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TdT: Tesla (TSLA), Ikone oder gefallener Stern?

Der Automobilbauer Tesla (TSLA) ist für den einen Ikone, für den anderen ein Dorn im Auge, aber auf jeden Fall ein Thema, an dem man offensichtlich nicht vorbei kommt. Und das gilt nicht nur für Auto- oder Elektrobegeisterte, sondern auch für Marktakteure, die Ausschau nach spannenden Titel halten. Auch aktuell findet sich bei Tesla ein Hingucker im Chart, der für einen Trade lockt.

Rüdiger Born

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Der Automobilbauer Tesla (TSLA) ist für den einen Ikone, für den anderen ein Dorn im Auge, aber auf jeden Fall ein Thema, an dem man offensichtlich nicht vorbei kommt. Und das gilt nicht nur für Auto- oder Elektrobegeisterte, sondern auch für Marktakteure, die Ausschau nach spannenden Titel halten. Auch aktuell findet sich bei Tesla ein Hingucker im Chart, der für einen Trade lockt.
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Tesla (TSLA) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Tesla (TSLA) auf 4 Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Was bisher geschah: bis fast Mitte April waren die Notierungen von Tesla deutlich gestiegen, in den vier Wochen vor dem Hoch immerhin um rund 30 %. Und das war ja nicht der einzige Anstieg in der letzten Zeit, denn seit November letzten Jahres waren die Titel in der Spitze sogar um 75 % geklettert. Rasant, rasant also und so stellt sich die Frage, ob man da noch aufspringen sollte, oder der Zug – nein, der Tesla – bereits abgefahren ist.

Tatsächlich bietet sich auf kleinerer Zeitebene seit dem April-Hoch ein ganz anderes Bild. Dort nämlich scheinen die Bären auf einmal aufgewacht, die Käufer aber ziemlich lustlos. Blickt man auf den Chart der an der Nasdaq gelisteten Aktie, sieht der Anstieg, also der Gang in Richtung Trend, sehr korrektiv aus, mit vielen Kursüberschneidungen. Das dürfte allerdings eigentlich nicht sein, außer, wenn der Trend dem Ende nahe ist. Dann ist dieses Kursverhalten durchaus typisch und lenkt die Überlegungen auf eine Gewinnmitnahme oder eben auf die Short-Seite.

Tesla in EUR (TL0.DE) auf Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Tesla in EUR (TL0.DE) auf Stundenbasis (Quelle: AgenaTrader)

Doch auch wer den Chart in Euro vor Augen hat, findet bei Tesla (TL0.DE) ein typisch bärisches Verlaufsmuster, nämlich einen steilen Rückgang, gefolgt von einem korrektiven Anstieg. Oh Wunder – oder oh glückliche Fügung – beide Bilder deuten auf anstehende schwächere Kurse, weshalb auch wir die Short-Seite in Angriff nehmen wollen. Dabei werden wir uns an den Originalmarkt halten, also den Aktien, die an der Nasdaq gehandelt werden. Als Einstiegs-Trigger dient uns dabei das letzte Zwischentief, das aktuell auf ähnlichem Niveau wie der steigende Trendkanal liegt und damit eine Kreuzunterstützung liefert. Beim Bruch des Zwischentiefs wollen wir auf der Short-Seite dabei sein.

Entsprechend sieht unsere konkrete Handelsidee bei TSLA so aus (in USD):
ENTRY: sell short @305,99 (bis 305,49, solange nicht vorher über 314,50 oder unter 302,99)
STOP: buy stop @313,00
TARGET: ohne

Alternativ kann natürlich auch auf die in Euro notierten Aktien geschielt werden, denn das Bild ist entsprechend, die Marken allerdings von den unseren abweichend. Hier muss also im Chart jeweils das Vergleichsniveau gesucht werden.

Den Stop wollen wir nach der Eröffnung auf Basis des ParabolicSAR nachziehen, denn nach dem deutlichen Anstieg, kann die Bewegung durchaus umfangreich sein und nicht schon an der ersten Unterstützung halten. Daher wollen wir hier auf ein Gewinnziel vorerst verzichten. Eigentlich lägen erste Zielbereich bei rund 290 plus/minus in paar Dollar und dann im Bereich von 280 bis 270 etwa, doch auch irgendwas bis 240 US Dollar ist nicht ganz abwegig, wenn auch nicht unser aktuell favorisiertes Ziel.

Jedenfalls wollen wir vorläufig keine nahe Zielorder in den Markt stellen, sondern auf den Trailing-Stop zurückgreifen. Den ParabolicSAR wählen wir dabei in seiner Standardeinstellung auf 4 Stundenbasis. Diese Einstellung hatte in den vorangegangenen Trendphasen recht gut funktioniert und so denken wir, dass er auch hier eine Chance verdient hat.

Zum Abschluss bleibt zu erwähnen, dass Tesla am kommenden Mittwoch nach Handelsschluss Zahlen veröffentlicht. Das bietet natürlich eine tolle Extrachance, leider aber auch ein Extrarisiko. Es ist also denkbar, dass der Titel am kommenden Donnerstag mit einem Gap aufmacht, unangenehm nur, wenn es in der falschen Richtung liegt, da hier dann Stops erst zum Handelsbeginn greifen. Doch wer damit umgehen kann, hat zumindest keine ganz schlechte Chance mit diesem Titel.

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte nach §34b WpHG

Mitarbeiter der BORN Traders GmbH oder verbundener Unternehmen können Positionen in den analysierten Handelsinstrumenten eingehen oder bereits eingegangen sein. Eingegangene Wertpapierpositionen dürfen während des Veröffentlichungszeitraums uneingeschränkt gehandelt werden.

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Finanznews

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Marktgeflüster (Video)

Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief..

Markus Fugmann

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Wie weit geht die Bärenmarkt-Rally? Derzeit sehen wir ein Muster, das ähnlich wie im Dezember des Jahres 2000 ablief, als der S&P 500 ebenfalls einen Dreifach-Boden brach und ein neues Tief generierte, bevor dann bis Mitte Januar eine Rally folgte, die jedoch nicht nachhaltig war (bekanntlich war das Jahr 2001 eher unschön für die Aktienmärkte). Dementsprechend könnten die US-Indizes kurzfristig ihr Tief gesehen haben nach dem Fehlausbruch nach unten – doch bleibt der seit 2016 bestehende Aufwärtstrend gebrochen, der Liquiditätsentzug der Fed wirkt. Die Aktienmätkte sind nun in einem Dilemma: wenn die durch die Invertierung der US-Zinskurve ausgelösten Konjunktursorgen unberechtigt sind, wir die Fed weiter die Zinsen erhöhen – wenn nicht, wird es sowieso ungemütlich. Heute der Dax stark nach Berichten, wonach China die Zölle gegen US-Autos reduzieren will..

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Rüdiger Born

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Redaktion

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Von Rüdiger Born

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Aktien

Amateurstunde im Weißen Haus löst neues Drama um Government-Shutdown aus

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden. Ein wichtiger Faktor für das Chaos: Donald Trump ändert ständig seine Meinung..

Markus Fugmann

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Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Die Supermacht steht vor der nächsten möglichen Blamage: Nachdem sich der Kongress weiterhin nicht auf ein Budget einigen kann, könnten ab Samstag alle nicht-essenziellen Regierungsfunktionen stillgelegt werden.

“Government Shutdown” heißt das Szenario: 850.000 Bundesbeamte werden dabei in den vorerst unbezahlten Zwangsurlaub geschickt und Nationalparks geschlossen. Der letzte “Shutdown” 2013 hatte der US-Wirtschaft einen Schaden von 24 Milliarden Dollar zugeführt.

Während die Uhr tickt nimmt das Chaos am Kapitol und im Oval Office fast tragikomische Züge an. Zunächst schien ein Deal in Greifweite, bei dem die Demokraten für den von ihnen geforderten, kontinuierlichen Schutz von Illegalen-Kindern (“Dreamers”) durch ein Fortsetzung durch des sogenannten DACA-Programmes Präsidenten Donald Trump und den Republikanern mit mehr Mitteln für den Grenzschutz – allerdings ohne Mexikomauer – und strengeren Einwanderungsbestimmungen entgegengekommen wären.

Trump braucht die „Dems“

Trump und die Republikaner benötigen bei einem Budgetdeal im Senat die Zustimmung von zumindest neun demokratischen Senatoren für die mindestens 60 Stimmen, um einen “Filibuster” abwehren zu können.

Den ersten möglichen Deal jagte Trump mit seinen “Scheißlochländer”-Wutanfall in die Luft.

Danach ersannen die Republikaner (GOP) ein neue, durchaus perfide Taktik: Sie inkludierten in eine zumindest kurzfristige Budgetverlängerung bis Mitte Februar die weitere Finanzierung eines Krankenversicherungsprogramms (CHIP) für Kinder aus einkommensschwachen Familien, es fehlte in der Vorlage jedoch ein “Dreamers”-Deal.

Dem CHIP-Programm geht das Geld aus – neuen Millionen Minderjährigen droht der Verlust der Kassen.

Das Kalkül der GOP: Es wäre politisches Harakiri für die “Dems”, wenn sie gegen die Fortführung der Kinderversicherungen stimmen würden.

Wieder rückte der Sprengmeister im Oval Office mit Dynamit an: Auf Twitter fiel er diesmal seiner eigenen Partei in den Rücken und verlangte, dass CHIP keinesfalls Teil des Budgetgesetzes sein sollte.

Nach hektischen Telefonaten teilte das Weiße Haus Stunden nach dem Tweet mit, dass Mr. Trump nun doch die Republikaner-Vorlage unterstütze.


Foto: Matt H. Wade, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5004719

Niemand weiß, was Trump wirklich will

Das Chaos war da aber längst perfekt.

Trump hat während des schwindelerregenden Immigranten-Showdowns nun schon derart oft seine Meinung geändert, dass nicht einmal seine eigene Partei weiß, was der Präsident überhaupt will.

Bei einem Treffen mit Vertreten beider Parteien, das er 55 Minuten lang live im TV übertragen ließ, schien Trump praktisch jeder Wortmeldung zustimmen, auch bei völlig konträren Forderungen. Für die Immigranten-Kinder träumte er von einem “Gesetz der Liebe”.

Eine Weile war auch die Rede davon, dass er bei der Mexiko-Mauer zumindest streckenweise mit einem Zaun zufrieden wäre. Stabschef John Kelly meinte öffentlich, dass Trumps Meinung zum im Wahlkampf versprochenen “wunderschönen Grenzwall” an der US-Südgrenze “evolviert” sei. Er stellte damit mehr Flexibilität in den Raum beim Tauziehen um einen Budget- und Immigrations-Deal.

„Die Mauer ist die Mauer“

Trump tobte laut Insidern. Jetzt wütet er wieder als unerbittlicher Hardliner: Die “Mauer ist die Mauer”, schnappte der Hitzkopf im Weißen Haus auf Twitter, von einem Umdenken könne keine Rede sein. Auch das Schicksal der DACA-Einwanderer scheint ihn kaum mehr zu kümmern.

Trump verkaufte sich vor der Wahl stets als gewiefte Koryphäe beim Deal-Machen – als Präsident jedoch trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen durch Washington.

Ein Government-Shutdown am Wochenende ist dank der Stümperei sehr wahrscheinlich geworden.

Das Repräsentantenhaus brachte den Budgetentwurf der Republikaner am Donnerstag in einer knappen Abstimmung durch. Beim Showdown im Senat stehen die Chancen jedoch weit schlechter.

Die Zwölferfrage beim Polit-Poker: Wen werden die Amerikaner mehrheitlich zum Sündenbock für das Stillstehen der Regierungsräder machen? In der Vergangenheit wurde meist dem Kongress als Ganzes die Schuld in die Schuhe geschoben. Diesmal aber dürfte auch der Präsident sein Fett abkriegen.

Immerhin: Amerika ist nicht wirklich “great again”, wenn nicht einmal die Fährschiffe zur Freiheitsstatue verkehren…

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

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