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Wetter, Einsparungen, Produktion Stromverbrauch im Oktober 9 % niedriger – drei Gründe

Der Stromverbrauch sank im Oktober im Jahresvergleich um 9 %. Das Wetter, Einsparungen und Produktionsrückgänge sind die Gründe.

Strom aus zwei Steckdosen

Der Stromverbrauch in Deutschland sinkt, wie auch der Gasverbrauch. Man macht es sich aber zu einfach, wenn man dies nur auf die Sparsamkeit der Verbraucher zurückführt. Natürlich wird es einen gewissen Effekt haben, dass private wie gewerbliche Verbraucher wegen explodierender Preise so viel Strom einsparen wie nur irgend möglich, aber es gibt noch zwei andere Faktoren für diesen Rückgang im Stromverbrauch.

Während der Stromverbrauch in den Sommermonaten noch ungefähr auf Höhe des Vorjahres lag, wurde im September bereits vier Prozent weniger Strom verbraucht als im September 2021. Im Oktober betrug der Rückgang sogar neun Prozent (kalenderbereinigt rund acht Prozent). So meldet es aktuell der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Einen solchen Rückgang im Stromverbrauch gab es zuletzt im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020. Im gesamten bisherigen Jahr 2022 lag der Verbrauch mit rund 434 Milliarden Kilowattstunden 1,9 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Für das Gesamtjahr rechnet der BDEW mit einem Rückgang des Stromverbrauchs um gut zwei Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Gründe für den Rückgang des Stromverbrauchs im Oktober sind neben der ungewöhnlich warmen Witterung und krisenbedingten Einsparungen der Verbraucher auch Produktionsrückgänge in der Industrie.

FMW: Man darf vermuten, dass die Produktionsrückgänge in stromintensiven Industriebetrieben einen guten Anteil am gesunkenen Stromverbrauch ausmachen! Der BDEW äußert sich auch zum Gasverbrauch – er betrug zwischen Januar und Oktober 2022 rund 674 Mrd. kWh. Das sind 13,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Um Temperatureffekte bereinigt lag der Gasverbrauch um 7,5 Prozent niedriger. Im Oktober lagen die Werte nach vorläufigen Berechnungen 23 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Gründe dafür sind neben Temperatureffekten auch hier die konjunkturelle Abkühlung, sowie Einsparungen aufgrund der hohen Preise und geändertem Verbrauchsverhalten.



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1 Kommentar

  1. Pro Dotto Diddi Otto

    Die Brötchen werden auch immer kleiner. Vielleicht braucht man ja gar nicht so viel Strom. Kleine Brötchen sind auch gut für die Linie, ersparen bis zu 20% an unnötigen Toilettenspülungen, und sie schaden Putin. Dafür beide Daumen hoch, den grünen und den roten.

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