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TdT-Spezial: DAX, was nur noch fehlt, um Käufer glücklich zu machen

Der DAX ist und bleibt der Deutschen liebstes Kind und so ist der Blick natürlich bangend auf den Leitindex gerichtet, um möglichst frühzeitig eine Bewegung im eigenen Sinne interpretieren zu können. Und tatsächlich ist der Kursverlauf aktuell vielversprechend, sogar mit Unterstützung aus den USA. Was nun noch fehlt für den - hoffentlich perfekten - Trade, haben wir uns einmal genauer angeschaut.

Der DAX ist und bleibt der Deutschen liebstes Kind und so ist der Blick natürlich bangend auf den Leitindex gerichtet, um möglichst frühzeitig eine Bewegung im eigenen Sinne interpretieren zu können. Und tatsächlich ist der Kursverlauf aktuell vielversprechend, sogar mit Unterstützung aus den USA. Was nun noch fehlt für den – hoffentlich perfekten – Trade, haben wir uns einmal genauer angeschaut.
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E-mini S&P500-Future (ES) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)
E-mini S&P500-Future (ES) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Bevor wir uns dem Leitindex aus Frankfurt nähern, gilt der Blick den US Indizes, die allesamt ein grundsätzlich sehr ähnliches Bild zeigen. Am Beispiel des marktbreiten Standardwerteindex S&P500, im Chart dargestellt über dessen Future, zeigt sich klar, dass nach dem ABC Rücksetzer, der zwar schnell aber eben auch klassisch dreiwellig verlaufen war, das hintere Ende nun wieder stracks nach oben zeigt.

Warum ist das mit den drei Wellen so wichtig? Nun, man kann es pedantisch nennen oder nicht, aber Hardcore-Chartisten schauen gerne auch mal auf die Elliott-Wellen und andere Formationen und leiten daraus ab, dass es sich bei dreiwelligen Gebilden um Korrekturmuster, also um Gegentrendbewegungen handelt. Was auch immer man davon hält, zumindest im Rahmen der selbsterfüllenden Prophezeiung werden die größeren Player im Markt hier wohl ein Auge drauf geworfen haben und nun eine Fortsetzung nach oben erwarten… und der erste Ansatz scheint ja am rechten Ende schon gemacht.

Doch was S&P500, Dow Jones und auch der Nasdaq können, sollte dem DAX gerade recht sein und so hat auch der heimische Blue Chip Index ein bislang entsprechendes Bild gezeichnet und damit die vorläufig positive Stimmung untermauert. Also gleich long gehen, also einkaufen?

Kann man machen, muss man nicht, denn wer kauft schon gern am höchsten Punkt, also wenn es gerade am teuersten seit „langem“ ist. Gut, „langem“ ist ein relativer Begriff, denn der Kurs war ja mit Blick auf Tagesbasis schon mal höher, aber kürzerfristig orientierte Marktteilnehmer denken genau so und schauen erst mal. Außerdem, wer kennt das nicht: gerade die Position eröffnet und anschließend dreht der Markt. Klasse, Punktlandung…. nur falsche Richtung.

In unseren täglichen Videos sprechen wir häufig über ein Verfahren, das man in diesem Fall sehr gut anwenden kann. Heute wollen wir das mal auch grafisch aufbereiten, um den Ansatz verständlicher zu machen. Und das auch noch konkret beim DAX, yeah!

Wenn der Markt die erste Bedingung erfüllt, nämlich einen sauberen und idealerweise schnellen Anstieg, dann hat er sein erstes Bekenntnis bezüglich der Richtung bereits gesprochen. Doch wollen wir noch mehr, nämlich erstens einen günstigeren Preis – wir sind ja Händler, also ist runterhandeln auch erlaubt – und zweitens, dass die Gegenseite aufgegeben hat.

DAX-Future (FDAX) mit Fibonacci auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)
DAX-Future (FDAX) mit Fibonacci auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Für ersteres warten wir einfach auf einen Rücksetzer, beispielsweise zumindest 38,2 % gemäß Fibonacci, gern natürlich auch 50 bis 61,8 %, wenn der Markt es uns gewährt, doch wollen wir nicht gierig sein. Sollte der Markt jedoch unter die 78,6 % fallen, dann ist die Long-Seite zumindest kritisch, denn die Wahrscheinlichkeiten für einen ausdauernden Schub nach oben nehmen wieder deutlich ab.

Natürlich muss man die in unserem Chart gezeigten Linien nötigenfalls auf das letzte Hoch anpassen, sollte der Markt noch weiter steigen, bevor die 38er Marke erreicht wurde. Die gezeigten Marken gelten also nur, wenn der Kurs nicht vorher noch mal höher klettert. Doch sind diese Linien schnell angepasst und in fast allen Chartprogrammen erhältlich. Selbst ist hier der Trader.

DAX-Future (FDAX) mit Korrekturbeispielen auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)
DAX-Future (FDAX) mit Korrekturbeispielen auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Bedingung 2 war eine Aufgabe der Bären, so dass die Bullen am Drücker sind und sich die Wurst auch nicht mehr vom Teller ziehen lassen. Wie man das erkennt? Nun, was starke Käufer können, zeigt der Chart mit seinem schnellen und gradlinigen Anstieg. Wenn die Abwärtsbewegung in die Fibonacci-Bereiche nun dezent erfolgen, sprich wackelig, dreiwellig, mit Kursüberschneidungen, in einem weiten Trendkanal, also ohne Panik und Schubkraft, dann zeigt das klar, dass die Verkäufer nicht die Power haben und die Macht mit den Käufern ist. Klingt martialisch, würde aber die Stimmung perfekt widerspiegeln.

Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle wie der genaue Verlauf ist. Entsprechend sind im Chart ein paar beispiele in blau eingezeichnet, die natürlich so nicht eins zu eins vorkommen müssen, aber den Unterschied zwischen dem letzten Anstieg und der erhofften Korrektur zeigen.

Jetzt haben wir es fast, denn wenn – vielleicht ja schon heute Nachmittag – all diese Bedingungen zusammenkommen, kann man loslegen, idealerweise natürlich nach einer Bestätigung, beispielsweise per Bruch über das letzte Zwischenhoch. Wie das aussehen kann, zeigt ja auch der heutige Trade des Tages auf Porsche.

Zielseitig ist übrigens einiges drin beim DAX: mindestens die 12300, aber mit neuen All-Time-Highs aus Übersee auch beim Deutschen Aktienindex Notierungen über der 13000. Der Startschuss steht noch aus, doch die Bedingungen werden vielleicht gerade jetzt dafür gelegt. Bleiben Sie am Ball!

 

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Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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