Die Aktien von Super Micro Computer waren noch vor Monaten neben Nvidia ein absoluter Hype-Titel, wenn es um Euphorie zum Thema Künstliche Intelligenz geht. Zusammen mit Nvidia pushten Spekulanten die Aktie schnell hoch. Aber die Luft ist seit einiger Zeit raus, die Ängste und Sorgen nehmen zu. Im August sprach der berühmt berüchtigte Shortseller Hindenburg Research von Bilanzmanipulation, die Aktie stürzte. Heute nun das Desaster: Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young LLP sind als eingetragene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Super Micro Computer zurückgetreten.
Das verstärkt die Ängste der Anleger schlagartig, dass mit den Büchern des Unternehmens wirklich etwas nicht stimmen könnte. Bloomberg meldet dazu aktuell: Ernst & Young äußerte laut einer heute von Super Micro Computer eingereichten Meldung Bedenken hinsichtlich des Engagements des Unternehmens für Integrität und Ethik. Der Rücktritt erfolgt einen Monat, nachdem das US-Justizministerium eine Untersuchung eingeleitet hat, in der es um die Behauptungen eines ehemaligen Mitarbeiters geht, Super Micro Computer habe gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen. Super Micro hat mit der Suche nach einer neuen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begonnen, heißt es in der Erklärung weiter.
Jetzt sehen wir den Crash mit minus 32 % zur Markteröffnung in New York. Dieser Chart zeigt die desaströse Entwicklung seit Mai: Während Nvidia um 44 % zulegen konnte, verliert Super Micro Computer 65 % an Wert. Ein Desaster für diejenigen Anleger, die dachten, über diese Hype-Aktie könnten sie zukünftig besonders stark am KI-Boom teilnehmen.
Bloomberg berichtet desweiteren: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gab an, dass sie nur Teilen der am Mittwoch von Super Micro veröffentlichten Meldung zustimme. Ein bemerkenswerter Streitpunkt ist die Behauptung von Super Micro, dass die Probleme nicht zu Änderungen der zuvor veröffentlichten Finanzergebnisse führen würden. Super Micro Computer gab im August bekannt, dass man seine jährlichen Finanzberichte verzögern werde und dass ein Sonderausschuss die internen Kontrollen der Finanzberichterstattung prüfe.
Das Unternehmen verkauft Hochleistungsserver für Rechenzentren und hat im Zuge des Booms der künstlichen Intelligenz einen explosionsartigen Anstieg der Nachfrage nach seinen Produkten verzeichnet. Zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr hatten sich seine Aktien vervierfacht. Seitdem hat sich die Begeisterung abgeschwächt, und seine Aktie ist in diesem Jahr bis zum Handelsschluss am Dienstag um etwa 73 % gestiegen.
FMW/Bloomberg
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ey als prüfer hat ja so seine erfahrungen gemacht – stichwort wirecard.
nur gut, dass diese bilanzschönungs-bude nichts mit nvidia zu tun hat. es würden mir auch noch ein paar andere firmennahmen dazu einfallen, die eng mit unserer auch in der historie schon supersauberen 3 billionen company mit einem kgv von 50 verknüpft sind.
gehen sie weiter – es gibt hier nichts zu sehen.
Im letzten Satz heißt es: „…um etwa 73% g e s t i e g e n .“
Ich frage mich, ob der Ersteller des Artikels auch versteht, was er schreibt.
Im Falle einer KI ist die doch nicht so intelligent. ;-)