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Syrien-Konflikt: Giftgas-Angriff durch Assad oder Propaganda der vom Westen finanzierten „Weißhelme“?

Gab es einen Giftgasangriff durch das Assad-Regime? Oder ist der Giftgasangriff Propaganda der syrischen Opposition, die sich der vom Westen finanzierten „Weißhelme“ bedient?

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FMW-Redaktion

Gab es einen Giftgasangriff durch das Assad-Regime? Oder ist der Giftgasangriff Propaganda der syrischen Opposition, die sich der vom Westen finanzierten „Weißhelme“ bedient? Die Weißhelme sind eine vom Westen vor allem von Großbritannien und den USA, aber auch Deutschland finanzierte Organisation, die durch die Verleihung des alternativen Nobelpreises 2016 stark an positivem Image gewann. Dennoch ist die Rolle der Weißhelme umstritten – der Vorwurf lautet (der vor allem von Russland und der syrischen Regierung erhoben wird), dass die Weißhelme sich zu einem Propgandainstrument der syrischen Opposition entwickelt hätten (mehr zu den „Weißhelmen“ oder „White Helmets“ finden Sie hier und hier).

In einem Interview mit dem Mittagsmagazin weist der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZEFAW) an der Universität Mainz, Professor Günter Meyer, darauf hin, dass das Assad-Regime kurz vor dem umfassenden Sieg gegen die Opposition in Syrien steht und daher eigentlich kein Interesse daran haben könne, ausgerechnet jetzt Chemiewaffen einzusetzen (dank an @Lausi für den Hinweis auf das Video!):


By Anas Al-Taan – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48034096

10 Kommentare

10 Comments

  1. hanz

    12. April 2018 12:00 at 12:00

    Ich bin Baff!
    So ein Beitrag auf ARD! damit hätte ich nicht gerechnet!!!
    Es geschechen noch Wunder!!!

  2. leser

    12. April 2018 12:49 at 12:49

    Das erste, was in einem Krieg verloren geht, ist die Wahrheit. Man kann getrost davon ausgehen, dass jeder Bericht interessengefärbt ist. Ich frage mich, warum die Länder, die Finanziers der Weißhelme sind (auch Deutschland gehört dazu), das Geld nicht an den syrischen Zivilschutz oder an „neutrale“ Organisationen (z.B. Rotes Kreuz) zahlen? Etwas älterer Artikel mit möglichen Antworten darauf, https://www.hintergrund.de/globales/kriege/weisse-helme-ohne-weisse-westen/

  3. frank

    12. April 2018 13:00 at 13:00

    Danke FMW, je mehr Medien über die Weißhelm-Propaganda berichten, desto besser. Sogar immer mehr MSM berichten darüber. Schluss mit der Lügenshow!

  4. Gixxer

    12. April 2018 15:48 at 15:48

    Einen kleinen Fortschritt sehe ich auch in der Berichterstattung der öffentlich rechtlichen Medien. Leider wurde das Video nur im Mittagsmagazin und nicht zur PrimeTime in der Tagesschau gebracht.

  5. Lausi

    12. April 2018 19:51 at 19:51

    Danke für das Danke, liebe FMW-Redaktion! Was ich mich bei diesem mutmaßlichen Giftgasangriff immer gefragt habe: Wo bleibt da die Logik??!! Herr Meyer stellt das ganz klar heraus, mit Hintergrund-Infos, die mir so auch noch nicht bekannt waren. Und das nicht zum ersten mal, wie man an seinen früheren Interviews sehen kann.

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Das „Peter (Altmaier) Prinzip“ – wenn unfähige Politiker befördert werden

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Kürzlich ist etwas sehr Ungewöhnliches passiert: Vertreter des deutschen Mittelstands und der deutschen Industrie haben sich negativ über Wirtschaftsminister Peter Altmaier geäussert – ein echter Affront!

Woran liegt das? Marc Friedrich meint: am sogenannten „Peter-Prinzip“ der negativen Auslese in der Politik. Was das ist, erklärt Marc Friedrich in diesem Video:

 

 

 

Von Olaf Kosinsky – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53950919

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Martin Sonneborn im EU-Parlament über Julian Asange

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Bekanntlich ist der Whistleblower Julian Asange kürzlich in London verhaftet worden – ihm droht die Auslieferung in die USA. Martin Sonneborn bringt den Skandal im EU-Parlament zur Sprache – vor einer unglaublich prall gefüllten Kulisse und mit rhetorischen Ungeheuerlichkeiten..

Sehr sehenswert:


Sonneborn in Stauffenberg-Verkleidung mit Parteikollege Nico Wehnemann auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Von Ptolusque – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73580794

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Politischer Tauschhandel mit der Post? 10% höhere Preise für 5000 Jobs

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Die Deutsche Post hat im Jahr 2018 insgesamt 2,2 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, nach Steuern! 2017 waren es noch 2,9 Milliarden Euro Gewinn. Aber immerhin, 2,2 Milliarden Euro sind auch noch ein nettes Plus (hier nachzulesen). So schlecht kann es dem ehemaligen Staatskonzern also wohl kaum gehen, stimmt´s? Oder brauch man doch ganz dringend mehr Geld?

Obacht! Ähnlich wie Lufthansa oder Deutsche Börse ist auch die Deutsche Post in ihrem Segment der einzig große Konzern in Deutschland, der im Ausland als bedeutender Global Player mitspielen kann (Monopolist oder beinahe Monopolist). Und genau diese Art von Unternehmen will unser aller Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier massiv stützen, schützen und fördern, wie er es in den letzten Wochen klar zum Ausdruck brachte (Nationale Champions schaffen).

Im Januar hatte die zuständige Bundesnetzagentur vorgeschlagen, dass man der Deutschen Post ein Preiserhöhungspotenzial von bis zu 4,8% zugestehen solle. Das fand die Post aber nicht so schön, und drohte indirekt mit der Entlassung von Mitarbeitern. Und was machte Peter Altmaier? Er tat, was zu tun war… die Bundesnetzagentur wurde angewiesen doch bitte ihren Berechnungsschlüssel (richtige Formulierung?) „anzupassen“.

Und ohhh Wunder, heute verkündet die Bundesnetzagentur, dass man der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von bis zu 10,6% zugestehe. Mal eben mehr als verdoppelt, das ist doch was! Und nochmal ohhh Wunder. Die Agentur erwähnt in ihrer Veröffentlichung gleich zwei mal, dass die Deutsche Post versprochen habe im Gegenzug 5.000 neue Stellen zu schaffen. Dazu sagt die Agentur im Wortlaut:

Wir berücksichtigen die Ankündigung der Post, neue Zusteller einzustellen. Die Ankündigungen der Post werden wir überwachen.

Die Bundesnetzagentur wird kontrollieren, dass die angekündigten Neueinstellungen auch tatsächlich erfolgen.

Also, im Klartext: Es gibt einen nicht ausgesprochenen, aber mehr als offensichtlichen politischen Deal. Ihr schafft neue Jobs, dafür dürft ihr so richtig kräftig die Preise raufsetzen. Na da freut sich der Post-Kunde. Das ist doch mal so richtig „Freie Marktwirtschaft“. Gedankenspiel: Die Deutsche Post wird bei ihrer Job-Zusage wohl schon mal genau kalkuliert haben, ob sich die Mehrkosten fürs Personal rechnen bei einer zehnprozentigen Portoerhöhung. Und wollen wir mal wetten, es wird sich rechnen. Und es werden in der Rechnung wohl noch ein paar Taler Gewinn übrig bleiben.

Die +10,6% ist ein Gesamtrahmen. Wie stark zum Beispiel das klassische Briefporto steigt, wird im Mai festgelegt. Aber man darf ruhig von einem Sprung von 70 auf 90 Cent ausgehen. Danke Herr Altmaier. Bauen Sie mal schön weiter ihre „Nationalen Champions“. Die Post-Aktionäre dürften sich freuen. Hier einige weitere aktuelle Originalaussagen der Bundesnetzagentur:

Die Bundesnetzagentur hat für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 einen Preiserhöhungsspielraum von 8,86 Prozent ermittelt, der sich aus einer Produktivitätsrate von minus 5,41 Prozent und einem Inflationsausgleich von 3,45 Prozent zusammensetzt. Weil die Deutsche Post AG Preisanhebungen nicht bereits zum 1. Januar 2019 vornehmen konnte, wird die Preisänderungsrate zusätzlich um rund 0,3 Prozentpunkte pro Monat korrigiert. Die Deutsche Post könnte bei geplantem Inkrafttreten neuer Briefentgelte zum 1. Juli 2019 damit von einem Preiserhöhungspotential von 10,63 Prozent Gebrauch machen.

Neben dem höheren Gewinnsatz berücksichtigt die Entscheidung auch die Auswirkungen der von der Deutschen Post Mitte 2018 angekündigten Umstrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Die Deutsche Post hat damit höhere Kosten unter anderem dafür geltend gemacht, dass ca. 5.000 zusätzliche Mitarbeiter in der Zustellung eingesetzt werden sollen.

Deutsche Post Tower Bonn
Post Tower in Bonn. Foto: Sir James CC BY-SA 3.0

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