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TdT: Porsche (PAH3.DE), Fuß bereit für Vollgas

Die Porsche Automobil Holding (PAH3.DE) war bislang nicht um die schlechte Performance der Automobilbranche herum gekommen, doch bleibt Porsche sportlich und somit auch unsere Erwartungen an den Chartverlauf. Wir erwarten einen Sprint, der vielleicht sogar für einen Langstreckenlauf reichen könnte. Jedenfalls steht der Fuß schon bereit auf dem Gaspedal.

Rüdiger Born

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Die Porsche Automobil Holding (PAH3.DE) war bislang nicht um die schlechte Performance der Automobilbranche herum gekommen, doch bleibt Porsche sportlich und somit auch unsere Erwartungen an den Chartverlauf. Wir erwarten einen Sprint, der vielleicht sogar für einen Langstreckenlauf reichen könnte. Jedenfalls steht der Fuß schon bereit auf dem Gaspedal.
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Porsche Automobil Hold (POH3.DE) auf Wochenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Porsche Automobil Hold (POH3.DE) auf Wochenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Jaja, die Autobranche. Wollen wir uns an dieser Stelle die Kommentare sparen und gleich auf den Chart blicken. In unserem Fall zunächst auf den Wochenchart. Der ist zwar für unsere Überlegung nicht zwingend maßgeblich, aber verschafft uns einen Überblick.

Immerhin liegen beinharte Unterstützungsniveaus direkt an oder nahe unter dem aktuellen Tief, weshalb die Chance für einen Dreh gar nicht so abwegig ist. Wer mag denn jetzt noch gerne shorten, also an den Unterstützungen auf abwärts setzen? Eine Garantie sind diese Linien, auch wenn es derer wirklich vielen sind, nicht. Doch bedarf es schon sehr schlechter neuer Nachrichten oder vielen Mutes, hier einfach auf die Abwärtsseite zu springen. Trotzdem gehen wir nicht einfach auf die Kaufseite, sondern brauchen wie so oft noch eine Bestätigung, die sich im Tageschart auch schnell finden lässt.

Porsche Automobil Hold (POH3.DE) auf Tagesbasis (Quelle: AgenaTrader)

Porsche Automobil Hold (POH3.DE) auf Tagesbasis (Quelle: AgenaTrader)

Dort nämlich hat der Kurs einen typischen bullischen Keil entwickelt, manch einer würde auch von einem sogenannten Ending Diagonal sprechen, was – wie der Name schon sagt – das Ende der aktuellen Bewegung heraufbeschwört. Diese war nun offensichtlich abwärtsgeprägt und so sollte die Anschlussbewegung nach oben weisen, was in unserem Sinne für Longs spräche.

Ein typischer und sinnvoller Auslöser dafür wäre das jüngste Zwischenhoch, das im Chart recht einfach ausfindig zu machen ist. Das Mindestziel, zumindest nach klassischer Chartlehre ist der Ausgangspunkt der wackeligen Trendfortsetzung, die obere horizontale Linie also, und damit auch unser Gewinnmitnahmepunkt.

Entsprechend sieht unsere konkrete Handelsidee bei POH3.DE so aus (in EUR):
ENTRY: buy @49,34 (bis 49,44, solange nicht vorher unter 47,98 oder über 49,85)
STOP: sell stop @47,98
TARGET: sell limit @50,75 (Mindestziel)

Wer an den Titel glaubt, kann natürlich statt der Gewinnmitnahme auch auf ein höheres Niveau hoffen und das Target offen lassen. In jedem Fall ist allerdings ein Nachzieh-Stopp sinnvoll. Wir legen uns dabei auf eine Orientierung am ParabolicSAR in seiner Standardeinstellung auf 4 Stundenbasis fest (ohne Abbildung). Damit sind wir dicht, aber hoffentlich nicht zu dicht, am Markt. Bei größeren Zielerwartungen wäre vielleicht eine höhere Zeiteinheit, womöglich auf Tagesbasis, eine überlegenswerte Alternative oder das Nachziehen auf Basis von Zwischentiefs, aber dass bleibt den jeweiligen Langstreckenfahrern überlassen.

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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