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S&T AG nach Stellungnahme – das überzeugt kaum – Aktie im Keller

Gestern war die Aktie der österreichischen IT-Firma S&T AG brutal abgestürzt von 19 Euro auf 12,42 Euro im Tief. Denn der inzwischen berüchtigte Shortseller Fraser Perring hatte gestern auf Twitter ein wahres Feuerwerk an Vorwürfen gegen die S&T AG niederregnen lassen. Er setzt auf fallende Kurse in der Aktie und sprach von Betrug und Korruption. Es brauche eine ernsthafte Prüfung sowie eine strafrechtliche Untersuchung. Auch monierte Fraser Perring die Qualität von Zukäufen, das Wachstum sowie die Bilanz bei S&T.

Heute ist die Aktie gerade mal 4 Prozent im Plus. Dies ist nur eine minimale Erholung nach dem gestrigen brutalen Kursabsturz. Der TradingView Chart, der bis zum Jahresanfang zurückreicht, verdeutlicht die Dimension des gestrigen Einbruchs in der Aktie. Die aktuelle Erholung ist so minimal, dass sie im Chart kaum. zu erkennen ist. Die gestern Abend erfolgte Reaktion der S&T AG auf die massiven Vorwürfe konnte die Börsianer offenbar nicht wirklich überzeugen. Denn ein knallharter Widerspruch klingst irgendwie anders. Hier die Aussagen der Firma im Wortlaut:

Der Technologiekonzern S&T (http://www.snt.at, ISIN AT0000A0E9W5, WKN A0X9EJ, SANT) hat erfahren, dass heute von der Viceroy Research Group ein Short Report über die Gesellschaft veröffentlich wurde, wobei der wesentliche Grund für den Bericht nicht in der operativen Performance der S&T Gruppe liegt, sondern in angeblichen, teilweise mehr als 10 Jahre zurückliegenden, Compliance-Verstößen. Es gab vor der Veröffentlichung keinerlei Kontakt zwischen Viceroy Research und der S&T AG.

Die S&T AG ist gerade dabei, den Bericht im Detail zu analysieren und benötigt dafür etwas Zeit, da einige Vorwürfe alte Vorgänge aus der Zeit vor dem aktuellen Management der S&T AG betreffen und weder mit dem aktuellen Management, noch der S&T AG selbst in Verbindung stehen. In den nächsten Tagen werden wir den Bericht und die enthaltenen Vorwürfe intern und extern im Detail prüfen und anschließend mit einer ausführlichen, öffentlichen Stellungnahme, als auch einem konkreten Maßnahmenpaket zurückkommen.

Hannes Niederhauser, CEO der S&T AG: „Wir bestätigen, dass die operative Performance der S&T AG im Bereich der aktuellen Guidance für das Geschäftsjahr 2021 liegt. In Bezug auf die erhobenen regulatorischen Vorwürfe kann ich nach erster Durchsicht festhalten, dass mit Ausnahme von der S&T Rumänien, wo es Untersuchungen gegen mehrere Marktteilnehmer wegen angeblicher Preisabsprachen in Vergabeverfahren gibt, gegen keine Gesellschaft der S&T Gruppe rechtliche Verfahren, wie im Bericht angeführt, seitens der zuständigen Behörden eingeleitet worden sind.“

Fraser Perring weist bezüglich der Unternehmensreaktion darauf hin, dass seine Recherchen sich auf die letzten 3 Jahre beziehen, und nicht wie von S&T behauptet auf die Zeit vor der Tätigkeit des jetzigen Managements.

Chart zeigt Kursverlauf der S&T AG seit Jahresanfang



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