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Statistiker ändern „Warenkorb“ für Inflationsberechnung – Mietkosten weniger wichtig, unfassbar!

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Ja, Deutschland, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für Statistiker. Denn wir nehmen ja alles so hin, was uns vorgesetzt wird. Zum Beispiel können die Statistiker ganz aktuell einfach so behaupten, dass die Kosten der Bürger für Wohnungsmieten in Relation zu anderen Kosten an Bedeutung verloren haben. Und deswegen könne man den Anteil der Wohnungsmieten im Warenkorb auch absenken, der für die Inflationsberechnung maßgeblich ist.

Unfassbar, möchten wir sagen. Das Statistische Bundesamt hat aktuell die Inflationsberechnung über den Warenkorb angepasst. Der Witz ist: Wer nur die Headline-Aussagen vom Statistischen Bundesamt übernimmt, der sieht genau das Gegenteil in Sachen Wohnen. Denn dort liest man, dass der Anteil für „Wohnen“ im Warenkorb sogar gestiegen ist von 31,7% auf 32,5%. Toll. Also darf man davon ausgehen, dass die Statistiker den seit Jahren drastisch steigenden Mieten Rechnung tragen, und sie für die Inflationsberechnung etwas stärker berücksichtigen? Falsch! Denn die Statistiker schreiben auch Zitat:

Die größte Abweichung zwischen dem neuen und alten Wägungsschema liegt im Ausgabenanteil für Wohnen vor. Die Steigerung um 0,8 Prozentpunkte (von 31,7% auf 32,5%) von der Basis 2010 auf die Basis 2015 ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass die Garagenmiete von dem Bereich Verkehr zu dem Bereich Wohnen umsortiert wurde. Der Wägungsanteil für den Teilbereich Nettokaltmiete ist hingegen gesunken. Grund hierfür ist, dass die Ausgaben für den Teilbereich Mieten weniger stark gestiegen sind als die Ausgaben für den gesamten Warenkorb.

Alles klar? Also steigt der „Wohnen“-Anteil im Warenkorb nur deswegen, weil die Statistiker die Mietkosten für Garagen jetzt mit zu den Wohnkosten zählen. Und sie behaupten doch glatt, dass die Ausgaben für die Wohnungsmieten (Nettokaltmiete) weniger stark gestiegen sind als alle anderen Ausgaben im Durchschnitt. Das darf man mit gesundem Menschenverstand doch anzweifeln, oder? Der Alltag draußen in der realen Welt sagt etwas anderes.

Das bedeutet im Klartext: Wenn die Mieten kräftig weiter steigen, werden sie die „offizielle Inflation“ weniger stark anheizen als bisher, weil die Nettokaltmieten weniger stark berücksichtigt werden. Aber der Gesamtsektor „Wohnen“, ja der ist nun stärker berücksichtigt als bislang, weil ja Garagen mit hinzu genommen wurden. Ja, wie viele normale Wohnungsmieter sind wohl auch Mieter einer Garage? Prost Mahlzeit!

Inflationsberechnung

Ach übrigens. Die Grafik zeigt auch, dass die Preissteigerungen für Nahrungsmittel und Getränke ebenfalls weniger berücksichtigt werden als bislang mit 9,7% statt vorher 10,3%. Also essen wir alle jetzt auch weniger als vorher? Steigende Lebensmittelpreise? Egal, die Inflation steigt ja nicht. Unter anderem wird als Grund für den sinkenden Anteil angführt, dass ja mehr außer Haus gegessen werde. Und dies zählt dann offenbar nicht mehr zur Nahrungsaufnahme. Tja, die Geringverdiener, ja die gehen wohl ständig ins Restaurant zum Essen? Zitat Statistisches Bundesamt:

Im Wägungsschema der neuen Basis haben Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke einen Ausgabenanteil von 9,7 %. Nach alter Basis lag dieser Anteil bei 10,3 %. Bei diesem Rückgang spielen mehrere, teilweise auch gegenläufige Effekte eine Rolle. Grundsätzlich ist es ein typisches Phänomen in entwickelten Industrienationen, dass die Ausgaben für Nahrungsmittel gemessen an den Gesamtausgaben immer kleiner werden. Verbraucherinnen und Verbraucher mit hohem Einkommen geben relativ gesehen immer weniger für Nahrungsmittel aus. Haushalte mit vergleichsweise niedrigem Einkommen reagieren vermutlich auf überproportional steigende Preise und steigen auf Güter einfacherer Qualität oder auf preisgünstigere Geschäfte um. Allerdings dürfte auch das Bewusstsein für ökologische Nahrungsmittel gewachsen sein, wodurch auch gegebenenfalls höhere Preise für Nahrungsmittel gezahlt werden. Ein weiterer dämpfender Effekt für den Anteil der Nahrungsmittel könnte sein, dass mehr außer Haus gegessen wird. Darauf deutet der höhere Ausgabenanteil bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen hin. Im Wägungsschema auf neuer Basis wenden die Konsumentinnen und Konsumenten 3,6 % ihrer Ausgaben für Gaststättendienstleistungen auf, während es im Jahr 2010 noch 0,2 Prozentpunkte weniger gewesen waren. In der Summe dieser Effekte nimmt der Anteil der Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke leicht ab.

Und was bitteschön wird nun stärker gewichtet bei der Inflationsberechnung im Warenkorb? Vor allem die Preise beim Onlineshopping. Innerhalb des Einkaufsverhaltens der Verbraucher steigt der Anteil auf 10,6% statt vorher 8,9%, weil die Menschen ja mehr online shoppen. Das ist nachvollziehbar. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Will da jemand die offiziell vermeldete Inflation niedrig halten? Ja, ja, das ist natürlich alles reine Verschwörungstheorie! Gerade im Onlinehandel ist der Preisdruck bekanntlich groß. Bleiben die Preise hier also niedrig, drückt das auf die gesamte Inflation.

Und ohhh Wunder, durch die aktuelle Revision des Warenkorbs ist die Inflationsberechnung in Deutschland für die letzten beiden Jahre spürbar nach unten revidiert worden (unterer Teil der Grafik).

Inflationsberechnung nach unten revidiert

51 Kommentare

51 Comments

  1. leftutti

    22. Februar 2019 12:25 at 12:25

    Und nur, weil Ihnen die offiziellen Daten und Fakten nicht gefallen, zweifeln Sie diese an? In welchen Größenordnungen müssten Ihrer Meinung nach die Gewichtungen liegen, damit Sie Ihre vorgefasste Meinung revidieren? Aber Sie sind ohnehin nicht bereit zu einer sachlichen Diskussion und wollen mit Ihren Artikeln nur provozieren 😉

    • tm

      22. Februar 2019 13:17 at 13:17

      jo, mal wieder nichts als Provokationen von Ihnen. Was bringt Ihnen das Trollen

      • leftutti

        22. Februar 2019 13:27 at 13:27

        Was bringt Ihnen das Trollen?
        Die Hoffnung, dass sich gebetsmühlenartig wiederholende Standardkommentare und seichte rhetorische Fragen irgendwann mal trollen 😉

        Sind Sie übrigens in den Dolomiten mit dabei? Ich freue mich schon.

        • tm

          22. Februar 2019 13:34 at 13:34

          🙂 SIE wiederholen sich doch… Es muss wunderbar sein, solch eine unveränderlich, felsenfeste Meinung, völlig unabhängig von den Fakten zu haben. Bislang dachte ich, so etwas gäbe es nur auf Seiten der AfD, aber da hab ich mich wohl geirrt. Unfassbar mit wlechem Hass Sie mich regelrecht verfolgen.

          Dolomiten?

          • leftutti

            22. Februar 2019 14:07 at 14:07

            Unfassbar mit wlechem Hass Sie mich regelrecht verfolgen.
            Paranoid?
            Auch diese Störung wird in den Dolomiten zur Sprache kommen…

      • Lars

        23. Februar 2019 00:13 at 00:13

        @tm, hm, an offensichtlichen und beleidigenden Provokationen konnte ich auf die Schnelle finden:
        Was bringt Ihnen das Trollen?
        Es könnte natürlich auch sein, dass ich wahlweise keine Zeit mehr hatte oder Ihre Pöbeleien leid war.
        Wenn ich mir den Beitrrag von 18:17 so durchlese, wäre es aber eh sinnlos gewesen, auf soviel Unsinn zu antworten.
        Heuchelei nennt man so etwas wohl.

        Trollen, Pöbeleien, Unsinn, Heuchelei, das sind tatsächlich böse, persönliche und niveaulose Anschuldigungen, die Ihnen da von anderen Kommentatoren unterstellt werden.

    • Zekeriya Zengin

      22. Februar 2019 14:44 at 14:44

      Um die Inflation zu erkennen brauche ich die scheiss Statistiken nicht. Die Entwicklung sieht jeder normaldenkende Mensch. Die reale Inflation ist weit hoeher. Gehen sie doch mal einkaufen und beobachten sie die Preise! Desweiteren sollte man die Statistik an die Produkte anlehnen die mann kontinuierlich zum Leben braucht und nicht Fernseher oder Autos reinberechnen. Denn darauf kann mann ggf verzichten. Lebensmittel, Energie,.. alles was zum taeglich Leben gehort ist wichtig!

      Noch vor 6 Monaten war das Broetschen bei meinem Baeker 0,35Eur jetzt 0,42Eur.Satte 20%. Und kommen sie mir nicht damit das dies ein Einzelfall ist und man den Warenkorb betrachten muss. Das ist alter Kaffe! Ich konnte Ihnen hier bis morgen Beispiele geben.

      • tm

        22. Februar 2019 15:16 at 15:16

        Ich kaufe mindestens einmal pro Woche ein. Ich führe Haushaltsbuch seit 2013 und kann daher eindeutig sagen, dass meine Ausgaben für Lebensmittel sehr stabil sind.

        Ok, Sie möchten nur lebensnotwendige Güter erfasst haben, andere wollen sogar Vermögenspreise mit aufnehmen. Ich finde das konzept, eines repräsentativen Warenkorbs am sinnvollsten.

        🙂 ja, das sind 20% mehr – aber ich nehme mal an, der Bäcker erhöht nicht alle 6 Monate die Preise für Brötchen, oder?

    • sabine

      22. Februar 2019 17:40 at 17:40

      Immer überall gegen alles zu sein, und trotzdem treu alle Artikel lesen und alle kommentieren – mit viel Zeit und Muße, und jedem Gegenkommentar eifrig Feuer geben, das nennt man trollen und ist für mich nur als bezahlter Service möglich.
      – Ich z.B. bin skeptisch der Automarke FIAT gegenüber bzgl. der Qualität. Ich geh deswegen auch nie auf einen Blog der FIAT-Freunde.
      – Oder Bitcoin, brauch ich nicht, hab ich nicht. Ich würde nie auf eine Webseite gehen und dort meinen Senf in jedem Artikel über die Blödsinnigkeit des Bitcoin posten. Und dann auch noch jedem Gegenkommentar hinterherlaufen…

      • leftutti

        22. Februar 2019 19:24 at 19:24

        Liebe Sabine, Sie antworten hier auf meinen Kommentar, der der erste zu dem Artikel war. Zeitdauer dafür meinerseits waren etwa 15 Sekunden.
        Ich lese bei weitem nicht alle Artikel, von denen, die ich lese, weil sie mich thematisch interessieren, kommentiere ich statistisch gesehen bestenfalls 5% absolut. Da dies keine Aussagekraft hat, es dürften etwa 0,000001% relativ im Verhältnis zur Anzahl aller hier veröffentlichten Artikel und Kommentare seit Lehman sein.

        Ich bin zudem nicht immer und überall gegen alles, bitte begründen Sie diese Unterstellung mit Fakten und konkreten Daten. Und wenn Sie dann schon am Recherchieren sind, wer genau sollte mich bezahlen, dass ich meinem Freund @tm widerspreche, wenn er mal wieder alle Artikel und Meinungen pathologisch in Frage stellen muss?
        Natürlich antworte ich auf Gegenkommentare, wenn diese in nichts anderem bestehen, als der Lüge und Unterstellung, ich möchte nur provozieren und „Trollen“ und verfolge jemanden voller Hass. Ein Begriff, den übrigens Sie vor kurzem in die Diskussion eingebracht haben und der in bester Troll-Manier von Ihrem Freund und Gesinnungsgenossen unreflektiert übernommen wurde.

        Was für Sie nur als bezahlter Service möglich erscheint, erledigen andere nebenbei in kurzer Zeit. Nehmen Sie als Beispiel den Foristen tm, der alleine hier und heute nur zu diesem einen Thema 13 Gegenkommentare abgefeuert hat (bei mir waren es 4 Gegenkommentare und ein Erstkommentar).

        Was Sie betrifft, gehen Sie offensichtlich auf dieselbe Plattform FMW, wie ich auch. Und Sie lesen offensichtlich auch dieselben Artikel und Kommentare. Auch ich bin nie auf einem Blog der FIAT-Freunde oder auf Bitcoin-Websites.

        Ich denke, wir haben daher viele Gemeinsamkeiten und verstehen uns besser, als Sie derzeit noch denken mögen. Ich würde mich freuen, wenn auch Sie zum großen Gruppentreffen in den Dolomiten erscheinen würden. Wer weiß, welch fruchtbare Diskussionen und Beziehungen dort entstehen werden, wenn wir gemeinsam die statistischen Jahrbücher seit Lehman durcharbeiten und uns von @Columbo dabei fürstlich therapieren lassen 😉

    • Ariane Miksch

      24. Februar 2019 11:48 at 11:48

      Wer lesen kann – hat mehr vom Leben.
      Sonst macht man sich lächerlich.
      Habe gestern meine Mieterhöhung bekommen.
      Für 48 m² von 493,00 Euro auf 533 Euro.
      Ganz offziell sozusagend.
      Und sachlich.

  2. Prognostiker

    22. Februar 2019 12:35 at 12:35

    Hat es da nicht einmal eine Dikussion gegeben, wie man Stistiken u. Studien zurechtbiegen kann ,dass sie dem Auftraggeber passen? Gruss an TM

    • tm

      22. Februar 2019 13:16 at 13:16

      Um Ihnen mal mit Verweis auf den Artikel zu antworten:

      „Getränke ebenfalls weniger berücksichtigt werden als bislang mit 9,7% statt vorher 10,3%. Also essen wir alle jetzt auch weniger als vorher?“

      Nein, wir essen nicht weniger, aber der Anteil der Konsumausgaben, der für Lebensmittel verwendet wird, sinkt mehr oder weniger stetig. Das ist eine seit Jahrzehnten beobachtete Tatsache – es ist eher erstaunlich, dass das hier offenbar geleugnet wird.

      • Martin

        22. Februar 2019 14:36 at 14:36

        Also das kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nicht bestätigen. Ich gebe jährlich tendenziell immer mehr aus, für Getränke und Nahrungsmittel. Bei gleichbleibenden Konsumverhalten wohlbemerkt.

        Also tm Sie scheinen mir sehr Staatsgläubig zu sein, aber es ist tatsächlich so, dass man nicht alles glauben sollte, was Papa Staat und seine Erfüllungsgehilfen einen erzählen. Und die valideste Erfahrung ist immer noch die, die man selbst im Alltag macht. Da interessiert mich die veröffentlichte Statistik herzlich wenig. Statistisch hat auch jeder Deutsche 52390 € Barvermögen in 2017 gehabt. Und ich hab mein Anteil beim sauber machen noch nicht gefunden!

        • tm

          22. Februar 2019 14:45 at 14:45

          :-.) ne, im Gegenteil, ich überprüfe so ziemlich alle relevanten Zeitreihen seit Jahren, beschäftige mich intensiv mit allen Einwänden der selbst ernannten Kritiker, lese Fachliteratur darüber etc. Aber das ist ein beliebter Vorwurf von Leuten, die nur die Zahlen glauben, die ins eigene Weltbild passen.

          Meine Mutter ist auch so eine, die fest überzeugt ist, dass alles massiv teurer wird und da sie ein Haushaltsbuch führt, ist sie noch stärker davon überzeugt – als ich die zahlen darin mal angesehen habe, gab es für ihre Vermutung allerdings keinerlei Belege…. ich bezweifle auch daher, dass „die valideste Erfahrung immer noch die ist, die man selbst im Alltag macht.“ Das Gefühl trügt zu oft.

          Aber mal kurz zurück, da hier glaube ich etwas durcheinander geht: Bei gleichbleibendem Konsumverhalten werden Sie Jahr für Jahr mehr ausgeben – das bezweifelt niemand. Die Frage ist aber, wie hoch der Anteil der Lebensmittelausgaben an allen Ausgaben ist. Wenn Sie jahr für Jahr 1,2% mehr für Lebensmittel ausgeben, aber für alle anderen Ausgaben im Schnitt 1,6% mehr ausgeben, sinkt der Anteil.

        • Michael

          22. Februar 2019 14:55 at 14:55

          @Martin, Sie Null, ich Null, leftutti Null, Prognostiker Null, tm 261.950,-, ergibt statistisch korrekt genau 52.360,- für jeden von uns. Sie müssen nur an den richtigen Stellen suchen 😉

          • tm

            22. Februar 2019 15:17 at 15:17

            🙂 Und ich dachte, Sie investieren alle so erfolgreich…

          • Michael

            22. Februar 2019 17:17 at 17:17

            @tm, Und ich dachte, Sie investieren alle so erfolgreich…
            Und was genau hat erfolgreiches Investment mit Barvermögen zu tun? Jetzt mal unabhängig davon, dass die Zahl nicht stimmt, aber dabei geht es in der Fragestellung ja auch nicht.

        • leftutti

          22. Februar 2019 15:25 at 15:25

          @Martin, glauben Sie mir, es hat keinen Sinn! Troll Müller schreibt wieder und wieder und wieder und wieder dasselbe. Dieses Thema hatten wir bereits am 24. Januar:
          https://finanzmarktwelt.de/ezb-entscheidung-nullzins-ueber-sommer-2019-hinaus-anleihe-reinvestitionen-noch-laenger-114851/
          Und wenn ihm nichts mehr einfällt, schweigt er einfach, siehe u.a. meinen Kommentar von 18.17 Uhr.

          • tm

            22. Februar 2019 15:36 at 15:36

            Wenn mir nichts mehr einfällt… aha. Es könnte natürlich auch sein, dass ich wahlweise keine Zeit mehr hatte oder Ihre Pöbeleien leid war.

            Wenn ich mri den Beitrrag von 18:17 so durchlese, wäre es aber eh sinnlos gewesen, auf soviel Unsinn zu antworten.

            Das schöne ist allerdings, dass Sie der erste sind, der mit Statistiken argumentiert, sobald die Zahlen in Ihr Weltbild passen. Heuchelei nennt man so etwas wohl.

            Faszinierend, wie Sie sich an mir abarbeiten. Wie kann ein Mensch nur so sehr hassen?

          • leftutti

            22. Februar 2019 16:10 at 16:10

            @tm, wieso bin ich plötzlich der erste, der mit Statistiken argumentiert, sobald die Zahlen in mein Weltbild passen? Das haben Sie doch schon Dutzenden von Kommentatoren hier vorgehalten?!

            Und halten Sie sich bitte nicht für so wichtig, dass ich eine derart starke Emotion wie Hass wegen Ihres statistischen Gewäschs entwickeln könnte. Und ich arbeite mich nicht im Ansatz an Ihnen ab, das alles mache ich ganz nebenbei mit links, daher auch der Name leftutti 😉

            Und jetzt lasse ich Sie als Zeichen meines guten Willens für den Rest der Woche in Ruhe, damit Sie neue Kraft tanken können für die Gefechte, die da noch anstehen mögen.

    • Michael

      22. Februar 2019 16:51 at 16:51

      @tm, ein Kunde von uns hat eine Bäckerei mit etwa 70 Filialen. Regelmäßig pflegen wir die Produktpreise und Angebote der Woche auf dessen Homepage ein, die sich natürlich auch immer an den Preisen der Mitbewerber orientieren. Ich kann Ihnen dahingehend nur sagen, dass im Durchschnitt etwa alle 3 Monate die Preise vieler Produkte in einem Bereich von 5 bis 15% erhöht werden. Ich finde z. B. 3 Brezen im Sonderangebot für 1,80 € schon etwas bedenklich.

      • Markus Fugmann

        22. Februar 2019 17:09 at 17:09

        @Michael, in Hamburg kostet eine Brezel nicht unter 1,20 Euro – und die sind noch dazu ziemlich mau und pappig..Der Hanseat, das ist meine felsenfeste Überzeugung, ist zum Brezel-backen nicht geboren!

        • Michael

          22. Februar 2019 17:24 at 17:24

          @Markus, Respekt! 1,20 und mehr, und das bei Inflationsraten, die seit Jahren kaum steigen 😉 Wenn unser Kunde und die Mitbewerber so weitermachen, dürften wir die hanseatischen Brezenpreise etwa Ende März geknackt haben. Mit dem Unterschied, dass sie bei uns nicht mau und pappig, sondern hart und trocken sind. Oder cross und knackig, wie man heute sagen würde.

          • Paul

            22. Februar 2019 17:48 at 17:48

            @Michi…des is Hyperinflation,nix anders…nur langsamer aber sicher immer weiter nach oben!
            Aber mim Michl,do kon mas a macha,ne wa…
            A BLUE-West,dad an Deitschn doch steh,od.?
            Zoin bis de Schwartn kracht,des is die dt.Zukunft bis ins Grob…

        • Paul

          22. Februar 2019 17:42 at 17:42

          Solangs nur a Brezn is…aber beim Donisl,do kost a hoibe Woazn 5,30.-..des san gschlogne 10 Mark in oam Zug….
          Ja ja Fugi…des is Minga 2019 am Marienplotz…
          I geh jetzt erst moi auf Reha nach Bad Fuessing,bevor i dann wida obhau!
          Des is hoid des guade in DE,wennst nimma orbat“n konnst…,ne wa es FMW-Buam…

  3. tm

    22. Februar 2019 13:21 at 13:21

    „Vor allem die Preise beim Onlineshopping. Innerhalb des Einkaufsverhaltens der Verbraucher steigt der Anteil auf 10,6% statt vorher 8,9%, weil die Menschen ja mehr online shoppen. Das ist nachvollziehbar. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“

    Also ist es nun nachvollziehbar – m.E. vollkommen – oder ist das eine Manipulation, womit Sie letztlich unterstellen, das der Anteil der Online-Konsumausgaben an allen Konsumausgaben nicht steigt…

    BTW: Haben Sie vielleicht einfach mal beim zuständigen Destatis-Mitarbeiter angerufen und dargelegt, dass Sie diese neue Gewichtung nicht nachvollziehen können?

  4. tm

    22. Februar 2019 13:25 at 13:25

    Ab S: 14 geht Destaits doch sehr ausführlich auf das Thema Mieten ein:
    https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2019/HGG_VPI/Statement_HGG_VPI_PDF.pdf?__blob=publicationFile

    Aber klar, alles manipuliert…

    Hier mal ein Zitat von S. 18:
    „Stark steigende Mieten gerade in Ballungsräumen werden in der Öffentlichkeit häufig diskutiert. Der Verbraucherpreisindex für Mieten zeigt dagegen auf den ersten Blick eher moderate Preis-steigerungen. Woran liegt das? Grund hierfür ist, dass im Verbraucherpreisindex die Preisent-wicklung aller Mietwohnungen in Deutschland repräsentativ abgebildet werden soll und nicht nur die der Wohnungen, die neu vermietet werden und deren Preise gerade erhöht werden. Dazu werden Vermieter nach den tatsächlich erzielten Mieten für ausgewählte Wohnungen be-fragt. Der daraus berechnete Mietenindex erfasst daher auch die Bestandsmieten entsprechend ihrer tatsächlichen Bedeutung. Starke Preissteigerungen treten aber hauptsächlich bei Neu- und Wiedervermietungen auf. Der Anteil an Wiedervermietungen an der Mietenstichprobe ist jedoch gering. Bei einer durchschnittlichen Mietdauer von etwa 10 Jahren kommt es pro Jahr bei durch-schnittlich etwa 10 % der Mietobjekte zu einem Mieterwechsel. Dies hat zur Folge, dass der Ein-fluss von Wiedervermietungen auf die Mietpreisentwicklung im Monatsdurchschnitt bei weniger als 1 % liegt.“

    • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      22. Februar 2019 14:04 at 14:04

      Sehr geehrter Herr TM,

      erfreut darf ich zur Kenntnis nehmen, dass sich immer wieder tapfere und aufrechte Bundesbürger wie Sie mit der nötigen Zivilcourage zu Wort melden, die noch das nötige und, wie ich betonen darf, vollkommen gerechtfertigte Vertrauen in uns Politiker und in die Seriosität und Glaubwürdigkeit unserer Bundesbehörden wie die Destatis an den Tag legen. Was mussten wir uns trotz der erfolgreichen, offenen, ehrlichen und transparenten Politik der letzten Dekade nicht an haltlosen und unbegründeten Vorwürfen gefallen lassen, die Themen Manipulation, Skandale, Lobbyismus, Steuerverschwendung und Realitätsferne betreffend.

      In diesem Sinne: Machen Sie weiter so, bleiben Sie konform!

      • tm

        22. Februar 2019 14:34 at 14:34

        Gut, dass es nur schwarz und weiß gibt.

        • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

          22. Februar 2019 14:48 at 14:48

          Bisher war ich der Meinung, neben uns Schwarzen gäbe es auch noch Rot, Grün, Gelb, Pink, Link, Blau und Braun? Aber da möchte ich mich jetzt mal revanchieren und bringe Ihnen das verdiente Vertrauen entgegen.

          • tm

            22. Februar 2019 14:54 at 14:54

            Welche Farbe ist denn „Link“?

            Also politisch neige ich den Grünen zu – und Sie?

          • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

            22. Februar 2019 15:36 at 15:36

            @tm, Link ist Rot, aber Rot hatten wir schon.
            Als unternehmerfreundlicher Politiker und Superminister bin ich natürlich tief im Herzen und per definitionem Pirat!

        • tm

          22. Februar 2019 15:43 at 15:43

          🙂 Die Piraten find ich auch gut, nur sind die leider ohne Perspektive.

          Lediglich beim Thema BGE stimme ich weder mit Piraten noch Grünen überein.

  5. Pitt

    22. Februar 2019 13:40 at 13:40

    Wie heißt es so richtig und zutreffend: Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast.

  6. sj

    22. Februar 2019 14:10 at 14:10

    Der Schwanz wedelt auch hier – wie bei vielen Themen aktuell – mit dem Hund.
    Da kaum einer mehr seine Wohnung wechseln kann bzw. möchte weil eben die „Neumieten“ so drastisch gestiegen sind, oder auch weil es schlicht überhaupt kein Angebot gibt (hier insbesondere 1-2 Zimmer ist dem so.
    Das ganze erinnert an 2008 wo es ja lt. Futspreis auch Gold zu 1200-1300$ gab, wenn man aber physikalisch was kaufen wollte gab es schlicht nichts.

  7. hubi stendahl

    22. Februar 2019 14:41 at 14:41

    Der Forist „TM“ ist auf vielen Seiten hinlänglich auch unter anderen Nicknames bekannt und teilweise auch gesperrt. Wichtigste Vorliebe ist seine Zuneigung zum neoiliberalen Amerika. und das Trump bashing.

    Zur Statistik ist zu sagen, dass ich hier einige Jahre als Bereichsleiter tätig war. Selbstverständlich werden Statistiken den Erfordernissen der Auftraggeber angepasst. Das passiert aber größtenteils nicht so profan wie bei der hedonischen Erhebung für die Inflationsermittlung, die in Wahrheit aufgrund der Komplexität gar nicht korrekt ermittelt werden kann und deshalb frisiert wird. Es geschieht bei den meisten statistischen Arbeiten vielmehr beispielhaft, in dem Suggestivfragen in das Projekt eingebaut werden, die am Ende das gewünschte Ergebnis erzielen.

    Wie macht man das? In dem man Korrelation mit Kausalität vertauscht:

    Prof. Krämer https://www.youtube.com/watch?time_continue=19&v=3yI7XfTNlQQ

    • tm

      22. Februar 2019 14:52 at 14:52

      aha. Ich bin unter anderen Nicknames bekannt? Welchen denn?

      Also ich schreibe noch bei vor allem bei SpOn und zum Teil bei MMnews und uebermedien – immer unter dem Nick. Gesperrt bin ich bei Jouwatch.

      Also bitte hören Sie auf, Lügen zu verbreiten.

      🙂 Trump-Bashing…*LOL

  8. asisi1

    22. Februar 2019 14:58 at 14:58

    Es ist genauso wie mit den Arbeitslosten. Haben wir gar nicht, da Vollbeschäftigung!
    Aber 10 Millionen Hartzer!

  9. md

    22. Februar 2019 15:46 at 15:46

    @bundessuoerminister danke für ihre klärenden worte. meiner meinung nach sind wir deutschen unter den wirtschaftsdatenlügnern noch die ehrlichsten lügner. nehmen wir mal als beispiel die letzten baubeginne daten von kanada, welche explosiinartig über den erwartungen kanen. ich glaube @columbo hats richtig erkannt. in einem monat mit -40 grad celsius sind die kanadier eifrig am bauen gewesen. der @columbo wollte das patent für den beton haben. den hätte ich auch gerne.
    wie den auch sei ob china amerika england und der rest. ich glaube vielen wirtschaftsdaten eh nicht so richtig. vg

    • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      22. Februar 2019 16:30 at 16:30

      @md, da ich auf den Kommentar zu den Baubeginnen in Kanada direkt geantwortet habe, glaube ich mich erinnern zu können, dass der von @leftutti war. Das nur der Vollständigkeit halber, im Grunde gehe ich mit Ihnen völlig konform, dass die Lügen und Phantasien, wunderschön verpackt in seriös klingenden Statistiken, vor allem auf dem nordamerikanischen (in)Kontinent noch ein deutlich extremeres Niveau erreicht haben, als es in unserer wunderschönen Bundesrepublik der Fall ist.

  10. Paul

    22. Februar 2019 16:18 at 16:18

    …ohne Worte…
    habe vor ca.2.5 Jahren die Misere hier angesprochen unter @Walter,und heute laechle ich ueber manche Kommentare.
    Manche waeren froh,in einer Garage leben zu koennen!
    Heute ca.1 Mio.Obdachlose…..und ich darf am Strand wohnen fuer LAU…
    Ist schon traurig,ca.40-50% von seinem Lohn fuer Miete zu bezahlen!!
    Apropo..traue keiner Statistik,die du nicht selber erstellt hast!!!

    • Michael

      22. Februar 2019 16:56 at 16:56

      @bauer, ganz schön viele Worte für …ohne Worte… 😉

  11. md

    22. Februar 2019 17:59 at 17:59

    ich muss euch noch meine geschäftsidee unterbreiten. ich hatte/habe vor in der türkei ein altergerechtes wohn- bzw hotelblock mit ca 500 suits zu bauen. kundenstamm wären die deutschen rentner die 40 jahre malochen und dann mit 700 bis 1100 euro rente im monat in armut vorsich hinsiechen sollen. diesen menschen möchte ich einen ehrenvollen restlebenszeit unter sonne, meer und palmen gönnen. alles incklusive essen trinken ärzte halt eine rundumsorgloshotelanlage. laut meinem konzept reichen hierfür schon 700 euro im monat aus. mit 700 euro hat man hier es schwer ne wohnung zu finden und wenn man dann noch die nebenkosten dazurechnet reicht vieleicht die rente nicht mehr aus. und mit 1000 euro rente kommt man bestimmt auch kein altersheim das dich aufnimmt bzw müssen dann die kinder gerade stehen. vieleicht ein sohn mit familie und kinder kommt dann selber in existenzprobleme. also meine idee steht. meine frage an euch wie findet ihr die idee und wären beteilgungen interessant ?

    • Bundessuperminister für wirtschaftliche Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

      22. Februar 2019 21:24 at 21:24

      Das Wort zum Sonntag entfällt heute (fast)

      Sehr geehrte/r md,

      seit Stunden arbeite ich mit meinen externen Beratergremien vergeblich an einem adäquaten und aktuellen Wort zum Sonntag, als Sie überraschend mit einer interessanten Idee in die Bresche springen, die einer weiteren Überlegung in unserem Thinktank wert ist. Vorausgesetzt, Sie können uns vorab garantieren, dass der philanthropische Despot Erdogan nicht einen Großteil unserer zerschundenen und zähen Rentner aus Ihren geplanten Wellness-Resorts als Gammel-Proteine und -Fette auf Spießen wieder in bundesdeutsche Dönerstände re-exportiert.

      Seit mindestens 50 Jahren überweisen wir als Bundesregierung Abermilliarden an Renten und Sozialleistungen in die Türkei, ohne dass bisher ein Bundesbürger die tiefergehende zeitliche und wirtschaftliche Relevanz dieser Maßnahme in ihrer ganzen historischen Tragweite und Weitsichtigkeit hinsichtlich der mit zunehmendem Alter inakzeptabel wachsenden humanen Belastungsfaktoren innerhalb des Konzeptes Industrie und Mensch 4.01 Betatest erfasst hätte.
      Sie endlich haben die generationenübergreifende Strategie unserer Agenda 2050 ansatzweise begriffen. Ein kulturell-ökonomisches, grenz-europäisches Austausch- und Zukunftsprogramm, das knackig-frische Au-Pairs gegen mürrische, jammernde und verarmte Reservisten und Veteranen ersetzt.

      Nach dem Foristen tm sind Sie innerhalb kürzester Zeit der zweite aufrechte Bundesbürger, der diese unsere zukunftsorientierte Politik endlich zu schätzen weiß. Ich darf stolz anmerken, dass unsere Umfragewerte damit statistisch explodieren.

      Leider können wir uns wegen dringender Sparmaßnahmen nicht direkt finanziell an Ihrem Projekt beteiligen. Aufgrund des überragenden öffentlichen Interesses an derartigen zukunftsträchtigen Maßnahmen kann ich Ihnen eine hochprozentige steuerliche Anerkennung und Subventionierung zu Lasten anderer, weniger wichtiger Ressorts in Aussicht stellen.

      • Markus Fugmann

        22. Februar 2019 21:28 at 21:28

        @Bundessuperminister für wirtschaftliche Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation: Herrliche Kommentare, die Sie da abgeben! Großartig!

        • md

          22. Februar 2019 23:09 at 23:09

          Herr Fugmann, ich schließe mich ihnen an. fmw hat den besten bundessuperminister den es in deutschlands social medienlandschaft gibt. dieser mann geht so elegant mit wörtern um und bildet sätze die ich so noch nicht gelesen habe. und wie es mir scheint mit leichtigkeit.
          so und jetzt muss ich dem @bundessuperminister für wirtschaftliche entwicklung, öffentlichkeitsarbeit und kommunikation doch antworten.
          herr minister, sie müssen mir doch recht geben bei der feststellung das zb. eine altenpflegerin nach 40-45 harten arbeitsjahren nicht verdient in armutsverhältnissen ihr rentendasein zu bestreiten.
          desweiteren, haben es die gastarbeiter die aus einem land kommen wo sie mit der euro rente auf einmal qualitativ viel besser leben können und dabei noch jede menge spaß am leben haben können doch recht wenn sie dies tun. bei uns deutschen obliegt dieses privileg nur den reichen.
          ich bin gerne ein deutschtürke, aber glauben sie mir in ländern mit mehr problemen wird 1. mehr gelacht, 2. mehr gelebt,3. macht die politik den menschen weniger stress ( dieser seitenhieb geht an sie und ihren anderen politikerkollegen ) 😉
          wir deutsche gehen sehr ernst durchs leben. ich sage schon zu meinen freunden „ihr seit alle timm thalers“ ( hoffentlich kennt jemand die kinderserie) weil die fast kaum lachen. kleinste probleme werden auf die goldwaage gelegt und zum großen problem erklärt. wir müssen alle mal etwas mehr lachen und positiver durchs leben gehen. vor allem müssen die politiker damit anfangen in dem sie den menschen die ängste nehmen. ich habe deutsche freunde die jeden cent für die rente sparen und dabei am leben komplett vorbei leben. manche führen wie in einem unternehmen buchführung über jede ausgabe.
          ansonsten herr minister, hat die türkei mit erdogan im großen ganzen einen guten philanthropischen despoten. er hat seine fehler und macht auch fehler aber nennen sie mir einen fehlerlosen politiker. wichtig ist für die türken wie er das land regiert. und er regiert sehr sozial und verantwortungsvoll, (sozial im sinne das die menschen danach mehr geld haben, nicht sozial wie bei uns du kriegst nur soviel wie du brauchst – was du mehr hast nehmen wir dir mal weg ) menschlich und zu gunsten der türkei. mehr möchte zu diesem thema nicht sagen.
          vieleicht noch,aussenpolitisch, tut es mir auch weh das unsere gute partnerschaft risse bekommen hat. aber da sind die grünen schuld die haben das verursacht mit verbal attacken und armenienabstimmung ( kam aus dem nichts ). für mich als deutschtürke der beide länder liebt ist das natürlich eine verdammt blöde situation. jetzt kann mich der leftutti besser verstehen warum ich immer gegen die grünen schieße 🙂 nichts für ungut leftutti, ich kann diese partei einfach nicht mögen und werde es nie.
          also herr bundessuperminister jetzt haben sie meine ansicht der lage. ich hoffe sie nehmen meine meinung auf und sprechen es in ihrer nächsten sitzung an. bitte den menschen mal positive energie vermitteln. nur weil die mitte des volkes wie eine schafsherde sich überhaupt nicht zur wehr setzt muss man nicht mit denen auch so fremd und feindlig umgehen. die linken und rechten wehren sich mit demos aber das ist die minderheit und die kriegen ihre politik durch. also ich zähle auf sie machen sie bitte endlich volkspolitik und nicht minderheitenpolitik.
          vg md

          • leftutti

            23. Februar 2019 13:02 at 13:02

            @md, da die Redaktion der FMW ausdrücklich auch politische Themen anspricht und sich davon distanziert, eine reine Börsenseite sein zu wollen, erlaube ich mir, ausführlich auf Ihren Kommentar zu antworten.

            Lesern, die mit deratigen Themen und langen Kommentaren nichts am Hut haben, empfehle ich gleich vorab, diese Stellungnahme zu überspringen.

            Leider erreiche ich nicht die sprachliche Brillanz unseres Bundessuperministers, die sich dieser in 30 Jahren Regierungsverantwortung aneignen konnte. Dafür bitte ich um Nachsicht 😉
            Ich würde nie von Ihnen verlangen, die Grünen zu mögen. Warum sollte ich das? Was mich einzig stört, ist die polemische und beleidigende Art, wie Sie die Menschen in dieser Partei angreifen und durch Vorurteile zu dummen, weltfremden Marionetten herabwürdigen. Zeigen Sie uns doch einfach, dass und warum Sie die Politik dieser Partei nicht mögen. Das macht aber nur dann Sinn, wenn Sie auch hier die Vorurteile über Bord werfen, und beispielsweise nicht den Grünen die Energiepolitik anderer Parteien aus den letzten 14 Jahren Regierungsverantwortung ankreiden. Auch technisch unhaltbare Behauptungen helfen hier nicht weiter, wie solche, dass sich regenerative Energien in unseren Breiten nicht lohnen und nur durch Subventionen künstlich am Leben erhalten werden (mir fällt gerade auf, dass Draghis Liquiditäts-Hochdruckpumpe und ihre Auswirkung auf die Aktienmärkte auch Auswirkungen auf meine Sprache hat) 😉

            Was nun das Thema Grüne und Armenienresolution aus dem Nichts betrifft, darf ich einmal aus Wikipedia zitieren:
            Der Deutsche Bundestag debattierte im April 2005 erstmals eine von der CDU/CSU-Fraktion eingebrachte Entschließung, nach der die Türkei aufgefordert werden sollte, sich zu ihrer historischen Verantwortung für die Massaker an armenischen Christen im Osmanischen Reich zu bekennen.
            In einer Kleinen Anfrage vom 10. Februar 2010 bat die Fraktion Die Linke die damalige Bundesregierung um eine Stellungnahme dazu, ob sie die Massaker an den Armeniern 1915/16 als einen Völkermord im Sinne der UN-Konvention von 1948 betrachte.
            Am 23. April 2015 bezeichnete Bundespräsident Joachim Gauck, als erster Bundespräsident überhaupt, die Armeniermassaker als Völkermord. Laut Gauck geht es vor allem darum, „die planvolle Vernichtung eines Volkes in ihrer ganzen schrecklichen Wirklichkeit zu erkennen, zu beklagen und zu betrauern“. Er warnte davor, die Debatte „auf Differenzen über einen Begriff“ zu reduzieren.
            Am 24. April 2015 beriet der Bundestag drei Anträge (ein gemeinsamer der Union und der SPD sowie jeweils einer der Grünen und der Linken) zum Völkermord an den Armeniern, in denen dieser als solcher bezeichnet wird. Die Oppositionsparteien forderten zudem eine formale Anerkennung entsprechend der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes der Vereinten Nationen sowie ein Bekenntnis zur historischen Mitverantwortung des Deutschen Reiches. Bundestagspräsident Norbert Lammert sagte zum Auftakt der Debatte: „Das, was mitten im Ersten Weltkrieg im Osmanischen Reich stattgefunden hat, unter den Augen der Weltöffentlichkeit, war ein Völkermord.“
            Am 2. Juni 2016 beschloss der Deutsche Bundestag mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung auf Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Grünen die Resolution „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“
            .
            https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern#Deutschland

            Es ist irgendwie nur schwer nachvollziehbar, warum Sie den Grünen die Schuld dafür oder auch für die Verbalattacken geben, die doch vielmehr von Satirikern wie Jan Böhmermann kamen, den man nicht unbedingt in die grüne Ecke verorten kann.

            Was Ihre Einstellung zu Altersarmut und unwürdiges Leben als Rentner in Deutschland angeht, stimme ich mit dem Gesagten vollkommen überein.

            Wenn Ihr Projekt erfolgreich wein sollte, können Sie schon mal einen Platz für mich buchen, die Idee finde ich sehr gut.

            Dass einem Gastarbeiter in Deutschland dieselbe Rente zusteht wie einem Deutschen, muss nicht debattiert werden.

            Ob die Deutschen mehr lachen und leben würden, wenn sie mehr Probleme hätten? Bei den Generationen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich das nicht bestätigt. Vielleicht liegt es eher am wärmeren Klima und mehr Sonnenschein? Ich bin mir sicher, die deutschen Rentner in Ihrem Ressort unter Sonne, Meer und Palmen werden deutlich mehr lachen und leben, obwohl sie weniger Probleme haben.
            Die Deutschen sind einfach an sich nicht unbedingt mit Humor und überschwänglicher Lebensfreude gesegnet. Und natürlich haben Sie vollkommen recht: Die Zukunftsängste vor Altersarmut oder einem unwürdigen Lebensabend müssen den deutschen Bürgern von Seiten der Politik genommen werden.

            Die Politik in der Türkei macht den Menschen weniger Stress? Das dürfte aber nur auf die zutreffen, die nicht regierungskritisch oder allzu liberal eingestellt sind.

            In diesem Sinne natürlich auch Ihnen nichts für ungut! Und glauben Sie nicht alles, was Ihnen zwei Trolle hier über mich erzählen wollen!

        • Bundessuperminister für wirtschaftliche Entwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

          22. Februar 2019 23:10 at 23:10

          @Markus Fugmann,

          als gewählter Volksvertreter ist es meine Pflicht, großartige und herrliche Kommentare abzugeben. Zumindest das sind wir dem Mandat unserer treuen Wählern und Steuerzahler schuldig, das sie uns vertrauensvoll seit vielen Jahren gewähren.
          Wenn Sie es nicht an die große öffentlich Glocke hängen, möchte auch ich Ihnen im Gegenzug ein explizites Kompliment für Ihre hervorragende Arbeit aussprechen!

  12. Prognostiker

    22. Februar 2019 19:18 at 19:18

    @ Michael, ich glaube @ tm wird uns das Geld überweisen, um uns zu beweisen, dass die Statistik stimmt.

  13. Pingback: das-bewegt-die-welt.de

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70 Jahre Bundesrepublik: Das große Bild bei Preisen, BIP, Bevölkerung

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Zu 70 Jahren Bestehen der Bundesrepublik Deutschland hat das Statistische Bundesamt einen Überblick über das große Gesamtbild veröffentlicht. Wie haben sich Preise, Wirtschaftsleistung und Bevölkerung im Lauf von 70 Jahren entwickelt? Hier mit jeweils kurzer Besprechung unsererseits die wichtigsten Aussagen der Statistiker im Original-Wortlaut.

Bevölkerung

Gerade in den frühen Jahren der Bundesrepublik gab es ein starkes Bevölkerungswachstum. Dann kam der zweite Schub durch die Wiedervereinigung. Auffällig ist natürlich auch die Zunahme des Altersdurchschnitts in der Bevölkerung von 34,4 auf 44,4 Jahre! Zitat auszugsweise:

Ende 1950 lebten knapp 51 Millionen Menschen in der damaligen Bundesrepublik (früheres Bundesgebiet). Die Bevölkerungszahl stieg bis 1990 um 12,8 Millionen auf 63,7 Millionen und mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 um weitere 16 Millionen Menschen aus den neuen Bundesländern und Berlin-Ost. Ende 1990 hatte das vereinigte Deutschland somit 79,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Danach ist die Bevölkerungszahl bis Ende 2017 weiter um 3 Millionen auf 82,8 Millionen Menschen gestiegen. Kurz nach der Gründung war die Bevölkerung der Bundesrepublik mit einem Durchschnittsalter von 34,8 Jahren sehr jung: 30,5 % der Bevölkerung waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (15,5 Millionen) und nur 9,4 % der Menschen waren 65 Jahre und älter (4,8 Millionen). 2017 war die gesamtdeutsche Bevölkerung mit einem Durchschnittsalter von 44,4 Jahren deutlich älter. Kinder und Jugendliche haben nur noch einen Anteil von 18,4 % an der Gesamtbevölkerung (15,3 Millionen), während der Anteil der über 65-Jährigen mittlerweile 21,4 % beträgt (17,7 Millionen).

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum (BIP) ist gekennzeichnet durch die Wirtschaftswunderjahre nach dem Krieg. Für die Rezessionen danach haben die Statistiker größtenteils konkrete Gründe genannt. Von 1950 bis 2018 lag das durchschnittliche Wachstum pro Jahr bei 3,4%. Zitat auszugsweise:

Nach einer Zeit ungebrochener Hochkonjunktur seit 1950 mit Wachstumsraten bis zu 12,1 % im Jahr 1955 endete 1967 das deutsche „Wirtschaftswunder“ im früheren Bundesgebiet mit der ersten Rezession. Die folgenden Wachstumsphasen bis zur deutschen Wiedervereinigung wurden nur durch die Rezessionen 1975 und 1982 unterbrochen, ausgelöst durch die beiden Ölkrisen. Nach dem Fall der Mauer erlebte das vereinigte Deutschland seine erste Rezession im Jahr 1993. Die Weltwirtschaft war infolge des ersten Golfkriegs in einen globalen Wirtschaftsabschwung gedrängt worden, der in Deutschland durch die Sondersituation der Vereinigung erst verzögert ankam. Eine weitere Rezession zeigte sich im Jahr 2003 nach dem Platzen der sogenannten Internetblase und durch die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001. Der stärkste wirtschaftliche Einbruch seit der Gründung der Bundesrepublik war der massive Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 5,6 % im Jahr 2009 im Rahmen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Beginnend mit dem beachtlichen konjunkturellen Aufholprozess in den Jahren 2010 und 2011 ist die deutsche Wirtschaft in den letzten neun Jahren wieder stetig gewachsen. Im Jahr 2018 betrug das preisbereinigte Wirtschaftswachstum in Deutschland 1,4 %.

Preise

Insgesamt sind die Preise in Deutschland seit 1950 um 440% gestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren es 2,5%. Für einzelne Phasen deutlich höherer Teuerungsraten nennen die Statistiker konkrete Gründe. Zitat auszugsweise:

Besonders hohe Inflationsraten von häufig über 5 % herrschten in den 1970er bis zu Beginn der 1980er Jahre während der ersten und zweiten Ölkrise vor. Auch Anfang bis Mitte der 1990er Jahre waren Verbraucherinnen und Verbraucher mit außergewöhnlich hohen Preissteigerungen von bis zu 5 % konfrontiert, als im Zuge der deutschen Wiedervereinigung die Wohnungsmieten in den neuen Bundesländern stark anzogen. Nach der Jahrtausendwende war die Entwicklung der Verbraucherpreise zunächst moderat. Insbesondere steigende Preise bei Mineralölprodukten sorgten dafür, dass die Inflationsrate in den Jahren 2007 und 2008 deutlich über 2 % angestiegen ist. Infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gingen ab Mitte des Jahres 2008 die Rohstoffpreise deutlich zurück, woraufhin im Jahr 2009 eine für das vereinte Deutschland historisch niedrige Inflationsrate von 0,3 % gemessen wurde. Im Jahr 2011 lag die Inflationsrate aufgrund gestiegener Energiepreise wieder bei über 2 %. Seit dem wurde die für die europäische Geldpolitik wichtige 2%-Marke nicht mehr überschritten, zuletzt stieg der Verbraucherpreisindex im Jahr 2018 um 1,8 %.

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Nach Bankfilialen verschwinden nun auch die Geldautomaten

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Alle Statistiken und vor allem die Aussagen der Banken-Vereinigungen zeigen es. Die Banken (auch Sparkassen und Volksbanken) schließen seit Jahren in großem Umfang Filialen. Die Nullzinspolitik der EZB (geschrumpfte Zinsmarge), der allgemeine Kostendruck und das veränderte Konsumverhalten der jungen Generation (weniger bis gar keine Filialbesuche mehr) sorgen dafür, dass die Banken reihenweise Filialen schließen. Und gerade kleine Sparkassen und Volksbanken auf dem Lande fusionieren vermehrt um Kosten zu sparen, womit noch mehr Standorte dicht gemacht werden. Da verbleiben mancherorts nur  noch die Geldautomaten für die Nahversorgung.

Am Wichtigsten ist ja die Bargeld-Versorgung der Bevölkerung. Und dafür gibt es ja die Geldautomaten, richtig? Richtig! Aber auch dort geht es nun steil bergab. Natürlich verschwinden nicht alle Geldautomaten über Nacht. Aber auf dem Land, wo es in zahlreichen kleinen Ortschaften gar keine Bankfiliale mehr gibt, sondern als Ersatz nur noch Automaten – dort ist es mehr denn je ein Desaster, wenn nun auch noch diese Automaten verschwinden.

Eine aktuelle Statistik der Barkow Consulting bezieht sich auf Daten des Verbands BVR (Volks- und Raiffeisenbanken). Man betont aber, dass die Daten nur geringfügig von den offiziellen Daten der Bundesbank abweichen. In den letzten drei Jahren ist demnach bereits jeder 20. Geldautomat in Deutschland verschwunden. Seit drei Jahren in Folge ist die Zahl der Geldautomaten rückläufig. Das Minus betrug letztes Jahr 1,0%, davor 2,8%, und davor 1,8%.

Aber wie verdammt noch mal, wie soll das denn zukünftig funktionieren, ohne Bankfilialen und ohne Geldautomaten, wenn der Trend so weitergeht? Ja, die Finanzindustrie möchte noch weiter runter mit den Kosten. Und so soll der Konsument gefälligst zukünftig sein Barabhebungen und auch Einzahlungen (!) an der Supermarktkasse beim Bezahlen der alltäglichen Einkäufe erledigen. Das kann ja ein Spaß werden. Wenn das in großem Umfang zunimmt, kann das für alle Verbraucher durchaus (nett formuliert) zu längeren Wartezeiten an der Supermarktkasse führen?

Weniger Geldautomaten
Daten und Grafik: Barkow Consulting GmbH

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YouTube transparent: Ab sofort erkennen Sie, welche Inhalte tatsächlich alle von ARD und ZDF bezahlt werden

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Vor fünf Monaten hatten wir das Thema „FUNK“ besprochen. Lesen Sie den Artikel beim Klick an dieser Stelle gerne in voller Länge. Es ist nämlich bislang extrem schwer erkennbar, welche Inhalte, die man in deutscher Sprache auf YouTube anschauen kann, tatsächlich alle von ARD und ZDF bezahlt werden. Die Produzenten der Kanäle sind zwar offiziell unabhängig und können Inhalte herstellen und online stellen, wie und was sie wollen.

YouTube schafft Transparenz

Aber die Macher der FUNK-Kanäle auf YouTube mussten sich vor dem Start ihrer Formate ja bei FUNK, einer Tochter von ARD & ZDF mit einem inhaltlichen Grundsatzkonzept bewerben, von dem sie wohl kaum abweichen dürfen. Und so droht (darf man das vermuten?) der Entzug der Beitragszahler-Gelder, wenn ein FUNK-Kanal vom Konzept abweicht? Natürlich wollen wir an dieser Stelle kein Fass aller Verschwörungstheorie aufmachen. Bestimmt nicht immer derjenige die Musik, der auch das Geld in die Jukebox wirft? Aber nein, nochmal… dass die „böse Kanzlerin“ oder der ARD-Intendant anruft und dem YouTuber nun wortwörtlich ins Ohr flüstert, welche Vidoes er/sie zu produzieren hat, ist natürlich Quatsch.

Aber grundsätzlich wäre es schon gut zu wissen, wer auf YouTube frei nach Schnauze Videos postet, und wer innerhalb eines festgelegten Konzepts Videos hochlädt. Es war bisher fast unmögich zu bemerken, welche Kanäle auf YouTube aus Rundfunkbeiträgen finanziert wurden, wo sich die Kanalbetreiber letztlich an ein von ihnen einmal eingereichtes Format-Grundkonzept halten müssen. Nur wer die Videos wirklich bis zur allerletzten Sekunde durchschaut und jede Sekunde mit offenen Augen auf den Schirm guckt, konnte bislang ganz am Ende der Videos einen kurzen Hinweis auf FUNK finden, und dass dies ein Format von ARD und ZDF ist. So wissen bis heute wohl die allermeisten Follower zahlreicher „hipper“ Formate gar nicht, dass hier ein Channel-Betreiber mit festen Drehkonzept zu ihren spricht, und kein unabhängiger YouTuber, der einfach so frei drauf los dreht, was ihm/ihr gerade in den Sinn kommt.

Hier eine Übersicht aller FUNK-Kanäle auf YouTube.

Seit Tagen und Wochen vor allem im Zuge der anstehenden Wahl zum EU-Parlament versprechen die großen Plattform-Betreiber für mehr Transparenz zu sorgen, damit der Wähler über Social Media-Kanäle möglichst nicht durch böse ausländische Mächte etc beeinflusst werden kann. Und YouTube hat nun eine einfache Maßnahme umgesetzt, die aber wirklich grundsätzlich für Transparenz sorgt. Das erste große „Opfer“ dieser Maßnahme ist FUNK, also die Channels von FUNK auf YouTube. Unter den Videos steht nun ein gut sichtbarer grauer Balken mit dem Text „Funk ist Teil des deutschen Öffentlich Rechtlichen Rundfunks“. Schauen Sie zum Beispiel hier das Video von Rayk Anders (bitte anklicken und neuen Browser nur mit dem Video öffnen).

Aber die neue Transparenz bei YouTube beschränkt sich natürlich nicht auf die Öffentlich Rechtlichen Medien in Deutschland. Auch beim Sender „RT Deutsch“ und seinen Videos auf YouTube verweist man mit einem Hinweis unter den Videos darauf, dass RT Zitat „ganz oder teilweise von der Regierung Russlands finanziert wird“. Sehen kann man den Hinweis wie gesagt erst, wenn man die Videos anklickt und es im Browser direkt auf YouTube schaut. Direkt unter den Videos sind die Hinweise nicht übersehbar. Ein guter Beitrag in Sachen Transparenz, so finden wir!

Aber auch diese ganz neue Hinweis-Funktion von YouTube ist wohl noch nicht perfekt umgesetzt. Denn einige FUNK-Kanäle wie zum Beispiel das extrem hochwertige (Scherz) FUNK-Format namens „Auf Klo“ wurden noch nicht mit diesem Hinweis versehen. Oder unterlässt YouTube den Hinweis bei solchen mit dem Rundfunkbeitrag finanzierten Trash-Formaten, weil sie politisch in keinster Weise relevant sind? Das ist durchaus möglich.

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