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Steuerklärung 2018 – was gilt es zu beachten?

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Mehr als 23 Millionen Einkommensteuererklärungen über das Internet wurden im Jahr 2018 eingereicht. Das ist ein neuer Rekord bei der Abgabe mit Elster. Steuerexperten raten seit Jahren dazu, die elektronische Einreichung zu nutzen. Und wie die Zahlen belegen, entscheiden sich immer mehr Menschen dazu.
Ob nun online oder auf Papier – die Abgabe der Steuererklärung bleibt dennoch für viele Bundesbürger ein Ärgernis. Sie fragen sich, welche Kosten sie absetzen dürfen und welche Fristen einzuhalten sind. Fragen, auf die dieser Ratgeber hilfreiche Antworten gibt.

Fristen bei der Steuererklärung

Für die Steuererklärung 2018 gilt erstmals eine neue Abgabefrist. Sie wurde gesetzlich um zwei Monate verlängert. Zwei unterschiedliche Fristen gibt es.

• Für alle Bundesbürger, die ihre Steuererklärung selbst anfertigen, ist die Frist vom 31. Mai auf den 31. Juli verschoben worden. Für das Jahr 2018 heißt das, nach § 149 Abs. 2 AO: Stichtag 31.07.2019.
• Wird die Steuererklärung einer Privatperson von einem Steuerberater oder von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe Deutschland erstellt, bleibt ebenfalls mehr Zeit für die Abgabe. Bisher war die Abgabefrist für den 31. Dezember bindend. Ab sofort kann bis Ende Februar des Folgejahres gewartet werden. Für das Jahr 2018 bedeutet das: Stichtag ist der 28.02.2020 nach § 149 Abs. 3&4 AO.

Versicherungen von Steuer absetzen

Versicherungsbeiträge können in der Steuererklärung angegeben werden. Doch nicht alle Kosten für Versicherungen sind steuerlich absetzbar, wie etwa die Hausratversicherung. Steuerlich geltend gemacht werden können Versicherungen, die zur persönlichen Vorsorge abgeschlossen wurden oder für die es eine berufliche bzw. ausbildungsbedingte Veranlassung gab.
Für die persönliche Vorsorge betrifft dies:

• Krankenversicherung
• Haftpflichtversicherung
• Hausratversicherung
• Unfallversicherung
• Berufsunfähigkeitsversicherung
• Rentenversicherung
Für die berufliche oder ausbildungsbedingte Veranlassung betrifft dies:
• Arbeitsrechtsschutz
• Berufshaftpflicht
• Diensthaftpflichtversicherung.

Ausgaben für Studenten in der Steuererklärung

Studenten können nicht nur die im vorherigen Absatz genannten Versicherungen steuerlich geltend machen. Das Studieren wird seit Jahren in Deutschland immer teurer, die Finanzierung des Studiums zum Problem. Ein Teil der Ausgaben können sich die Studenten über die Steuererklärung zurückholen. Viele Ausgaben zählen zu den sogenannten Werbungskosten, beispielsweise Kosten für Flugreisen ins Ausland im Rahmen des Studiums. In der Steuererklärung können zudem Pauschalen geltend gemacht werden, etwa Fahrtkosten zur Uni, der Verpflegungsmehraufwand oder Kontoführungsgebühren.
Voraussetzung für das Absetzen der Ausgaben in der Steuererklärung ist selbstverständlich, dass auch Steuern gezahlt. Hat ein Student während seines Studiums mehr Ausgaben als Einnahmen, kann er diese Verluste auch im späteren Berufsleben geltend machen. Dabei handelt es sich um den sogenannten Verlustvortrag, der auch als eine Form des Steuerbonus für den Berufseinstieg bezeichnet werden kann.

Kapitalerträge in der Steuererklärung

Steuerpflichtige Bundesbürger sind zur Abgabe der Kapitalertragssteuer verpflichtet. Sie müssen in der Steuererklärung die Anlage KAP aber nur unter Umständen ausfüllen. Steuerpflichtig sind generell alle erwirtschafteten Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Wertpapierverkäufen. Steuerlich relevant sind die Einkünfte auch dann, wenn sie auf ausländischen Konten und Depots erzielt wurden. Versichern Sie sich selbst, ob Kapitalerträge aus Aktien absetzbar sind.

Die Abgabe der Anlage KAP lohnt sich, um zu viel bezahlte Steuern zurückzuerhalten. Jeder Steuerpflichtige hat in Deutschland einen Freibetrag von 801 € auf Kapitalerträgen im Jahr. Wurde kein oder ein zu niedriger Freistellungsauftrag gestellt und liegen die Einkünfte unter diesem Betrag, können Sie durch die Steuererklärung zurückgezahlt werden. Für viele Rentner ist der Abgeltungssteuersatz von 25 % zu hoch. Liegt ihr Grenzsteuersatz darunter, können Sie in der Anlage KAP die Günstigerprüfung beantragen. In diesem Fall zahlen Sie weniger als die 25 % Steuer und können Geld zurückerhalten. Ist bei den Kapitalerträgen sogar ein Verlust möglich, ist die Abgabe zusammen mit einer Verlustbescheinigung der Bank ratsam. Das ist bei Negativzinsen für Privatkunden der Fall.

Bestattungskosten in der Steuererklärung

Die Kosten für eine Bestattung in Deutschland legen bei durchschnittlich 5000 €. Auf diese Zahl kommt der Bundesverband Deutscher Bestatter. Viele Bundesbürger sind sich nicht im Klaren, dass Bestattungskosten steuerlich geltend gemacht werden können. So lässt sich die finanzielle Belastung reduzieren, wenn schon die Trauer nach einem Verlust groß ist.
 In der Steuererklärung können die Hinterbliebenen Beerdigungskosten dann geltend machen, wenn sie höher sind als das Erbe. In diesem Fall gelten die Kosten als außergewöhnliche Belastung. Im Gesetz ist eine Pauschale von 10.300 € festgesetzt. Liegt der Betrag unter dieser Pauschale, sind bei der Steuererklärung für 2018 keine Nachweise beizufügen. Erst wenn mehr als 10.300 € geltend gemacht werden sollen, sind die einzelnen Posten nachzuweisen mittels Rechnungen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Shong09

    22. Juli 2019 12:35 at 12:35

    Halbherzig und schlecht die Abschnitte 2 und 3.
    Wenn man es nicht besser weiss, dann doch besser nicht drüber schreiben.

    • Avatar

      joah

      23. Juli 2019 21:22 at 21:22

      Ich denke nicht, das diese Darlegung hierzu eine zwingende Gewähr auf allumfassende Vollständigkeit gibt. Sicherlich verknappt und gestrafft, kann hingegen keinen Steuerberater ersetzen (hat sicher auch nicht den Anspruch dazu). Ihrer restlichen Argumentation kann ich nicht folgen.

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Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

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Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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