Gold

Steueroffensive in Russland zielt auf Gold

Gold-Barren
Grafik: Zenartix-Freepik.com

Russische Analysten raten dringend höhere Steuern auf Edel- und Buntmetalle an, um dem wachsenden Haushaltsloch in Russland zu begegnen. Die Mittel aus dem Öl- und Gassektor sind ihrer Meinung nach ausgereizt. Höhere Steuern auf Gold sind für sie eine zentrale Quelle, um Mittel für den Staatshaushalt abzuschöpfen.

Doppeltes Haushaltsloch in Russland erwartet

Niedrigere Ölpreise und ein stärkerer Rubel als bei der Erstellung des russischen Bundeshaushalts 2026 eingepreist, würden in diesem Jahr nahezu zu einer Verdopplung des Haushaltsdefizits auf 7,3 Billionen Rubel führen, warnten Analysten von Investment Research der Sberbank, SberCIB. Demzufolge plädierten sie in ihrer aktuellen Analyse, über die die russische Zeitung Vedomosti am 12. Februar ausführlich berichtete, für eine Anpassung der Steuerpolitik.

Das Finanzministerium hatte für den Bundeshaushalt ein Defizit von 3,8 Billionen Rubel veranschlagt, das auf einem Ölpreis von 59 US-Dollar und Wechselkurs von 92 Rubel je US- Dollar basiert. Die SberCIB-Analysten erwarten indes einen Wechselkurs von 83 Rubel je US-Dollar, weil hohe Zinsen und steigende Metallpreise auf dem Weltmarkt den Rubel auf einem recht starken Niveau hielten. Dazu gingen sie beim Ölpreis im Schnitt von 46 US-Dollar je Barrel aus, wodurch sich das Haushaltsloch fast verdoppeln würde.

Steuerlast auf umsatzstarke Branchen umlegen

Eine Steuerpolitik, die auf eine Verschärfung der Besteuerung umsatzstarker Wirtschaftszweige in einem sich verbessernden globalen Marktumfeld abzielt, soll SberCIB zufolge Abhilfe schaffen. Die Analysten erläuterten, dass sich die Branche der Metallurgie und hier insbesondere die Produktion von Gold und Buntmetallen hierfür anbiete, da die Preise für diese Rohstoffe auf den Weltmärkten in letzter Zeit deutlich gestiegen seien.

Goldpreise in Russland hätten gegenüber dem Niveau von 2024 einen Anstieg von über 70 Prozent und mehr als dem Doppelten des Niveaus von 2023 hingelegt. Auch der Platinpreis sei gestiegen: Ein Gramm reines Platin erreichte 5.000 Rubel, was einem Anstieg von über 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem Doppelten des Niveaus von 2024 und 2023 entspreche. Auch die Kupferpreise hätten kräftig angezogen.

Zusätzliche Budgeteinnahmen durch Gold generieren

Angesichts des dynamischen Anstiegs der Rohstoffpreise hat SberCIB seine durchschnittliche Preisprognose für Edelmetalle im Jahr 2026 um 15–25 Prozent und für Buntmetalle um 10–15 Prozent angehoben und die langfristigen Prognosen um 10–15 Prozent erhöht. Eine Erhöhung der Rohstofffördersteuer würde nach Ansicht der Analysten in der Goldproduktion immerhin 1 Billion Rubel zusätzliche Einnahmen generieren und das Staatsdefizit entlasten.

Auf die Rentabilität von Polyus, dem größten Goldproduzenten des Landes hätte das keine katastrophalen Auswirkungen. Die EBITDA-Marge würde lediglich von derzeit 73 Prozent auf 50 Prozent sinken.

Bemerkenswert ist in diesem Kontext, dass die Steuerbelastung im russischen Goldbergbau niedriger ist als in vielen anderen Ländern (z. B. Usbekistan). Außerdem gibt es weiterhin Steuervergünstigungen für hochprofitable Goldminenprojekte wie etwa Sukhoi Log und Polyus. Eine Verdreifachung des Rohstofffördersteuersatzes für Metalle, die Norilsk Nickel fördert könnte das Haushaltsdefizit um weitere 200 Milliarden Rubel reduzieren.

Übergewinne abschöpfen

Ebenso plädierte Walerij Andrianow von der Finanzuniversität der russischen Regierung dafür, Einnahmeverluste im Haushalt infolge von hohen Preisnachlässen für russisches Öl und eines starken Rubels vorrangig durch eine Umverteilung der Steuerlast auszugleichen. Der Öl- und Gassektor könne nicht länger die wichtigste Einnahmequelle des Haushalts bleiben, da das Potenzial für Steuererhöhungen in diesem Bereich vollständig ausgeschöpft sei.

Noch mehr Verluste drohen durch den Stopp von Öllieferungen über die Druschba-Pipeline in der Ukraine am 27. Januar. Da sich die Lage durch Sanktionen und steigende Preisnachlässe weiter verschlechtere, empfiehlt Andrianow der Regierung, die Steuerlast auf Wirtschaftszweige umzulegen, für die das keine Beeinträchtigung der Funktionstüchtigkeit und Entwicklung bedeuten würde, sondern lediglich eine „Beseitigung von Übergewinnen aufgrund günstiger Marktbedingungen“.

Andrianow nannte als Möglichkeit eine Sondersteuer oder Feinabstimmung des bestehenden Steuersystems, d. h. eine Änderung der Steuersätze. Darüber hinaus könnten flexible Ausfuhrzölle wie von Oktober 2023 bis Ende 2024 für Buntmetalle, eingeführt werden, um die Haushaltseinnahmen zu steigern. Um das Zollinstrument effektiv nutzen zu können, sollten die Zölle allerdings nicht vom Rubelkurs abhängig sein, so Andrianow.

Russland im Steuer- und Abgabenfieber

Eine Erhöhung des Rohstofffördersteuersatzes für Edel- und Buntmetalle und somit für Gold hält Maxim Schaposchnikow, Berater des Managementfonds Industrial Code, laut Vedomosti für wahrscheinlich. Er wies darauf hin, dass deren Preise deutlich von den Produktionskosten abgewichen sind. Olga Belenkaja, Leiterin der makroökonomischen Analyse bei FG Finam räumte ein, dass die Regierung angesichts der hohen Preise für Edel- und Buntmetalle im Jahr 2026 möglicherweise eine Übergewinnsteuer für deren Produzenten einführen wird.

Beschlossen ist bereits eine Technologieabgabe für Importeure und russische Hersteller beim ersten Verkauf ihrer Produkte, die ab September schrittweise greifen soll, berichteten russische Medien Mitte Februar. Olga Epifanowa, Expertin der Agentur für Strategische Initiativen prognostizierte, dass die Preise für Smartphones in Russland aufgrund der neuen Technologieabgabe um 5–10 Prozent und die für Laptops um 15 Prozent steigen könnten.

Die Regierung will offenbar aus allem, was in Russland jetzt noch von Wert ist, Kapital schlagen. Gold und nachgefragte Güter wie Smartphones und Laptops stehen derzeit ganz oben auf der Liste. Die fieberhafte Suche nach Quellen, um die Finanzlöcher durch die Kriegskosten in der Ukraine zu stopfen, zeigt, wie angespannt die Lage ist. Unternehmen und Bevölkerung bekommen dadurch zu spüren, wie sich die Kreise der Staatseingriffe um sie immer enger ziehen. Alle in Russland sollen für den Krieg bezahlen.



Josephine Bollinger-Kanne
Über den RedakteurJosephine Bollinger-Kanne
Dr. Josephine Bollinger-Kanne ist Expertin für Energiewirtschaft, Energiepolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen. Sie ist als freie Journalistin tätig.
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31 Kommentare

  1. Auf die Idee wird man in der EU wohl auch bald kommen. Besonders „goldsteuerfreie“ Länder wie Deutschland und Österreich.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Russland hat sich und Europa mit dem Krieg keinen Gefallen getan. Die USA sind fein raus….kassieren Milliarden US-Dollar für Rüstung und Energie…und die deutsche – und europäische Industrie leidet…

    Der Krieg muss schnell beendet werden…

  3. Besonders Deutschland und Österreich?
    Ja – klar, neue Steuern auf Gold können nur die Länder erheben, die bisher keine Steuern erhoben haben.
    Dann müsste man aber gleichzeitig den Handel zwischen Privatleuten verbieten, denn ansonsten wird der Kauf/Verkauf zwischen Privatleuten weiter zunehmen.
    Schon heute werden erhebliche Mengen von Silbermünzen privat gehandelt, damit die Mehrwertsteuer/Vorsteuer nicht verloren geht, wenn an einen gewerblichen Händler verkauft wird.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Ivan der Schreckliche

      @Helmut
      Ah, schnell vom Artikel ablenken.
      Ist ja auch nicht einfach, wenn dir russische Experten erzählen, dass das russische Haushaltsdefizit doch ein Problem ist. Was sagtest du immer:
      a) Die russische Wirtschaft ist stark.
      b) Russland kann mehr Geld drucken.
      Und jetzt sucht Russland unter jedem Zipfelchen ein wenig Geld, um seinen Krieg zu finanzieren.
      So was Blödes aber auch.

  4. Ach @Helmut, bei der Kapitalertragssteuer geht es doch nicht um die paar Münzen. Unter Privaten wird Gold kaum gehandelt. Das kommt erst noch…wenn dann die Welt demnächst untergeht.

  5. Columbo, ich habe den Eindruck, dass Du gar nicht mitbekommst, was z. B. am Silbermarkt los ist.
    Das Goldkontor Hamburg verkauft z. B. eine Silber-Unze der Wiener Philharmoniker für aktuell 109,83 Euro.

    https://feingoldhandel.de/preisliste

    Ein Kunde bekommt beim Verkauf derselben Unze aber nur 62,29 Euro.
    Ein guter Bekannter von mir bietet die Münze aktuell für 90,00 Euro bis 95,00 Euro in diversen Portalen an, über die diese Münzen gehandelt werden.

    https://www.kleinanzeigen.de/s-wiener-philharmoniker-silber/k0

    Er bekommt also etwa 30 Euro mehr pro Unze als beim Edelmetallhändler, und der Käufer muss etwa 20,00 Euro weniger bezahlen als beim Edelmetallhändler.

    Er hat schon mehrere feste Abnehmer, die er nur anrufen muss, wenn er mal wieder was verkauft.
    Der Käufer holt die Münzen dann bei ihm ab, zahlt in bar, bekommt eine Kopie der damaligen Rechnung und eine aktuelle Rechnung von ihm.
    Der Preis der Münze hat sich seit 12 Monaten verdreifacht.

    Gold ist nicht dafür da, wenn die Welt „untergeht“.
    Dann sind eingelagerte lang haltbare Lebensmittel wichtiger.
    Gold wird dann benötigt, wenn nach einer Krise die Welt wieder aufgebaut wird.
    Und wenn dann Steuern beim Verkauf von Gold bezahlt werden müssen, wird auch mehr Gold unter Privatleuten gehandelt

    Viele Grüße aus Andaluisen
    Helmut

  6. Columbo, ich habe den Eindruck, dass Du gar nicht mitbekommst, was z. B. am Silbermarkt los ist.
    Das Goldkontor Hamburg verkauft z. B. eine Silber-Unze der Wiener Philharmoniker für aktuell 109,83 Euro.

    https://feingoldhandel.de/preisliste

    Ein Kunde bekommt beim Verkauf derselben Unze aber nur 62,29 Euro.
    Ein guter Bekannter von mir bietet die Münze aktuell für 90,00 Euro bis 95,00 Euro in diversen Portalen an, über die diese Münzen gehandelt werden.

    https://www.kleinanzeigen.de/s-wiener-philharmoniker-silber/k0

    Er bekommt also etwa 30 Euro mehr pro Unze als beim Edelmetallhändler, und der Käufer muss etwa 20,00 Euro weniger bezahlen als beim Edelmetallhändler.

    Er hat schon mehrere feste Abnehmer, die er nur anrufen muss, wenn er mal wieder was verkauft.
    Der Käufer holt die Münzen dann bei ihm ab, zahlt in bar, bekommt eine Kopie der damaligen Rechnung und eine aktuelle Rechnung von ihm.
    Der Preis der Münze hat sich seit 12 Monaten verdreifacht.

    Gold ist nicht dafür da, wenn die Welt „untergeht“.
    Dann sind eingelagerte lang haltbare Lebensmittel wichtiger.
    Gold wird dann benötigt, wenn nach einer Krise die Welt wieder aufgebaut wird.
    Und wenn dann Steuern beim Verkauf von Gold bezahlt werden müssen, wird auch mehr Gold unter Privatleuten gehandelt

    Viele Grüße aus Andaluisen
    Helmut

  7. Tippfehler
    Der Preis für eine Unze Silber ist in den letzten 365 Tagen in Euro um 105% gestiegen

  8. Tippfehler
    Der Preis für eine Unze Silber ist in den letzten 365 Tagen in Euro um 105% gestiegen

  9. @Helmut, ich sprach von einer Kapitalertragssteuer bei Gold und du vom praktisch kaum existierenden privaten Handel mit ein paar Silbermünzen.
    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.

  10. Ja @ Columbo,
    ich denke auch, dass es eine Kapitalertragssteuer für Gold in Deutschland gegen wird. So wie damals (ich glaube 2009) in Deutschland bei Aktien.
    Denn rückwirkend besteuern geht nicht.
    Dann unterliegen neu gekaufte Edelmetalle ab einem Stichtag auch der Besteuerung.
    Das ist für mich irrelevant, denn der Kauf ist schon über 25 Jahre her.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. „…Denn rückwirkend besteuern geht nicht…“
      „…Das ist für mich irrelevant, denn der Kauf ist schon über 25 Jahre her…“

      @Helmut, eine „neue“ Kapitalertragssteuer trifft vermutlich alle (je nachdem, wieviel Geld der Staat braucht, die meisten brauchen sehr viel), ganz egal, wie lange einer sein Gold schon hat.
      Die Steuer fällt beim Verkauf an, da muss man dann die („25 Jahre alten“) Belege vorweisen.
      Die Steuer wird auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis berechnet.
      Fehlen die Belege, zahlt man beispielsweise in Italien 26% auf den gesamten Verkaufserlös.
      Aber dass ich dir, dem großen Goldexperten das erklären muss…

  11. Ivan der Schreckliche
    Gar nicht mitbekommen, dass ich auch den Kommentar von Columbo geantwortet habe?

    Zum Artikel:
    Naja, die Russen haben wenigstens noch Firmen, bei denen Übergewinne abgeschöpft werden können.
    Das ist eben der Vorteil, wenn man alle Rohstoffe im eigenen Land hat, die Förderung in der Landeswährung bezahlen kann, und auf dem Weltmarkt dafür Devisen bekommt.
    Selbst die Amis zahlen Milliarden an Dollars für Rohstoffe aus Russland.
    Aber ich weiß, ganz bald und ganz bestimmt, wird nun aber mal endlich die russische Wirtschaft ruiniert sein.
    Deshalb ist der Rubel auch (gegenüber dem Dollar) zur stärksten Währung der Welt geeorden; was natürlich auch Nachteile hat.
    Warte mal ab, wenn das Ausmaß über die Vereinbarungen über dieFörderung von Rohstoffen gemeinsam mit den Amis bekannt werden.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      auch in Deutschland bzw. Europa gibt es Übergewinne, die abgeschöpft werden.

      Aber das kann sich Klein-Helmut ja nicht vorstellen

  12. Iwan der Schreckliche

    @Helmut
    Es ist immer wieder amüsant, wie du hier offen zur Schau stellst, dass du keine Ahnung von nichts hast.
    Also der Rubel ist die stärkste Währung hinter dem USD.
    Mein Gott, Helmut, so viel Unverstand ist selbst für dich viel.
    Geh lieber wieder hin und bau effiziente Klimaanlagen. Mist, um den zu verstehen, müsste man natürlich erst mal den Unterschied zwischen „effektiv“ und „effizient“ verstehen. Aber das wurde auf der Hilfsschule ja nicht gelehrt.

  13. Columbo
    Du erzählst wieder Müll.
    Mit der rückwirkenden Besteuerung haben sie es schon mehrmals in Deutschland versucht und sind dann letztendlich vor dem BVG gescheitert.
    Ich habe selber dagegen geklagt und gewonnen.
    Denn rückwirkende Besteuerung ist genau so grundgesetzwidrig, als wenn sie auf den der Autobahn eine neue Geschwindigkeisreglung einführen und Dir dann Knöllchen zusenden, weil Du in den Monaten vor der neuen Regelung schneller gefahren bist, als die neue Regelung es zulässt.
    Allerdings gibt es im Sozialrecht die Möglichkeit der rückwirkenden Beitragserhöhung.
    Auch bei der Einführung der Kapitalertragssteuer auf Aktien, wurde in Deutschland nur die Zukunft besteuert. Ich glaube es war ab 2009.
    Für Aktien, die sich schon im Besitz befanden galt das nicht.
    Ich denke daher, dass es auch bei Gold so kommen wird. Bzw. bei allen Edelmetalle.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Jedenfalls werden (mindestens) Ertragssteuern bei Gold definitiv auch dort kommen, wo sie noch nicht sind.
      Das „Wie“ weiß keiner, aber ein Staat, der Geld braucht, ist voller Überraschungen.
      Wie interessant Gold als Investment dann noch sein wird, weiß auch keiner.
      Als ultimative Versicherung taugt es immer, aber dazu braucht man ja nicht so viel.

  14. Für den ganz dumme Ivan, der eben nichts begreift.

    …Der russische Rubel hat sich in diesem Jahr zur stärksten Währung gegenüber dem Dollar entwickelt und übertrifft sogar den traditionell sicheren Hafen Gold…

    Rubel ist Top-Performer gegenüber Dollar im Handelskrieg |

    https://www.cash.ch/news/top-news/rubel-ist-top-performer-gegenuber-dollar-im-handelskrieg-815864

    Da so viel Ideologie und Unverstand bei Dir vorliegt, ins mein Beitrag zu dieser Diskussion mit Dir hiermit beendet.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Iwan der Schreckliche

      @Helmut
      man sollt erst einmal verstehen, was da steht.
      Versuch doch mal mit deinen Rubeln was zu kaufen. dann weisst du, wie stark er ist.
      Mein Gott, Helmut, Helmut, Helmut….
      Back to School!

    2. Nachhilfelehrer für Hilfsschüler der Alice-Weidel-Hauptschule

      @Helmut

      Also, für unsere Hilfsschüler, ganz einfach erklärt. Zu sagen, der Rubel sei die „stärkste Währung“ der Welt, ist ungefähr so, wie zu sagen, Helmut wäre der beste Klempner in Andalusien, nur weil du es gestern einmal geschafft hast, eine Klimaanlage richtig anzuschließen. Leider sagt das nichts darüber aus, wie gut du wirklich bist. Denn du hast es nur in 1 von 99 Fällen geschafft.

      Genauso beim Rubel: Ein kurzfristiger Anstieg gegenüber dem Dollar macht ihn nicht zur „stärksten Währung der Welt“. Stabilität, Verlässlichkeit, freier Handel – das sind die Kriterien für Stärke, nicht ein einzelnes zufälliges Hoch. Eingriffe, Regeln und Sonderbedingungen können den Kurs künstlich erhöhen, ohne dass echte Stärke dahintersteckt.

      Und warum steht da wohl in dem Text, zu dem du verlinkt hast: „Die Rubel wertet auch deswegen auf, weil kein Kapital abfließen kann“? Nun überleg mal, Sherlock: Wohin soll denn der Rubel abfließen? Wer in dieser Welt will Rubel haben? Niemand! Eine Währung, die niemand haben will, ist eines bestimmt nicht: stark. Genau wie du nun mal kein guter Handwerker bist.

    3. Nominal, @Helmut, nominal…
      Trotz dieser nominalen Stärke ist der starke Rubel nur ein politisches Schaufensterprojekt und kein Zeichen wirtschaftlicher Gesundheit. Vergleichbar mit einer Aktie, die niemand verkaufen darf und die kaum jemand kaufen will – der hohe Preis auf dem Papier hat mit der realen Kaufkraft auf dem Weltmarkt wenig zu tun.

      Ein „Goldener Käfig“ statt freier Marktwert
      Der Rubel ist derzeit kaum frei konvertierbar. Als Universalgenie im Allgemeinen und Finanzprofi im Speziellen weißt du sicher, was das bedeutet: Der hohe Kurs entsteht nicht durch weltweite Nachfrage, sondern durch künstliche Verknappung. Der Rubel ist im russischen Finanzsystem quasi „gefangen“.
      Exporteure müssen ihre Devisen (Dollar/Euro) oft zwangsweise in Rubel umtauschen, was den Kurs künstlich nach oben treibt.

      Fehlende internationale Akzeptanz
      Ein hoher Wechselkurs nützt wenig, wenn man mit der Währung außerhalb Russlands kaum etwas kaufen kann.
      Im internationalen Zahlungssystem SWIFT spielt der Rubel eine verschwindend geringe Rolle.
      Selbst die verbliebenen Handelspartner sind vorsichtig: China oder Indien etwa wickeln Geschäfte bevorzugt in ihren eigenen Währungen oder über Tauschgeschäfte ab, anstatt große Rubel-Reserven anzuhäufen.

      Die falsch interpretierte Stärke schadet der eigenen Staatskasse
      Tatsächlich ist ein zu starker Rubel für den russischen Staatshaushalt ein massives Problem.
      Die Folge sind etwa sinkende Staatseinnahmen aus dem Exportgeschäft: Russland verkauft Öl und Gas zum Weltmarktpreis in Devisen. Je stärker der Rubel, desto weniger davon rollt beim Umtausch der Deviseneinnahmen in die Staatskasse, um daraus die enorm wachsende Anzahl an Soldaten, Renten und Staatsbediensteten im Inland zu bezahlen.

  15. Übergewinnler
    Natürlich weiß ich das in der Vergangenheit Übergewinne in Deutschland abgeschöpft wurden.
    Ich persönlich habe auch nichts dagegen
    Man hätte aber auch mal die Übergewinne bei den korrupten deutschen Politiker abschöpfen sollen.
    Stichwort Nüsslein.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Es WERDEN Übergewinne in Deutschland/Europa abgeschöpf.
      Das ist die Gegenwartsform. Nicht Vergangenheit.
      Aber woher soll das ein Hilfschüler wissen?

    2. @Helmut
      Es WERDEN Übergewinne in Deutschland/Europa abgeschöpft.
      Gegenwart. Nicht Vergangenheit.
      Aber woher soll das ein Hilfsschüler wissen?

  16. Schon lustig, wie sie alle durcheinanderlaufen wie die aufgescheuchten Hühner, wenn es darum geht, schönzureden, warum Russland immer noch nicht mit Sanktionen in den seit etwa 4 Jahren prognostizierten Ruin getrieben wurde, sondern Europa und ganz besonders Deutschland wegen der Sanktionen gegen die Wand gefahren wird.
    Da haben die Strategen der USA mal wieder eine Meisterleistung abgeliefert.
    Die Kirsche war dann die Sprengung von Nordstream.
    Jetzt machen sich die USA den Weg frei, um mit Russland den Abbau von Rohstoffen in Billionenhöhe in die Wege zu leiten.
    Die EU darf weiter die Waffen für die Ukraine bezahlen, um dann nach dem Krieg die Ukraine wieder aufzubauen. Bzw. den Teil, den Russland nicht erobert hat.
    Sensationell.
    Deutschland muss sich derweil in Billionenhöhe verschulden, weil wegen der Deindustrialisierung des Landes immer mehr Haushaltslöcher mit neuen Schulden gestopft werden müssen.

    https://www.google.com/search?q=immer+mehr+Haushaltsl%C3%B6cher+werden+durch+Sonderschulden+gestopft&num=10&sca_esv=9a75789331dfae63&sxsrf=ANbL-n512YsPTuw_R495ZPOTqMuLbHa7hQ%3A1771475640973&ei=uJKWabWNO-GA9u8PmN-B0AY&biw=1458&bih=702&ved=0ahUKEwi1ybuC3eSSAxVhgP0HHZhvAGoQ4dUDCBI&uact=5&oq=immer+mehr+Haushaltsl%C3%B6cher+werden+durch+Sonderschulden+gestopft&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiQGltbWVyIG1laHIgSGF1c2hhbHRzbMO2Y2hlciB3ZXJkZW4gZHVyY2ggU29uZGVyc2NodWxkZW4gZ2VzdG9wZnRImmNQxSJYwU1wBXgBkAEAmAGjAaABiAmqAQMwLji4AQPIAQD4AQGYAgmgAvMEwgIKEAAYsAMY1gQYR8ICCBAAGIAEGKIEwgIFEAAY7wWYAwCIBgGQBgiSBwM1LjSgB8oPsgcDMC40uAfUBMIHBzAuNS4zLjHIBx2ACAA&sclient=gws-wiz-serp

    Merkt ihr denn gar nicht mehr, wie ihr verarscht werdet?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  17. Iwan der Schreckliche

    Die Leute, die in Russland leben, zahlen in Rubel.
    Innerhalb Russlands: Als offizielle Landeswährung für alle Waren, Dienstleistungen, Steuern und Löhne.
    Besetzte Gebiete: In den von Russland militärisch besetzten ukrainischen Regionen (Krim, Donezk, Luhansk, Cherson, Saporischschja).
    Internationale Handelspartner („Freundliche Staaten“): Besonders mit China (oft in Kombination mit Yuan), Indien und anderen Ländern, die bereit sind, Rubel zu akzeptieren, um Handelsbarrieren zu umgehen.
    Abchasien und Südossetien: In den abtrünnigen Regionen Georgiens.

    Was wird mit Rubel bezahlt?
    Energieexporte: Russland verlangt von „unfreundlichen Staaten“ die Bezahlung von Gas und Öl in Rubel.
    Importe: Waren, die über Drittstaaten oder Partner importiert werden, werden zunehmend in Rubel abgewickelt, um die Nachfrage nach Fremdwährungen zu verringern.
    Staatsschulden: Russland bedient einen Teil seiner inländischen und teilweise ausländischen Gläubiger in Rubel, wenn westliche Finanzwege blockiert sind.
    Internationale Zahlungen: Die Abrechnung von Exporten (insbesondere Rohstoffe wie Stahl, Öl, Gas) erfolgt zunehmend in Rubel.
    Wichtige Entwicklungen 2024–2025:
    Der Rubel hat sich zu einer der Hauptwährungen im russischen Außenhandel entwickelt, um den Ausschluss vom SWIFT-System zu umgehen.
    Mit China wurden über 90 % der Transaktionen in Rubel und Yuan abgewickelt.
    In der zweiten Hälfte 2025 ist der Einsatz des digitalen Rubels für internationale Transaktionen geplant.

    Reicht das?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Iwan der Schreckliche

      @Helmut

      Ach Helmut, viel Text, null Verständnis.

      Du merkst nicht mal, dass du das Offensichtliche erklärst: Natürlich zahlt man in Russland mit Rubel. Das hat exakt nichts mit Währungsstärke zu tun. Das ist ökonomisch so banal, dass es schon wehtut.

      Dein ganzes Konstrukt scheitert an einem simplen Punkt: Du verstehst nicht, was eine starke Währung ausmacht. Konvertibilität, Liquidität, Vertrauen. Genau daran fehlt es dem Rubel – deshalb braucht es ja Kapitalverkehrskontrollen und politische Zwangskonstruktionen.

      Und dann diese Liste: besetzte Gebiete, „freundliche Staaten“, Abchasien … merkst du eigentlich, wie verzweifelt das wirkt? Du ersetzt funktionierende Märkte durch politische Einflusszonen und verkaufst das als Erfolg.

      Beim China-Thema wird’s besonders entlarvend: Du erwähnst Transaktionen mit Yuan, verschweigst aber, dass der Yuan dominiert und der Rubel nur mitläuft. Halbwissen ist noch freundlich formuliert.

      Und dein größter Denkfehler: Zwang ist für dich Stärke. ‚Zahlung in Rubel verlangen‘ – genau, weil ihn sonst keiner freiwillig will.

      Kurzfassung: Du wirfst Begriffe und Beispiele zusammen, ohne die Mechanik dahinter zu verstehen. Sieht nach Argument aus, ist aber nur Fassade.

  18. Nachhilfelehrer für Hilfsschüler der Alice-Weidel-Hauptschule

    Ich habe mit 14 im Jahre 1966 eine Lehre begonnen.
    Habe mit 17 meine Gesellenprüfung gehabt und konnte mich selber ernähren.
    Mit 24 die erste Meisterprüfung
    Mit 24 das erste Haus gebaut.
    Mit 25 die erste Firma.
    Mit 29 die 2. Meisterprüfung.
    Mit 48 alles verkauft in Deutschland und im Jahre 2000 etwa 600.000 Mark in Gold investiert.
    Die Immobilie in Spanien aufgebaut.
    Und nun schon 8 Jahre Rentner.
    Und alles haben meine liebe Frau und ich zusammen erarbeitet, mit der ich jetzt 56 Jahre zusammen bin.
    Wir haben uns mit 17/15 kennenlernt, als die ersten Menschen auf dem Mond gelandet sind.
    Und Du abgewrackter Spinner nennst mich, genau wie der abgewrackte Spinner Ivan einen Hilfsschüler ?
    In welchen Problemviertel lebt ihr?
    Seid ihr krank?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmur

    1. Nachhilfelehrer für Hilfsschüler der Alice-Weidel-Hauptschule

      @Helmut
      Interessant, wie aus einer Rubel-Diskussion plötzlich eine Autobiografie wurde. Offenbar reicht der bloße Kursverlauf doch nicht aus, um von der ‚stärksten Währung der Welt‘ zu sprechen. Wenn eine Währung nur unter Kapitalverkehrskontrollen aufwertet, ist das ungefähr so überzeugend wie eine Firma, die nur ohne Konkurrenz profitabel ist.

  19. Iwan der Schreckliche

    Die Leute, die in Russland leben, zahlen in Rubel.
    Innerhalb Russlands: Als offizielle Landeswährung für alle Waren, Dienstleistungen, Steuern und Löhne.
    Besetzte Gebiete: In den von Russland militärisch besetzten ukrainischen Regionen (Krim, Donezk, Luhansk, Cherson, Saporischschja).
    Internationale Handelspartner („Freundliche Staaten“): Besonders mit China (oft in Kombination mit Yuan), Indien und anderen Ländern, die bereit sind, Rubel zu akzeptieren, um Handelsbarrieren zu umgehen.
    Abchasien und Südossetien: In den abtrünnigen Regionen Georgiens.

    Was wird mit Rubel bezahlt?
    Energieexporte: Russland verlangt von „unfreundlichen Staaten“ die Bezahlung von Gas und Öl in Rubel.
    Importe: Waren, die über Drittstaaten oder Partner importiert werden, werden zunehmend in Rubel abgewickelt, um die Nachfrage nach Fremdwährungen zu verringern.
    Staatsschulden: Russland bedient einen Teil seiner inländischen und teilweise ausländischen Gläubiger in Rubel, wenn westliche Finanzwege blockiert sind.
    Internationale Zahlungen: Die Abrechnung von Exporten (insbesondere Rohstoffe wie Stahl, Öl, Gas) erfolgt zunehmend in Rubel.
    Wichtige Entwicklungen 2024–2025:
    Der Rubel hat sich zu einer der Hauptwährungen im russischen Außenhandel entwickelt, um den Ausschluss vom SWIFT-System zu umgehen.
    Mit China wurden über 90 % der Transaktionen in Rubel und Yuan abgewickelt.
    In der zweiten Hälfte 2025 ist der Einsatz des digitalen Rubels für internationale Transaktionen geplant.

    Reicht das?

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  20. Hauptsach is, der Rubel rollt. (uralte Handwerkerweisheit)

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