen keine Gebühren zahlen, um ihr Geld jahrelang parken zu lassen (speziell im Umfeld von Negativrenditen), während Privatanleger, wie die RobinHooder sich im Markt tummeln und mit überlegenen Renditen prahlen – selbst wenn man weiß, dass die Blase irgendwann platzen muss.

Die Geschichte zeigt jedoch, dass kein Marktzyklus ewig dauern kann, die Schwerkraft zwingt jeden Bullenmarkt in die Knie. Aber die Preiskomponente gibt keine Sicherheit über das Ende und das Platzen der Bubble, zumal wir eine absolut ungewöhnliche Situation haben, für die es keine Blaupause gibt. Eine (noch) marginalisierte Anleiheklasse als Konkurrenz zu den Aktien (der wohl größte Unterschied zu 2000), Notenbanken, die stets weiter Geld ins System pumpen und eine Wirtschaft, die per Lockdown und nicht aus Nachfragegründen in die Knie gezwungen wird. Wieder einmal wissen heute Investoren, dass Aktienmärkte teuer und in manchen Bereichen sogar irrational teuer sind.

Dieses Verhältnis von Growth zu Value-Aktien hat zumindest bis vor wenigen Wochen bereits das Niveau von 1999 erreicht und tendiert in Richtung Dotcom-Blase. Die Warnzeichen leuchten überall und es wird demnächst wohl eine erste Bereinigung geben, bei einer derart hohen Call-Spekulation genügt bereits ein kleiner Anlass, wie zum Beispiel eine kleine verbale Äußerung durch die Fed heute, durch die US-Börsenaufsichtsbehörde oder durch eine Überraschung in der Berichtssaison. Aber für das Platzen der Gesamtmarktblase bedarf es meiner Meinung nach erst einer Änderung der Konkurrenzsituation Aktien – Anleihen (Aktienmärkte 106 Billionen Dollar, Staatsanleihen über 60 Billionen Dollar plus Unternehmensanleihen), wo über 30 Billionen Dollar an Zinspapieren immer noch mit einer negativen Realrendite notieren. Das war im Jahre 2000 nicht der Fall.

Was bedeutet das für die Gegenwart?

Sollte es wieder einen Mega-Crash für die Tech-Werte à la 2000 bis 2002 geben, würden die Gewinne des Nasdaq gewaltig abschmelzen, von den 1100 Prozent Kurssteigerung bliebe aber noch einiges übrig. Aber sicher nichts für die Späteinsteiger, was die Mehrheit sein dürfte und erst recht nichts für die gehebelten Depots der RobinHooder. Noch ist es nicht soweit und es bestünde auch die Chance rechtzeitig das Risiko zu begrenzen. Aber eines hat bisher fast jede Hausse der Aktienmärkte gezeigt: Wenn es so richtig läuft, wird man nicht bescheiden und kurssichernd, sondern gierig. Wobei wir wieder bei dem wohl bekanntesten Bonmot von Warren Buffett wären..

Fazit

Dieser Rückblick zeigt, wie schwer es ist, in gewissen Marktphasen der Aktienmärkte ruhig zu bleiben und aber auch investiert, „zu tanzen solange die Musik spielt, aber immer in der Nähe des Ausgangs“, wie ein Spruch des Citigroup-Chefs Chuck Prince vor der Finanzkrise lautete. Vor allem nicht den Fehler zu machen zu Zeiten von Euphorie, mit „Options und Margin Debt“ zu operieren. „Leverage kills“, sagen die erfahrenen Hasen.

Außerdem ist es leicht für Außenstehende und Analysten, die kein Depot betreuen, cool zu bleiben und ständig die zweifellos vorhandenen Warnsignale zu verkünden. Aber was heißt das für Fondsmanager, die im Wettbewerb zur Benchmark stehen und daran gemessen werden – heute durch die Exchange Traded Funds mehr denn je? Wo die „Fear of Missing Out“ brutal zuschlägt!

Aufgrund all der beschriebenen Imponderabilien könnte tatsächlich die alte Kostolany-Strategie des „Buy and Hold“ Wiederauferstehung feiern.

Haben wir es doch im Jahr 2020 in brutaler Form erleben müssen: Vom 20. Februar ging es bis zum 23. März im Sturzflug um 33 Prozent beim S&P 500 nach unten, aber bereits am Tag darauf wieder um 9,4 Prozent nach oben, in drei Tagen um 17 Prozent. Wem war es hier gelungen rechtzeitig hinaus aber aber auch wieder in den Markt hinein zu gelangen? Die ganzen Hedgefonds-Strategien mit Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz haben zu einem geführt, zu mehr Umsatz, aber nicht zu mehr Gewinn. „We are in a bubble, but it’s a logical bubble“, (Mohamed-El-Erian: Notenbanken und TINA), oh wie wahr, aber wann wird sie platzen?

Parallelen? Die Aktienmärkte heute und die Blase vor dem Jahr 2000?

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Aktien

Gamestop, Elon Musk und die Fed! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Gestern war Gamestop die meist gehandlte Aktie an der Wall Street, nachdem nun auch Elon Musk mit einem Tweet den Hype noch einmal hat eskalieren lassen. Nachbörslich explodierte daraufhin die Aktie von Gamestop – und bringt damit Hedgefunds, de die Aktie geshortet haben, in große Schwierigkeiten. All das aber ist Ausdruck dessen, was vor allem die Fed mit ihrer Geldpolitik angerichtet hat: sie befeuert solche exzessiven Spekulationen und behauptet dabei, es gehe ihr mit ihren Interventionen um das reibungslose Funktionieren von Märkten. Wird die US-Notenbank heute vor solchen Exzessen wie bei Gamestop warnen? A propos Exzess: heute die Zahlen von Tesla, Apple und Facebook im Fokus (wir berichten dazu heute Abend ab 22Uhr bei finanzmarktwelt.de)..

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Indizes

DAX daily: Turnaround im Dax – mit Fed und Tech zur 14.000er Marke?

Stefan Jäger

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am

Am heutigen Handelstag dreht sich alles um die Fed und die Tech-Riesen. Nachdem Turnaround Tuesday könnte das den Dax weiter beflügeln. Im gestrigen Handel legte der deutsche Leitindex bereits eine beeindruckende Rally hin und komplettierte dabei ein V-Reversal. Dementsprechend gelang es ihm auch die Verluste vom Wochenauftakt mehr als wettzumachen. Trotz Pandemiesorgen und Meldungen über Grenzkontrollen und Reisestillstand haben Anleger wieder kräftig bei Aktien zugegriffen. Am Ende des Handelstags stand damit ein Plus von 227 Punkte (+1,66%) zu Buche. Mit einem Schlusskurs bei 13.871 hat der deutsche Leitindex den turnaround letztendlich vollzogen. Dabei erwies sich der Unterstützungsbereich bei 13.600 erneut als eine gute Kaufgelegenheit und diente als Sprungbrett für höhere Kurse. Im Grunde dreht sich im Dax alles um zwei Marken – 13.600 auf der Unterseite und 14.030 auf der Oberseite. Seit vier Wochen spielt sich das Geschehen in dieser Range ab. Ein Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung könnte schließlich eine Richtungsentscheidung bringen.

Mit der heutigen Fed-Sitzung und den Quartalszahlen der Tech-Giganten Apple, Facebook und Tesla stehen interessante Trading-Events auf der Agenda, die für Volatilität sorgen können. Die Kaufbereitschaft und Vorfreude der Investoren auf gute Geschäftsberichte und Notenbanken-Geld könnte demnach die Hürde bei 14.000 Punkten wieder in Reichweite bringen. Zwar stellen die Corona-Restriktionen, fehlende Impfstoffe und sportliche Aktienbewertungen Risiken dar, aber das nimmt man derzeit in Kauf, aus Angst eine Rally an den Märkten zu verpassen.

News und fundamentale Daten

Vor wenigen Minuten wurde das GfK Konsumklima veröffentlicht, die Daten sind mit einem Wert von -15,6 deutlich schlechter als erwartet ausgefallen (Prognose -7,9, vorher -7,3), damit trübt sich die Lage weiter ein. Seit April letzten Jahres befindet sich der Wert nun schon im negativen Bereich. Darüber hinaus ist in den letzten fünf Monaten beim Konsumklima ein Abwärtstrend erkennbar. Ab 14:30 Uhr folgen dann noch Wirtschaftsdaten aus den USA. Zuerst erscheinen um 14:30 Uhr die Auftragseingänge für langlebige Güter. Danach werden um 16:30 Uhr die Rohöllagerbestände veröffentlicht. Am Abend steht dann die Fed-Sitzung an. Um 20:00 Uhr gewährt die Fed einen Einblick in das FOMC Statement und der Zinsentscheidung. Schließlich tritt Fed-Chef Jerome Powell um 20:30 Uhr vor die Presse und gibt Auskunft über den zukünftigen geldpolitischen Fahrplan. Ähnlich wie die Europäische Zentralbank werde die Fed erstmal ihre Füße stillhalten.

Nach US-Börsenschluss wird es dann nochmal richtig spannend, wenn Apple, Facebook und Tesla ihre Quartalsberichte veröffentlichen. Die Zahlen könnten nachbörslich für reichlich Bewegung im Nasdaq und S&P500 sorgen, da die drei Unternehmen zusammen eine enorme Marktkapitalisierung auf die Waage bringen. Die Tesla-Jünger werden genau auf die Daten schauen, da sie sich, wie von vielen Analysten prophezeit, einen Aktienkurs von 1.000 USD herbeisehnen. Außerdem öffnen Unternehmen wie Boeing, AT&T und Lam Research ihre Bücher. Auch die beiden deutschen Unternehmen Sartorius und Software AG veröffentlichen ihre Berichte. Bisher verläuft die Bilanzsaison durchweg überzeugend, das ist aber auch nicht überraschend, wenn die Erwartungen immer noch auf einem niedrigen Level liegen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Durch eine rasante Rally hat sich der Dax im gestrigen Handel wieder zur Marke von 13.900 zurückgekämpft. Im Bereich von 13.920 wurde er allerdings ausgebremst. Um wieder zur 14.000er Marke zu gelangen, muss er zwei Widerstände bei 13.925 und 13.950/960 überwinden. Erst dann könnte ein erneuter Test der Hürde bei 14.030 anstehen. Ein Anstieg über 14.030 wäre ein starkes Signal und könnte weiteres Aufwärtspotenzial bis 14.115 und 14.131 eröffnen.

Zuvor könnte nach dem kräftigen Anstieg von gestern eine Konsolidierung anstehen. Dann würde es zunächst zum Nachttief bei 13.830 gehen. Dort könnte der Dax bereits wieder die Aufwärtsbewegung aufnehmen. Fällt er jedoch daruntern, dann dürfte es noch zum Unterstützungsbereich bei 13.800 laufen, dort liegt auch das 38,2% Retracement des gestrigen Anstiegs. Hier sollte der Dax spätestens drehen, ansonsten droht ein Abrutschen bis 13.745 oder sogar 13.700. Das gestrige Tagestief bei 13.670 sollte aus Sicht der Bullen nicht mehr unterschritten werden.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Ausblick 27.01. - H1-Chart - Fed & Tech Quartalszahlen im Fokus

Dax Unterstützungen (US):

13.874 – Schlusskurs 22.01.

13.804 – Punkt 1 Topbildung (H4)

13.700 – mehrfache US/WS (H4)

13.670 – Tagestief 26.01.

13.600 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

Dax Widerstände (WS):

13.925 – Tageshoch 26.01.

13.958 – 61,8% Retracement (14.131 – 13.672)

14.000 – psychologische Marke

14.029 – Doppeltop

14.049 – Gap 08.01.

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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