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Super Mario? Gegenrede zu Marc Friedrich – warum der Crash niemals kommen wird

Redaktion

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Robert Halver mit quasi Gegenrede zur These von Marc Friedrich

Vorab der Hinweis: Bitte schauen Sie das Video am Endes dieses Artikels. Hochinteressant! Was hatte der Bestsellerautor Marc Friedrich erst vor zwei Wochen auf dem Frankfurter Börsenparkett gesagt? 2023 sei der Euro am Ende, dann gehe es richtig zur Sache. Inhaltlich werden wohl die allermeisten Experten seine Meinung teilen, wenn es um die Analyse des Ist-Zustands geht. Denn die Schulden der Staaten sind nicht weg, sondern steigen (siehe Italien) oft sogar weiter an. Auch andere Problemfelder wurden von der EZB (ab heute ist Christine Lagarde die neue Chefin) weg gedruckt mit frischen Euros.

Gegenrede zu Marc Friedrich

Heute hält Robert Halver von der Baader Bank dagegen. Anders als Marc Friedrich glaube er nicht, dass der Euro 2023 untergehe. Sehen Sie dazu im folgenden aktuellen Video-Interview mit Sissi Hajtmanek und Manuel Koch seine Begründung. EZB-Chef Mario Draghi habe quasi als Super Mario fungiert. Man habe alles dafür getan den Euro und das Finanzsystem zu retten. Laut Robert Halver habe der Euro heftige Konstruktionsprobleme, und die Probleme seien aktuell nicht weg. Nur sieht er eben keinen Zusammenbruch im Jahr 2023 wie Marc Friedrich. Halver sagt, er höre nun seit zehn Jahren davon, dass der Crash komme. Aber die Notenbanken hätten überhaupt kein Interesse daran, dass etwas zusammenbreche. Denn laut Halver werde die EZB auch unter Christine Lagarde alles, aber auch wirklich alles unternehmen um das Finanzsystem am Laufen zu halten. Die EZB werde notfalls auch Aktien kaufen, selbst noch verrostete Fahrräder, wenn es darum gehe noch mehr Geld in den Markt zu pumpen. Sie könne auch Geld dirket an die Staaten verteilen (Helikoptergeld), Zinsen noch weiter senken uvm.

Die EZB werde dauerhaft die Zinsen im Keller lassen. Der deutsche Sparer brauche auch auf lange Sicht gar nicht erst hoffen, dass es nennenswerte Zinsen zum Vermögensaufbau geben werde. Wer nicht in Aktien investiere, werde im Alter Probleme bekommen. Bergauf gehe es bei den Zinsen in Europa gar nicht mehr, da Staaten wie Italien dann dank steigenden Zinskosten im Euroraum gar nicht mehr zu halten wären. Das Gesamtkonstrukt werde unter allen Umständen geschützt. Also, um es im Klartext auszudrücken: Robert Halver sieht die Probleme wohl ähnlich wie Marc Friedrich. Nur glaubt er daran, dass die EZB wie auch andere Notenbanken verkrampft alles tun werden um das System dauerhaft weiter am Laufen zu halten. Das bedeutet (so unsere Anmerkung): Immer mehr Staatsschulden, Dauer-Umschuldung bis in alle Ewigkeit. Immer weiter neue Zeit erkaufen mit gedrucktem Geld, denn man sieht ja… Strukturreformen oder echtes Sparen gibt es bei Regierungen in Ländern wie Italien oder auch Frankreich nicht.

Einstiegsempfehlungen für Google und Facebook nach den Quartalszahlen

Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen mit Robert Halver im folgenden Video aber auch die Aktien von Facebook und Alphabet. Die Kommentare von Robert Halver hierzu sind auch interessant! Beide Unternehmen hatten in dieser Woche ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die Daten von Facebook, hier die von Google (Alphabet). Für beide Aktien werden im Video Kaufempfehlungen mit konkreten Kursmarken angesprochen.

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Shong09

    1. November 2019 18:42 at 18:42

    Gibt es somit Freitags kein Marktgeflüster mehr?

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    Columbo

    1. November 2019 20:00 at 20:00

    Im Grunde sagt Robert Halver ja nichts anderes als Marc Friedrich, er hat nur einen anderen Zeithorizont und sieht mehr Möglichkeiten der Zentralbanken, das Ende hinauszuzögern. Zinsen wird es nie mehr geben(in diesem Geldsystem), was kann man also falsch machen mit Aktien und/oder Gold? Die Bären, auch die Goldbären werden wohl auf den Jüngsten Tag warten müssen und das kann sich ziehen.

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      leftutti

      1. November 2019 21:03 at 21:03

      @Columbo, die Goldbären ziehen sich vor allem zwischen den Zähnen: 🐻🦷
      https://www.haribo.com/deDE/world/produkte/lieblingsprodukte/goldbaeren.html

      • Avatar

        Columbo

        1. November 2019 21:22 at 21:22

        @leftutti
        🤣👍

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      Quintus

      2. November 2019 08:49 at 08:49

      „Dieses Jahr positiv und nächstes Jahr noch eine Schippe drauf“
      Seine Analyse war bis zu dieser Werbeaussage im Großen und Ganzen nur geringfügig zu bemängeln.
      Seine daraus getroffenen Schlüsse sind allerdings weder stringent noch anhand der Faktenlage der bereits erkennbaren längerfristig abnehmenden Dynamik in der Export-Wirtschaft, vor allem der Autoindustrie, nachvollziehbar.
      Nullzinsen führen zu Fehlallokationen in der Wirtschaft, treiben Assetpreise und sie vergrößern nachweislich die Arm-Reich Schere. Die normative Kraft des faktischen wird die EU zerreißen und sie im besten Fall in ein Eurokonstrukt der Nordländer überführen.
      Meine Einschätzung:
      Die EZB wir zur Systemstabilisierung zu immer restriktiveren Maßnahmen bei Bargeld, Gold etc. greifen MÜSSEN. Durch dieses Verhalten wird das Vertrauen, der denkenden Bevölkerung in die Politik, umgekehrt proportional sinken.
      Die Politik wird nach alt bekanntem Muster reagieren, frei nach Dr.Kralls Erwartung: ich glaube ganz fest an die Inkompetenz unserer deutschen Bundesregierung.

      Den Geldsozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf….

      .

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      OZO

      2. November 2019 17:17 at 17:17

      Richtig! Halver macht ja auch die Einschränkung „solange das System hält“ und die geht fast in einem sehr schnell gesprochenen Halbsatz unter. Und niemand sagt, dass der Systemzusammenbruch von Europa ausgehen muss. Außerdem ist im Hinblick auf die angehäuften und ungelösten Probleme im System damit zu rechnen, dass dieser Zusammenbruch oder möglicherweise sogar proactive Systemschnitt seitens der Politik kommt, bevor die EZB verrostete Fahrräder kaufen muss! Einem Trump wäre das nach einer Wiederwahl durchaus zuzutrauen, wenn es dann in den USA deutlich abwärts geht. Dann erinnert er einfach an das, was er in seinem 1. Wahlgang über die WS sagte. Und kommt es so, könnte er das sogar noch als Vehikel nutzen, um wie der 1. Chinese noch viel länger auch ohne weitere Wahlen im Amt bleiben zu Können! Es bleibt spannend.

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      Axel

      3. November 2019 11:00 at 11:00

      Dito
      Auch Dr. Krall sagt, daß die EZB alles tun wird…aber eben dieses Alles tun und Alles retten, führt zu einer enormen Geldmengenausweitung, die zur Hyperinflation führen wird, die dem Euro das Genick bricht….

      Kann ein Mann mit Verantwortung für eine Bank sich überhaupt für einen Zusammenbruch und gegen Aktien positionieren….?

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    Koch

    2. November 2019 08:02 at 08:02

    Noch eine Lebensweisheit:Den Sozialismus in seinem Lauf,hält weder Ochs noch Esel auf!Hatte auch keine lange Gültigkeit.

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    Columbo

    2. November 2019 14:28 at 14:28

    @Quintus

    „Die EZB wir zur Systemstabilisierung zu immer restriktiveren Maßnahmen bei Bargeld, Gold etc. greifen MÜSSEN“

    Was ist „etc.“? Meinen Sie damit auch Aktien, inklusive der vielgeliebten ETFs?

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      Quintus

      3. November 2019 10:14 at 10:14

      @ Columbo
      Diese Frage stellt sich nicht, da Aktien und vor allem ETF‘s jederzeit greifbar sind. Restriktive Maßnahmen sind nur notwendig bei Dingen, derer ich schlecht habhaft werden kann bzw. schlecht besteuerbar sind.
      Wenn der Prozess der Zentralisierung unseres breit aufgestellten Bankensystems hin zu wenigen Großbanken abgeschlossen ist, wird es praktisch kein Fluchtmöglichkeiten vor willkürlicher Besteuerung bzw. Enteignung mehr geben. Schließfächer vor Ort bei der Hausbank wird es dann nicht mehr geben….

      https://www.goldseiten.de/artikel/430540–Das-Finanzsyndikat-will-die-Sparbanken-austrocknen.html

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    Katja Wohmann

    2. November 2019 14:46 at 14:46

    Was die Welt nie glaubte war, dass die Notenbanken wirklich bis zum Äussersten gehen werden.
    Nun da es nie mehr Zinsen geben wird, stellt sich die Frage, welche Ökonomischen Regeln sich daraus ableiten lassen in der Zukunft. Die Inlfation wird stärker angeschoben und die Sparer und Konsumenten werden der Möglichkeit sinnvoll auf ein Ziel zu sparen beraubt. Es gilt dann einfach, sein Geld sofort wieder auszugeben, bevor es an Wert verliert. Damit lösen sich auch alle bisherigen Sicherheitsnetze der Bürger auf und jede Schwankung führt dann gleich zu einem chaotischen Zustand führen.
    Damit ist eine Zwangsbewirtschaftung der Bürge(r)n durch den Staat und die Enteignung der nächste Schritt. Lieber Herr Draghi und und unfähigen Politiker, die nächste Generation wird euch mit Sicherheit verfluchen.

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    Columbo

    2. November 2019 15:45 at 15:45

    @Katja Wohmann

    „ die Sparer und Konsumenten werden der Möglichkeit sinnvoll auf ein Ziel zu sparen beraubt“

    Wieso? „sinnvoll auf ein Ziel sparen“ kann man ja weiterhin. Man muß es ja nicht aufs Konto oder Sparbuch geben. Es gibt genug Möglichkeiten sein Geld auch ohne Zinsen zu vermehren.

  7. Avatar

    OZO

    2. November 2019 17:24 at 17:24

    Noch etwas: Herr Halver vergisst, dass durch Wahlen in Europa der politische Rückhalt für diese EZB- Politik doch früher verloren Gehen könnte als die Amtszeit von LG reicht. Bei mehr Wahlergebnissen wie in Thüringen- und der Trend geht auch in EUR weiter durchaus vorstellbar.

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    Louis Weber

    2. November 2019 22:51 at 22:51

    Halver ist Teil des Systems und nicht so facettenreich wie Dr. Friedrich

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    Christoph

    3. November 2019 13:16 at 13:16

    Halver glaubt an die Allmacht der Notenbanken, ich seh das anders. Wenn das zu kippen anfängt, ist es vorbei. Die letzten Jahre wurde mit mega Aufwand und vielen negativen seiteneffekten versucht alles in Balance zu halten, aber das Wird immer schwieriger… Ohne permanente Eingriffe ins System wäre heute schon das Licht aus.

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    Beobachter

    3. November 2019 13:53 at 13:53

    Könnte dieser Gelddrucker Schutzpatron u.Schwänemaler von der Baader Bank erklären ,warum das Gelddrucken bei den kaputten Staaten wie Argentinien, Venezuela u.s.w. nicht funktionierte ?
    Wie L.Weber sagte, Halver ist ein Teil des Systems u.lebt gut davon.Während man bei der Landwirtschaft als wichtiger Teil der Versorgung dauernd die Subventionen kritisiert, stört sich anscheinend Niemand daran,dass solche Märchenonkel ( wie auch bei der DB) Millionenvergütungen beziehen.

  11. Avatar

    Shorti

    3. November 2019 14:59 at 14:59

    Der vorauseilende Ruf der C.Lagarde als Supertaube könnte enttäuscht werden.Sie hat schon mindestens zweimal von den negativen Nebenwirkungen der Negativzinsen gesprochen, d. heisst mindestens, dass sie das Problem kennt. Der kompetente Ch.Zwermann meint, Draghi habe nie die Zinsen erhöht u.“ LAGARDI“
    werde sie nie senken, weil sie schon tief genug seien u.der Widerstand der Politik eher auf Fiskalstimulus setze. Meine vielseitige Meinung eines einseitigen Betrachters ist: Wenn die Umverteilung mit noch tieferen Zinsen weiterginge, würden die Volksenteigner vom Mainstream zurückgepfiffen.Lagarde kann sich keinen Diebstahl mehr leisten, da sie dem Gefängnis schon einmal wie ein Wunder entfliehen konnte.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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