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Steinhoff vor dem endgültigen Kollaps – Immobilen nur die Hälfte wert

Die Steinhoff-Aktie steht vor ihrem endgültigen Kollaps. Am 23. März hatte die Aktie ihren Tiefpunkt bei nur noch 0,20 Euro erreicht. Jetzt notiert sei bei 0,208 Euro. Seit dem Bekanntwerden eines möglichen großen Bilanzskandals…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Steinhoff-Aktie steht vor ihrem endgültigen Kollaps. Am 23. März hatte die Aktie ihren Tiefpunkt bei nur noch 0,20 Euro erreicht. Jetzt notiert sei bei 0,208 Euro. Seit dem Bekanntwerden eines möglichen großen Bilanzskandals im letzten Dezember ist die Aktie eh nur noch ein Pennystock. Aber zuletzt rutschte sie langsam immer weiter ab. Und nach der aktuellsten Veröffentlichung der Firma steht womöglich der Zusammenbruch bevor. Es hängt nur davon ab, ob die Gläubiger das Unternehmen weiter stützen wollen.

Steinhoff-Immobilien nur die Hälfte wert

Denn wie man selbst offiziell schreibt, haben die Untersuchungen externer Immobilienexperten (CBRE) ergeben, dass ein Immobilien-Portolio von Steinhoff namens “ Hemisphere Portfolio“ mit Werten überall in Europa nur 1,1 Milliarden Euro wert sein soll. Steinhoff selbst hatte den Wert bislang mit 2,2 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Die Prüfer fanden heraus, dass Steinhoff bislang beispielsweise auch Vermietungen zwischen Steinhoff-Töchtern und Leerstände mit in die Wertermittlung einbezogen hatte. Dies haben die jetzigen Prüfer weggelassen. Steinhoff hierzu im Wortlaut:

The Hemisphere Portfolio valued by CBRE comprises approximately 140 properties (including stores, warehouses, offices, production sites and vacant land) across Austria, Germany, the Netherlands, Switzerland, the UK and Eastern Europe. The majority of the properties across Austria and Eastern Europe are stores leased to KIKA-LEINER. The Hemisphere Portfolio excludes retail stores relating to the Harveys, Bensons for Beds, Conforama, Dealz, Pepkor Europe, Poco, and Poundland businesses which either lease properties from third parties or own retail properties in operating companies which do not form part of the Hemisphere Group.

On the basis of the assumptions adopted by CBRE, CBRE valued the Hemisphere Portfolio as at 1 February 2018 at approximately €1.1 billion. CBRE valued the properties on the basis of “Fair Value” (as defined in IFRS 13) and assuming vacant possession which disregarded internal leases to Company related entities and considered only leases between an external third party tenant and the relevant Hemisphere Group entity.

The Company will consider CBRE’s valuations in detail and will work with its auditors to determine the consolidated net book value of the Hemisphere Portfolio for the purposes of publication of the Company’s consolidated financial statements for 2017. The Company considers it likely (in light of CBRE’s findings) that the consolidated net book value of the Hemisphere Portfolio (once determined) will be materially lower than the €2.2 billion previously estimated by the Company and disclosed on its website in February 2018.

Kurz vor der Pleite?

Nun kann es ganz düster werden für Steinhoff, denn es droht ganz offensichtlich eine Abschreibung über die oben beschriebene Differenz von 1,1 Milliarden Euro. Die Aktie steht kurz davor ihr 20 Cent-Tief zu unterschreiten, und immer weiter Richtung 1 Cent zu fallen. Der totale Pennystock! Und auch die Anleihen von Steinhoff deuten immer mehr auf eine Pleite hin. Wenn eine Anleihe unter 100% notiert, besteht aus Risiko-Betrachtung die Chance für eine Firmenpleite. Plump gesagt: Notiert eine Anleihe bei 80% ihres Nennwerts, erwartet der Markt mit 20% Wahrscheinlichkeit, dass die Anleihe nicht zurückgezahlt werden kann.

Großer Treue Bonus von FMW

Schaut man auf den Anleihemarkt bei Steinhoff, gruselt es. Nehmen wir beispielsweise eine Wandelanleihe mit Laufzeit bis zum Jahr 2023. Ihr letzter Kurs kam gestern zutande bei sage und schreibe nur noch 44,25%. Aktuell ist die Geld-Brief-Spanne bei 38,75%-42,25%. Sagenhaft, was für ein Spread! Also liegt die Wahrscheinlichkeit laut „Marktangst“, dass diese Anleihe im Jahr 2023 nicht zurückgezahlt werden kann, bei 55,75%. Wie geht es jetzt weiter? Die Gläubiger müssen entscheiden, ob man das bestehende Konstrukt weiter stützt, oder ob die Reste in der Verwertung doch mehr wert sind.

Steinhoff
Die Aktie von Steinhoff seit September 2017.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Bumshatsgemacht

    4. April 2018 17:14 at 17:14

    So sieht der Dax auch mal aus wenn das Derivatecasino platzt,…lol. Egal sind eh nur alles Bits und Bytes,… nichts wert außer der Glaube daran.

  2. Avatar

    Thomad

    4. April 2018 18:56 at 18:56

    Hierzu hat auch „unser“ Elliott-Wellen-
    Mann, Herr Becker, eine Analyse auf seiner Website. Natürlich im unverwechselbaren Becker-stil.vielleicht können Sie sich diese Analyse mal ausborgen. Denn die Aussage ist im Prinzip die gleiche.

  3. Avatar

    Skeptiker

    10. April 2018 11:26 at 11:26

    Die Schlagzeile ist pures Klick-Bait, enttäuschend.

    Dass Abschreibungen auf Assets nötig werden, war seit Dezember klar, nichts Neues also. Und Abschreibungen sind nicht liquiwirksam. Bei einem aktuellen KBV unter 0,2 wäre selbst eine Abschreibung aller Assets um die Hälfte kein Problem. Wirklich kritisch wird es, wenn Der Umsatz mit Innenumsätzen gepusht wurde, was nicht unwahrscheinlich ist. Die Überbewertung von Assets war aber klar.

    Sorry aber der Artikel ist die digitale Tinte nicht wert, mit der er geschrieben wurde,

    Gruß von Skeptiker

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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