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Steen Jakobsen: „Eine solche Blase habe ich in 30 Jahren als Banker noch nie erlebt!“

Im Jahr 2018 wird alles noch besser und die Aktienmärkte werden weiter steigen – das ist faktisch der Konsens an der Wall Street! Die Erwartungen an die Gewinne sind massiv gestiegen, die Euphorie ist kaum mehr zu überbieten. Steen Jakobsen, Chefvolkwirt der Saxo Bank, kann diese Euphorie nicht teilen und sagt: so etwas habe er in seinen 30 Jahren Berufserfahrung noch nie erlebt!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Im Jahr 2018 wird alles noch besser und die Aktienmärkte werden weiter steigen – das ist faktisch der Konsens an der Wall Street! Die Erwartungen an die Gewinne sind massiv gestiegen, die Euphorie ist kaum mehr zu überbieten. Steen Jakobsen, Chefvolkwirt und CIO der Saxo Bank, kann diese Euphorie nicht teilen und sagt: so etwas habe er in seinen 30 Jahren Berufserfahrung noch nie erlebt! Jakobsen verweist auf den fallenden Kreditimpuls aus China, auf die geänderte Rhetorik der Notenbanken – und geht in seinem Ausblick auf das erste Quartal davon aus, dass die Volatilität stark ansteigen wird:

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Bernd Scheider

    18. Januar 2018 12:50 at 12:50

    Ich traue mich seit Wochen nicht mehr long. Bald wird man short leicht Geld verdienen können . Das ist doch so, als wenn ich beim Fussball 1 Meter vorm leeren Tor stehe. Daneben schießen ist unmöglich .

    • Avatar

      Segler

      18. Januar 2018 13:32 at 13:32

      Hallo Bernd. Wenn Sie sich da nicht täuschen ..
      Meine Erfahrung seit sehr vielen Jahren ist
      1. dass während eines Einbruches sich noch viel weniger Leute trauen hinterherzuspringen, als in einem Uptrend (vermeintlich) der letzte zu sein, den die Hunde beissen und jahrelang zunehmend frustriert den steigenden Kursen hinterstarren.
      2. Die allerwenigsten Leute saubere Kriterien besitzen, anhand derer sie einen wirklichen Einbruch von einem „Dip“ unterscheiden können
      3. Die allerwenigsten sich konkrete Handelspläne vorbereitet haben, wie und mit welchen Instrumenten sie bei welchem Broker mit welchen Stops etc. konkret zuschlagen. Die meisten quatschen nur diffus von „Puts kaufen“, haben jedoch keinen Plan, was wirkliche Panikzeichen an der Börse sind und wann man genau wieder einsteigt. Gschweige denn haben sie die Preise, die Vola, die Strikes oder die Handelsplattform auf diesen konkreten Fall eingerichtet
      4. In einem schlagartigen Downmove einzusteigen oder hinterherzuspringen kann mit brutalen Verlusten enden, weil es unvermittelt plötzliche Gegenbewegung nach oben gibt, sie heftig im Verlust ausgestopt werden, um dann hilf- und fassungslos zuzusehen wie umso stärker die Kurse anschliessend fallen.
      Nein, lieber Bernd – so easy es sich darüber spricht, so simpel es klingen mag – An Downmoves zu verdienen ist etwas für ganz abgebrühte Hunde und langjährige Profis, die solche Szenarien selber erlebt haben und die wie gut trainierte Piloten immer den Plan mit den Ausweichplätzen, Frequenzen auf dem Kniebrett haben und die Emergency procedures griffbereit.
      Machen Sie spasseshalber mal einen Blindversuch.
      Lassen Sie sich Charts zeigen ohne Datum, im Zeitraffer ablaufen und entscheiden wann genau Sie short einsteigen , wann sie bei der Zwischenerholung aussteigen und wann Sie wieder reingehen, sofern Sie sie überhaupt beurteilen können.
      Für mich waren und sind solche Trainings Gold wert.
      Wer das einmal mitmachen möchte, für den (oder die Gruppe) könnte ich solch einen „Simulatorflug“ vorbereiten.
      Hab ich Sie jetzt frustriert ?

  2. Avatar

    Beobachter

    18. Januar 2018 13:26 at 13:26

    @Bernd Schneider, das Tor der Bären haben die Notenbanken zugenagelt,
    es kann nur noch auf das Bullentor geschossen werden !!!

  3. Avatar

    PK

    18. Januar 2018 13:31 at 13:31

    ich schau mir bei solchen Prognosen gerne an, was die gleichen Leute vor 2 Jahren gesagt haben.
    April 2015 gibts auf Youtube ein Video von Steen „get ready for the biggest Margin Call in history“ und so weiter. Alle anderen Videos der letzten Jahre auch bearisch.
    Es ist leider Fakt, daß es überwiegend entweder Daueroptimisten oder Dauerpessimisten gibt.
    Ändert nix an der Tatsache, daß ich auch glaube daß es 2018 sehr volatil wird.

  4. Avatar

    Aaron Noack

    18. Januar 2018 14:51 at 14:51

    @Segler würde sehr gerne mit so einem Simulator trainieren!!!
    E-Mail: noackaaron@web.de

    herzliche Grüße

    • Avatar

      mario

      19. Januar 2018 11:12 at 11:12

      … hast du eine Antwort bekommen. Würde mich auch interessieren.

      • Avatar

        Segler

        19. Januar 2018 14:06 at 14:06

        Gruss aus Avignon — wenn sich mehrere Interessenten zusammenfinden dann würde ich so etwas in Form eines Webinars gestalten.
        Vor vielen Jahren hab ich selber etwas ähnliches mitgemacht und viel daraus mitgenommenen.
        Vorab müssen unbedingt Vorwissen, Börsenerfahrung, Interessen etc. bekannt sein.
        Technik, software, Webinaraccount kann ich mitbringen.
        Details und Wünsche und Ziele sollte man in einer eigenen Gruppe zusammentragen.
        Denkbar wäre eine Google Gruppe.
        Wenn es über die FMW platform laufen soll, dann müsste Herr Fugmann mitspielen.
        Das moderieren als „Simulatorleiter“ ist noch neu für mich und ich würde gern mit wenigen Leuten starten.
        Mein Themenschwerpunkt würde lauten:
        Trading jenseits von Charts. Einstiege erkennen und Hinter die Kulissen der Bars und Kerzen blicken

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          19. Januar 2018 14:19 at 14:19

          @Segler, Bereitschaft zum „mitspielen“ ist da! Man könnte das als Webinar gestalten!#

          Ich hatte wegen der anderen Sache (Charts etc. in Kommentarfunktion für ausgewählte und angemeldete Kommentatoren) die Technik gesprochen, die sind noch dabei das zu klären..

        • Avatar

          Gixxer

          19. Januar 2018 14:52 at 14:52

          Hört sich durchaus interessant an.

  5. Avatar

    Chris

    18. Januar 2018 16:45 at 16:45

    @Segler Welcher Broker?
    Ich habe bereits einige ausprobiert, aber wenn ich richtig im Gewinn war, wurde kein Kurs gestellt, Technik funktionierte nicht, …
    Da kann man dann hinterhertelefonieren, die Telefone sind dann auch besetzt. Ich bin von Puts und Calls auf CFDs gewechselt mit Hebel bis 2.

    Es gab doch jetzt für den EURO-Raum eine Gesetzesänderung, Kurse müssen nicht mehr gestellt werden?

    • Avatar

      Segler

      18. Januar 2018 17:03 at 17:03

      Hi Chris,
      Vermute, Sie hampeln noch mit OptionsSCHEINEN herum, oder Zertifikaten oder solchem Zeugs.
      Ich beziehe mich auf Futures und Optionen etc. die an regulierten Börsen gehandelt werden. Keine Emittenden von Warrants.
      Ein Name wurde ja schon von mir genannt. Will aber hier keine Werbung machen.
      Sonst hüpft der hiesige Sponsor im Fünfeck und beisst dem Fugmann ein Ohr ab.
      Brokerdiskussionen gibt es andernorts bis Unterkante Oberlippe – möchte FMW davon verschonen …

  6. Avatar

    Chris

    18. Januar 2018 17:52 at 17:52

    @Segler

    Korrekt, Futures sind für uns zu teuer, leider

  7. Avatar

    QE -Fan

    19. Januar 2018 14:05 at 14:05

    P.K hat immer noch nicht begriffen, dass die Bären der letzte 2Jahre nur wegen aussergewöhnlichen
    Notenbankmanipulationen falsch lagen.
    Seine Kommentare bis etwa vor 2 Monaten ,wo er meinte,
    dass die Notenbanken jede grössere Korrektur verhindern
    werde, ( könne) wird sich später auch als falsch erweisen.
    Respekt vor seinem grossen Wissen, aber leider kommt er bei mir relativ arrogant herüber , da er Leute wie Homm, Jakobsen, Faber u.s.w immer als Nichtwisser kritisiert.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Quartalszahlen und Inflation

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. IBM und Intel werden heute Abend ihre Quartalszahlen veröffentlichen – sie werden von ihm vorab besprochen. Auch das Thema Inflation ist auf der Tagesordnung.

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