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Neue Steuern? Nein! Staat schwimmt im Geld, Einnahmen drastisch gestiegen!

Redaktion

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Wir alle kennen die aktuelle Diskussion. Die SPD will eine Vermögenssteuer einführen. Umweltschützer wollen eine Steuer für CO2 einführen usw. Einfach neue Steuern einführen, damit noch mehr Geld reinkommt? Aber halt. Das muss nicht sein. Komischerweise sind in den letzten Jahren die Ausgaben des Staates immer weiter gestiegen, parallel zu den immer weiter steigenden Einnahmen. Und auch jetzt ist immer mehr Geld beim Staat vorhanden, um all die tollen angedachten Zusatzmaßnahmen zu finanzieren. Weitere Steuererhöhungen sind doch eigentlich nicht mehr notwendig, so meinen wir. Geld ist (zumindest jetzt) mehr als genug da! Aber ja. Die Rezession steht vor der Tür, und damit sinkende Einnahmen? So kann man natürlich immer argumentieren. Aber jetzt mal zu den aktuellen Fakten, die zeigen, dass die Staatskasse gerade richtig überläuft mit Geld.

Deutlicher Einnahmeüberschuss trotz steigender Ausgaben

Dies zeigt sich mehr als deutlich an der Meldung des Statistischen Bundesamtes von heute früh! Denn im 1. Halbjahr 2019 hat der deutsche Staat (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) einen Finanzierungsüberschuss von 45,3 Milliarden Euro erzielt! Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (1 686,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus eine Überschussquote von 2,7%. Die staatlichen Institutionen haben also 45,3 Milliarden Euro mehr eingenommen (791,8 Milliarden Euro) als ausgegeben (746,5 Milliarden Euro). Die Staatseinnahmen erhöhten sich im 1. Halbjahr 2019 um 24,6 Milliarden Euro (+3,2%) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Also könnte man nur aus den Einnahmen des ersten Halbjahres schon jede Menge Wohltaten verteilen, ohne neue Steuern erheben zu müssen! Dieser fette Überschuss wurde erzielt, obwohl die verschiedenen staatlichen Ebenen deutlich mehr Geld investiert haben. Also, wozu bitte neue Steuern einführen? Zitat Statistisches Bundesamt:

Die Ausgaben des Staates stiegen im 1. Halbjahr 2019 deutlich an (+4,3 %). Höhere Zuwachsraten gab es bei den Kommunen (+5,5 %) und Sozialversicherungen (+4,8 %). Insbesondere die Investitionsausgaben des Staates entwickelten sich im 1. Halbjahr überdurchschnittlich (+10,6 %). Ausgabedämpfend wirkten erneut die staatlichen Zinsausgaben, die wegen des weiterhin sehr niedrigen Zinsniveaus und eines gesunkenen Schuldenstandes erneut zurückgingen (-10,8 %).

Hier weitere Aussagen der Statistiker:

Die wichtigste Einnahmequelle des Staates sind Steuern, die mit 415,4 Milliarden Euro gut die Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachten. Der Zuwachs bei den Steuereinnahmen fiel mit 2,8 % im 1. Halbjahr 2019 moderat aus. Die gute Beschäftigungsentwicklung sorgte jedoch für eine weiterhin dynamische Entwicklung bei den Sozialbeiträgen (+4,4 %). Dagegen sanken die Einnahmen des Staates aus Zinsen und empfangenen Ausschüttungen (-1,4 %), insbesondere weil sich die Zinseinkünfte deutlich verringerten (-7,6 %). Alle staatlichen Ebenen trugen zum positiven Saldo bei: Der Bund hatte mit 17,7 Milliarden Euro den größten Finanzierungsüberschuss. Die Länder erzielten ein Plus von 12,7 Milliarden Euro, die Sozialversicherungen von 7,7 Milliarden und die Kommunen von 7,1 Milliarden Euro. Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen konnten damit weiterhin insbesondere von einer günstigen Beschäftigungsentwicklung profitieren.

Bundesfinanzministerium in Berlin - wozu bitte neue Steuern einführen?
Bundesfinanzministerium in Berlin. Foto: Peter Kuley CC BY-SA 2.5

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    BrettonWood

    27. August 2019 09:43 at 09:43

    Tja wenn man für Schulden bezahlt wird…man könnte ja einfach die Schuldenhöhe soweit erhöhen das die Negativzinsen die ganze Staatseinnahmen denkem das Geld investieren wir dann am Aktienmarkt…um das ganze schöne Finanzcasino noch etwas weitwr zu betreiben ich finde jetzt wären doch wir mal dran mit über den Verhältnissen Leben…Jetzt spielts doch auch keine Rolle mehr also geben wir uns die Kante

  2. Avatar

    hubi stendahl

    27. August 2019 10:11 at 10:11

    Die Vergleiche zeigen immer nur eine Seite. Besser wäre es zu erkennen, dass aufgrund der Nullzins-Einrichtung die Sparer um rund 600 Mrd.€ betrogen wurden und spiegelbildlich der Staat bzw. Länder und Kommunen in den letzten Jahren exakt über diesen Betrag zusätzlich verfügen konnten. Was ist das anderes als eine Steuer?

    • Avatar

      Z

      27. August 2019 12:16 at 12:16

      Richtig erkannt! Wir bekommen zwar keine neuen Steuern, aber z.B. die Betriebsrenten werden geplündert. Diese müssen gesetzlich einen großen Teil in sichere Papiere anlegen, welche keine Rendite mehr abwerfen und langsam weginflationiert werden. Die Unternehmen schießen schon jetzt riesige Geldmengen nach, weil sie die Verzinsungen den MA versprochen haben. Die folge ist das die Betriebsrentensysteme aufgekündigt / verändert werden. Das ist den meisten Leuten nur noch nicht bewusst, das sie sich von ihrer tollen Betriebsrente mal später nur ein „Brötchen“ im Monat kaufen können (überspitzt).

  3. Avatar

    Tino Gruchmann

    27. August 2019 14:25 at 14:25

    Das Problem ist nicht ob es Zinsen gibt oder nicht, sondern und Wirtschafts und Finanzsystem was auf Dauer nicht funktionieren kann

  4. Avatar

    Marcus

    27. August 2019 15:43 at 15:43

    Mit der angedachten CO2 und Vermögenssteuer möchte der Staat nur neue Einkommensquellen erschließen weil im der Sozialstaat aus dem Ruder läuft. Mit der Vermögenssteuer bedient man diejenigen die „Reiche“ grundsätzlich hassen unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit, und mit der CO2 Steuer will man unter dem Deckmantel des Klimaschutzes eine neue Geldquelle erschließen.

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

Kurzfristig ist ein Aktiensplit immer ein kleiner Kursturbo, auch wenn sich fundamental nichts ändert. Und für Trader eine lohnende Angelegenheit, wenn es gelingt….?

Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

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Handelskrieg, jetzt Internetkrieg zwischen USA und China?

Markus Fugmann

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Der Kampf um die globale Dominanz begann mit dem Handelskrieg, nun aber entwickelt sich die Auseinandersetzung zunehmend zu einem Krieg um das Internet. Der Bann der Trump-Administration non TikTok, vor allem aber von WeChat zeigt, wie sich die Auseinandersetzung nun immer mehr in den digitalen Raumm verlagert. Nun versuchen Apple und andere US-Konzerne durch Lobbyarbeit den Bann zu verhindern – denn vor allem für Apple geht es um viel: ohne WeChat würden die Verkäufe von iPhones im zweitwichtigsten Absatzmarkt kollabieren..

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