Die deutsche Industrie steckt viel tiefer in der Krise, als es die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt vermuten lassen. Dies liegt zu großen Teilen an Dienstleistungen, die die Schwäche in der Industrie überdecken. Nicht nur die Chemieindustrie ist arg angeschlagen (wir berichteten gestern). Auch die Stahlindustrie ist angezählt. Heutige Daten zur Stahlproduktion für das erste Halbjahr 2025 zeigen massive Rückgänge.
Im ersten Halbjahr ist die deutsche Stahlproduktion im Jahresvergleich um 11,6 % au 17,1 Millionen Tonnen gesunken, so meldet es aktuell die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl). Und, so betont der Verband, auch das Vorjahr 2024 sei bereits überaus schwach gewesen. Also nochmal ein weiterer Rückgang von bereits tiefen Niveaus! Die Stahlunternehmen leiden demnach besonders unter der schwachen Inlandsnachfrage aus zentralen Abnehmerbranchen wie Bau, Maschinenbau und Automobilindustrie. Diese liegt – hochgerechnet auf das Jahr – mit rund 29 Millionen Tonnen aktuell historisch niedrig.
Die Lage der Branche bleibe extrem angespannt. Der Produktionseinbruch der Branche zeige, wie dramatisch es um den Industriestandort Deutschland steht, so der WV Stahl. Die Rohstahlproduktion liegt laut Verbandsaussage auf dem Niveau der Finanzmarktkrise im Jahr 2009. Vor allem die hohen Energiekosten würden die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Stahlproduktion nach wie vor massiv belasten. Politisch müsse jetzt alles darangesetzt werden, für energieintensive Industrien wie die Stahlindustrie einen international wettbewerbsfähigen und langfristig verlässlichen Strompreis zu sichern.
Ein erster, dringend nötiger Schritt ist dabei laut WV Stahl die schnelle Senkung der Übertragungsnetzentgelte. Diese sei zwar von der Koalition für Anfang 2026 angekündigt worden – für Elektrostahlwerke sei das jedoch zu spät. Erste Entlastungen müssten noch in diesem Jahr kommen. Auf europäischer Ebene brauche es dringend die Umsetzung der im Stahl- und Metallaktionsplan schwarz auf weiß stehenden Maßnahmen für die Stahlproduktion. Denn die negativen Auswirkungen der weiterhin ungebremst und vor allem in Asien wachsenden globalen Überkapazitäten führen zu einer außergewöhnlichen Belastung der Stahlunternehmen in Europa. Deutschland, als der Mitgliedstaat mit der größten Stahlproduktion, spürt die Folgen des daraus resultierenden Importdrucks besonders deutlich, so Verband.
Eine Chance, um die so dringend benötigten konjunkturellen Impulse zu setzen, sieht der Verband im Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz der Bundesregierung. Entscheidend sei die Umsetzung. Die öffentliche Beschaffung müsse jetzt konsequent auf Made in Germany und EU ausgerichtet werden.
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Mal auf die Produktion von Stahl mit Wasserstoff umstellen.
Dann geht es noch schneller gegen die Wand.
Ein Ende mit Schrecken…..
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
komisch, dass das ein anderes Land, was du ganz toll findest, genauso macht:
China
Sind die auch dumm?
@chinese, wo auf der Welt wird zu international wettbewerbsfähigen Marktpreisen, ohne staatliche Subvention produziert? Wo ? Nur eine Kalkulation würde reichen, ansonsten hören sie auf hier
Fake News zu produzieren. Es wird keinen grünen Stahl (Wasserstoff ) geben.
Es gibt jetzt 30 Jahre EE mit massiver Staatskohle ,und ? Die ersten Anlage sind schon schrottreif und wieviel Primärenergie wurde durch EE ersetzt ? Ohne Subvention. Null Narda Nix.
Das ist ein totes Pferd und maximal Beimischung in der Mischkalkulation .
Das hier immerwieder die Ideologen reinstolpern ,erzählen sie da den Omas und Opas im deutschsprachigen ÖRR,aber bitte
nicht hier.
@Klempner, d
u hast dir eine kleine Festung gebaut: aus Pseudo-Kalkulationen, Markt-Purismus und einer tiefen Abneigung gegen alles, was nach Veränderung riecht. Du tust so, als würdest du in den Maschinenraum der Weltwirtschaft blicken – dabei sitzt du nur auf der Reling und brüllst gegen den Wind, dass der Kurs falsch sei.
Dein Credo „Nur eine Kalkulation würde reichen“ wirkt wie der hilflose Versuch, Komplexität auf Zahlen zu reduzieren, die du selbst nie lieferst. Jeder Energiesektor – fossile, nukleare, erneuerbare – ist subventioniert. Die Frage ist nicht ob, sondern wofür. Aber du blendest das aus, weil dein „totes Pferd“-Narrativ dir das Gefühl gibt, Herr der Lage zu sein.
Und dann diese Szene: „Erzählen Sie das den Omas und Opas im ÖRR, aber nicht hier.“ Klingt fast rührend – als wäre dieser Kommentarbereich deine letzte Bastion gegen eine Welt, die nicht mehr so funktioniert, wie du sie verstehst. In Wahrheit ist das dein größter Horror: dass die „Ideologen“ nicht reinstolpern, sondern längst das Haus übernehmen, in dem du immer noch glaubst, der Hausherr zu sein.
Deine Pose als Anti-Ideologe ist dabei besonders reizend. Du merkst nicht einmal, dass du längst selbst zum Hohepriester einer Ideologie geworden bist: fossiler Status quo, verpackt als Technikrealismus.
Aber keine Sorge. Erzähl weiter von toten Pferden. Während du redest, satteln andere längst neue.
@Oblivion,sie sind anscheinend neu hier, was für Hausherren ? In meinem Haus kommt der Strom aus Solarpanele und LiFePo4 Akkus . Soviel mal dazu.
Merksatz : Der Markt hat immer Recht. The economy ,stupid.
Das tote Pferd ist nicht rentabel,noch nicht.Auch nach 30 Jahren nicht.Wir haben den Lebenszyklus damit berechenbar. Die zukünftigen Energien sind noch gar nicht greifbar.
Mit Bezug auf Elektrifizierung ,Praktikabilität und Quantität mit hoher Wahrscheinlichkeit mit hohem Anteil Nuklear.
Ich bin nicht für Vorschläge verantwortlich.
Ich komme dann auf den Plan ,wenn Agitatoren versuchen dem kleinen Mann für ihre eigenen geistigen ideologischen Minderleistungen in die Tasche zu greifen. Und das auch noch für Ziele Dritter,deren sich die Agitatoren nicht einmal bewusst sind. NI s eben.
Man sollte inhaltlich zwischen „End of oil“ und “ Klimagedöns“ und systemischen Erfordernissen unterscheiden können.
Wem nutzt es und wer braucht es ? Da ansetzen und dann hier raushauen.
Sie verars. euch ………..alllllle………….
@klempner, aktuelle News und Fakten zum „Klimagedöns“
Seit einigen Wochen dominiert in den polaren Breiten Nordskandinaviens eine gravierende Hitzeglocke die Temperaturen. Je weiter nördlich, desto heißer wird es. Mittlerweile herrschen dort schon nachts örtlich rund 25° C und tagsüber in den Spitzen um die 35° C. An mehreren Orten nördlich des Polarkreises wurden Allzeittemperaturrekorde gemessen.
Touristen und auch Kinder mit Schwimmspielzeug baden inzwischen im Nordmeer – wohlgemerkt in Badeklamotten, und nicht wie um die Jahreszeit üblich, im Neoprenanzug.
Ich weiß, das darf und sollte man gar nicht erwähnen, weil es völlig normal ist. Schließlich soll es so etwas vor 500 Millionen Jahren auch schon mal gegeben haben 😏
Vor 5 Wochen: https://s.w-x.co/de_wetter_we4.jpg
Aktuell: https://s.w-x.co/util/image/w/de_hitzewelle_juli_new.jpg
Ach, und das hat nichts damit zu tun, das die Importe aus Nicht-EU-Staaten (sprich China) steigen? Ein Land, was potentiell 400 Mio Tonnen Stahl exportieren kann?
Tschinese
Ja, kann ja auch jeder tun.
In Spanien kostet von 0:00 bis zu 8:00 und 24 Stunden an Sonn- und Feiertagen, selbst für Haushalte der Strom nur 6 Cent/KW plus Mehrwertsteuer.
Da mag ich gar nicht erahnen wollen, was der Gewebestrom in Spanien nur kostet.
Aber einfach mal in Deutschland ausprobieren wie es klappt und dann Käufer am Markt finden.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
wen interessiert Spanien? Poste doch so etwas, wo sich Spanier austauschen.
Ich verstehe nicht wirklich, warum die Energiekosten die Ursache sein soll, respektive die hohen Energiekosten.
Wir wissen, Strom ist teurer geworden, Gas auch, Öl eher nicht…
Aber:
Stahl wird mit Koks in Hochöfen reduziert. Ist der Koks bzw. die Vorstufe Kohle plötzlich so teuer?
Ich glaube eher, dass wir mit der Überproduktion aus China nicht mithalten können. Und die Amerikaner können das glaube ich auch nicht, daher war ja da irgendwas mit Zöllen…
Zur oben erwähnten Wasserstoffdirektreduktion: Die war wohl überambitioniert und hat auch Geld versenkt, stand jetzt (wenn sie nicht umgesetzt wird). Aber das kann unmöglich der Grund für die Krise in der Stahlindustrie sein, meines Wissens nach hat nur Thyssenkrupp ein Pilot, andere leiden aber genau so. Man sollte nicht so technologiefeindlich sein. Die H2-Reduktion macht dann Sinn, wenn der Wasserstoff verfügbar ist, was er nicht ist, noch nicht.
Hallo @ Sonnenanbeter
ich habe Tschinese auf nachfolgend kopierten Kommentare geantwortet.
Was ist daran falsch?
…Tschinese
18. Juli 2025 13:49 Uhr
@Helmut
komisch, dass das ein anderes Land, was du ganz toll findest, genauso macht:
China
Sind die auch dumm?…
Er ist dann wohl zu dumm, die Frage richtig zu stellen.
Aber zu Deiner Frage.
Energiepreise sind in Spanien nicht so das Thema.
Natürlich gibt es in Spanien auch Ideologen die gegen jegliche Vernunft handeln. Der Stromausfall ist ein Beispiel dafür; und es wird noch öfter vorkommen. Zumal gerade in Andalusien die Sonneneinstrahlung um die Mittagszeit etwa 70 % höher ist als in Deutschland. Und genau dann ist Siesta in Spanien.
Aber man lässt nun die AKWs weiterlaufen.
Ich kann Dir aber nicht schreiben, auf welchen spanischen Seiten ich auch schreibe, denn das würde von hier einige Kommentatoren anziehen, dessen substanzloses Gelaber besonders negativ bei den Spaniern auffallen würde.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
und was genau hat Spanien mit Deutschland oder China zu tun? Nichts.
Helmut, niemanden interessiert, was in Spanien passiert. Ein Land, was weniger reich ist als Deutschland, Altersarmut wesentlich verbreiteter ist , als bei uns, mehr Arbeitslosen gibt, es Black Outs gibt (obwohl ja nur Deutschland davon betroffen sein sollte) und es es einen armen, verbitterten Helmut gibt, der alles schlecht reden muss, weil er selber so arm dran ist. Und mit seinen paar Goldunzen prahlen muss.
Eine Runde Mitleid!
Sonneanbeter
Immer noch nicht verstanden? Ich bin danach gefragt worden.
Warum mischen Sie sich da überhaupt ein, wenn ich eine Frage beantworte?
Sie können ja Ihren Blödsinn ruhig schreiben.
Aber lassen Sie mich bitte damit zufrieden.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@leftutti
„Klimagedöns“, „Covidgedöns“.
Merkwürdig, dass noch keiner an „Krebsgedöns“ und „Herzinfarktgedöns/Schlaganfallgedöns“ gedacht hat.
Wissenschaft wird gerade abgeschafft, folglich auch so unangenehme Wahrheiten wie die Krebserkrankung oder der Herzinfarkt oder Schlaganfall..
Schließlich wird beinahe jeder von uns entweder an dem einen oder an dem anderen sterben.
Das zu leugnen traun sie sich noch nicht…noch…
Trump wird den Krebs abschaffen…weil Fake.
@Columbo, nach allem, was aus der Querdenker- und Klimaleugnerszene bisher an wissenschaftlichen Ergüssen zu lesen und zu hören war, würde es mich nicht verwundern, wenn man die Ursachen für Krebs, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Übergewicht und Bluthochdruck demnächst dem Infraschall von Windrädern und irgendwelchen mysteriösen „Vibes“ von Sonnenkollektoren und PV-Anlagen zuschreibt.
Jetzt, da die alternative Wissenschaftsgemeinde schon die Hauptursache für Feinstaub bei den paar Pelletheizungen und bei E-Autos verortet hat, wäre das der nächste konsequente Schritt 🙈🍌