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Steinhoff kurz vor der HV: 123% Dividendenrendite? Nicht täuschen lassen!

Steinhoff veranstaltet morgen seine Hauptversammlung. Wird es dann erhellende Erkenntnisse geben? Fest steht: Die Aktie ist ein erbärmlicher Pennystock geworden, etwas für Zocker! Auch steht fest, dass Steinhoff bis dato…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Steinhoff veranstaltet morgen seine Hauptversammlung. Wird es dann erhellende Erkenntnisse geben? Fest steht: Die Aktie ist ein erbärmlicher Pennystock geworden, etwas für Zocker! Auch steht fest, dass Steinhoff bis dato noch keinen Geschäftsbericht für letztes Jahr eingereicht hat. Alles ist unklar. Kommt nun endlich mal ein neuer Geschäftsbericht?

Wird endlich enthüllt, wie schlimm es um das Unternehmen wirklich steht? Es kann auch überraschend gute Nachrichten geben, und der Aktienkurs explodiert. Das kann zum Beispiel geschehen, wenn Gläubiger sich entscheiden frisches Geld in die Firma zu pumpen, weil man meint das ganze Konstrukt retten zu können. Das ist möglich, aber völlig unklar. Die morgige Hauptversammlung kann da vielleicht für Aufklärung sorgen.

Für Unruhe sorgt, dass gestern (also nur zwei Tage vor der HV) der Steinhoff-Aufsichtsrat Johan van Zyl mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Dabei lief sein Mandat noch bis 2019, und er wollte eigentlich weiter an Bord bleiben. Das riecht nach noch mehr Chaos!

Steinhoff mit toller Rendite für Aktionäre?

Wir möchten aber Privatanleger auf eine fehlerhafte Darstellung hinweisen. Bitte glauben Sie nicht, dass sie nach der Hauptversammlung eine satte Dividenenzahlung einstreichen werden, die sogar den aktuellen Börsenwert übertrifft. Es ist mit Blick auf die derzeitige Finanznot von Steinhoff kaum zu erwarten, dass es überhaupt irgendeine Dividendenzahlung geben wird. Oder doch?

Jedenfalls wäre es im Augenblick der Deal des Jahrhunderts, wenn man jetzt eine Aktie kauft, die eine Dividendenrendite von 123% aufweist. So wird es für 2018/2019 aktuell auf Onvista dargestellt. Auf Comdirect wird eine erwartete Dividendenrendite von 118% für die Steinhoff-Aktie angezeigt. Hierbei wird es sich um veraltete Daten handeln, auf die man sich bezieht. Vielleicht mögen solche Broker und Portale ihre Datenlieferanten mal ansprechen, dass das gelieferte Material aktualisiert wird?

Anleger könnten nämlich sonst auf die Idee kommen hier den Deal ihres Lebens zu machen! Oder soll die Dividende wirklich höher ausfallen als der aktuelle Aktienkurs? Da hätten Profi-Investoren die Aktie schon längst deutlich höher gezogen. Denn hey, auch Dividendenrenditen von 50% oder 30% sind noch eine verdammt lukrative Sache!

Die Aktie von Steinhoff bleibt auch kurz vor der Hauptversammlung das totale Zockerpapier für Privatanleger. Da muss jeder wissen, ob er an diesem Roulette-Tisch Platz nehmen will. Morgen auf der HV könnte es zumindest neue Erkenntnisse geben, und die Aktie vielleicht rauf oder runter springen!

Steinhoff Aktie seit September 2017
Die Steinhoff-Aktie seit September 2017.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    frank

    19. April 2018 10:21 at 10:21

    Ok, ich zocke mal einfach so aus Spaß, hab gerade 3.000 Steinhoff Aktien für gut 500 Euro gekauft. Mal schauen was passiert…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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