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TdT: DAX, Rakete oder Erdrutsch?

Auch der DAX hat in den letzten Tagen deutlich nachgegeben und mit den Indices aus den USA mitgehalten. Doch seit gestern kommt der deutsche Leitindex wieder nach oben und gibt damit den Bullen im Markt neue Hoffnung. Doch ist diese tatsächlich berechtigt? Wir sehen beim DAX eine Trading-Gelegenheit, die für den kurzfristigen Handel gute Chancen bieten dürfte.

Rüdiger Born

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Auch der DAX hat in den letzten Tagen deutlich nachgegeben und mit den Indices aus den USA mitgehalten. Doch seit gestern kommt der deutsche Leitindex wieder nach oben und gibt damit den Bullen im Markt neue Hoffnung. Doch ist diese tatsächlich berechtigt? Wir sehen beim DAX eine Trading-Gelegenheit, die für den kurzfristigen Handel gute Chancen bieten dürfte.
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DAX auf Tagesbasis

DAX (DAX.fs) auf Tagesbasis (Quelle: AxiTrader)

Kommt der Panikrutsch oder kommt er nicht? Nun, im übergeordneten Bild auf Tagesbasis muss man schon zubilligen, dass der Kurs gerne auch mal weiter konsolidieren kann. Immerhin waren die Notierungen seit der Trump-Wahl Anfang November letzten Jahres quasi nur gestiegen. Da wäre eine Verschnaufpause, ein Rücksetzer, um nochmals günstiger einkaufen zu können, durchaus realistisch und sicher von vielen auch gewünscht. Dazu muss man zugeben, dass der letzte Aufwärtsarm beim DAX, in etwa seit Mitte Januar, eher verhalten impulsiv nach oben gelaufen war, der Kurs sich zwar in Trendrichtung, aber doch ziemlich überschneidend bewegt hat. Eigentlich ein deutliches Zeichen für ein nahes Ende einer Aufwärtsbewegung… zumindest vorläufig.

Andererseits hat der Kurs noch immer ein gewisses Restpotenzial nach oben, bei dem die letzten Hochs nochmals zumindest ein wenig überschießen könnten. Na gut, eine Entscheidung muss also her.

DAX auf 30 Minutenbasis

DAX (DAX.fs) auf 30 Minutenbasis (Quelle: AxiTrader)

Im kürzeren Chartbild allerdings sehen wir, dass der Schub ja nun eindeutig nach unten wies, während der gestrige Versuch nach oben klar korrektiv ausgefallen war. Zumindest bis jetzt. Das würde sich bestätigen, wenn der positive Verlauf durch neue Tiefs konterkariert würde, weshalb sich daraus auch ein sinnvoller Trigger ableiten ließe.

Gesagt, getan! Der Markt muss nun entscheiden, ob er wirklich schon wieder die Power für nach oben hat oder ob doch noch das Abrutschen droht. Gerade darin sehen wir gute Chancen angesichts des Kursverlaufs und wollen uns darauf vorbereiten.

Entsprechend sieht unsere konkrete Handelsidee beim DAX (DAX.fs, dieser Kontrakt ist auf den Future-Preis ausgerichtet! Der Kassa-Markt steht derzeit ca. 28 Punkte tiefer!) so aus:
ENTRY: sell short @11914 (bis 11912, solange nicht vorher über 11992 oder unter 11890)
STOP: buy stop @11965
TARGET: buy@11470

Gewinnzielseitig wollen wir vorläufig nichts in den Markt stellen, denn Platz hat er, so er denn fallen will. Ein typisches Niveau wäre dafür der Start der wackeligen Aufwärtsbewegung, also bei rund 11450. Doch bis dahin ist erstmal viel Luft, so dass wir nicht zwingend damit rechnen können, bis dahin in einem Rutsch zu laufen. Doch lassen wir dieses Ziel einfach mal im Markt stehen.

Den Stop wollen wir natürlich auch gerne nachziehen, weshalb wir auf den ParabolicSAR auf 30 Minutenbasis in seiner Standardeinstellung zurückgreifen wollen. Ein bisschen beißt sich dieser vergleichsweise enge Stop mit dem weiten Ziel, weshalb wir eher mit dem Trailing-Stop rechnen, als mit der Zielerfüllung in einem Rutsch. Doch macht ja nichts, denn die Abwärtsbewegung dürfte sich vermutlich auch in mehreren Segmenten reiten lassen.

Nun kann es natürlich sein, dass der Kurs gleich zu Beginn völlig falsch in der Gegend umher gapt, also gleich mit einem Kurssprung zur heutigen Eröffnung alles kaputt macht. Das wäre zwar schade, doch dann ergibt sich bestimmt schon bald eine neue Chance.

 

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte nach §34b WpHG

Mitarbeiter der BORN Traders GmbH oder verbundener Unternehmen können Positionen in den analysierten Handelsinstrumenten eingehen oder bereits eingegangen sein. Eingegangene Wertpapierpositionen dürfen während des Veröffentlichtungszeitraums uneingeschränkt gehandelt werden.

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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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