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TdT-Spezial: DAX, was nur noch fehlt, um Käufer glücklich zu machen

Der DAX ist und bleibt der Deutschen liebstes Kind und so ist der Blick natürlich bangend auf den Leitindex gerichtet, um möglichst frühzeitig eine Bewegung im eigenen Sinne interpretieren zu können. Und tatsächlich ist der Kursverlauf aktuell vielversprechend, sogar mit Unterstützung aus den USA. Was nun noch fehlt für den – hoffentlich perfekten – Trade, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Rüdiger Born

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Der DAX ist und bleibt der Deutschen liebstes Kind und so ist der Blick natürlich bangend auf den Leitindex gerichtet, um möglichst frühzeitig eine Bewegung im eigenen Sinne interpretieren zu können. Und tatsächlich ist der Kursverlauf aktuell vielversprechend, sogar mit Unterstützung aus den USA. Was nun noch fehlt für den – hoffentlich perfekten – Trade, haben wir uns einmal genauer angeschaut.
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E-mini S&P500-Future (ES) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

E-mini S&P500-Future (ES) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Bevor wir uns dem Leitindex aus Frankfurt nähern, gilt der Blick den US Indizes, die allesamt ein grundsätzlich sehr ähnliches Bild zeigen. Am Beispiel des marktbreiten Standardwerteindex S&P500, im Chart dargestellt über dessen Future, zeigt sich klar, dass nach dem ABC Rücksetzer, der zwar schnell aber eben auch klassisch dreiwellig verlaufen war, das hintere Ende nun wieder stracks nach oben zeigt.

Warum ist das mit den drei Wellen so wichtig? Nun, man kann es pedantisch nennen oder nicht, aber Hardcore-Chartisten schauen gerne auch mal auf die Elliott-Wellen und andere Formationen und leiten daraus ab, dass es sich bei dreiwelligen Gebilden um Korrekturmuster, also um Gegentrendbewegungen handelt. Was auch immer man davon hält, zumindest im Rahmen der selbsterfüllenden Prophezeiung werden die größeren Player im Markt hier wohl ein Auge drauf geworfen haben und nun eine Fortsetzung nach oben erwarten… und der erste Ansatz scheint ja am rechten Ende schon gemacht.

Doch was S&P500, Dow Jones und auch der Nasdaq können, sollte dem DAX gerade recht sein und so hat auch der heimische Blue Chip Index ein bislang entsprechendes Bild gezeichnet und damit die vorläufig positive Stimmung untermauert. Also gleich long gehen, also einkaufen?

Kann man machen, muss man nicht, denn wer kauft schon gern am höchsten Punkt, also wenn es gerade am teuersten seit „langem“ ist. Gut, „langem“ ist ein relativer Begriff, denn der Kurs war ja mit Blick auf Tagesbasis schon mal höher, aber kürzerfristig orientierte Marktteilnehmer denken genau so und schauen erst mal. Außerdem, wer kennt das nicht: gerade die Position eröffnet und anschließend dreht der Markt. Klasse, Punktlandung…. nur falsche Richtung.

In unseren täglichen Videos sprechen wir häufig über ein Verfahren, das man in diesem Fall sehr gut anwenden kann. Heute wollen wir das mal auch grafisch aufbereiten, um den Ansatz verständlicher zu machen. Und das auch noch konkret beim DAX, yeah!

Wenn der Markt die erste Bedingung erfüllt, nämlich einen sauberen und idealerweise schnellen Anstieg, dann hat er sein erstes Bekenntnis bezüglich der Richtung bereits gesprochen. Doch wollen wir noch mehr, nämlich erstens einen günstigeren Preis – wir sind ja Händler, also ist runterhandeln auch erlaubt – und zweitens, dass die Gegenseite aufgegeben hat.

DAX-Future (FDAX) mit Fibonacci auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

DAX-Future (FDAX) mit Fibonacci auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Für ersteres warten wir einfach auf einen Rücksetzer, beispielsweise zumindest 38,2 % gemäß Fibonacci, gern natürlich auch 50 bis 61,8 %, wenn der Markt es uns gewährt, doch wollen wir nicht gierig sein. Sollte der Markt jedoch unter die 78,6 % fallen, dann ist die Long-Seite zumindest kritisch, denn die Wahrscheinlichkeiten für einen ausdauernden Schub nach oben nehmen wieder deutlich ab.

Natürlich muss man die in unserem Chart gezeigten Linien nötigenfalls auf das letzte Hoch anpassen, sollte der Markt noch weiter steigen, bevor die 38er Marke erreicht wurde. Die gezeigten Marken gelten also nur, wenn der Kurs nicht vorher noch mal höher klettert. Doch sind diese Linien schnell angepasst und in fast allen Chartprogrammen erhältlich. Selbst ist hier der Trader.

DAX-Future (FDAX) mit Korrekturbeispielen auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

DAX-Future (FDAX) mit Korrekturbeispielen auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Bedingung 2 war eine Aufgabe der Bären, so dass die Bullen am Drücker sind und sich die Wurst auch nicht mehr vom Teller ziehen lassen. Wie man das erkennt? Nun, was starke Käufer können, zeigt der Chart mit seinem schnellen und gradlinigen Anstieg. Wenn die Abwärtsbewegung in die Fibonacci-Bereiche nun dezent erfolgen, sprich wackelig, dreiwellig, mit Kursüberschneidungen, in einem weiten Trendkanal, also ohne Panik und Schubkraft, dann zeigt das klar, dass die Verkäufer nicht die Power haben und die Macht mit den Käufern ist. Klingt martialisch, würde aber die Stimmung perfekt widerspiegeln.

Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle wie der genaue Verlauf ist. Entsprechend sind im Chart ein paar beispiele in blau eingezeichnet, die natürlich so nicht eins zu eins vorkommen müssen, aber den Unterschied zwischen dem letzten Anstieg und der erhofften Korrektur zeigen.

Jetzt haben wir es fast, denn wenn – vielleicht ja schon heute Nachmittag – all diese Bedingungen zusammenkommen, kann man loslegen, idealerweise natürlich nach einer Bestätigung, beispielsweise per Bruch über das letzte Zwischenhoch. Wie das aussehen kann, zeigt ja auch der heutige Trade des Tages auf Porsche.

Zielseitig ist übrigens einiges drin beim DAX: mindestens die 12300, aber mit neuen All-Time-Highs aus Übersee auch beim Deutschen Aktienindex Notierungen über der 13000. Der Startschuss steht noch aus, doch die Bedingungen werden vielleicht gerade jetzt dafür gelegt. Bleiben Sie am Ball!

 

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte nach §34b WpHG

Mitarbeiter der BORN Traders GmbH oder verbundener Unternehmen können Positionen in den analysierten Handelsinstrumenten eingehen oder bereits eingegangen sein. Eingegangene Wertpapierpositionen dürfen während des Veröffentlichungszeitraums uneingeschränkt gehandelt werden.

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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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