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Streitgespräch über Zinsen, Banken, Zombie-Firmen: Krall vs EZB-Direkor

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am

Steigen die Zinsen in der Eurozone wieder an, oder geht das grundsätzlich gar nicht mehr? Werden die Zombie-Firmen in einem Nachhol-Effekt den Bach runtergehen? Kommt der Banken-Crash? In einem aktuellen Streitgespräch sehen Sie im folgenden Video den Experten und Buchautor Markus Krall und den EZB-Direktor Ulrich Bindseil. Er ist dort als Generaldirektor zuständig für Markttransaktionen. Wir können die folgende Diskussion nur empfehlen! Moderiert und immer wieder auch simplifiziert werden die besprochenen Themen von Roland Tichy. Nehmen Sie sich die 50 Minuten Zeit, es lohnt sich!

Der EZB-Tower in Frankfurt
Die Zentrale in Frankfurt. Foto: EZB

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Wolfgang M.

    2. Januar 2019 19:32 at 19:32

    Das war ja eine richtige wirtschafts-psychologische Auseinandersetzung. Hier Dr. Krall ein tiefsinniger Geldtheoretiker und -praktiker, der die Schwächen der europäischen Finanzpolitik mit ihren fundamentalen Ursachen schonungslos anspricht. Dort der EZB-Generaldirektor Bindseil, der Geldtheoretiker, der die Schwäche des Systems im Europa der zwei Geschwindigkeiten kennt und argumentiert so gut es geht, sich aber dabei erkennbar unwohl fühlt. Dazwischen der Moderator Roland Tichy, der in seinem Bemühen das Ganze zusammenzufassen und zu vereinfachen, den Gesprächsfaden oftmals zerreißt und die Aussagen in ihrem Kern manchmal entstellt.
    In jedem Fall glaube ich erkannt zu haben, wie unangenehm das Gespräch für den EZB-Direktor war, weil er sich des großen Experiments der EZB bewusst ist und Dr. Kralls Argumente eigentlich nicht wirklich widerlegen konnte. Die europäischen Zentralbanker hoffen aus dem QE-Experiment irgendwie herauszukommen, ohne riesige Verwerfungen auszulösen, deshalb auch der verstohlene Hinweis auf Japan.
    Der große Vorteil für den Ökonomen Dr. Krall ist seine berufliche Vorgeschichte, in der er die Risikobewertungssysteme für die Banken mitentwickelt hat und damit intimer Kenner des Bankensystems mit all ihren Schwächen ist – ein Primärinsider.

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Unfassbar! So erklärt das ZDF Kindern den Begriff „Kommunismus“

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Einfach unfassbar. Schon seit vier Jahren erklärt das ZDF kleinen Kindern folgendermaßen das Wort Kommunismus. Die Überschrift der entsprechenden Erklär-Webseite gibt schon die rosa-rote Marschroute des folgenden Textes vor, denn dort steht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“. Ähhhh, wie bitte? Hat da jemand nicht ganz aufgepasst? Hat der Bürger in kommunistischen Systemen denn jemals demokratisch Zugriff auf „seinen Anteil“ am Volkseigentum? Ach ja, es war ja alles Kollektiveigentum. Allein gehört gleich viel? Nein, allen gehört gar nichts! Aber das ZDF dreht die Fakten mal eben um.

Hier gelangen Sie zur Original-Seite des ZDF mit dem Erklärtext.

Man kann es wirklich kaum glauben. Mit einfachen und netten Worten wird beschrieben, dass laut Karl Marx in damals für die einfachen Arbeiter wirklich katastrophalen Zeiten die Lebensbedingungen verbessert werden sollten. Das war von der Grundidee natürlich auch eine löbliche Absicht, so möchten wir es ausdrücken. Alles Eigentum sollte „gerecht unter den Menschen verteilt werden“, so schreibt es das ZDF. Das Problem dabei ist nur: Das ZDF verschweigt, dass bei dem Konzept „alles soll allen gehören“ am Ende des Tages niemandem irgendwas gehört, und nur eine kleine Führungsklicke ganz oben in der Pyramide im Luxus schwelgt.

 

Und da gibt es auch einen ganz dicken einen Widerspruch. Während das ZDF im Titel über den Kommunismus schreibt, dass im Kommunismus allen gleich viel gehören sollte, so schreibt man weiter unten im Text, dass es nach der Vorstellung von Karl Marx privates Eigentum gar nicht geben sollte. Unsere Frage: Also, was denn nun? Alles oder nichts?

Und erwähnt das ZDF irgendwas von Millionen Toten, die der Kommunismus verursachte? Von Gulags, Entrechtung, Armut? Von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten? Kein Wort dazu vom ZDF. Man erwähnt lediglich, dass der Kommunismus Zitat „aus verschiedenen Gründen“ zum Beispiel in der Sowjetunion gescheitert sei. Aha… auch kein Wort zu den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Kommunismus. Und so erklärt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen kleinen Kindern den Kommunismus? Prost Mahlzeit…

Karl Marx Kommunismus
Der „Vater“ des Kommunismus Karl Marx

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Brexit aktuell: Wolken für Boris Johnson verdunkeln sich weiter

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Gerade erst hatten wir über die immer ausweglosere Situation für Boris Johnson berichtet. Morgen und Donnerstag wird er Angela Merkel und Emanuel Macron treffen. Aktuell wird nun bekannt, dass die britische Regierung sagt, sie habe sinnvolle Vorschläge an die EU gerichtet. Aber die EU verhandle nicht. Brüssel versuche Vorschläge zwischen den EU-Partnern zu unterbinden. Der Backstop müsste aus einem möglichen Vertrag entfernt werden, oder es gebe keinen Vertrag, so die britische Seite. Laut FT hat EU-Ratspräsident Donald Tusk soeben das britische Verlangen nach der Streichung des Backstop zurückgewiesen. Auch der folgende aktuelle Tweet von Donald Tusk macht wenig Hoffnung auf irgendeine Art von Einigung (hier auch ein zugehöriger Artikel). Tja, das sieht nicht gut aus. Merkwürdigerweise ist das Pfund gegen Euro und gegen US-Dollar seit gut einer Stunde dabei ein ganz klein wenig anzusteigen. Aber besonders positiv sieht die politische Nachrichtenlage für UK nicht aus. Und ganz aktuell hat die britische Seite schon wieder auf Tusk geantwortet. Die Sprachgebrauch wird zunehmend konfrontativ.

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Rezession und Panik an den Märkten? Impotenz der Notenbanken uvm

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Wird Florian Homm seinem allgemeinen Ruf als Schwarmzmaler gerecht? Redet er „mal wieder“ eine Rezession und Panik an den Märkten herbei? Oh nein. Man schaue bitte genauer hin. In seinem aktuellen Video spricht er mehrere interessante Fakten an. Als da wäre zum beispiel die „Impotenz“ der Zentralbanken, weil sie die Wirtschaft nicht mehr positiv beeinflussen könnten. Sogenannte Quant, ALGO und ETF-Fonds beherrschen in den USA laut Florian Homm inzwischen 75% des Börsenhandelsvolumens. Aktive Fonds könnten sich kaum dagegen stellen, und würden daher als stabilisierender Faktor ausfallen. Dies kann ein deutlich verstärkendes Problem in einem fallenden Markt werden. Sind wir schon in einer Rezession? Oder laufen wir gerade mit voller Wucht darauf zu? Schauen Sie bitte das folgenden Video.

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