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Streaming-Krieg voll ausgebrochen! Disney-Angebot gewinnt 10 Millionen Abos – Aktie +7%

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Streaming-Krieg in USA nun voll in Gange

Der Streaming-Krieg ist nun volle Pulle ausgebrochen in den USA! Netflix war bis jetzt der Branchenführer. Aber vor geraumer Zeit machten vor allem Disney und Apple Verlautbarungen eigene Streaming-Services mit Bezahl-Abos auf den Markt bringen zu wollen. Apple geht aktuell an den Start, und auch Disney mit seinem Angebot namens „Disney+“. Und man halte sich fest. Disney+ wurde am Dienstag gestartet, und hat Stand gestern Abend schon 10 Millionen Abonnenten akquirieren können! Wow, was für ein Schock für den Platzhirsch Netflix!

Disney prescht vor im Streaming-Krieg

Die Disney-Aktie schoss gestern Abend direkt nach der offiziellen Verkündung dieser Zahl nach oben, und schloss den gestrigen Handelstag ab mit +7,32%. Wohl vor allem Familien mit Kindern wird Disney erreichen können, weil man grundsätzlich das familienfreundliche Image „gepachtet“ hat. Dieses Plus bei Disney hatte gestern Abend auch dem Dow Jones 30-Index weiter nach oben geholfen, weil die Disney-Aktie dort enthalten ist als Aktie mit der zwölft stärksten Gewichtung.

Die Aktie von Netflix verlor gestern unterm Strich 3%, Discovery verlor 2,8%, CBS verlor 2,4%. Nun geht er also so richtig los, der Streaming-Krieg in den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass sich eine breite Masse an US-Konsumenten 3 oder mehr Streaming-Dienste parallel leisten wird, um wirklich alle Filme und Serien sehen zu können. Die Anbieter werden nun wohl brutal ihre Budgets für Eigenproduktionen raufschrauben, was für die Giganten Disney und Apple aufgrund gigantischer Resourcen (Geld bei Apple und Content bei Disney) kein Problem sein wird. Netflix selbst hatte ja schon unlängst seine Budgets massiv hochgefahren, wird nun aber zunehmend unter Druck geraten.

Augen auf bei Netflix

Bei den nächsten Quartalszahlen von Netflix wird es besonders spannend sein, ob die Zahl neu gewonnener Kunden, die für die Aktie der Gradmesser schlechthin ist, sogar ein Minus aufweist, weil man Kunden an Disney und Apple verliert? Wäre dem so, könnte die Netflix-Aktie massiv einbrechen. Gut denkbar, dass Angebote wie die von Disney und Apple auch nach Europa kommen. Was würde das bedeuten? Eine Aufsplittung von Filmen und Serien auf mehrere Anbieter auch hierzulande? Obwohl die einzelnen Anbieter wohl günstige Angebote machen werden um die Kunden anzulocken, wäre es doch mehr als nervig und auch ein Kostenfaktor für den einzelnen Konsumenten zwei oder drei Abos gleichzeitig nutzen zu müssen.

In diesem Krieg werden wohl kaum alle Anbieter dauerhaft durchhalten. Wird Netflix langfristig als kapitalschwächster Anbieter untergehen? Vielleicht war man der erste Anbieter am Markt, und man ist auch vielleicht der beste Anbieter? Aber wird man in einigen Jahren untergehen, weil man diesen Streaming-Krieg aufgrund der geringsten finanziellen Reserven nicht durchhalten konnte? Denn mal ehrlich. Im Vergleich zum anfälligen Winzling Netflix sind Apple und Disney als finanzieller Sicht Giganten!

Disney vs Netflix-Aktie
Im folgenden Chart sieht man die ansteigende Disney-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate, mit dem ganz frischen Move nach oben. Dazu in blau die Netflix-Aktie, die weniger gut lief.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Rbird

    14. November 2019 13:46 at 13:46

    Das wichtigere Bild zeigt sich im TV verhalten

    Es wird Zeit das die TV Stationen egal ob Privat oder Staatlich (speziell EU und CH Raum) den harten Wind spüren für ihre bla bla Sender ohne wirklichen biss und Charm…

    Es war seit Jaren klar. dass die Content Besitzer die Gewinner sein werden. und nicht die die unsere Rundfunkgebühren für fast nix erhalten … 🙂

    Sport, News, Serien und Filme Da hat es Platz für 3-5 Grosse weltweit (exkl. Asia)aber eben keine x hundert TV Stationen mehr ..

    Ach ja und ein Tip: Auch den Kinos wird es noch an den Kragen gehen. Denn der Kunde hat man ja schon im Abo 🙂

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Aktienmärkte: Geld ist gefährdet, nicht etwa Aktien!

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Die Aktienmärkte haben vor allem in den westlichen Ländern kaum reagiert auf den Ausbruch des Coronavirus – anders als etwa die Emerging Markets, vor allem deren Indizes auf Dollar-Basis. Das mache auch Sinn, sagt Folker Hellmeyer, denn der Anlagenotstand werde aufgrund wohl weiter sinkender Kapitalmarktzinsen und weiterer Zinsenkungen durch die Notenbanken (auch der Fed) immer größer. Insgesamt würden die ökonomischen Folgen des Coronavirus überschätzt, so Hellmeyer – und weiß sich mit dieser Einschätzung in renommierter Gesellschaft.

Wie werden sehen, ob Hellmeyer und die Aktienmärkte unterschätzen, was da auf uns zurollt – indem sie Vergleiche ziehen, die leicht schief hängen, etwa die Krise durch das Cornavirus mit der SARS-Krise zu vergleichen: nicht nur hat sich das weltwirtschaftliche Gewicht Chinas seit damals vervierfacht und ist das Coronvirus offenkundig weitaus infektiöser, sondern waren damals eben auch die Schutzmaßnahmen deutlich weniger ausgeprägt (und damit auch die ökonomischen Folgewirkungen).

Hellmeyer spricht auch über die kürzlich veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten und die massive Revision von über 500.000 Stellen nach unten – und weist auf die eher unzureichenden Erfassungsmethoden der amerikanischen Statistik hin, die nur quantitativ, aber nicht qualitativ arbeite. Überhaupt sei – im Gegensatz zu Europa und China, die Neuverschuldung in den USA vorwiegend konsumptiv und nicht investiv. Früher oder später würden sich die Emerging Markets daher vom Dollar als Leitwährung abwenden (auch wenn das noch dauern werde). Hellmeyer selbst aber investiert lieber in günstig bewertete Aktienmärkte wie die in Russland: dort findet er ein Land, das einen Haushaltsüberschuss ausweist bei gleichzeitig minimaler Verschuldung zum BIP und einem KGV unter sieben.

So oder so: Aktien, das habe die Große Depression der Jahre 1929 und folgende gezeigt, sei ein noch besserer Schutz in schweren Krissen als Gold, das damals zunächst stark stieg, aber später seien es vor allem die für eine volkswirtschaftliche Versorgung zentralen Unternehmen (Blue Chips) gewesen, die am besten performt hätten. Ganz anders als Geld, das durch Hyperinflation oder Währungsreformen viel weniger sicher sei:

Aktienmärkte und Aktien sind letztlich sicherer als Geld, meint Folker Hellmeyer

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Mastercard betritt China – der Aktienmarkt bleibt aber noch gelassen!

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Im Trubel rund um das Corona-Virus ging eine Meldung etwas unter, die das Zeug dazu hat, Mastercard einige Jahre mit außerordentlichem Wachstum zu bescheren. Nach jahrelanger Wartezeit beginnt China endlich, den eigenen Markt für ausländische Zahlkartenanbieter zu öffnen. Und das erste Unternehmen, das davon profitiert, ist Mastercard!

In China ist bargeldloses Bezahlen der Normalfall

Für nicht-chinesische Zahlkartenanbieter ist China ein riesiger, unerschlossener Markt. Denn bis vor kurzem war es ausländischen Unternehmen schlicht nicht erlaubt, Kreditkartendienstleistungen in China anzubieten. Alle Zahlungen mussten über die staatliche Clearinggesellschaft UnionPay abgewickelt werden. Dabei ist China ein hoch attraktiver Markt. Nicht nur, dass es dort 1,4 Milliarden potentielle Kunden gibt. Diese 1,4 Milliarden Menschen sind auch noch besonders „Bargeldersatz-affin“. In den Großstädten benutzen 92% der Menschen die Mobile Payment Lösungen von WeChat oder Alipay. 83% aller Zahlungen werden inzwischen über Mobile Payment abgewickelt.

Auch der Onlinehandel boomt und wächst mit 16% pro Jahr. Er wird 2020 wahrscheinlich 6 Billionen US-Dollar Marktvolumen erreichen! Die Affinität der Chinesen für elektronische Bezahlung ist das eine. Sie für neue Angebote zu begeistern, das andere. Wenn schon heute 92% der Menschen bestehende Angebote benutzen, wird es für Mastercard nicht leicht werden, in diesen bereits unter chinesischen Unternehmen aufgeteilten Markt einzubrechen. Andererseits ist es vermutlich leichter, Menschen, die ohnehin bargeldloses Bezahlen bevorzugen, vom Anbieterwechsel zu überzeugen als ihnen das elektronische Bezahlen überhaupt erst einmal schmackhaft zu machen.

Mastercard wird in ein Joint Venture gezwungen

Wie meistens in China, läuft ohne ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner nichts für ausländische Unternehmen. So musste auch Mastercard mit NetsUnion Clearing Corp zusammenarbeiten, um in China Kreditkarten-Dienstleistungen anbieten zu dürfen. Mastercard hält am Gemeinschaftsunternehmen 51%. Doch noch darf Mastercard nicht damit beginnen, Banken die Ausgabe von Mastercard-Kreditkarten anzubieten. Erst einmal hat das Gemeinschaftsunternehmen nun ein Jahr Zeit, alle regulatorischen Vorgaben umzusetzen.

Mastercard ist nicht allein in China. Auch American Express gründete bereits ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem lokalen Partner. Das geschah sogar schon 2018. Die Erlaubnis zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit bekam American Express im Gegensatz zu Mastercard jedoch noch nicht.

Nachdem Mastercard alle Vorgaben der Regulierungsbehörden umsetzte, kann das Unternehmen damit beginnen, an Banken heranzutreten und denen die Herausgabe von Kreditkarten mit Mastercard-Branding anzubieten. Mastercard selbst gibt keine Karten aus, sondern übernimmt nur gegen Entgelt von Geschäftsbanken die Abwicklung der Zahlungsströme. American Express ist hingegen in der Regel selbst der Herausgeber der Kreditkarte.

China zögerte die Öffnung ewig hinaus, doch jetzt dürfen Deutschland und die USA starten

Für China ist die Öffnung des heimischen Marktes das Ende eines schon achtjährigen Prozesses. Bereits 2012 urteilte die Welthandelsorganisation, dass China ausländische Zahlungsdienstleister diskriminiere. Die Abstellung der Diskriminierung folgt nun sicherlich nicht zufällig kurz nach Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommens mit den USA. Es kann auch als Zugeständnis an die USA angesehen werden, die mit Visa, Mastercard und American Express gleich drei Kreditkartengiganten hat, die sehnsüchtig auf die Öffnung des Marktes warten.

Der deutsche Zahlungsdienstleister WireCard konnte den chinesischen Markt bereits 2019 betreten, gibt allerdings auch keine Kreditkarten aus. Schon seit geraumer Zeit wickeln chinesische Unternehmen bargeldlose Zahlungen über die Systeme von WireCard ab. Doch bis Ende 2019 beschränkte sich die Dienstleistung darauf, für zum Beispiel Alipay und WeChat Zahlungen im Ausland abzuwickeln. Wenn ein chinesischer Kunde in einem Berliner Restaurant mit WeChat bezahlen kann, dann nur deshalb, weil die Zahlung über die Systeme von WireCard läuft.

Anfang November 2019 konnte WireCard schließlich den chinesischen Anbieter AllScore übernehmen und wickelt jetzt auch Zahlungen auf chinesischen Webseiten ab. Damit war der deutsche Anbieter noch vor den US-amerikanischen Finanzriesen in China aktiv! WireCards Lizenz beschränkt sich in China jedoch auch ausschließlich auf eCommerce, während Mastercard dieser Beschränkung nicht unterliegen wird.

Wie reagiert Mastercards Aktie auf die Nachricht? Sie notiert heute auf einem Allzeithoch. Doch das ist keine Reaktion auf die Erlaubnis aus China, sondern vielmehr das Ergebnis einer ohnehin seit Anfang 2019 bestehenden Entwicklung. Solange in China nur Kosten aber keine Umsätze anfallen, bleibt der Markt gelassen!

Die Metropole Shenzhen in China
Shenzen in China.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – gute Zahlen

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Es gibt gute Quartalszahlen! Und dank Feiertag in den USA am Montag könnte Markus Koch sich vorstellen, dass es heute Abend zu Gewinnmitnahmen in den US-Märkten kommen könnte.

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