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TdT: Dow Jones mit besten Voraussetzungen, aber nicht zwingend für Käufe

Der Dow Jones ist schier nicht aufzuhalten und rennt auch im Vergleich mit den anderen global relevanten Indizes davon. Kann man hier noch aufspringen? Holt es auch den Index von der Wall Street irgendwann einmal ein? Wir sehen aktuell eine gute Chance, an den nächsten Bewegungen beim Dow zu profitieren.

Rüdiger Born

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Der Dow Jones ist schier nicht aufzuhalten und rennt auch im Vergleich mit den anderen global relevanten Indizes davon. Kann man hier noch aufspringen? Holt es auch den Index von der Wall Street irgendwann einmal ein? Wir sehen aktuell eine gute Chance, an den nächsten Bewegungen beim Dow zu profitieren.
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Dow Jones auf Tagesbasis (Quelle: AgenaTrader)

Dow Jones auf Tagesbasis (Quelle: AgenaTrader)

Eigentlich ist der Dow seit Anfang letzten Jahres fast ausnahmslos gestiegen. Die Bewegung war dabei nur von wenigen Pausen unterbrochen, die jedoch aufgrund der korrektiven Bewegungsabläufe nicht an der Aufwärtsrichtung zweifeln ließen. Bis zuletzt, also auch in den letzten Wochen hatte sich daran nichts geändert, der Kurs kletterte und kletterte und kletterte.

Damit wich die Bewegung durchaus deutlich von anderen Indices ab: die Kollegen aus den USA, namentlich S&P500 und Nasdaq, aber auch der Nikkei225 aus Japan konnten da nicht mithalten, vom aktuell schwächelnden DAX mal ganz zu schweigen.

Bis zuletzt ist eigentlich nichts auszumachen, was den Dow ins Wanken bringen kann. Dennoch sehen wir aktuell spannende Momente voraus, denn die gestrige Tagesspanne bei der Mutter aller Indizes bietet nun beste Voraussetzungen für einen Anschlussschub, jedoch mit Chancen auf beide Richtungen.

Bricht der Kurs nach unten, könnte daraus sogar noch eine größere Erholung werden, eine umfangreiche Verschnaufpause hätte der Index jedenfalls verdient und würde niemand Übel nehmen… zumindest niemand, der nicht gerade erst eingekauft hatte. Es bestünde dann sogar die Chance, dass auch große Marktteilnehmer wieder mit aufspringen, die sich aktuell angesichts immer höherer Preise vermutlich vornehm zurückhalten und an einem Rücksetzer mehr als interessiert sein dürften.

Auch eine Fortsetzung nach oben ist nicht unmöglich, auch dann – wie schon nach unten – typischerweise mit einer Beschleunigung der Bewegung, wenn das überhaupt noch geht. Jedenfalls aber mit einer erwarteten Dynamik. Die bislang fehlende Schwäche deutet auch auf diese Möglichkeit hin. Ja, Sie haben richtig gelesen: beide Richtungen sind realistisch. Entscheidend ist die bevorstehende Geschwindigkeit.

Entsprechend sieht unsere konkrete Handelsidee beim Dow Jones so aus:
ENTRY: buy @22180 (bis 22185, solange nicht vorher unter 21977 oder über 22218)
STOP: sell stop @22132
TARGET: sell limit @22298 (Mindestziel)

ENTRY: sell short @22057 (bis 22052, solange nicht vorher über 22257 oder unter 22020)
STOP: buy stop @22104
TARGET: buy limit @21938 (Mindestziel)

Anzumerken ist, dass diese Marken auf den Index festgelegt wurden, so wie er in der offiziellen Handelszeit zwischen 15:30 und 22:00 Uhr deutscher Zeit notiert wird. Einige handelbare Kontrakte berufen sich auf genau diese Werte, falls nicht, müssten diese Werte angepasst werden, so beispielsweise auf den Future. Wem Berechnungen dieser Art zu mühsam sind, kann natürlich auch erwägen, die Umsetzung auf den Wunschkontrakt dann vorzunehmen, wenn der Index die genannten Marken triggert.

Auch wenn das Potenzial noch weit größer sein dürfe, wollen wir am genannten Mindestziel die Gewinne realisieren, wenn wir die Chance dazu bekommen. Neben dem initialen Stop wollen wir auch eine bewegliche Komponente mit einbinden, nämlich auf Basis des Vortageshochs bzw. -tiefs den Stop nachziehen, sobald die Position eröffnet ist.

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte nach §34b WpHG

Mitarbeiter der BORN Traders GmbH oder verbundener Unternehmen können Positionen in den analysierten Handelsinstrumenten eingehen oder bereits eingegangen sein. Eingegangene Wertpapierpositionen dürfen während des Veröffentlichungszeitraums uneingeschränkt gehandelt werden.

BORN Traders GmbH
www.born-traders.com
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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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