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Spritpreis in USA: Das Damoklesschwert über US-Präsident Biden

Der Benzinpreis - Symbol für hohe Inflation und damit ein Problem für Biden

Spritpreis und Biden

Nichts veranschaulicht dem amerikanischen Konsumenten mehr die aktuelle Inflation, als der Blick auf den Spritpreis – und das ist derzeit ein echtes Problem für US-Präsident Biden!

Dieser Spritpreis war schon zu allen Zeiten ein Politikum – im Land mit einer der höchsten globalen Kfz-Dichte in Relation zur erwachsenen Bevölkerung. Der stark unter Druck stehende aktuelle US-Präsident hatte schon mit der Freigabe der strategischen US-Ölreserven versucht, den Ölpreis zu drücken. Mit sehr überschaubarem Erfolg. Jetzt sind die US-Benzinpreise weiter gestiegen, auf das höchste Niveau seit 2014. Also was tun, im Jahr der Midterm Elections, Mr. President?

Spritpreis in USA auf neuem 7-Jahreshoch

Um acht beziehungsweise sechs Cent stiegen die Preise für Normalbenzin und Superbenzin in der letzten Woche. Das US-Öl WTI (West Texas Intermediate) war bis  zum 7. Februar sogar auf 91,32 US-Dollar gestiegen, ebenso auf das höchste Niveau seit 2014. Die Aktion von Präsident Biden, mittels Freigabe der Ölreserven im November den Ölpreis nach unten zubringen, ist in ihrer Wirkung verpufft.

Wie angedeutet, hängt das Wohlwollen des US-Wahlvolkes nach wie vor von günstigen Spritpeisen für die Gallone ab. Der große Fokus, den der Demokrat plötzlich auf die Bekämpfung der Inflation richtet, ist sicherlich zu einem Teil auf diese Preisentwicklung zurückzuführen. Und auch die plötzliche „hawkishe“ Wende in der Geldpolitik, die Fed-Chef Jerome Powell in zeitlicher Koinzidenz zu seiner Amtsverlängerung vollzogen hatte.

Der US-Spritpreis, auf dem Weg zu ihren Höhen von 2008 und 2011?

Spritpreis USA - Problem für Biden

 

Öl und Benzinpreis im langjährigen Gleichlauf:

 

Alle Augen richten sich auf den Donnerstag mit der neuesten Ausgabe der US-Verbraucherpreise – CPI. Für die sieben Prozent haben die Energiepreise einen überaus dominanten Anteil:

US Inflation

 

Schön erkennbar an dieser 20-Jahre-Übersicht von Advisor Perspectives. Energie (und als wichtiger Teil dessen der Spritpreis) war immer der Treiber von Inflation. Kommen nach Energie die Kosten für die Unterkunft (Housing)?

Energie und Inflation

 

Fazit

Wie will die US-Administration diese missliche Lage bei den Ölpreisen entschärfen? Die OPEC+ zeigt sich erstaunlich einig, aber was ist mit der heimischen Fracking-Industrie? Waren die USA vor den Pandemie 2019 mit 683 Böhrlöchern in dieser schmutzigen Fördermethode nicht zum Nettoexporteur von Energie avanciert? Bis Corona die Nachfrage kollabieren ließ und dann die Biden-Administration eine neue Energie-und Umweltpolitik in Angriff nahm.

Trotz wieder gestiegener Ölpreise hielt sich die mit 150 Milliarden Dollar verschuldete Branche mit Investitionen zurück, die wieder steigenden Gewinne wurden zum Schuldenabbau verwendet. Auch das früher abgefackelte Gas als Nebenprodukt des Frackings vermehrt den Verbrauchern zugeleitet. Aber was geschieht, sollte der Ölpreis die Schallmauer von 100 Dollar erreichen? Mit einem dann weiter steigenden Spritpreis?

Könnte dies nicht zu einer temporären Wiederauferstehung der geächteten Fördermethode führen? Und Joe Biden aus eigennützigen Gründen von seinen Plänen Abstand nehmen, denn sollte er im November ein Wahl-Fiasko erleben, würde er die nächsten zwei Jahre zur Lame Duck, seine ganzen Umbaupläne zur Makulatur. Die Welt ist nicht nur wegen der 1,3 Milliarden Verbrenner (Kfz) immer noch sehr abhängig von fossilen Brennstoffen, erst recht die USA.

Dass der Ölpreis so leicht die große Schwelle von 100 Dollar überschreiten und dort verharren wird, dürfte nicht so einfach werden. Es ist der Spritpreis, Stupid!



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46 Kommentare

  1. Der Sprit kostet doch dort nur umgerechnet einen Euro die Galone. Also halb so wild.

    1. Das erzählen Sie einmal einem durchschnittlichen Amerikaner der einen Ford F150 Raptor fährt ;-)

      Bei einem Spritverbrauch eines Ford F150 Raptor von ca. 20 l/100km fällt der Spritpreis von umgerechnet nur einem Euro schon mächtig ins Gewicht :-)

      https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/632446.html

      Und schon sieht es schlecht aus für Biden, bei der nächsten Wahl ;-)

      1. Der umwelt- und klimafressende Raptorfahrer sollte sich besser überlegen, ob es ihm weiterhin so viel wert ist, verantwortungslos zu handeln. Es ist ja nicht so, dass er keine Wahl hätte.

        Ich finde es übrigens immer lustig, dass man ein solches Ungetüm von Auto nach einem 50 cm hohen und 15 kg leichten Tierchen benannt hat. Da hat wohl jemand in der Marketingabteilung zu viel Jurassic Park geguckt. Oder bezieht sich der Name direkt auf lateinischen Begriff „Räuber“, was auch ganz gut passen würde.

        1. @Anna….:-)))) super formuliert

          1. @Boris, ganz lieben Dank für die Blumen 😘🌺

            Mir fällt sehr positiv auf, die werden heute überall im Forum verteilt, von rechts nach links bis nach Peru. Man merkt ganz eindeutig, dass Valentinstag nicht mehr fern ist. Spaß beiseite, was super einfach und super klar ist, lässt sich auch super formulieren.

            Klima- und Umweltschutz, NA KLAR, kein Thema.
            Aber doch nicht schon jetzt und nicht bei mir, dem Spritociraptor! Da hört der Spaß schon wieder auf.

            Staatliche Eingriffe, Preisdeckel, NEIN, NIEMALS! Das ist Planwirtschaft, Sozialismus.
            Beim Benzinpreis und beim Fossil-Strompreis, nun ja, das ist GAAANZ was anderes. Da schreit man schnell und gerne nach den guten alten und bewährten Politikern, die geläutert durch ein paar Monate Oppositions-Strafbank das eigenen Versagen erkannt und erfolgreich den Neuen aufs Auge gedrückt haben.

        2. @Anna Luisa

          Erklären Sie doch mal, warum jemand der ein zugelassenes legales Fahrzeug nutzt, um damit seine Mobilitätserfordernisse zu erfüllen, „verantwortungslos“ handelt.

          Erklären Sie dann bitte auch gleich, warum Sie das viel besser beurteilen können, was dieser Mensch benötigt, als er selbst.

          1. @Felix, Sie haben eigentlich keine Antwort verdient, aber weil es im allgemeinen Interesse ist 😉

            Es ist eine sehr libertäre und egoistische Denkweise, legal mit verantwortungsvoll gleichzusetzen.
            Es ist legal, mit 280 Sachen über die Autobahn zu rasen, aber auch verantwortungslos. Dadurch erhöht sich das Gefährdungspotenzial für andere erheblich, von den Klimafolgen ganz zu schweigen.
            Es ist legal, zentnerweise Hamburger aus Billigstfleisch und Cola in Fastfood-Ketten zu konsumieren. Dennoch ist es verantwortungslos dem Tierwohl und einem solidarischen Gesundheitssystem gegenüber.
            Es ist legal, lastwagenweise Billigstklamotten auf gut Glück online zu bestellen und dann wieder zu retournieren. Das Ganze in vollem Bewusstsein über die katastrophalen Arbeitsbedingungen im Herstellerland und die sofortige Entsorgung nagelneuer Ware auf afrikanischen und chilenischen Müllkippen. Ebenfalls ziemlich verantwortungslos.
            Es ist legal, wenn auch ziemlich dumm, die Wohnung auf 28° C aufzuheizen und die Fenster bei laufender Heizung stundenlang zu öffnen. Auch das ist verantwortungslos im Sinne des Klimaschutzes und somit allen anderen Mitmenschen gegenüber.

            Wenn Sie von Mobilitätserfordernissen sprechen, kann nur gemeint sein, dass ein solches Fahrzeug auch wirklich und alternativlos benötigt wird. Zum Transport sehr schwerer Lasten oder aus beruflichen Zwecken in extrem unwegsamen Gelände beispielsweise. Davon rede ich jedoch nicht, das ist aus nachvollziehbaren Gründen natürlich in Ordnung. Der F-150 ist seit 30 Jahren das meistverkaufte Auto in den USA und massenweise in den Städten unterwegs. Aus alles andere als beruflich bedingten Erfordernissen. Vor allem der Raptor gilt gemeinhin als „Spaß-Truck mit der Urgewalt eines brünftigen Bisons für Dreckskerle, der aus dem armdicken Endrohr aufbrüllt wie ein wütender Grizzly“, schenkt man den Arien und Lobeshymnen in den vielen Autozeitschriften Glauben. Der brünftige Bison oder der wütende Grizzly scheint allerdings in den meisten Fällen eher hinter dem Steuer zu sitzen.

            Sprit sollte mindestens doppelt so teuer sein, wie es derzeit in den USA der Fall ist. Dann hätten Klima- und Umweltschäden zumindest einen ansatzweise angemessenen Preis und würden nicht wie bisher auf die Allgemeinheit abgewälzt. Aber wie ich bereits geschrieben habe, muss sich der Autofahrer überlegen, ob ihm seine hedonistischen Bedürfnisse das wert sind. Er hat jederzeit die Wahl, durch ein anderes Fahrzeug oder verändertes Verhalten die Mehrkosten einzusparen. Nach politischen Maßnahmen, wie Steuerermäßigungen zu schreien, scheint jedenfalls der falsche Weg, solange es Alternativen gibt.

            Dies ist mein letzter Beitrag zu diesem Thema, da alles gesagt ist. Sie dürfen natürlich wie immer das letzte Wort haben, wenn es denn dem Selbstbewusstsein förderlich ist.

          2. @Anna Luisa – für diesen Kommentar haben Sie einen ganzen Blumenstrauß verdient! Wirklich sehr schön formuliert – mein Kompliment!

    2. @ Boris B.

      Es sind übrigens umgerechnet ehr 1 Euro pro Liter und nicht ein Euro pro Gallone! ;-)

      https://de.globalpetrolprices.com/USA/gasoline_prices/

  2. Der 46. US-Präsident Joseph Robinette Biden sollte im Zusammenhang mit den aktuellen JCPOA-Verhandlungen Teheran bereits vorab zumindest eine gewisse Ölfördermenge/Barrel zum Export zugestehen. Dem muß sich ein Iran-Deal unter Wahrung der Kriterien Offenlegung sämtlicher Atomanlagen, unbefristetes Atomabkommen und Hamas anschließen, welcher dann die komplette Aufhebung der Sanktionen gegen die Ölindustrie des OPEC+-Mitgliedslandes zur Folge hätte.

  3. Ich glaube nicht, dass Iran beim Ölpreis eine grosse Rolle spielt.Diese Spekulation um Boikott-Aufhebung war schon im Wahlkampf ein Thema ohne Folgen.Der Ölppreis ist im Moment von der Ukraine Politik bestimmt und dieser Machtkampf ist noch nicht zu Ende solange
    sich die Europäer als Spielball zwischen den Amis und Russland benutzen lassen.
    Steigende Zinsen und steigende Energiepreise im dümmsten Moment sind eine explosive Mischung für den Aktienmarkt.Leider hat unsere Elite das ungeniessbare Gebräu selber gemixt mit unprofessioneller zu schneller Energieumstellung und zu langer Gelddruckorgie.

  4. @Felix

    Zum wiederholten Male fordern Sie andere Leser auf, Erklärungen und Argumente zu liefern und werfen diesen gerne Inhaltsleere vor. All das betreffend, stellen Sie allerdings ebenso nur in den seltensten Fällen ein Glanzlicht dar. Wie lauten denn Ihre konkreten Vorschläge zur Halbierung der Schadstoffemissionen im Verkehr innerhalb der nächsten 10 Jahre? Oder ist das gar nicht nötig, weil der Klimawandel so gar nicht existiert und nur eine grüne Spinnerei ist?

    1. @ Michael

      Ich halte derzeit es für unmöglich, das von Ihnen gegebene Ziel zu erreichen. Ich schließe mich inhaltlich der Argumentation von Prof. Rieck an, die Sie auf dessen Youtube-Kanal ansehen können.

      Es gibt auch Klimamodelle, die sagen, dass es bereits zu spät ist, den Klimawandel noch abzuwenden. Ich kann das nicht beurteilen, aber wenn die Möglichkeit besteht, dann wäre es jetzt logisch, den Fokus absolut auf Klimaanpassung zu lenken.

      Unabhängig von aller modernen Klimaforschung, wissen wir aber auch aus der Geschichte, dass katastrophale Klimaereignisse eintreten können. Daher erscheint es mir geboten, dass sich moderne Staaten auch dieses Themas annehmen und der Klimaanpassung mehr Raum geben. Dazu gehört auch, dass wir uns in den Stand versetzen, uns vor der Kollision mit Himmelsköpern retten zu können. Dazu ist dann zwar eine Menge umweltschädlicher Raumfahrt erforderlich, das halte ich aber für das vergleichsweise kleinere Übel. (In dem Punkt schließe ich mich dem sehr umweltfreundlichen Prof. Lesch an.)

      1. Das alles wäre schon fast lustig, wenn es nicht so traurig und unglaublich wäre. Genau die Leute, die 20 Jahre lang den menschgemachten Klimawandel verleugnet oder verharmlost haben, stellen sich jetzt hin und sagen: Das ist nicht zu schaffen, es ist schon zu spät, da hätten wir aber mal viel früher damit anfangen sollen. Das habt Ihr Grünen so richtig verpennt. Jetzt müssen wir uns halt anpassen, mit genmanipulierten dürreresistenten Pflanzen, mit einer Trinkwasserversorgung in privater Hand, den Liter für 3 Euro, mit 10 Meter hohen Mauern um die Küstenstädte, vielleicht ein bisschen Terraforming. Die Technologie dafür steht uns in spätestens 200 Jahren zur Verfügung, bis dahin müssen wir eben etwas die Zähne zusammenbeißen. Cool bleiben, wenn das schon das Klima nicht schafft. Die Sonne könnte man auch etwas abdunkeln, das erledigt irgendwann ohnehin die dichte Bewölkung aus Weltraumschrott, und zur Not ziehen wir eben um auf den Mars oder irgendeinen Jupitermond. Soll ja ganz hübsch sein da draußen.

  5. @ Anna Luisa und andere, die ihre Auffassung teilen

    Das haben Sie sehr schön geschrieben, auch wenn ich es als Argumentation in unserem Zusammenhang als verfehlt ansehe. Gönnen Sie uns ein paar Sätze, warum ich das so empfinde.

    Ihr Argument ist, zusammengefaßt: Sie glauben zu wissen, dass unsere Lebensweise das Klima bedroht. Deswegen müsste sich jeder klimafreundlich verhalten und das bedeutet praktisch, sich einschränken. Wie genau sich alle einschränken müssen, das wollen Sie zentral regeln. Für mich ist das, was Sie beschreiben so in etwa die „Hölle auf Erden“, und das obwohl ich für mich ganz persönlich, einiges genauso sehe wie Sie und für mich auch so handele.

    Zentrale Regelungen haben noch nie gute Ergebnisse erbracht. Es ist fast immer am besten, wenn der individuelle Mensch dezentral so entscheidet, wie es im Einzelfall am besten erscheint. Die Grenzen der Freiheit kann man nicht so eng fassen, weil die Würde des Menschen aus der Freiheit entspringt.

    Natürlich treffen die Menschen dann unterschiedliche Entscheidungen, und viele dieser Entscheidungen erscheinen vielen anderen als unvernünftig. Manches wird anderen so dämlich vorkommen, dass sie darüber den ganzen Menschen ablehnen. Das halte ich dann aber ebenfalls nicht mehr für vernünftig und diese Haltung stört mich sehr.

    Außerdem führt diese Denkweise in ihrer praktischen Anwendung nicht zu einer gesünderen Umwelt, sondern zu einem größeren Umweltschaden. Das kann man überall besichtigen, wo so gelenkt und bestimmt wird.

    Bleibt die Frage, was man tun könnte, um die Umwelt besser zu erhalten? Meiner Meinung nach braucht es dazu zuerst ein Bewußtsein, dass eine gesunde Umwelt nicht automatisch da ist. So war es ja bislang in der gesamten Geschichte der Menschheit. Die Menschen mußten um ihr Überleben kämpfen und wieviel Bäume sie dafür abhackten, war buchstäblich egal. Dieses Bewußtsein ist in der Forstwirtschaft entstanden und hat sich in den letzten 50 Jahren stark verbreitet.
    Zum Zweiten braucht es Techniken, mit denen die Menschen gut leben können und zugleich die Umwelt immer besser erhalten wird.

    Was es nicht braucht: Hunger und Elend.

    Das ist inhuman, und wenn die Menschen wieder ärmer werden, stehen sie auch der Umwelt wieder gleichgültiger gegenüber.

    Dann bleibt Ihnen bei Ihrer Politik nur der Ausweg, die Menschen zu gängeln, was die Spirale in Richtung weniger Wohlstand und mehr Gleichgültigkeit weiter antreibt.

    Was soll dann als nächstes oder übernächstes kommen? Das KZ für Umweltsünder? Sie kommen auf Ihrem Weg automatisch an diesen Punkt. Dann wäre es richtig, auch offen zu sagen, ob sie das wollen? Lenin & Co. wollten das und haben durchgezogen. Sind sie dazu auch bereit?

    1. @Felix, du meine Güte! Wer über CO2-Bepreisung mehr für sinnlosen Spritverbrauch zur Verantwortung gezogen wird, ist also in seiner Freiheit und folglich in seiner Menschenwürde eingeschränkt?
      Und wo nicht gelenkt und bestimmt wird, ist die Umwelt am gesündesten und der Schadstoffausstoß am geringsten? Klar, dass kann man überall dort sehen, wo sich Individuum und Wirtschaft am freiesten entfalten können.
      Es braucht zuerst ein Bewusstsein, dass eine gesunde Umwelt nicht automatisch da ist? Wer das in den gebildeten Ländern des industrialisierten Nordens noch immer nicht verstanden hat sollte sich ernsthaft Gedanken um seine geistige Gesundheit machen. Diese Nationen sind für einen schwindelerregenden Anteil der CO2-Emissionen pro Kopf verantwortlich, was am individuellen Lebensstil und den Konsumeinstellungen liegt. Sie sind übrigens historisch betrachtet sogar mit etwa 75% der absoluten Emissionen in der Bilanz dabei. Aus beiden Tatsachen ergibt sich eine besondere Verpflichtung für den Klimaschutz.
      Hunger und Elend braucht es natürlich nicht. Aber was hat das mit Klimaschutz zu tun? Führen nicht gerade Dürren, Überschwemmungen, Orkane und andere Folgen des Klimawandels dazu?
      Und Klimapolitik, im konkreten Fall höhere Spritpreise für F-150 Raptorfahrer, am Ende mit Konzentrationslagern und Lenin zu vergleichen, muss nicht weiter diskutiert werden. Ist aber sicher sehr publikumswirksam bei einer gewissen Klientel.

      In der Summe eine ziemlich seichte Argumentationsstruktur mit vielen Löchern, wüst konstruierten Zusammenhängen und fadenscheinigen Schlussfolgerungen. Aber ebenfalls ganz nett geschrieben…

    2. @Felix – schon komisch: Beim Thema Target2 zeigen Sie ihren klaren und analytischen Verstand, aber bei Umwelt- und Klimathemen kann ich so gar nicht mit ihrem Gesagten übereinstimmen. Ok, gerade beim Thema menschengemachter Klimawandel ist es letztendlich auch eine Glaubensfrage – gerade auch in quantitativer Hinsicht. Aber ich glaube nun mal der überwiegenden Mehrheit der Klimawissenschaftler, und nehme auch die fundamentalen Veränderungen im Klimasystem zur Kenntnis (z.B. Abschmelzen der Polkappen). Für mich ist jedenfalls dringender Handlungsbedarf angesagt, und ich kann nur hoffen, dass immer mehr Menschen zu dieser Erkenntnis gelangen – Sie inklusive… ;-)

      Wenn man sich einmal über den dringenden Handlungsbedarf einig ist, dann kommt der 2. Schritt (also nach der Diagnose die Therapie): Wie schafft man es auf eine intelligente und effiziente Weise CO2-Emissionen im großen Stil einzusparen – auf einer globalen Ebene natürlich. Warum sollten da nicht auch Verbote legitim sein? Immer dieses Argument der Einschränkung der Freiheiten! Sehen Sie ihre Freiheit wirklich so sehr bedroht, wenn sie nicht mehr ein Monstrum über den Asphalt bewegen dürfen? Und Gesetze sind sowieso das Übelste, wenn es um unsere Freiheit geht? Wie kann man nur das Vergiften eines Flusses unter Strafe stellen! Im Prinzip stellen die menschengemachten exorbitanten CO2-Emissionen nichts anders dar – sofern man der Wissenschaft glaubt!

      Abgesehen von sinnvollen Verboten, sollte man natürlich auch andere Ansätze verfolgen: Eine angemessene CO2-Steuer wäre für mich z.B. einer, oder ein globaler Klimafond, wo jedes Land einen bestimmten Prozentsatz seines BIP’s einzahlt, und womit die global kosteneffizientesten CO2-Einsparungen finanziert werden. Hören Sie sich mal die Lösungsvorschläge in Daniel Stelters letzten Postcast an (etwa ab min. 25)!

      1. @ Lausi

        Ihre Haltung kann ich gut nachvollziehen. Ich bestreite den Klimawandel nicht, allerdings gehe ich davon aus, dass wir noch zu wenig wissen, um mit voller Konsequenz in eine Richtung zu gehen. 97% der vom IPCC ausgewählten Wissenschaftler stützen die These vom menschengemachten Klimawandel in der Form, wie wir in den Medien davon zu lesen bekommen. Die sind aber nur ca. 15% aller Klimawissenschaftler. Es gibt auch andere Analysen – mit Klimawandel, ohne, in verschiedene Richtungen und aus verschiedensten Gründen.
        Unabhängig von dem, was wirklich passiert (das kann der von vielen hier gefürchtete Klimawandel sein), glaube ich, dass der Hauptgrund für die starke Forcierung dieses Thema der ist, dass unser Weltfinanzsystem dringend ein Lifting braucht. Ich schätze, dass die Idee ist, durch massive Investitionen in neue Technologien, das schwer angeschlagene System zu retten.

        Das Problem ist aber meiner Meinung nach zum einen, dass wir die dazu nötigen Techniken noch nicht haben. Und zum anderen, dass wir planwirtschaftlich vorgehen. Wir werden die nötigen Techniken meiner Meinung nach nicht bekommen, indem wir Weißkittel in einem staatlichen Labor von „nine to five“ zusammenpferchen. Aller Erfahrung nach, wird uns eher irgend so ein „bösartiger“ Raptorfahrer, dem zufällig sein Auspuffgeruch nicht mehr gefällt, eine entscheidende Innovation in seinem Keller basteln.
        Und dafür braucht es eben die Freiheit.

        Wir wissen das Wissenschaft und Forschung die schnellsten und größten Fortschritte unter der Bedingung der größten Freiheit machen. Das ist nicht immer schön.
        Wir schränken dass deswegen bereits an sehr vielen Stellen ein, was dazu führt, dass die verbotene Forschung anderswo sattfindet. Und die Arbeitsplätte dort entstehen, wo mehr Geld gemacht werden kann. Wir müssen vorsichtiger mit diesen Einschränkungen sein und uns dem Ideal der Freiheit wieder mehr öffnen. Sonst werden wir die Probleme nicht lösen, sondern ärmer werden und dadurch selbst mehr Probleme in die Welt setzen.

        1. @Felix

          Auch ich glaube an „die Macht“ der freien (und sozialen) Marktwirtschaft, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und kein Mißbrauch stattfindet. Deswegen wäre ein angemessener CO2-Preis auch der „Königsweg“ für mich. Sollen von mir aus irgendwelche Verrückte mit einem Panzer durch die Gegend fahren, aber dann sollen sie bitteschön auch den entsprechenden (CO2)-Preis dafür bezahlen.

          Desweiteren empfehle ich nochmals das Interview mit Herrn Lomborg bei Daniel Stelter, wo insbesondere die globale Dimension der CO2-Emissionen diskutiert wird.

    3. @Felix, die Aussagen von Anna Luisa interpretiere ich ganz anders, als Sie es hier zusammenfassen.
      Sie glaubt nicht nur zu wissen, dass unsere Lebensweise das Klima bedroht, sie weiß es. Das ist auch eher ein offenes, denn ein großes Geheimnis. Klimafreundliches Verhalten impliziert in erster Linie nicht Einschränkung, sondern Einsatz von Hirn und Verstand sowie eine gewisse Flexibilität. Die Bereitschaft für eine Transformation, eine Entschleunigung, eine Neudefinition und gleichzeitige Rückkehr zu bewährten Wertesystemen unter neuen Rahmenbedingungen. Einen neuen, modernen Konservatismus sozusagen. Das mag für manch ungehemmt freien oder skeptischen Geist eine grausame Bürde und Herausforderung sein, sonderlich neu oder ungewöhnlich ist es nicht. Und außerdem, wofür hat uns die Evolution mit diesem biologisch-chemischen Supercomputer zwischen den Ohren gesegnet?

      Vielleicht klingt es unangemessen und unverschämt, aber faktisch sind es wir jungen Menschen, die die Renten Ihrer und Herrn Helmuts Generation finanzieren. Wir müssen ein ganzes Leben in dem Müll leben, der uns hinterlassen wurde. Wir werden es sein, die unseren Kindern irgendwann erklären müssen, warum Oma und Ur-Opa so ignorant den ganzen Planeten misshandelt haben. Wir sind es, die erweitertes Wissen und neue Erkenntnisse aufsaugen und immer schneller in die berufliche Praxis umsetzen. Wir sind die Lebensversicherung für Ihre Zukunft. Und wir sind uns dessen bewusst, im Gegensatz zu früheren Generationen. Für Herrn Helmut ist es höchste Zeit loszulassen und sein Althippie-Leben im Ausland zu genießen, wo alles so viel besser ist. Möge er frei in Paranoia und Würde sein Leben leben. Die Möglichkeiten und Voraussetzungen seiner Generation bleiben wohl für lange Zeit einzigartig und beneidenswert. Was sie daraus gemacht haben, ist ambivalent zu bewerten, auf jeden Fall aber unbestreitbar suboptimal.

      Zwei Generationen später brauchen jedenfalls nicht die grotesken Tipps und Lebenserfahrungen eines wunderlichen Kauzes aus der traurigen Einöde andalusischer Berge, der seine Weisheiten nicht aus Lebenserfahrung, sondern aus fragwürdigen Quellen im omnipräsenten Internet bezieht. Und auch keine skurril-hinterhältigen Fragen, was als nächstes oder übernächstes kommen mag. Bitte keine Zukunftsspekulationen von Leuten, die das Hier und Heute geflissentlich ignorieren und schon beim Benzinverbrauch dystopische Assoziationen zu Hunger und Elend, KZ und Lenin spinnen. Womit wir bei den Spinnern wären, aber das ist ein anderes Thema in einem anderen Kommentarstrang.

      1. @ Jonas

        Auf mich wirken Sie verhetzt. Sie haben nicht nur Müll geerbt, sondern auch einen Lebensstandard, den es so noch nie gab, und der nicht vom Himmel fällt.
        Dafür haben die Generationen vor ihnen von früh bis spät geschuftet und sich auch noch von eigenem Geld Bildung erwirtschaftet.

        Aber Sie haben Recht, dass der Müll auch da ist. Mein Vorschlag an Sie: Nutzen Sie die tollen Möglichkeiten, die sie haben, und die fast alle vor Ihnen nicht hatten, um Ideen zu entwickeln, diesen Müll zu beseitigen. Aber auf eine sachgerechte Art und Weise, die die Umwelt wirklich schützt und die Möglichkeiten nachfolgender Generation noch weiter verbessert.

        1. Prima Einstellung! Wir machen den Dreck, wegräumen sollen ihn die Kinder und Enkel.
          Wir sind schließlich würdig und frei zu tun, was immer wir wollen. Gilt diese Würde und Freiheit auch für nachfolgende Generationen, die mit großen Einschränkungen leben und Dinge tun müssen, die sie nicht zu verantworten haben?

        2. @Felix, es mag zutreffen, dass Generationen, die bis etwa Mitte der 1940er Jahre geboren wurden, noch „von früh bis spät geschuftet“ haben. Für Ihre und Helmuts Generation trifft das sicher ebenso wenig zu, wie auf meine. Die sich ergebenden Möglichkeiten und Perspektiven dieser früheren Generationen waren allerdings auch ganz andere. Wer kann als Alleinverdiener heute noch ein Mehrfamilienhaus auf einen 2000 qm Grundstück durch harte, ehrliche Arbeit und ohne nennenswertes Eigenkapital bauen und in 20 Jahren abbezahlen?

          An welchen Kriterien und Konstrukten bemessen Sie den Lebensstandard? Am HDI oder am Better Life Index, und da mit welcher Gewichtung der einzelnen Bereiche? Am Durchschnittseinkommen, am Durchschnittsvermögen, am Bildungsstand, am Gesundheitswesen, an der Infrastruktur, an der Umweltqualität, an der Nahrungsqualität, an der Anzahl der TV-Programme, an der Mobilität oder an einem abstrakten Freiheitsbegriff?

          Sie behaupten gerne und belegen selten bis gar nicht. Deshalb nachfolgend ein paar Zahlen und Fakten:
          Rund 15 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland zählen zum dauerhaften Prekariat, noch einmal so viele sind zumindest vorübergehend prekär beschäftigt, noch einmal dieselbe Anzahl an Menschen sind Bezieher von ALG II. 13,4 Millionen Menschen in Deutschland leben unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht 16,1% der Bevölkerung – ein neuer trauriger Rekordwert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein in Armut lebender Mensch fünf Jahre später noch immer arm ist, stieg seit Ende der Achtzigerjahre von 40 auf 70 Prozent. Die oberen zehn Prozent der Gesellschaft besitzen laut dem jüngsten Armutsbericht fast 64 Prozent des Nettogesamtvermögens – noch mehr als bislang vermutet.

          Die oberen 10 Prozent verfügen über eine höhere Einkommenssumme, als die unteren 40 Prozent, haben also demnach mehr als das vierfache Pro-Kopf-Einkommen. Immer mehr Rentner müssen mit immer weniger Rente ihr Dasein fristen. Armutsrisiko und Haushaltsnettoeinkommen pro Person nähern sich zusehends an. Aber im Durchschnitt geht es allen gut. Nur das zählt.

          Deutschland hinkt einer Pisa-Sonderauswertung bei der digitalen Schulausstattung weit hinterher. Hierzulande sind gerade einmal 0,61 Computer pro Lernendem verfügbar, weit unter dem Schnitt der OECD-Staaten mit 0,85 Computern pro Schüler. Ebenso katastrophal sieht es bei internetfähigen Geräten, der Internetgeschwindigkeit und Lernsoftware aus. Bei all diesen Fragen erzielt Deutschland Werte, die unterhalb des OECD-Schnitts liegen – und teilweise auch deutlich unterhalb der Werte von Partnerländern wie Katar, Hongkong oder Bulgarien.
          Noch schlimmer: Bei der Lehrerausbildung landet Deutschland auf Platz 76 – von 78.
          Naturwissenschaften, Mathematik und Lesekompetenz befinden sich im freien Fall. Kein Wunder, da viele nur noch ökonomisch raten wollen und die BWL- und VWL-Fakultäten fluten.

          Die Infrastruktur befindet sich zu großen Teilen in bedenklichem bis erbärmlichem Zustand. An der A45 müssen sämtliche 60 der Brücken ersetzt, also neu gebaut werden. Halb Deutschland ist ein riesiges Funkloch oder muss sich mit 3G begnügen – einmal mehr Schlusslicht in Europa. Vom Breitbandausbau ganz zu schweigen, hier schauen wir nur blass vor Neid auf Länder wie Rumänien, Moldawien oder Chile.

          Aufbauend auf diesem beeindruckenden Lebensstandard und mit all den tollen Möglichkeiten, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat, lasst es uns angehen! Was heißt „uns“, Euch natürlich, Ihr jungen Grün-Spunde. Wir alle über 40 haben bereits Übermenschliches – oder heißt es Unmenschliches? – geleistet, um all die tollen Errungenschaften zu hinterlassen. Erfindet Ihr nun den Warp-Antrieb, baut eine Dyson-Sphäre. Aber macht es sachgerecht, begeht nicht dieselben Fehler und Versäumnisse wie wir. Denkt an Eure Kinder! Vergesst nicht den engen Zeitrahmen, der noch verbleibt. Und seid nachsichtig mit uns, wenn wir noch ein paar Dekaden die Dreckschleuder spielen. Das ist gelebte Freiheit und Menschenwürde auf höchstem Niveau.

  6. @ Helix52

    Jede Argumentation fußt auf Vorwissen und Einstellungen zur diskutierten Frage. Ihnen scheint entgangen zu sein, dass die Umwelt in den kapitalistischen Ländern weitaus weniger belastet worden ist, als in den sozialistischen Ländern. Das in armen Ländern, weniger Möglichkeiten bestehen, auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen, ist nicht nur eine Annahme, sondern jeden Tag zu beobachten und historisch nachvollziehbar.

    Da Umweltschutz ein neuer Gedanke ist (insbesondere Klimaschutz) ist es nicht sinnvoll, auf historisch hochgerechnete CO2-Verbräuche zu schauen und daraus etwas ableiten zu wollen. Im Gegenteil: die gegenwärtige Migration zeigt ja gut, dass sehr viel Menschen so „schön umweltschädlich“ leben wollen wie wir. Hätten ihre Vorfahren die Möglichkeiten unserer Vorfahren gehabt, und CO2 produziert, sollten wir ihnen jetzt Asyl verweigern, weil sie den Planeten so gestresst haben? Diese Schuldkomplexe bringen nichts.

    Sie sind eine Minderheit in den reichen Ländern, die der Klimafrage einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Sie können das, weil sie materiell abgesichert sind. Müßten Sie Holz verbrennen, um nicht zu erfrieren, würden sie es wohl tun. Ein Desaster für die CO2-Bilanz, aber Sie sehen einen weiteren Tag.

    Ich sage, es ist normal, dass man sich anfängt um die Umwelt zu kümmern, wenn man seine eigenen Probleme gelöst hat. Deshalb ist es notwendig, das die Menschheit insgesamt auf ein höheres Wohlstands- und Bildungsniveau gelangt.

    Der Weg dahin führt aber über die Freiheit des Individuums. Es ist immer dieses Individuum gewesen, dass uns mit neuen Ideen und Tüfteleinen vorangebracht hat, nicht die großen Konzerne.

    Und auf diesem Wege gehört eben auch dazu, diesen von Ihnen anscheinend so gehassten Raptor fahren zu können. Niemand anders als der, der sich für den Wagen entscheidet, hat darüber zu befinden (das ist die moralische Ebene, die Sie anders sehen), aber es gilt auch, dass niemand anders sinnvoll diese Entscheidung zentral regeln kann.

    1. Vielleicht gibt es ja bald einen Elektro Raptor ;-)

      Der benötigt dann zwar eine Batterie in der Größe einer Garage und wahrscheinlich 2 Windräder und eine PV Anlage, um ihn zu laden, sowie ein Kohle- oder Gaskraftwerk an den Tagen wo keine Sonne scheint und kein Wind weht.

      Aber damit wäre er zumindest kein Spritschlucker mehr und umweltfreundlich :-)

  7. @ Jonas, hast vielleicht vergessen, dass alle Häuser die sich unsere Vorfahren und jetzige ältere Generation durch harte Arbeit während eines Lebens erarbeitet haben und jetzt sehr viel wert sind der nächsten Generation in die Wiege gelegt und vererbt werden.Die heutige Jugend hat riesige Möglichkeiten im Verhältnis zu den jetzigen Rentnern.Die heutigen Jungen , die die ältere Generation als Umweltzerstörer betiteln ,sollten bedenken,dass sie im Alter von 30 Jahren mehr Energie konsumiert haben als die Älteren währen des ganzen Lebens.

    1. Nachweise, Quellen? Oder wieder einmal mehr eine reine Behauptung?

  8. @ Jonas ,wenn man es selbst erlebt hat braucht es keine Quelle.
    Heizung und Badezimmer erst in den 60er Jahren .
    Erstes Handy ( nur Telefon mit 5 Minuten Sprechzeit mit Unterbrüchen) in den 80er Jahren.
    In der Kindheit kein Sport sondern Hilfe zuhause ( wäre heute Kinderarbeit)
    Die heutige Gesellschaft würde mit solchen Verhältnissen ausrasten und in Bürgerkrieg enden.
    Haben denn nicht schon die Corona- Einschränkungen auf hohem Niveau gezeigt ,dass das verwöhnte Volk nicht mehr leidensfähig ist.Gerade in DE könnten einige Kriegsveteranen von heutigen Verhältnissen nur träumen.
    Die Erklärungen von @ Felix bestätigen den Sachverhalt weitgehend.

  9. @Ü70 Bürger, ich rede von den Generationen, die ab etwa 1945 geboren wurden. Diese konnten also frühestens in den 70er Jahren ihre eigenen Häuser bauen. Die waren selbstverständlich beheizt, sei es mit Öl-Zentralheizung, Einzelöfen (Holz, Öl, Kohle) oder Nachtspeicheröfen. Egal, Energie ist Energie, über Luft- und Umweltverschmutzung dieser Heizungen müssen wir nicht weiter reden. In die Wiege gelegt und vererbt wurden oder werden diese Immobilien der nachfolgenden Generation, also unseren Eltern oder, je nach Alter und Paarungsfreudigkeit im Zeitalter der sexuellen Revolution, sogar den Großeltern.
    Derart alte Häuser stellen schon heute eher eine Belastung dar, da sie aufwändigst saniert und umgebaut werden müssen. Nicht selten muss der Erbe seine Geschwister in der Erbengemeinschaft auszahlen, da meist nur einer das Haus bewohnt. Sehr viel wert ist bestenfalls das Grundstück, allerdings nur, wenn darauf neu gebaut werden kann, also nach Abriss der alten Immobilie, was ebenfalls sehr teuer kommt.

    Der Energieverbrauch heute ist auf dem Niveau wie Anfang der 70er Jahre. Dies beinhaltet alle Sektoren, also Strom, Heizung, Verkehr… Zu behaupten, ein junger Mensch heute hat mit 30 Jahren bereits mehr Energie verbraucht, als Generationen vor ihm im ganzen Leben, ist angesichts dieser Tatsachen mehr als fragwürdig. Und wenn der alte Hippie in den 70er und 80er Jahren mal die halbe Nacht bei feierlicher Beleuchtung mit 100 Watt-Glühbirnen oder Halogenlampen den 400 Watt Röhrenverstärker wummern ließ, während im Hintergrund als Ambiente der Röhrenfernseher lief, hat er vermutlich mehr Strom verbraten, wie ein junger Mensch heute mit Tablet, Smartphone und Earpod im Jahr verbraucht.

    Also erzählen Sie hier keine Märchen, halten Sie sich lieber an die Tatsachen.

    1. Hallo Jonas, verschwende deine Energien nicht an faktenresistente Opas, die eine gummiartige Resilienz gegenüber der Realität entwickelt haben. Wir können tausend Fakten liefern, am Ende prallt alles an einer unscharfen Formulierung, einem Nebensatz, zwei unbedacht gewählten Worten ab. Oder, wenn gar nichts mehr geht, am Totschlagargument unseres Alters.

      Wir Rotzlöffel:innen sollen nicht ständig kritisch hinterfragen, auch wenn unser Wissensstand anderes beweist. Früher, in guten Zeiten, war das frech und unverschämt. Da gab es mal eine ordentliche Schelle zwischen die Ohren und zwei Wochen Isolationshaft im Minizimmer. Gut für Disziplin und Respekt, oder so.

  10. @ Jonas, ich rede aus Erfahrung und sie sind der Märchenerzähler. Der weltweite Energieverbrauch hat sich seit 1970 verdreifacht.
    Etwa 1/ 3 des heutigen Stromverbrauchs geht zu Lasten der IT- Branche, die es damals noch gar nicht gab.Im übrigen werde ich mit solchen Anfängern nicht mehr diskutieren.

    1. @Ü70 Bürger, Sie müssen auch nicht diskutieren, es reicht, wenn Sie nur zuhören.
      Fast alle Menschen meiner Generation haben noch (Ur)Großeltern, mit denen sie reden und nach deren Erfahrungen und Erlebnissen sie fragen. Und da ist ganz etwas anderes zu hören, als die Märchen, die Sie hier etwas beleidigt zum besten geben.

      Wir reden hier von Deutschland oder bestenfalls Europa, nicht vom weltweiten Energieverbrauch (der sich etwa 2,7x erhöht hat und an dem China einen Anteil von 25% hat). Die Weltbevölkerung 1970 lag übrigens bei 3,7 Milliarden, heute sind es 8 Milliarden.
      Wie viel Strom im gesamten Energiemix wofür verbraucht wird, ist vollkommen irrelevant.
      Sie erzählen ja schließlich das Märchen, dass ein junger Mensch heute mit 30 Jahren bereits mehr (Gesamt)Energie verbraucht hat, als seine Eltern oder Großeltern in ihrem ganzen Leben. Die harten Fakten sprechen aber leider eher das Gegenteil.

  11. @Ü70 Bürger, lass es sein. man merkt wie undankbar die jungen menschen von heute sind.
    die nächste generation nationalsozialisten werden nicht braun sein, eher grün.

    1. „…generation nationalsozialisten werden nicht braun sein, eher grün“

      Dann sollte man sie Grünsozialisten nennen :-)

      Das grünsozialistische Weltbild hat doch nur gutes im Sinne. Versuchen wir es mal zu beschreiben:

      1. Nationale Identitäten und Zugehörigkeitsgefühle wurden und werden abgeschafft.
      2. Wir sind ein bunter Planet der sich durch friedliche Koexistenz auszeichnet. Deswegen benötigen wir auch keine Grenzen mehr und auch keine Armee.

      3. In nicht allzu ferner Zukunft werden 8 Milliarden Menschen im Einklang mit der Natur nach unserer Vorstellung auf diesem Planeten leben (mit unserer ist die Bevölkerung gemeint, welche auf dem Gebiet der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland lebten). Natürlich ohne das wir hier (ehemals Deutschland), Wohlstandseinbußen erleiden. Hier (also ehemals Deutschland) hat man doch Mindestens einen Anspruch auf ein 50Tausend Euro oder mehr teuren Elektrowagen, ein énergieautarkes Haus etc. und das alles weil man ein Studium in der Geisteswissenschaft mindestens mit 1 Plus mit Sternchen vorweisen kann.

      usw.

      Wenn das ein Außerirdischer lesen würde (falls es sie den geben möge), dann würde der sich wahrscheinlich an den Kopf (wenn er denn einen hätte) fassen und sich totlachen.

      1. @Grünsozialist

        Bei dem Schwachsinn, den Sie und Ihre Vorredner hier schreiben, fasst sich nicht nur ein Außerirdischer an den Kopf. Ob das zum Totlachen oder überhaupt originell ist, sei einmal dahingestellt.

        1. Das ist Satire und damit Kunst.

          Sie Kunstbanause ;-)

      2. @grünsozialist.

        – In nicht allzu ferner Zukunft werden 8 Milliarden Menschen im Einklang mit der Natur nach unserer Vorstellung auf diesem Planeten leben.

        zuerst müsst ihr mal lernen, im einklang mit menschen zu leben, insbesondere mit der älteren generation.

        ihr jungen menschen seid noch rohlinge, ihr seit aufgewachsen im world wide web, mit pc, handy und playstation.

        ihr seid noch menschlich rohlinge, die ältere generation müsste für euch wie diamanten sein von denen man etwas übers leben und menschsein erlernen kann.

        und ihr wollt die probleme dieser welt lösen.
        mit sprüchen wie enteignung ( kevin kühnert ),
        oder drecksschleuder ( für suv fahrer ) uvm.

        und trotzdem tut ihr mir leid. ihr habt nicht das schöne leben gehabt wie wir älteren. ob als kind, jugendlicher oder junger mensch.
        wir haben alle sehr schöne erinnerungen an die vergangenheit, die wird ihr sehr wahrscheinlich nicht haben.
        von daher, tut ihr mir wirklich ein stück weit leid.

        und ich wiederhole mich, in der politik müssen mehr ältere menschen das ruder übernehmen. frauen oder männer die verheiratet sind, kinder haben, enkel haben.
        wenn ein lauterbaxh oder ex gesundheitsminister spahn, kinder oder enkel gehabt hätten, und der lauterbach von einem enkel gesagt bekommen hätte opi, bitte bitte ich hab angst vor der impfung, dann hätte lauterbach von wissensxhaftlern von beiden seiten sich informationen reingeholt und andere entscheidungen getroffen.

        naja,
        vg md

        1. @ md

          Tipp: Googeln Sie mal Ironie und Satire :-) Vielleicht fällt Ihnen dann etwas auf? ;-)

          1. hallo grünspezialist :),
            also zb.

            was ist die ezb –
            a)satire,
            b) ironie oder
            c) eu zentralbank

            oder
            aussenministerin baebock stellt greenpeace dame ( ohne deutsche pass ) als rechte hand ein.
            a) satire
            b) ironie
            c) politik

            sehen sie, auf anhieb ist alles schwer zu erkennen. ;)

            vg
            md

          2. @ md

            „sehen sie, auf anhieb ist alles schwer zu erkennen. ;)

            Ich erkenne nur auf anhieb, dass sie Ironie und Satire nicht verstanden haben.

            Das ist allerdings auch Lustig.

        2. @ md

          Es gibt übrigens auch noch bodenständige junge Menschen, die durchaus realistischer über die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten denken. Das könnte auch die Mehrheit sein, nur schreit diese Mehrheit nicht so laut.

          Nicht alle sind verwöhnte Schnösel, die in erster Linie ihr eigenes Wohl im Sinne haben, aber einen soziales Kostüm tragen und behaupten die Welt zu verstehen.

          Wenn Geld teurer wird, werden sich einige Träume dieser verwöhnten Schnösel in Luft auflösen. Und die Wahrscheinlichkeit, das Geld teurer wird, nähert sich der 100 % an.

        3. @md, „ihr seit aufgewachsen im world wide web, mit pc, handy und playstation.“
          Sagt einer, der von Vormittag bis 02:23 Uhr nachts im Internet herumgeistert und vor Müdigkeit schon ständig die X- mit der C-Taste verwechselt.

  12. wenn ich mal revue passiere.

    da gings um die hohen energiekosten, und da schreibt glaube ich ein @euro crasher:

    er würde in griechenland arbeiten und hat sich beschwert, daß das das volk wegen den hohen energiekosten sich lauthals beschwert hätte und der staat finanzielle unterstützung zugesagt hätte.

    kann dem guten mann nicht jemand sagen das dies in einer demokratie normal sein sollte.
    ich verstehe ihn, er hat gehofft das im staatsfernsehen ein politiker sagt: die energiekosten steigen ? ja super das ist gut so. zieht zwei pullover übereinander.

    vg md

  13. @ Grünsozialist, ja die jungen verwöhnten Schnösel haben ein Problem wenn die Zinsen von Minus auf leicht Plus steigen. Wir alten Opas, die gemäss der Anna Luisa Tante faktenresistent sind, haben von 1990 bis 1995 Hypozinserhöhungen von 4,5% bis auf 9% erdulden müssen. Weil man hoffte,dass die Jugend es einmal danken werde hat man noch den letzten Cent für Heizung ausgegeben.In dieser Hinsicht hat @ md mit seinen Kommentaren Recht.
    P. S. Der Moralist / Gutmensch der hinter dem Nicknamen Anna Luisa steckt und Opas verhöhnt und bei andern bei jeder Aussage Wortklauberei betreibt, sollte einmal in sich gehen.

    1. Hallo md Versteher, wo Anna Luisa draufsteht, ist auch Anna Luisa drin.

      Und wer auch immer hinter Ihrem Nickname steckt, sollte sich mit seinen Phrasen und Fantasien etwas mäßigen. Auch wenn es schwer fällt, schützt auch das Privileg des Alters nicht vor Fakten. Da hilft es nur wenig, militärisch-zackig überholte Disziplin- und Moralvorstellungen in die Welt hinauszubellen und blumig mit charmanten Komplimenten wie KZ, Lenin, Nationalsozialisten und verwöhnten Schnöseln zu untermalen. In der Hinsicht haben wohl die eigenen Eltern bei der Erziehung das Thema Umgangsformen versäumt?

      Was wissen Sie denn schon über Jonas oder mich? Erst kürzlich wurde mir von @md eine lieblose Erziehung, Geisteskrankheit, Gefühllosigkeit und Unreife unterstellt. Nach einer erfreulichen und überraschenden Entschuldigung, die ich etwas naiv für aufrichtig und einsichtig hielt, feuert er nun mit noch übleren Geschützen wie zukünftige Nazis weiter.
      Tja, das ist wohl der Naivität und fehlenden Erfahrung der Jugend geschuldet. Doch wir lernen schnell, in Zukunft weiß ich ganz genau, wie die Aufrichtigkeit und Einsicht alter Männer einzuschätzen ist. Leider bleiben dabei Werte wie Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt auf der Strecke. Doch nur so sind wir am Ende erfolgreich, nicht wahr?

    2. @md Versteher – Es kann nur einen geben!
      Wer grün ist und seine Muttersprache passabel beherrscht, kann nur Der Eine sein. Der Gutmensch, der Moralist, der Wortklauber, der highe Greenlander…
      Wie gaga und paranoid ist das denn? Gehen Sie mal ruhig selber ganz tief in sich 😂🙈

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