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TdT: Gold (XAUUSD) mit Alarmsignal an der Entscheidungsmarke

Eigentlich steht Gold (XAUUSD) ja für ein Maß an Sicherheit, doch sollte dem so sein, dann scheinen die Marktteilnehmer keine Unsicherheiten zu sehen, denn der Kurs des gelben Edelmetalls fällt und fällt und fällt. Da bleibt die Frage, ob man dies nicht für einen Trade nutzen kann und wir finden: ja.

Rüdiger Born

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Eigentlich steht Gold (XAUUSD) ja für ein Maß an Sicherheit, doch sollte dem so sein, dann scheinen die Marktteilnehmer keine Unsicherheiten zu sehen, denn der Kurs des gelben Edelmetalls fällt und fällt und fällt. Da bleibt die Frage, ob man dies nicht für einen Trade nutzen kann und wir finden: ja.
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Gold (XAUUSD) auf Stundenbasis

Gold (XAUUSD) auf Stundenbasis (Quelle: SaxoTraderGO)

Allein in den letzten Wochen hat Gold schon über 10 % an Wert verloren und seit dem Jahreshoch waren es fast 200 US Dollar. Dabei wurde in der letzten Woche nicht nur das Zwischentief aus dem Frühsommer an der 1200er Marke erreicht, sondern auch durchstoßen. Dies wirft nun die Frage auf, ob es sich nur um einen sogenannten falschen Ausbruch oder aber ein echtes Alarmsignal auf der Abwärtsseite handelt.

Nun, der Ausbruch alleine ist dabei nur ein kleines Rad in der Beurteilungsmaschinerie, aber eben ein auffälliges. Denn Breakouts neigen dazu falsch zu sein, Beispiele gibt es dazu statistisch gesehen gerade genug. Daher ist es wichtig, nicht den bloßen Ausbruch, sondern auch den Werdegang vor und nachher unter die Lupe zu nehmen.

Wer sich den Rutsch unter die Horizontalmarke bei 1200 mal genauer anschaut, beispielsweise auf Stunden- oder gar 15 Minutenbasis, der sieht schnell, dass die Bewegung nach unten weiterhin impulsiv aussieht, wohingegen der Anstieg seit Freitag in der Frühe klare Überlappungsmuster aufweist, die typischerweise in einer Korrekturbewegung zu finden sind. Überlappung in diesem Fall bedeutet, dass nach einem Vortrieb nach oben, der Kurs immer wieder auch in die alten Rücksetzerbereiche hineinfällt. Treffer, genau dieses Verhalten zeigt der kurzfristige Goldchart und genau das lässt uns an der Kraft der Käufer zweifeln. Wir gehen daher davon aus, dass der Kursverfall bei Gold noch nicht das Ende gefunden hat.

Entsprechend sehen unsere konkreten Handelsmarken beim XAUUSD so aus:
ENTRY: sell short @1178,50 (bis 1176,50, solange nicht vorher über 1197,90 oder unter 1174,50)
STOP: buy stop @1193,50 (initial, anschließend Parabolics SAR)
TARGET: buy limit @1120 (mögliches Ziel)

Der Stop kann solange auf die nächsten Zwischenhochs nachgezogen werden, solange die Bewegungen korrektiv verlaufen, denn solange ist die Idee natürlich weiter gültig. Da dies für Marktunerfahrene nicht ganz einfach ist, wollen wir im Rahmen des Trade des Tages auf eine andere Methode zurückgreifen, nämlich dem Parabolic SAR, der uns in einer steten steilen Abwärtsbewegung im Short hält, bei einer der nächsten Korrekturen aber – so hoffen wir – möglichst viel vom Gewinn mitnehmen lässt. Dann jedoch haben wir die Chance auf eine neue Analyse und auch auf einen neuerlichen Einstieg, sollte der Kurs das Verhaltensmuster beibehalten. In unserem Beispiel nehmen wir den Parabollic SAR auf den Stundenchart mit den Standardeinstellungen.

Ach ja: sollte der Kurs über die 1197,90 laufen, ist die Idee noch nicht zu den Akten zu legen, das Bild dürfte sich dann ja nicht geändert haben. Doch streichen wir die genannten konkreten Orders und müssten den Einstieg auf das nächste, jüngste Zwischentief nachziehen. In jedem Fall aber wäre eine grundlegende Anpassung der Marken notwendig.

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte nach §34b WpHG

Mitarbeiter der BORN Traders GmbH oder verbundener Unternehmen können Positionen in den analysierten Handelsinstrumenten eingehen oder bereits eingegangen sein. Eingegangene Wertpapierpositionen dürfen während des Veröffentlichtungszeitraums uneingeschränkt gehandelt werden.

BORN Traders GmbH
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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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