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Harte Fakten + meine Meinung 7 % der Steuerzahler im Spitzensteuersatz zahlen 49 % der Einkommensteuer

Nach 42 % Anteil vor zehn Jahren zeigen heutige Daten: Spitzenverdiener zahlen 49 % der gesamten Einkommensteuer.

Finanzamt in Hamburg. Foto. Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Von SPD, Grünen und Linken hört man gebetsmühlenartig Sprüche wie „Die da oben sollen endlich mal ihren fairen Anteil zahlen“. Die Besserverdiener müssten endlich viel mehr Steuern zahlen, da sie sich bislang viel zu wenig zum Steueraufkommen beitragen. Dies aber ist eine Märchenerzählung, die so oft wie nur irgend möglich wiederholt wird, um die höhere Steuern für Besserverdiener durchdrücken zu können. Aktuelle staatliche Statistikdaten zeigen aber: 7 % der Steuerpflichtigen sind im Spitzensteuersatz – sie bezahlen 49 % des gesamten Einkommensteueraufkommens. So sagt es heute das Statistische Bundesamt.


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Spitzenverdiener zahlen 49 % der Einkommensteuer – deutlich mehr als 10 Jahre zuvor

Diese Meldung der Statistiker stammt von heute früh 8 Uhr. Gut, die Meldung bezieht sich auf das Jahr 2022. Aber für 2025 oder 2026 dürften sich die Relationen wohl kaum maßgeblich geändert haben. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland demnach rund 3,2 Millionen Steuerpflichtige mit dem Spitzensteuersatz von 42 % besteuert. Dies sind 7,4 % aller unbeschränkt Steuerpflichtigen mit einem zu versteuernden Einkommen. Auf diese Steuerpflichtigen entfielen mit 621 Milliarden Euro knapp 30 % der Gesamteinkünfte und mit 186 Milliarden Euro knapp die Hälfte (49 %) des gesamten Einkommensteueraufkommens! Im Jahr 2012 waren es noch 42 %. Man sieht also: Die Spitzenverdiener zahlen nicht nur einen Großteil der Steuern, ihr Anteil am Steueraufkommen nicht auch deutlich zu!

Was wäre denn so schlimm daran?

Jetzt kann man natürlich die Frage in den Raum werfen: Was wäre denn so schlimm daran, den Besserverdienern noch mehr Geld abzuknöpfen? Die können es sich doch leisten auf einen noch größeren Teil ihres Geldes zu verzichten? Dazu sei gesagt: Der Staat nimmt Jahr für Jahr immer mehr Geld ein. Es herrscht kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Es gäbe reichlich große Ausgabenposten, wo man in großem Umfang einsparen könnte. Es bedürfte dafür nur des politischen Willens!


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Andererseits muss man sagen: Viele Besserverdiener sind nun mal Experten in ihrem Fach, die weltweit nachgefragt sind. Jüngste offizielle Statistikdaten zeigen, dass eine Rekordanzahl von Deutschen auswandert. Und es werden sicherlich keine Arbeitslosen auswandern, sondern vor allem Spitzenverdiener. Im Ausland verdienen sie oft mehr, und zahlen deutlich weniger Steuern und Abgaben. Und würde man die Steuern für die Besserverdiener hierzulande noch weiter erhöhen, würden eben noch mehr von ihnen auswandern. Steuern würden hierdurch verloren gehen, und wertvolles Know How für unsere Volkswirtschaft.

Es käme aber noch schlimmer: Die global heiß begehrten Spitzen-Fachkräfte würden bei weiter steigenden Steuern NOCH stärker einen Bogen um Deutschland machen als ohnehin schon. Wie sehr will man den Standort Deutschland noch unattraktiver machen? Am schlechteren Wetter als in Singapur, Dubai, Florida oder Texas kann man nun mal nichts ändern. Dass im Ausland oft höhere Gehälter gezahlt werden, daran könnten Top-Konzerne durchaus etwas ändern. Aber höhere Gehälter werden brutal aufgefressen durch die weiter steigende Abgabenlast! Daran kann man sehr wohl etwas ändern, durch die Senkung von Steuern und Abgaben! Die Belastung des Bürgers im gesamten Abgabensystem muss insgesamt sinken, deutlich!



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Es hilft nichts.
    Die Deindustrialisierung und die Entdemokratisierung wird weitergehen, die Sonderschulden werden zum größten Teil dazu benutzt, um Haushaltslöcher zu stopfen, die Infrastruktur vergammelt immer schneller, und der Klimawahn wird Deutschland den Rest geben.
    Wer dann das alles miterlebt und dann auch noch mit dem Spitzensteuersatz zur Kasse gebeten wird, wird sich fragen:
    Wo geht denn das ganze Geld hin?
    Nun, die Löcher, durch die das Geld verschwindet, sind bekannt und werden weiter bestehen bleiben, wenn nicht sogar noch vergrößert werden.
    Was kann man tun?
    Wer Spitzenverdiener ist, hat auch eine Spitzenausbildung.
    Der Referentenentwurf über die Pflegeversicherung zeigt z. B., wie nun an den Millionen Pflegebedürftigen gespart werden soll.
    Die ärmsten der Armen trifft es nun besonders hart. Ganz besonders die Familienmitglieder die pflegen.
    Zusammen sind das aber etwa 6 bis 7 Millionen Wähler.
    Da wird sich die AfD freuen.
    Wer kann, sollte Deutschland verlassen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

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