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TdT: Dow Jones und das drohende Ende

Der Dow Jones ist wohl der meist beachtete Index der Welt und war in den letzten Wochen einer der top Gewinner. Doch nun droht das Ende, zumindest seiner aktuellen Bullenkarriere. Wir wollen schauen, wie sich das für das Trading nutzen lässt.

Rüdiger Born

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Der Dow Jones ist wohl der meist beachtete Index der Welt und war in den letzten Wochen einer der top Gewinner. Doch nun droht das Ende, zumindest seiner aktuellen Bullenkarriere. Wir wollen schauen, wie sich das für das Trading nutzen lässt.

Dow Jones, Tagesbasis

Dow Jones auf Tagesbasis (Quelle: GKFX MT4 Handelsplattform)

Was haben wir gestaunt, der Blue Chip Index aus Übersee hatte nach dem Brexit-Tief einen so fulminanten Anstieg hingezaubert und wenn man ehrlich ist, das ist ja noch nicht mal der Anfang. Denn eigentlich war es bislang das Jahr für den Leitindex der Wall Street: deutliche, nein,  schier unzweifelhafte Anstiege mit nur kleinen Unterbrechungen und das in fünfwelliger Feinstmanier. Schöner kann man Charttechnik eigentlich nicht erklären. Zumindest nicht, wenn man die Elliott Wellen lieb hat.

Es sieht also alles toll aus und hatte sich der Index nicht auch noch über das Juli-Hoch geschlagen? Wer spricht hier von Gewitterwolken? Nun, es droht nicht nur ein Gewitter, nein, gleich eine ganze Kaltfront, denn mit Blick auf den Wochenchart seit etwa Anfang des Jahres, dann sind wir in einer fünften Welle. Das ist übrigens nach Elliott Wellen Ideologie, die unter den institutionellen Händlern ja nicht ganz unbeachtet ist, die letzte Welle. Schaut man auf den Tageschart, beginnend im Juni, dann sind wir in der fünften Welle. Und schaut man den Stundenchart, dann sind wir… na gut. Hier fehlt es beim Zählen noch an Klarheit, doch sieht es nicht danach aus, als ob wir gerade gut erholt in eine frische neue Welle gekommen sind, sondern schon ein wenig nach einer Endphase. Denn schließlich ist der Markt ja auch im August schon tapfer gelaufen.

Dow Jones, Stundenbasis

Dow Jones auf Stundenbasis (Quelle: GKFX MT4 Handelsplattform)

Nun zeigt der Stundenchart zudem Auffälligkeiten, die wir für weitere Anzeichen einer Wende halten: nachdem wir nun alle möglichen und sinnvollen Hochs überschossen haben, fällt der deutliche Rückgang auf, der ansatzlos und mit toller Dynamik aufwartet. Ein Phänomen, das übrigens auch andere Indices aus den USA, auch aus Europa, den FTSE aus London mal ausgenommen und auch der Nikkei in Japan teilen. Das ist ein klares Zeichen: the bears a back in town! Die Bären sind wieder da! Okay, eine solche Bewegung dreht noch keinen Markt, außerdem hatten wir das schon mal, doch die Kombination mit dem beschriebenen Verlauf macht die Situation prekär für die Bullen.

Wir wollen nun schauen, ob wir heute oder zumindest zeitnah nicht daraus einen tollen Trade hinbekommen. Doch aktuell, in den europäischen Morgenstunden ist es noch zu früh für konkrete Marken, denn bislang hat der Kurs für uns nur eine der wichtigen Bedingungen erfüllt, nämlich den Abwärtsimpuls, der das Erstarken der Verkäufer zeigt. Nun wollen wir sehen, dass die Bullenseite, die Käufer also, aufgegeben haben. Das wäre mehr als deutlich, wenn der Kurs wackelig, korrektiv, flacher in seiner nun anstehenden Aufwärtsbewegung verläuft.

Unsere konkreten Marken beim Dow Jones müssen also noch etwas warten, doch werden wir im Laufe des Tages dazu ein Update bringen, vermutlich so um die US Handelseröffnung, doch möglicherweise auch erst danach. Bis dahin heißt es noch warten, doch was ist das schon, wenn nicht nur ein kleines Gewitter, sondern gleich der ganze Winter droht.

 

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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